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[Film] Masters of the Universe 2026
Eisenmeile:
Ich war damals totaler He-Man Fan, bis etwa Ende der 80er (als ich mich langsam zu alt dafür fühlte, und spätestens nach dem Reboot Anfang der 90er war ich entgültig raus, da habe ich mich nicht wiedergefunden). Daher wollte ich den Film unbedingt sehen... leider war er sehr enttäuschend.
Keine einzige der Figuren transportiert ihre Persönlichkeit (oder überhaupt irgendeine Persönlichkeit), dass sind einfach nur ein Haufen Schauspieler die irgendetwas spielen, und dabei MotU-Kostüme tragen. Besonders der Hauptdarsteller und Nuschel-Leto haben praktisch nichts mit He-Man bzw. Skeletor zu tun.
Ab und zu fliegt mal eines der alten Spielzeuge durch den CGI-Matsch, aber insgesamt hatte der Film zu wenig optische Identität, um mich wirklich zu fesseln.
Was mich wirklich genervt hat, war der konstante "Marvel-Humor", wo sich ständig über die albernen Namen der CharaktereActionpüppchen beömmelt wird, bis zu dem Grad, dass absolut nichts in dem Film mehr ernst genommen wird.
Gegen etwas Selbstironie hätte ich nichts einzuwenden, aber es ist halt immer derselbe Witz - Adam trifft eine neue Actionfigur, findet den Namen lustig... und das dann so gute 15mal im Film.
"Hihi, ... Ram-Man..." ::)
"Höho, ... Fisto ..." :P
"LOL, ... Roboto ...." >:(
"Haha, ... Meka-Ne..." - Halt.Endlich.Deine.Blöde.Fresse.Du.GEHIRNAMPUTIERTE.Flachpfeife!!! |:((
Dazu dann Charaktere die für He-Man extrem wichtig sind (König Randor, die Zauberin, Cringer, Orko), aber im Film fast nicht vorkommen... nee, der Film schämt sich zu sehr für sein Vermächtnis, um wirklich etwas für Fans zu bieten.
Grubentroll:
Ich fand Schnauzer auf Man At Arms immer doof.
Aber mein MotU-Lore sind auch die Mini comics von 1983 gewesen mit dem He-Man der durch die Steppen wandert und Skeletor als interdimensionalen Dämon.
Und so ein komplett entvölkertes post-apokalyptisches Eternia wo nur noch ein paar mutierte Freaks und Demimenschen sich mit Waffen der Vorzeit die sie kaum verstehen gegenseitig plattmachen wollen.
Nichtsdestotrotz freu ich mich auf den Film. Ich verfolge das Thema auf diversen Fanseiten schon seit ca 2002, als ich mit der neuen Figurenserie damals wieder ein bisschen in das Hobby reingefunden habe. Und alle paar Jahre sind die diversen Projekte jedesmal wieder gescheitert.
Um so schöner, dass es diesmal geklappt hat.
Auf die neue Animationsserie freue ich mich auch schon. Sehr charmantes Design, wie ich finde.
Werde ich mir mit meinem kleinen Sohn angucken.
Namo:
Da sieht man auch, wie sehr es auf die He-Man Prägung ankommt. Waren es die Mini Comics der Figuren, vielleicht die deutschen Hörspiele oder eben die Zeichentrickserie.
Habe ja quasi die ganze Masters Zeit mitgemacht. Also Figuren im Supermarkt entdecken und die Geschichte durch die Comics erleben, über die Hörspiele die es schon recht früh gab über erst später eben die Serie. Im Nachhinein verstehe ich dann auch besser, wieso mir manches als Kind komisch vorkam, weil manche Storys so gar nicht zueinander gepasst haben. ~;D Damals war das Gehirn noch nicht so weit entwickelt. Heute als Erwachsener versteht man das alles besser.
