Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Aventurien 5e (Uhrwerk Verlag)
aikar:
Es gibt im Regelwerk Optionen, um Regeneration zu senken, die Auswirungen von Wunden stärker zu machen und es allgemein "mehr gritty" zu machen.
Aber ja, wenn du es "bodenständig" haben willst, ist Melliador/5e das falsche System, da behaupte ich gar nichts anderes. Melliador zielt auf die fantastisch-heroische Seite von Aventurien, die es definitiv hat.
Phileasson-Saga, Klingen der Nacht, Gezeichneten-Kampagne, Theaterritter, Donnerwacht, Göttin der Chimären, Vielfarbene Verderbnis, Splitterdämmerung, Quanions-Queste, Brandans Pakt,... das ist die Art von Geschichten, die wir damit erzählen wollen.
Ich habe aber auch schon Kurzabenteuer in Havena und die Wildermark-Kampagne mit 5e geleitet.
Wenn für dich Aventurien aber vor allem Bauerngaming ist, wird es deinen Geschmack nicht treffen. Unser Ziel ist es, Aventurien mit 5e bespielbar zu machen und dabei wichtige Besonderheiten des Settings zu übernehmen, nicht das genaue Spielgefühl des DSA-Regelsystem nachzubauen.
Ich finde es aber spannend, dass du schon genau weißt, wie unsere Charaktererstellung aussieht, nachdem die noch gar nicht Teil des Schnellstarters war ;D
Ich verweise dazu z.B. mal auf diesen Newsbeitrag: https://www.gameontabletop.com/cf6092/das-schwarze-auge-elf-melliador-aventurien-5e.html#item-updates-90126
postkarte:
--- Zitat von: aikar am 25.03.2026 | 20:57 ---Ich finde es aber spannend, dass du schon genau weißt, wie unsere Charaktererstellung aussieht, nachdem die noch gar nicht Teil des Schnellstarters war ;D
Ich verweise dazu z.B. mal auf diesen Newsbeitrag: https://www.gameontabletop.com/cf6092/das-schwarze-auge-elf-melliador-aventurien-5e.html#item-updates-90126
--- Ende Zitat ---
Mea culpa. Es ist also sehr ähnlich wie bei Tales of the Valiant, nur dass der Hintergrund aufgeteilt wird, anstelle der Spezies.
aikar:
--- Zitat von: postkarte am 25.03.2026 | 21:26 ---Mea culpa. Es ist also sehr ähnlich wie bei Tales of the Valiant, nur dass der Hintergrund aufgeteilt wird, anstelle der Spezies.
--- Ende Zitat ---
Genau. ToV (das ich kenne und sehr schätze!) basierte noch auf 5e2014, Myranor und Melliador auf 5e2024, wo der Hintergrund eine deutlich stärkere Rolle spielt.
sma:
Für mich ist der größte Unterschied, dass man bei D&D recht unbesorgt in einen Kampf gehen kann. Ich habe Alrik gespielt und hatte jetzt zu keinem Zeitpunkt Angst um den Charakter oder seine Begleiter. Die Regeln bieten ja mehrstufige Sicherheitsnetze an.
RK 19 sorgt schon mal dafür, dass der Mantikor nur eine 35% Trefferchance hat. Er selbst hat eine 60% Trefferchance und macht dann 3W8+3 Schaden, wegen smite evil. Mit 10 Punkten Handauflegen als Bonus-Aktion könnte er mehrfach einen seiner Freunde, wenn die auf 0 fallen, noch in der selben Runde wieder auf 1 TP heben und so ohne Einschränkungen weiterkämpfen lassen. Und dann hatte er auch von Jaast einen Trank für 5 temporäre TP bekommen…
Der übrigens auch mit 2W10+2 initial mächtig Schaden machen kann und ebenfalls die Fähigkeit hat, einen Charakter noch in der selben Runde nicht nur auf 1 TP zu bringen, sondern der auch gleich noch als Aktion seinen Trefferwürfel würfeln lassen kann.
Da ist es dann schon fast schade, dass Alrik dank Überzeugen+5 zusammen mit Inspiration eine 51% Chance hat, den Mantikor einfach zum Aufgeben zu überreden ;-)
Denn man will ja bei D&D kämpfen. Das wäre jedenfalls meine Unterstellung.
Mein Resumé ist daher, der Schnellstarter funktioniert und ich hatte meinen Spaß, weil ich Alrik als Draufgänger spielen konnte, der weiß, dass ihn Swafnir (in Form der D&D-Regeln) beschützen wird. Aber ich würde auch zustimmen, dass die Regeln das Spielgefühl dominierten, sodass ich schon fast ein schlechtes Gewissen hatte, weil ich die anderen um einen Kampf gegen die Harpien gebracht hatte, weil wir sie "sozial" losgeworden sind. Habe ich damit einen unausgesprochenen Kontrakt gebrochen?
Stufe 2-4 wäre für mich persönlich der Sweetspot bei D&D, weil ich persönlich nicht so auf Superhelden stehe und auch nicht 150 verschiedene Kampfoptionen brauche und Kämpfe in 4 Runden beenden möchte. Daher bin ich ein bisschen skeptisch, dass bei höheren Stufen mir das Spiel immer noch gefallen würde. Andere mögen das natürlich genau anders herum sehen. Ich würde DSA vielleicht lieber noch mit Shadowdark-Regeln spielen :)
aikar:
--- Zitat von: sma am 25.03.2026 | 22:39 ---Für mich ist der größte Unterschied, dass man bei D&D recht unbesorgt in einen Kampf gehen kann.
--- Ende Zitat ---
Das ist eine Sache des Abenteuerdesigns, nicht des Systems. Die meisten Fans spielen 5e mit "Combat as Sport", also für die Gruppe schaffbar angepasste Kämpfe. Durch die Herausforderungsgrade erlaubt es das im Gegensatz zu DSA ganz gut. Die meisten Abenteuer sind daher so designed, auch der Schnellstarter. Da ist es das Ziel dann Kämpfe so anzusetzen, dass sie spannend, aber schaffbar sind.
Ein Muss ist es aber nicht. Es genügt ja schon, einfach (immer oder manchmal) Gegner oberhalb der für einen balancierten Kampf empfohlenen Herausforderungsgrad-Schwelle auszuwählen. Schon hast du ein stärkeres OSR-Gefühl, wo man sich sehr gut überlegen muss, ob man einen Kampf führt oder nicht.
Die Gruppe sollte nur wissen, woran sie ist.
--- Zitat von: sma am 25.03.2026 | 22:39 ---sodass ich schon fast ein schlechtes Gewissen hatte, weil ich die anderen um einen Kampf gegen die Harpien gebracht hatte, weil wir sie "sozial" losgeworden sind. Habe ich damit einen unausgesprochenen Kontrakt gebrochen?
--- Ende Zitat ---
Das musst du deine Gruppe fragen. ;) Meine D&D-Gruppe versucht auch, wo möglich Konflikte sozial zu lösen und hat Spaß damit.
--- Zitat von: sma am 25.03.2026 | 22:39 ---Ich würde DSA vielleicht lieber noch mit Shadowdark-Regeln spielen :)
--- Ende Zitat ---
Wenn Shadowdark dein perfektes Spielgefühl abbildet: Go for it! :)
Melliador ist eine Option für einen bestimmten Geschmack. Ich bin absolut ein Verfechter der Vielfalt. :)
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln