Autor Thema: Reading Challenge 2026  (Gelesen 9837 mal)

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Offline Sard

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Re: Reading Challenge 2026
« Antwort #100 am: 15.09.2026 | 19:23 »
#21 Hereticus und die Kurzgeschichte "Für eine Krone mehr" aus "Eisenhorn - Der Sammelband" von Dan Abnett
Ein toller Roman - nahezu perfekt. Für mich der beste der ersten drei Eisenhorn-Romane.
Richtig macht Dan Abnett vor allem auch, dass Hauptfiguren nicht sakrosankt sind.
14 von 15 Punkten

#22 Die Schakalin von Mike Nicol
Mike Nicol kann es.
Mit einer neuen Hauptfigur schafft er wieder einen gelungenen Plot und bindet Ereignisse und Personen aus den alten Romanen gekonnt ein.
Ein routinierte Kapstadt-Thriller
11 von 15 Punkten

#23 Das Ende der Sterne (wie Big Hig sie kannte) von Peter Heller
Die Buchvorlage zum Kinofilm.
Kein reißerischer Roman, kein Actionroman, eher ein Gefühlsscript in einem nicht ganz gewöhnlichen Schreibstil, der mich emotional echt erreicht hat. Die Diskrepanzen zwischen Menschlichkeit und gnadenloser Gewalt und das Entsetzen darüber bei gleichzeitiger Erkenntnis der Alternativlosigkeit ist immer wieder ergreifend.
Das Buch hat die Erwartungen klar übertroffen.
14 von 15 Punkten
« Letzte Änderung: 15.09.2026 | 19:34 von Sard »
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Offline Gondalf

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Re: Reading Challenge 2026
« Antwort #101 am: 26.09.2026 | 09:53 »
Lebe begeistert und Gewinne von Frank Bettger

Das Buch eines erfolglosen Versicherungsvertreters und ehemals professionellen Baseballspielers, der seine Sportliche Laufbahn wegen einer Verletzung beenden musste.
Er hatte ein Schlüsselerlebnis, änderte vieles und hatte jung ausgesorgt.
Das Buch ist von 1947, ich fand es aber dennoch sehr interessant.
Im Grunde ein Verkaufsratgeber, aber mit interessanten Ansätzen.


Wie man Freunde gewinnt von Dale Carnegie
Ein Buch über zwischenmenschliche Beziehungen und wie man Leute dazu bringt Dinge zu  tun. Bei dem vertretenen Ansatz können die auch sicher Freunde werden. Wurde 1936 geschrieben, Auflage von 2023, liest sich aber sehr aktuell.

Beide Werke hängen eng zusammen, das erste vielleicht auch vom früheren Werk beeinflusst, das merkt man sehr stark. Dale hatte Frank auch zum Schreiben überredet.

Wer viel mit Menschen zu tun hat und überzeugen möchte und seinen persönlichen Umgang verbessern möchte , dem würde ich „wie man Freunde gewinnt“ empfehlen, Frank Bettfers Werk zielt mehr auf den Verkauf (was ja in jedem Business wichtig sein kann, und wenn man nur Ideen verkaufen will).

14/20 Büchern.   :)
Ich halte mich freiwillig an Tempo 100 – zumindest in geschlossenen Ortschaften.

Offline angband

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Re: Reading Challenge 2026
« Antwort #102 am: 26.09.2026 | 11:19 »
34–37 Mick Herron – Slow Horses 5–8
Die Reihe lässt nicht nach. Der Humor ist bissig, die Dialoge sind scharf, und als Hörbuch kommen sie besonders gut zur Geltung. Vor allem aber Jackson Lamb: ungehobelt, abstoßend, faul und dabei brillanter als alle anderen. Lamb ist bei mir zu einem Vorbild für einen Rollenspiel-SC geworden.
13/15