Auch drei Tage nach dem Kinobesuch ist der Wunsch nochmal ins Kino zu gehen riesen groß. Der Film hat mir da echt ins Fanherz gestochen. Und ich wusste überhaupt nicht, dass ich so ein Fan bin. Ich habe fast keine Figuren, die Serie nicht wie viele andere über die Jahre zelebriert. Aber jetzt und hier bricht in mir nochmal alles aus. Ich bin übrigens auch eher für den Burt Reynolds Man at Arms. Schnauzer muss sein, da MaA einfach auch immer schon der Vatertyp war. Da gehörte in den 80er ein Schnauzer her. ;D
Wie toll sie übrigens im Film auch Trap-Jaw rüber gebracht haben. Der war neben Skeletor eigentlich der Hauptbösewicht. Die Figur habe ich aber früher auch schon geliebt. Die Kämpfe zwischen ihm und MaA waren schon auch Highlights im Film.
Außer gewisser Längen gibt es eigentlich für mich nach wie vor wenig, was mich am Film stört. Vielleicht am ehesten noch, dass er sich manchmal für einen Joke eine Szene kaputt macht, die hätte episch werden können (Astma Attacke, "Lass uns reden!"). Wenn man die drei oben von mir genannten Prägungsquellen sieht, so richtet der Film sich zu nahezu 100 Prozent eben an die Zeichentrickserienfans. Daher passt auch Skeletor in seiner Darstellung perfekt für mich. Umgekehrt erkenne ich daraus auch, weshalb die Meinungen stellenweise so heftig auseinander fallen. Gerade im deutschen Raum. Ein entfernter Bekannter ist mega enttäuscht. Der war von Skeletor aus den Hörspielen (der auch ganz, ganz fantastisch war) geprägt. Der war viel diabolischer und wahnsinniger als der der comichafte Skeletor aus der Serie. Nicht umsonst wurde aus Skeletor und seinen Sprüchen Internet Memes.
Woran mich mich übrigens so überhaupt nicht störe, ist die Erklärung der Namen im Film. Das finde ich ziemlich sympathisch und eigentlich auch nicht dem Franchise despektierlich. Die Aufregung versteh ich aber auch nur wenig, wenn man aus den ganzen Dokus weiß, wie die Namen entstanden sind. Auch als Fan muss ich ich über die grenzdebilen Namen lachen und kann mir eben genau vorstellen, wie die Designer in ihrer Kneipensitzung sich mit voll gesoffenem Kopf darum battlen, wer den bescheuertsten Namen erfindet.
Egal wie, ich werde auch noch ein zweites Mal in den Film gehen und bin gespannt, wie ich ihn da wahr nehme.
Weltengeist:
Ich muss leider aus Kalendergründen noch bis zum 26. Juni warten...
Hoffentlich ist der Film erfolgreich genug, dass er bis dahin noch im Kino läuft - ich würde den schon gerne auf der großen Leinwand sehen und nicht nur am heimischen Fernseher.
Inquisitor_Majoris:
Gebe dem Film eine 6,5 von 10. Deutlich besser als Mortal Kombat 2, etwas besser als Mandalorian & Grogu, aber trotzdem nur Durchschnitt.
Das Positive:
- der Soundtrack
- der 80er Vibe
- die Schauspieler, vor allem die Frauen, Camila Mendes als Teela, Alison Brie als Evil-Lyn und Morena Baccarin als Sorceress machten eine gute Figur, von letzterer hätte ich gerne mehr gesehen. Idris Elba mag ich sowieso und auch der neue He-Man überzeugt in seiner Rolle.
- die Fitnessstudio Szene *OMG*, das hatte ich nicht erwartet!
Das Negative
- Marvel Humor, etwas lustig geht ja noch, aber der war schon fast auf Thor 3/4 Niveau
- Belehrungen wie ein moderner Mann zu sein hat, hängen mir echt schon an beiden Ohren raus
- Der ulkige Emo-Sidekick - auch diese Rollen nerven mittlerweile einfach nur noch (gottseidank nur sehr wenige Szenen)
- Die Story. Ok ich erwarte mir bei einem He-Man Film kein Shakespeare Drehbuch, aber etwas mehr Substanz wäre schön gewesen, das hat sogar die Netflix Serie besser hinbekommen
- Die Bösewichte. Fand es schade, dass abseits von Trap-Jaw keiner der anderen Figuren mehr Story bekommen hat. Bei einem 2h Film wäre das sicher möglich gewesen.
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