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[Film] Die Odyssee - Christopher Nolan

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unicum:

--- Zitat von: Ludovico am 23.07.2026 | 11:59 ---Wie alt bist Du eigentlich?  :P

--- Ende Zitat ---

Was hat das denn mit der Fragestellung zu tun das ich nicht weis wie denn der Mittelmeerraum zur Zeit von Homer ausgeschaut hat? Ausser eben: völlig anderst als heute.

Ich hab immer noch das Bild von Karten des Sherwood Forest vor Augen und wie der heute ausschaut,... also sind etwa noch 5% übrig.
An der Adriaküste erinnere ich mich an einige Berge aus blankem Felsen wo sich keine große Vegetation sich halten kann.

KWÜTEG GRÄÜWÖLF schrieb eben:
"- ordentliche mediterrane Landschaft? Check."

Das mag ja so stimmen (der letze Kionfilm in dem ich wirklich im Kino war war der Herr der Ringe ansonsten geh ich ins Kino um lecker chiensisch zu essen) aber ich vermute es ist eben eine "ordentliche heutige mediterrane Landschaft".

Wir wissen heute wie in Städten schon eine handvoll Bäume das Mirkoklima verändern, es versuchen Leute immer wieder neue Wälder in regionen anzuüflanzen die "wir" menschen vor langer Zeit abgeholzt haben wieder anzupflanzen.


--- Zitat von: Jiba am 23.07.2026 | 12:41 ---Sehr gute Beobachtung. Haben die rechten Schneeflöckchen bei ihrem Gejammer natürlich nicht drauf geachtet. Die waren viel zu sehr damit beschäftigt, eine junge schwarze Schauspielerin im Internet zu belästigen. Aber passt ja auch in deren Bild. Alles bitte hübsch nordeuropäisch. Ist ja sonst nicht "neutral".

--- Ende Zitat ---

Bin ich wegen meiner Frage also eine rechte jammernde Schneeflocke?

Es war eine verdammte einfache Frage!

First Orko:

--- Zitat von: Grubentroll am 23.07.2026 | 13:21 ---Ab dem Punkt braucht man gar nicht diskutieren mit dir.

Geh mal zum Arzt, oder nimm deine Tabletten.

--- Ende Zitat ---

Nicht jeder Stiefel, der passend erscheint, ist für einen gedacht.

gilborn:
@Jiba, @Grubentroll, @Fuchs: Wollt ihr mal etwas durchatmen? : )




--- Zitat von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 23.07.2026 | 12:52 ---Ich habe bis jetzt auch noch keine wirklich fundierte Kritik an Nolans Odyssee  gesehen, die ich in irgendeiner Form ernst nehmen könnte. Das ist nicht provokant gemeint, ich hätte nichts dagegen, wenn ein Spezialist für Mythenverfilmung oder Homer mal genau aufdröseln würde, warum der Film in seinen Augen nichts taugt.
Aber alles, was ich bisher mitbekommen habe, ist halt die Sorte, über sich Jiba auch aufregt.  :)

--- Ende Zitat ---
&

--- Zitat von: Ainor am 22.07.2026 | 22:24 ---Genau wie zwischen Skylla und Charybdis kommt niemand unbeschadet zwischen den woken und anti-woken Kritikern hindurch.
Aber es ist nunmal das Geschäftsmodell dieser Leute sich zu beschweren. Alle anderen gehen einfach ins Kino und geniessen den Film.

--- Ende Zitat ---
Nachdem ich mich kritisch zu dem Film geäußert habe (hier), fühle ich mich hier schon etwas provoziert  ;)

Zum einen entzündet sich meine Kritik nicht am zu Woke oder zu Anti-Woke sein, und trotzdem konnte ich ihn nicht genießen.
Zum anderen würde ich sie auch ungern als nicht fundiert stehen lassen und mich in "die Sorte, die Jiba beschreibt" eingeordnet sehen ;)

Der Film ist für mein Dafürhalten als Film nicht gut, unabhängig davon, dass sie eine gut Umsetzung von Homers Vorlage ist - denn eine 1:1 Umsetzung eines guten Buches macht nicht automatisch einen guten Film! Und ein Spezialist für Homer ist auch nicht unbedingt geeignet, filmische Qualitäten zu bewerten.

