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[Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
Swanosaurus:
--- Zitat von: Philipp.Baas am 22.05.2026 | 12:43 ---Krass. Ich habe den ganz anders gelesen. Batman ist ein Sinnbild für Hybris. Nicht nur hat er sich psychisch und physisch völlig übernommen, sondern seine Entscheidung, was für die Menschheit das Beste ist (den Reaktor zu verstecken, Bane zu stellen) ist ein wichtiger Teil der Katastrophe und ermöglicht Bane erst seine finalen Taten. Dann gelingt es ihm auch nicht, die Menschen in seinem Umfeld zu verstehen und Freund und Feind zu erkennen. Er schickt Alfred weg und hilft unwissend der Gesellschaft der Schatten, weil er nicht in der Lage ist, andere Menschen zu verstehen. Seine Schwarz-Weiß-Sicht verwendet er als Schablone, um andere zu beurteilen.
Und dann noch Bane, der Freiheit einer Gesellschaft mit dem Recht des Stärkeren verwechselt, aber dem es andererseits gelingt diejenigen, die sich für stark halten (hier aber physische Stärke und Reichtum verwechseln), dazu zu bringen, ihr eigenes System zu vernichten.
Klar rettet der Superheld den Tag, sonst funktionieren solche Film nicht, und gleichzeitig geht aus meiner Sicht Nolan mit Batman und der Gesellschaft hart ins Gericht. Wo der 2. Teil das Gute im Menschen im Gegensatz zum Chaos zum Thema hat, ist der 3. Teil da ziemlich schonungslos. Gordon ist der einzige, den man als guten und rationalen Menschen beschreiben würde und selbst er hat diesen Schmutzfleck auf seiner Weste, der ihn quält.
--- Ende Zitat ---
Mal sehen, vielleicht schau ich mir den Film doch noch mal an, um zu sehen, ob diese Interpretation für mich aufgeht ... wie gesagt, damals fand ich das alles einfach nur entsetzlich reaktionär, kann aber auch daran liegen, dass ich mit dieser Selbstüberwindungsgeschichte (Bruce Wayne steigt doch irgendwie aus diesem Loch ...) gar nichts anfangen kann und deshalb alles andere dann auch negativ gelesen habe.
Philipp.Baas:
--- Zitat von: Swanosaurus am 22.05.2026 | 12:52 ---Mal sehen, vielleicht schau ich mir den Film doch noch mal an, um zu sehen, ob diese Interpretation für mich aufgeht ... wie gesagt, damals fand ich das alles einfach nur entsetzlich reaktionär, kann aber auch daran liegen, dass ich mit dieser Selbstüberwindungsgeschichte (Bruce Wayne steigt doch irgendwie aus diesem Loch ...) gar nichts anfangen kann und deshalb alles andere dann auch negativ gelesen habe.
--- Ende Zitat ---
Das ist halt der Teil, den es braucht. Den hätte ich anders auch besser gefunden, wobei die Idee "Spring über deinen Schatten" funktioniert, wenn man die vorherige Hybris sieht. Dann beginnt er ja auch Verbündete zu sammeln und versteht, dass er es eben nicht alleine reißen kann.
Was mich angekotzt hat: Das ULTIMATIVE OPFER. Wenn er mit der Bombe los saust. Ey, dann lass ihn sterben, aber das ist irgendwie so ein Hollywood-Ding. Dann muss er da sitzen in Venedig und ... das fand ich ziemlich semi.
Swanosaurus:
--- Zitat von: Philipp.Baas am 22.05.2026 | 13:00 ---Was mich angekotzt hat: Das ULTIMATIVE OPFER. Wenn er mit der Bombe los saust. Ey, dann lass ihn sterben, aber das ist irgendwie so ein Hollywood-Ding. Dann muss er da sitzen in Venedig und ... das fand ich ziemlich semi.
--- Ende Zitat ---
Ich glaube, an dem Punkt war mir schon alles egal ...
Philipp.Baas:
Passt zum Thema:
https://www.youtube.com/watch?v=4Q3h3vsX8Y4
Megavolt:
Ich denke, der neue Film wird es nicht leicht habe, weil der alte Troja sehr smooth und insgesamt sehr gern gesehen war, noch dazu mit den Megastars aus einer Zeit, als die Stars noch völlig entrückt waren. Man kannte damals den Orlando Bloom, der stand sinnbildlich für den Höhenkamm der schauspielerischen Besetzung (ob ihm der Ruhm gebührte, das sei einmal dahingestellt), aber sowas gibts heute nicht mehr.
Akzentuiert im Kulturkampf mitzumischen scheint mir ein passabler Gag sein, um erst einmal Aufmerksamkeit zu generieren, ob es die Zuschauerzahlen am Ende vielleicht sogar halbiert, das wird man sehen.
Ich warte mal ab, was die Kritiken sagen, mein Interesse ist aber geweckt, da bin ich also schon erfolgreich in die Falle getappt. Da ich aus dem Bauch heraus ein unschuldig-ungetrübtes Glotzvergnügen erwarten würde, wie ich es einst bei Troja hatte, kann ich eigentlich nur enttäuscht werden, d.h. vermutlich schenke ich mir den Film trotzdem.
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