38 Silke Maier-Witt – Ich dachte, bis dahin bin ich tot
Die Lebensgeschichte eines ehemaligen RAF-Mitglieds der zweiten Generation: Untergrund, Deutscher Herbst, Abtauchen in der DDR, Verhaftung nach der Wende und später die Friedensarbeit auf dem Balkan. Der Stoff hätte eigentlich viel hergegeben. Die Schilderung bleibt aber seltsam distanziert, und die Innensicht auf die RAF bringt wenig Neues. Hat bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.
07/15

39 Julian Barnes – Vom Ende einer Geschichte
Tony Webster blickt im Ruhestand auf seine Jugend zurück und merkt, dass seine Erinnerung ihn täuscht. Das Thema, die Unzuverlässigkeit des Gedächtnisses, ist reizvoll, und Barnes schreibt elegant. Kurz, gut hörbar, aber recht schnell wieder vergessen.
09/15

40 Ulrike Herrmann – Das Ende des Kapitalismus
Herrmanns These: Grünes Wachstum ist eine Illusion, Klimaschutz verlangt ein geplantes Schrumpfen nach dem Vorbild der britischen Kriegswirtschaft ab 1939. Das Hörbuch ist gut hörbar und verständlich aufgebaut, auch die historische Herleitung des Kapitalismus ist ordentlich. Die Thesen selbst sind für mich aber nicht nachvollziehbar. Wie eine demokratische Gesellschaft freiwillig in eine Rationierungswirtschaft übergehen soll, bleibt offen, und die Kriegswirtschaft als Blaupause halte ich für abwegig. Ich wollte es mir als Gegenpol zu Zietelmann anhören.
06/15

41 Scott Lynch – Die Lügen des Locke Lamora
Ocean's Eleven in einem fantastischen Venedig: Die Gentleman Bastards um Locke Lamora ziehen in Camorra große Betrügereien ab, bis sie in einen Machtkampf der Unterwelt geraten. Kulisse und Setting sind ganz nett. Irgendwie kein bleibender Eindruck. Die Fortsetzungen werde ich mir wohl sparen.
10/15

42 John Keegan – A History of Warfare
Ein Klassiker der Militärgeschichte. Keegan widerspricht Clausewitz: Krieg ist für ihn nicht die Fortsetzung der Politik, sondern Ausdruck von Kultur. Der Bogen reicht von der Osterinsel über Zulu, Mongolen und Samurai bis zu den Weltkriegen. Das ist enorm gelehrt und voller überraschender Querverbindungen. Als Hörbuch ist es stellenweise anstrengend, weil Keegan sprunghaft zwischen Epochen wechselt und man ohne Karten leicht den Faden verliert. Trotzdem schärft es den Blick.
12/15

43 T. A. Williams – Mord in der Toskana
Für den Italienurlaub: Cosy Crime mit Toskana-Kulisse, Wein und gutem Essen. Der Fall ist vorhersehbar, die Figuren bleiben blass.
06/15

44 Antonello Rossi – Toskanische Schatten
Genauso austauschbar. Die Atmosphäre ist ordentlich, der Plot bedient die üblichen Genre-Klischees. Nett für nebenbei, nicht mehr.
06/15

45 James Holland – Burma 44
Die Schlacht um die „Admin Box“ im Arakan im Februar 1944. Hier stoppten die Alliierten erstmals einen japanischen Angriff und brachen den Mythos von der unbesiegbaren japanischen Armee. Holland erzählt gewohnt lebendig, mit vielen Augenzeugenberichten und einem guten Gespür für Logistik und Luftversorgung. Beim Hören gibt es manchmal etwas zu viel Detail auf Einheitsebene.
11/15

46+47 Samantha Shannon – Das Kloster des Geheimen Baumes 1+2 (Prequel)
Die Vorgeschichte spielt Jahrhunderte vor dem Orden, als die Drachen des Feuers erwachen und die Welt an den Rand der Vernichtung bringen.  Das Weltenbauen ist beeindruckend, die Katastrophenschilderung eindringlich, und die Figuren (sehr viele Frauen!) sind interessant und vielschichtig. Trotz der enormen Laufzeit hat mich das Hörbuch durchgehend gefesselt. Für mich sogar etwas stärker als der Orden.
13/15