Wer für mich die bist dato beste, weil sehr treffende und gut begründete Kritik verfasst hat, sind die Movieamphs.
Die gehen darauf ein, wie Nolen den Wesenkern von Odysseus entgegen der Vorlage verändert hat:
Nämlich von einem gewitzten, aber auch an Hybris leidenden Helden zu einem ehemaligen, an postraumatischer Belastungsstörung leidenden Soldaten - und warum er mit seiner Adaption dabei gescheitert ist.
Abgesehen von ein paar Sachen die unnötig Lächerlich gemacht wurden (zum Beispiel die Beschaffenheit des Trojanischen Pferds, die ich durchaus plausibilisiert bekommen würde), finde ich mich hier fast komplett wieder (Triggerwarnung: Sie stören sich auch am diversen Cast, weil er aus der Immersion reißt - kann ich inhaltlich Nachvollziehen, war aber im Kinobesuch bei mir überhaupt kein Problem).

Lyonesse:

--- Zitat von: unicum am 23.07.2026 | 13:27 ---Es war eine verdammte einfache Frage!

--- Ende Zitat ---
Es gibt jedenfalls Olivenhaine, und die gab es zu Homers Zeiten ja auch schon. Ansonsten macht Ithaka im Film eher einen ärmlichen Eindruck: Steilküste, sehr hügelig, von schmalen Trampelpfaden durchzogen, kaum nennenswerter Ackerbau, heruntergekommene Hütten und eine einsame, steinerne Burg auf einem Felsrücken als Königssitz. Vor der Ankunft der Freier wird es aber vermutlich etwas einladender gewesen sein; im Film selber erfolgt dann noch der Hinweis respektive Vorwurf von Eumaios dem Schweinehirten, dass Odysseus ja vor zwanzig Jahren mit den besten Männern die Insel verlassen hat und seither alles schlechter wurde.

KWÜTEG GRÄÜWÖLF:

--- Zitat von: gilborn am 23.07.2026 | 13:35 ---@Jiba, @Grubentroll, @Fuchs: Wollt ihr mal etwas durchatmen? : )


&Nachdem ich mich kritisch zu dem Film geäußert habe (hier), fühle ich mich hier schon etwas provoziert  ;)

Zum einen entzündet sich meine Kritik nicht am zu Woke oder zu Anti-Woke sein, und trotzdem konnte ich ihn nicht genießen.
Zum anderen würde ich sie auch ungern als nicht fundiert stehen lassen und mich in "die Sorte, die Jiba beschreibt" eingeordnet sehen ;)

Der Film ist für mein Dafürhalten als Film nicht gut, unabhängig davon, dass sie eine gut Umsetzung von Homers Vorlage ist - denn eine 1:1 Umsetzung eines guten Buches macht nicht automatisch einen guten Film! Und ein Spezialist für Homer ist auch nicht unbedingt geeignet, filmische Qualitäten zu bewerten.

Wer für mich die bist dato beste, weil sehr treffende und gut begründete Kritik verfasst hat, sind die Movieamphs.
Die gehen darauf ein, wie Nolen den Wesenkern von Odysseus entgegen der Vorlage verändert hat:
Nämlich von einem gewitzten, aber auch an Hybris leidenden Helden zu einem ehemaligen, an postraumatischer Belastungsstörung leidenden Soldaten - und warum er mit seiner Adaption dabei gescheitert sind.
Abgesehen von ein paar Sachen die unnötig Lächerlich gemacht wurden (zum Beispiel die Beschaffenheit des Trojanischen Pferds, die ich durchaus plausibilisiert bekommen würde), finde ich mich hier fast komplett wieder (Triggerwarnung: Sie stören sich auch am diversen Cast, weil er aus der Immersion reißt - kann ich inhaltlich Nachvollziehen, war aber im Kinobesuch bei mir überhaupt kein Problem).

--- Ende Zitat ---

Ich beziehe mich mit meinem "bisher keine Kritik, die ich ernst nehmen kann" eher auf das, was im Web und Feuilletons so rumschwubbert.
Dass man auf filmischer Ebene den Film für nicht gut gemacht halten kann, okay, dazu kann ich selber nichts sagen, da kann ich nur feststellen, dass ich als Konsument ihn unterhaltsam fand.

Aber entgegen den Auslegungen der von dir zitierten Movieamphs, dass Nolan Odysseus so verändert habe, dass er damit den Wesenskern von Homer entstellt hätte und dadurch gescheitert wäre: das ist wiederum etwas, das sehr wohl von Homerspezialisten fundierter beantwortet werden kann als von Cineasten.
Und wie gesagt, die Resonanz aus dem akademischen Feld der Homerforscher und Althistoriker redet da nicht von Scheitern. Dass Nolan Elemente der Vorlage verändert oder weiterentwickelt, naja, das ist das, was schon Vergil gemacht hatte.

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