Das Tanelorn spielt > [Ruin Master] Snow Saga
[RMS-S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
Outsider:
Von seinem Pferd aus mustert Hirngar die Schar der Bewaffneten. Seine Zeit bei den Söldnern hat ihm einen guten Blick für Waffen und Rüstungen gegeben. Die Truppe vor euch, so arm Wretguard auch sein mag, ist bestens für eine Schlacht gerüstet. Kette und Harnisch, Schilde, Speere, Äxte und Schwerter. Nichts zeigt Rost oder Vernachlässigung. Hat der Mensch auch nichts zu Essen, fürs Morden ist es nie zu wenig. Die Blicke der Männer sind kalt und abweisend, sie haben keine Fremden erwartet, wieso auch, wer sollte sich schon hierher verirren. Dahin wo das Königreichs des Kupfers seinen Anfang und sein Ende nahm.
Dann fängt eine Bewegung Hirngars Aufmerksamkeit ein. Etwas Weißes, ein Kind? Ein Mädchen steht zwischen den Soldaten, bekleidet nur mit einem schlichten Leinenkleid dessen Farbe so rein wie frisch gefallener Schnee ist. Schwarze Haare fallen dem Mädchen über die Schultern, es blickt euch an, den Wagen und ein boshaftes Lächeln verzerrt seine Mundwinkel, entblößt makellose Zähne. Dann wendet es sich ab und Hirngars Kopf ruckt herum, er will sehen wohin das Mädchen rennt, barfuß durch den Schlamm. Doch es verschwindet und keiner der Krieger scheint es wahrgenommen zu haben. Es taucht in der Menge unter als hätte es nie existiert.
Hinxe:
Gylfi
In Wretguard
Je näher die Reisegruppe Wretguard kam, desto unruhiger wurde Gylfi. Ständig hielt er Ausschau. Doch kein Hinweis auf den Ort der Tragödie war zu entdecken. Die Bärenspuren jedoch, die sie gelegentlich fanden, ließen ihm jetzt die Geschichte des Henkers ein wenig glaubwürdiger erscheinen.
Als sie beim schwarzen Wasser vorbeikamen, musste sich der skwilde schon sehr bemühen, den üblen Geruch und tristen Anblick nicht als böse Omen für ihre Ankunft in der Stadt zu deuten.
Schließlich in Wretguard angekommen fiel der Vergleich mit Storhavn und zuletzt Hallwind natürlich ernüchternd aus. Eher ein besseres Dorf. Lange her die Zeiten, dass hier ein König residierte. Wegen der bewaffneten Bewohner beunruhigt, setzte der Alte ein gewinnendes Lächeln auf, während er sich zu Sote herüber beugte und ihm zuflüsterte: "Die sehen ja fast feindselig aus. Bring uns am besten gleich zu Tomus Hagtorn." Nicht dass die Bande noch auf dumme Gedanken kommt.
pharyon:
Aeryn Aulí
In Wretguard
Wretgard ist klein. Ein bisschen wunderte sich Aeryn, hatte sie sich für ein - wenn auch ehemaliges - königliches Domizil mehr ausgemalt. Immerhin konnte man den Wohlstand früherer Tage erahnen. Umso schwerer wog der Niedergang, der sich hier in voller Pracht entfaltete. So wunderte sie kaum, dass die "Garde" sie sehr misstrauisch und "empfänglich für Ärger" beäugte.
Dann fiel ihr das Mädchen auf. Oder war es eine Einbildung? Sie suchte in den Gesichtern ihrer gefährten, ob sie es auch wahrgenommen hatten. Gylfi beugte sich zu Sote und flüsterte ihm etwas zu. Er schien nichts gesehen zu haben. Wenn da etwas war. Dieser kurze... flüchtige... Eindruck besorgte Aeryn. Während sie versuchte, bei den anderen beiden Gefährten Hinweise zu entdecken, ob auch sie etwas gesehen hatten, konzentrierte sich Aeryn auf die Gegenwart.
Und die bestand aus einer Schar Bewaffneter zwischen ihrer kleinen Reisegruppe und dem ersten richtigen Ziel ihrer Queste, der Familie Hagtorn.
Outsider:
Sote deutet euch an mit dem Wagen kurz zu warten. Er gibt seinem Pferd die Sporen und reitet ein wenig Voraus um mit den Leuten zu reden. Vom Sattel gebeugt spricht er einen der Männer an. Einen grobschlächtigen Typ mit roten Haaren und rotblondem Vollbart der unter dem Helm hervorquillt.
klatschi:
Hírngar
In Wretguard
Hírngar war angespannt. Keine Spur hatten sie gefunden - natürlich nicht, Dummkopf, Träumer, Dumpfhold!. Sie waren den Weg nach Wretguard weiter geritten und Rotes Versuche, die Umgebung einzuordnen, drangen kaum zu dem Holzfäller durch. Was wird uns erwarten?
Das, was sie erwartete, beruhigte den ehemaligen Söldner noch mehr. Ein Landflecken, kaum zu verteidigen, keine Mauern, dafür gut gerüstete Kämpfer, die die Stadt verteidigten.
"Passt auf, die Leute hier sind bereit für den Kampf" flüsterte er hinter zusammengebissenen Zähnen, ohne seinen Mund zu verziehen. Langsam legte sich seien Hand um den Stiel der Axt.
Nicht auffallen. Nicht provozieren. Die Hand kroch einen Schritt weiter zur Axt. Nicht auffallen. Nicht provozieren. Ein weiteres Stück. Nicht auffallen. Nicht provozieren. Nicht auffallen. Nicht provozieren.
Dann das Mädchen, die Überraschung und die Erinnerung an seinen Traum. Hírngar stieß seinen Atem aus, alle Vorsicht vergessen griff er nach seiner Waffe und zog sie an sich heran. Er blickte dem Mädchen gespannt hinterher.
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