48+49 Samantha Shannon – Der Orden des Geheimen Baumes 1+2
Epische High Fantasy mit starken Frauenfiguren, Drachen, Hofintrigen und einer fein gezeichneten Liebesgeschichte. Sehr gute Unterhaltung, auch wenn das Finale nach langem Aufbau fast zu schnell kommt.
12/15

50 Jeffery Deaver – Der Insektensammler (Lincoln Rhyme 3)
Rhyme und Amelia Sachs verschlägt es nach North Carolina. Die forensische Detailarbeit ist wie immer faszinierend, und Sachs' Loyalitätskonflikt mit Rhyme tut der Reihe gut. Deaver übertreibt es aber mit den Wendungen, gegen Ende wirkt es fast beliebig. Solide Unterhaltung.
10/15

51 Viktor Frankl – … trotzdem Ja zum Leben sagen
Frankls Bericht über seine Zeit in Auschwitz, Dachau und anderen Lagern ist kein reines Zeitzeugnis, sondern eine psychologische Analyse dessen, was Menschen in extremster Lage am Leben hält. Die Kernbotschaft, dass wer ein Warum zum Leben hat, fast jedes Wie erträgt, ist die Grundlage seiner Logotherapie. Der Text ist nüchtern, fast leise und gerade dadurch erschütternd. Sehr stark und berührend.
14/15

52 R. F. Kuang – Babel
Oxford in den 1830er Jahren: Das Übersetzungsinstitut Babel hält das Empire mit Silbermagie am Laufen, die auf den Bedeutungsverschiebungen zwischen Sprachen beruht. Die Grundidee ist frisch, und insbesondere der Fokus auf Linguistik ist interessant. Die Kolonialismuskritik ist sehr prominent und wird mir mit zunehmender Laufzeit zu plakativ/stumpf vorgetragen. In der zweiten Hälfte hört es sich an wie ein Aktivisten-Pamphlet.
06/15
« Letzte Änderung: 26.09.2026 | 11:20 von angband »

Offline Infernal Teddy

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Re: Reading Challenge 2026
« Antwort #103 am: 26.09.2026 | 21:16 »
Herzlichen Glückwunsch an Angband für das erreichen des Jahresziels!
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Offline Sard

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Re: Reading Challenge 2026
« Antwort #104 am: 28.09.2026 | 17:42 »
34–37 Mick Herron – Slow Horses 5–8
Die Reihe lässt nicht nach. Der Humor ist bissig, die Dialoge sind scharf, und als Hörbuch kommen sie besonders gut zur Geltung. Vor allem aber Jackson Lamb: ungehobelt, abstoßend, faul und dabei brillanter als alle anderen. Lamb ist bei mir zu einem Vorbild für einen Rollenspiel-SC geworden.
13/15

51 Viktor Frankl – … trotzdem Ja zum Leben sagen
Frankls Bericht über seine Zeit in Auschwitz, Dachau und anderen Lagern ist kein reines Zeitzeugnis, sondern eine psychologische Analyse dessen, was Menschen in extremster Lage am Leben hält. Die Kernbotschaft, dass wer ein Warum zum Leben hat, fast jedes Wie erträgt, ist die Grundlage seiner Logotherapie. Der Text ist nüchtern, fast leise und gerade dadurch erschütternd. Sehr stark und berührend.
14/15

Ich denke Mick Herron werde ich mir anschauen,  :d
bei Viktor Frankl weiß ich nicht, ob ich das Thema in der Freizeit einfach so wegstecken kann...  :-\
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Offline angband

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Re: Reading Challenge 2026
« Antwort #105 am: 28.09.2026 | 18:28 »
Herzlichen Glückwunsch an Angband für das erreichen des Jahresziels!
Danke! Mal sehen wie weit ich noch komme dieses Jahr.

