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Sammlung üblicher Charakterkonzepte, auch für unterschiedliche Spieltypen
ArneBab:
--- Zitat von: Galatea am 23.01.2026 | 22:21 ---Wären Spielertypen nicht eher etwas das man bei der Szenarien-/Abenteuerauswahl berücksichtigen sollte, als bei der Charakterwahl?
--- Ende Zitat ---
Nicht bei der Charakterwahl, sondern bei der Auswahl der Beispielcharaktere (⇒ Angebote), die du mit dem Spiel lieferst oder die du für ein Abenteuer oder eine Kampagne vorschlägst.
ArneBab:
--- Zitat von: Maarzan am 23.01.2026 | 22:27 ---Ich hatte das aber hier so gelesen, daß man verschiedene Spielertypen durch das Angebot bestimmter Figurentypen zusammen integrieren kann - und da bin ich skeptisch.
--- Ende Zitat ---
Da ich bisher in den meisten Runden verschiedene Spielertypen erlebt habe -- oft sehr verschiedene -- und das immer gut funktioniert hat, halte ich Inkompatibilitäten für ein Problem, das nur bei extremen wirklich Schwierigkeiten verursacht.
Bisher lief jede Runde und jede Kombination von Spielertypen noch sehr gut mit „wir respektieren unsere verschiedenen Wünsche und unterstützen uns gegenseitig dabei, dass alle ihre tollen Momente erleben“.
Kombinationen (nach Law), die ich in lang laufenden Runden erlebt habe und noch sicher genug rekonstruieren kann; einige lang laufende Runden sind schon lange her:
- Spezialist, Kampfsau, Taktiker, Geschichtenerzähler
- Schauspieler, Kampfsau, Spezialist
- Schauspieler, Spezialist, Geschichtenerzähler
In kürzeren Runden hatten wir schon alles querbeet. Nur wenn ein Regelwerk für einen bestimmten Spielertyp wirklich gar nicht klappt, wird es doof. Unser Schauspieler konnte z.B. überhaupt nicht mit Paranoia.
Soll nicht heißen, dass es keine Konflikte zwischen den Wünschen von Spielertypen gibt, aber ich habe die bei ausreichend flexibler SL bisher immer als lösbar erlebt, so dass der Abend trotzdem für alle toll ist.
Daher geht es genau darum: sorge dafür, dass dein System allen Spielertypen was gibt. Muss ja nicht verwendet werden, wenn (wie üblich) nicht alle vertreten sind. Ist aber halt blöd, wenn am Tisch jemand sitzt, für den das Spiel nichts ist, mit dem bei einem anderen System aber alle Spaß haben.
Maarzan:
--- Zitat von: ArneBab am 24.01.2026 | 00:13 ---Da ich bisher in den meisten Runden verschiedene Spielertypen erlebt habe -- oft sehr verschiedene -- und das immer gut funktioniert hat, halte ich Inkompatibilitäten für ein Problem, das nur bei extremen wirklich Schwierigkeiten verursacht.
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Soll nicht heißen, dass es keine Konflikte zwischen den Wünschen von Spielertypen gibt, aber ich habe die bei ausreichend flexibler SL bisher immer als lösbar erlebt, so dass der Abend trotzdem für alle toll ist.
Daher geht es genau darum: sorge dafür, dass dein System allen Spielertypen was gibt. Muss ja nicht verwendet werden, wenn (wie üblich) nicht alle vertreten sind. Ist aber halt blöd, wenn am Tisch jemand sitzt, für den das Spiel nichts ist, mit dem bei einem anderen System aber alle Spaß haben.
--- Ende Zitat ---
OK, da habe ich bei diversen Fällen mehr Probleme erlebt, aber das liegt vielleicht auch, da ich lange auch nicht im Freundeskreis sondern bei offenen Treffs mit variierenden Fremden gespielt habe.
Wobei es nicht so ist, dass man nicht durch passende Absprachen einige Klippen umschiffen könnte.
Aber diese Absprachen hingen dann bei mir nicht an verfügbaren Charakterkonzepten.
Wobei ich bei der Kompromissefindung meist weniger Probleme hatte mit GDS-Inkompatibilitäten als was ich als Weg- Vs- Ziel-Spieler beschrieben hätte. Und das ist dann schon so von Charakterkonzepten abhängig, aber nicht in der Form von "Klassenreferenzen" sondern "qualifizierten" und teils meinem Gefühl nach geschenkten bzw. auf Kosten von Mitspielern verteilten Spotlightgarantien.
Aedin Madasohn:
• Ich will ein verstoßener Adliger sein.
- ich will der (ungeliebte) Bastard aus dem (Hoch)adel sein, der sich beweisen will
- ich will den Schwindler/Hochstapler spielen, der sich als verlorener Erbe von XYZ ausgibt
• Ich will der Kronprinz sein.
- ich will der verlorene Erbe/Kronprinz sein
- ich will der letzte Bastard des Königs sein, dem nach dem Leben getrachtet wird (Nachteil "gesucht", "Feinde")
• Ich will ein Lehrling / Knappe sein.
- ich will der verstoßene Lehrling (verrufene) des (strahlenden) Großmeisters sein
- ich will der (geheime) Lehrling des (ermordeten) Großmeisters sein (Nachteil Vergeltungsgelübte)
• Ich will ein Angehöriger eines verschworenen Ordens sein
- ich will der Geheime-Inquistionsrat sein, der auch wirklich "geheim"(agentenmäßig) agiert
- ich will der "diskrete" Exorzist der pösenpösen Schwarzen-Gilde sein (magischer "Cleaner" für dämonische "Komplikationen")
ArneBab:
--- Zitat von: Maarzan am 24.01.2026 | 07:57 ---OK, da habe ich bei diversen Fällen mehr Probleme erlebt, aber das liegt vielleicht auch, da ich lange auch nicht im Freundeskreis sondern bei offenen Treffs mit variierenden Fremden gespielt habe.
Wobei es nicht so ist, dass man nicht durch passende Absprachen einige Klippen umschiffen könnte.
Aber diese Absprachen hingen dann bei mir nicht an verfügbaren Charakterkonzepten.
--- Ende Zitat ---
Das wäre bei den Charakterkonzepten glaube ich auch zu viel verlangt. Sie dienen nur dazu, dass alle was finden, auf das sie Lust haben.
Bei der Kompromissfindung hilft das nur indirekt: wenn alle viel bock auf das gemeinsame Spiel haben, sind Kompromisse leichter zu finden. Wenn dagegen schon jemand anfängt mit „da packt mich nichts so richtig“ ist es viel wahrscheinlicher, dass er/sie abblockt.
--- Zitat ---Wobei ich bei der Kompromissefindung meist weniger Probleme hatte mit GDS-Inkompatibilitäten als was ich als Weg- Vs- Ziel-Spieler beschrieben hätte. Und das ist dann schon so von Charakterkonzepten abhängig, aber nicht in der Form von "Klassenreferenzen" sondern "qualifizierten" und teils meinem Gefühl nach geschenkten bzw. auf Kosten von Mitspielern verteilten Spotlightgarantien.
--- Ende Zitat ---
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