Ich denke Mick Herron werde ich mir anschauen,  :d
bei Viktor Frankl weiß ich nicht, ob ich das Thema in der Freizeit einfach so wegstecken kann...  :-\
Das Büchlein ist kurz und bemerkenswert positiv geschrieben. Es ist nicht so düster wie man vermuten könnte.

Ich hab mir von dir auch schon Peter Heller notiert :)

Offline Sard

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Re: Reading Challenge 2026
« Antwort #106 am: 28.09.2026 | 19:09 »
Ich hab mir von dir auch schon Peter Heller notiert :)
:d
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Offline Sard

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Re: Reading Challenge 2026
« Antwort #107 am: 29.09.2026 | 16:54 »
#24 Salvarina und das Lächeln des Mantikor: Weltenweiser – Band 1 von Bernd E. Ochs
Eine gut erzählte Geschichte über das Aufflammen der Magie im Italien des 15. Jahrhunderts in Volterra und Rom. Zu Beginn bis zur Mitte hatte mich das Buch durchaus, ab dann geht es mir persönlich zu stark in die High-Fantasy - das ist einfach nicht ganz mein Lesestoff.
9 von 15 Punkten

#25 Im Mittelalter - Handbuch für Zeitreisende als Hörbuch gelesen von Michale A. Grimm und von Ian Mortimer
Das Hören hat mich positiv überrascht und ist idealer Stoff für Rollenspiel im Stile von Pendragon, Robin Hood oder "Spät"-Mittelalter auch in Fantel-Settings. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass das ein "Must Read!" ist. So manches war durchaus augenöffnend (Reisen, Gesundheit und Hygiene, Essen und Trinken), anderes war erschreckend (Gesundheit und Hygiene, das Gesetz), einiges auch total faszinierend (Lesen und Dichtkunst im Kapitel Aktivitäten).
13 von 15 Punkten
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Offline Robert Paulson

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Re: Reading Challenge 2026
« Antwort #108 am: 4.10.2026 | 16:27 »
3+4 von 8:
The Expanse Tiamats Zorn und Leviathan Fällt (beides als Hörbuch)

Cool wars. Auf der einen Seite schade dass es jetzt durch ist, auf der anderen Seite freu ich mich auf neues.

und 5 von 8:
Vatersein. Warum wir mehr denn je neue Väter brauchen (Hörbuch)

Nachdem Nachwuchs unterwegs ist, hab ich mal auf Spotify geschaut was es so gibt. Ich war skeptisch insbesondere als der Autor angefangen über Friedrich Engels zu schreiben habs aber ziemlich verschlungen.

Als nächstes ist Narnia angesagt.

Online Sindaja

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Re: Reading Challenge 2026
« Antwort #109 am: 5.10.2026 | 07:44 »
    27. Rebecca Yarros: Onyx Storm
Teil 3 der Empyrean Reihe. Ich habe am Anfang etwas gebraucht, um in die Story wieder rein zu kommen und war bis zum Schluss verwirrt, welcher Drache nochmal zu wem gehört – bis auf wenige Ausnahmen. Aber insgesamt las es sich dann irgendwann wieder sehr flüssig. Nett die Exkursion mit dem Versuch noch einmal andere Kulturen zu beschreiben, aber der Teil wirkte dann auch etwas konstruiert. Showdown mit Cliffhanger. Was mich etwas stört ist, dass Tode und Impact im Vergleich zu anderen Problemen der Protagonisten relativ schwach sind. In den entsprechenden Szenen natürlich schon, aber es wird vieles einfach als „Hat sich für die Sache geopfert, ich bin traurig.“ abgehandelt. Für Romantasy weiterhin ziemlich gut.
    28. Yangsze Choo: The Fox Wife
Es hat mal wieder Spaß gemacht, einen Roman von ihr zu lesen. Dieses Mal spielt es nicht in Malaysia, sondern in China und Japan und das Thema sind „Fuchsgeister“. Es werden zwei Geschichten erzählt. Eine Frau, die ein Fuchs ist und den Tod ihres Kindes rächen will und ein älterer Ermittler, der an einem Mordfall dran ist. Die Geschichten sind ineinander verwoben und nach und nach kommen auch von beiden Protagonisten mehr und mehr Puzzleteile ihrer Vergangenheit zusammen, die das Bild immer klarer machen. Ich hoffe, dass die Autorin noch weitere Bücher schreibt.
    29. Sarwat Chadda: City of the Plague God
Auch ein Rick Rioardan Presents Buch. Was ich wirklich gut daran finde, ist das es Mesopotamien im mythologischen Mittelpunkt hat. Man bekommt auch eine etwas vielseitigere Sicht vom Irak und wichtig, Frauen sind hier auch fähig und emanzipiert. Es geht u.a. um eine Pandemie, wurde aber 2018 geschrieben. Gilgamesh, (Un)sterblichkeit, Pazifismus. Naütlich mit Göttern und jugendlichen HeldInnen.
    30. Terry Brooks: First King of Shannara
Ein Prequel zum ersten Shannara Buch. Besser geschrieben als der ganz frühe Brooks. Die „Voyage of Jerle Shannara“ Trilogie barg mehr Überraschungen, aber mir hat es gefllen, dass hier ein paar „historischen“ Persönlichkeiten der Shannara-Welt ein Gesicht gegeben wurde. Vor allem Bremen (den man später lieber mit Brimen, um nicht immer an die Stadt zu denken, vermute ich, übersetzt wurde), Jerle Shanaara. Allanon hat hier seinen ersten Auftritt. Insgesamt hat es gefallen, mehr Hintergrund zur Welt zu bekommen und es gab auch einige spannende Passagen, aber manchmal war es mir ein bisschen zu beschreibend (vor allem in der Endschlacht). Beschreibung von vielen Events, die parallel stattfinden nimmt in diesem Teil irgendwie den Drive raus.

Offline Sard

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Re: Reading Challenge 2026
« Antwort #110 am: Gestern um 19:00 »
#26 Der Unbesiegbare von Stanislaw Lem
Ein Klassiker und durchaus passabel gealtert, wenn man von ein paar Dingen absehen kann.
Der Umgang mit einer "anderen Art" wenn man das so überhaupt sagen kann unter einer interessanten Perpsektive, natürlicherweise der Entstehungszeit geschuldet, unter starkem Einfluss des "Atomzeitalters".
Das Ende ist fast etwas knapp gehalten, aber das tut dem recht gelungenen Erzähltempo keinen Abbruch.
11 von 15 Punkten

#27 Die Libelle (engl. "The Little Drummer Girl") von John Le Carré
Ein Klassiker - ebenfalls, aber, ich kann mich in die vielen positiven Bewertungen nicht so ganz einreihen.
Mir persönlich ist das Erzähltempo zu langsam, die Nebensächlichkeiten - andere sagen detaillierte Beschreibungen oder Betrachtungen oder auch Akribie oder andere positive Wertungen - sind mir persönlich einfach zu viel.
Im gleichen Genre unterhalten mich der Großteil der ersten Bände von Daniel Silva über Gabriel Allon (Gotteskrieger, Der Zeuge u.a.) eher und dynamischer.
Aber ein Satz, geschrieben 1983, ist für mich herausgestochen, ich zitiere (Seite 524 meiner Ausgabe aus dem List-Verlag von 2006): (ein palestinensischer Freiheitskämpfer oder Terrorist): "Die Zionisten werden uns alle zu Tode völkermorden, du wirst mal sehen."
Da musst ich doch drüber nachdenken...
8 von 15 Punkten
Zählung korrigiert.
« Letzte Änderung: Gestern um 19:56 von Sard »
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand. Niemand glaubt mehr davon zu brauchen als er hat." René Descartes

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