Autor Thema: [Savage Worlds | Ironsworn] Age of the Round  (Gelesen 863 mal)

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Re: [Savage Worlds | Ironsworn] Age of the Round
« Antwort #25 am: Gestern um 18:44 »
Wie geht’s nach dieser Niederlage weiter? Da wollen wir doch mal einen Orakelspruch einholen: Advance Strategy, sagen die Würfel. Offensichtlich ist die Schlacht um das Tal verloren, ehe die Wild Cards so richtig viel davon mitbekommen haben. Der Dunkle Herrscher kann seine Strategie weiterführen. Vorerst bleibt da nur Absichern des Schlachtfelds:

Abermals ist Hufdonner zu hören, und das Wiehern von Pferden mit merkwürdigen Stimmen, zu tief, etwas zu kratzig.
„Jetzt ist’s aus für die Truppen vom König!“, raunt der letzte Rebellen-Kampfgefährte Fearghus zu, „Hörst Du das? Das sind seine Reitereien!“
Beide Männer erbleichen bei dem Klang, der die Nacht durchdringt. Die Echos klingen leicht verzerrt, wie der Hufschlag der Verdammten.

Bewegen die Reiter sich unter Fearghus‘ Position hindurch? Die Orakelwürfel bejahen!

Schwarzgekleidete in wehenden, zerschlissenen Kapuzenmänteln preschen durch das fahle Mondlicht. Es sind nur zwei, gefolgt von einem Dritten mit etwas Abstand, aber ihre Hornsignale lassen darauf schließen, dass sie sich mit noch mehr von ihrer Zahl koordinieren im Finsteren. Sicherlich sind das die Anführer!



Fearghus bekommt einen der schwarzen Reiter zu Gesicht


Fearghus hebt mit letzter Konzentration den Bogen. Wenn sie den Überfall diesen Reitern zu verdanken haben, dann gebührt denen noch ein Denkzettel. Er verdrängt den hämmernden Schmerz der von seiner Halswunde ausgeht noch ein paar Sekunden lang, und schickt dem Nachzügler der drei Reiter trotzig einen Pfeil entgegen. Mit einem Wundabzug von -3 womöglich sinnlos, aber ein Fearghus Gaeldain ist nun einmal stur! Dies ist seine einzige Chance, einen Treffer zu landen! Und was soll man sagen? Sein Shooting-W10 explodiert viermal in Folge! Nach Abzügen eine glatte 40 als Wurfresultat! (… 40!!) Sein Pfeil gleitet sirrend durch die Nacht, und trifft den Vermummten mit tödlicher Zielgenauigkeit! Mehr als 3W6 kann er mit seinem Kurzbogen jedoch nicht zusammen bekommen, egal, wie viele Raises er erzielt. Diese 3W6 ergeben eine 10 als Schadensergebnis.

Mit einem hohen Kreischton sieht der Reiter sich um, bedrohlich, der Pfeil ragt ihm aus der Kapuze, als sei dort drunter gar kein Gesicht! Der Schwarzgekleidete gibt seinem Ross die Sporen, und galoppiert den anderen nach …

Bei diesem grotesken Anblick schwinden dem Bogenschützen die Sinne endgültig ...


Wie finden sich die beiden Wild Cards denn gegenseitig wieder? Das Orakel spricht: Uphold Community. Jemand hält demnach die Gemeinschaft aufrecht. Das klingt jedenfalls so, als würden sie dringend benötigte Hilfe bekommen. Und offensichtlich aus unerwarteter Richtung! Machen wir das dann vielleicht mal so:

Fearghus Gaeldain riecht Blut und nassen Schlamm, und schlägt die Augen auf. Jemand, der bis eben über ihn gebeugt war, erhebt sich gerade, und entfernt sich wortlos. Er betastet die Bisswunde von den scharfen Zähnen der Kreatur an seinem Hals: Sie schmerzt heftig, aber scheint sauber verbunden worden zu sein. Er sieht sich benommen um. Eine ganze Handvoll von Verletzter liegt hier auf dem matschigen Boden, unter anderem sieht er den Ulba-Jungen. Der ist ebenfalls bandagiert worden, aber er ist noch bewußtlos.
„Wo bin ich …!“, bringt Fearghus mit rauer Stimme hervor.
Niemand hat es jedoch sonderlich eilig, ihm zu antworten. Vorsichtig richtet er sich auf: Dies scheint ein improvisiertes Auffanglager für Verletzte zu sein … für verletzte Gefangene.
„Liegen bleiben!“, herrscht ihn eine alte Frau an, als sie sich wieder nähert. Sie ist behängt mit vielen kleinen, druidischen Talismanen, und sieht aus wie eine von den Wildnis-Glâns. Das lässt Fearghus innerlich etwas aufatmen. Dann jedoch erkennt er die Farben und Muster ihrer grob gewebten Kleider: Die Alte trägt die Farben der Caeldir.
„Du bist eine aus dem Gefolge der Raubritter-Glâns!“
„Was geht’s Dich an, Du bedauerliches Etwas?“, murrt sie, „Soll ich Dir lieber nicht helfen? Oder soll ich Dir den vorlauten Kopf abhauen, sobald Du wieder eingedämmert bist, hm?“
„Euch Caeldir kennt man nicht für Freundschaft unter Kelten, oder auch für die sogenannte christliche Nächstenliebe …“
„Belehre mich nicht, Jungchen. So sieht’s nun mal aus: Es ist Krieg, und Du bist auf der Seite der Geschlagenen. So sieht’s aus, ja.“
„Was habt Ihr vor, mit uns zu tun?“, knurrt Fearghus, „Da draußen gehen Schatten und Groggoch um! Hast Du sie etwa nicht gesehen?“
„Hab‘ keine Angst, dass wir Euch jetzt an die verfüttern! Nein, nein, tun wir schon nicht. Wir wissen Besseres mit Euch anzustellen.“
„Höre mich, Frau: Ich verlange meine Freilassung. Seid Ihr Gegner des Königs, so müssen wir keine Gegner sein.“
„Ach, wertloses Geschwätz! Schlaf‘ weiter, damit Du wieder halbwegs zu Kräften kommst. Wir brauchen Euch lebend, da seid Ihr wertvoll. Und komme ja nicht auf den Gedanken, zu fliehen! Treue Diener der Caeldir stehen vor diesem Zelt Wache, und überall in den Straßen.“
Die Alte überprüft die Bandagen einiger der besinnungslosen Gefangenen, dann hatscht sie nach draußen. Nicht, ohne Fearghus noch einen grimmigen Blick zugeworfen zu haben: Es ist ihr ernst.

Hat das Verarzten den beiden Wild Cards Wundlevel abgezogen? Ich würfle mal Healing für die NSCs, und ja, beide verlieren eins ihrer Wundlevel. Amberlain ist dadurch verbessert auf eins, und Fearghus auf zwei.

Wenig später regt sich Amberlain Ulba.
„Wo … bin ich …“, entringt sich seiner Kehle.
Fearghus bedenkt ihn mit einem abfälligen Seitenblick.
Schlagartig fährt der Junge auf: „Die Groggoch …!“
„Die sind schon weiter getobt, Kleiner!“, knurrt Fearghus.
Amberlain sinkt schmerzerfüllt nach dieser hastigen Bewegung wieder in sich zusammen. Desorientiert sieht er sich um.
„Wir sind offensichtlich in Kriegsgefangenschaft geraten“, sagt Fearghus dumpf, „Das Zelt ist von Wachen der Caeldir umstellt.“
„Groggoch … Murblins …!“, ächzt der Aufgewachte wahnhaft, „Die Schrecken von Múrgaur … Gott steh‘ uns bei …“
Fearghus verdreht die Augen bei Nennung des Namens, „Der Wüste Gott hilft Dir nicht. Nicht mehr, nicht hier an diesem Ort. Du kannst genauso gut lassen, ihn anzurufen. Denn dann erntest Du nicht meine Abscheu, Bube.“
Amberlain sieht Fearghus zum ersten Mal genauer an, sprachlos.
„Was hat man mit uns vor?“, sagt er schließlich, mit bebender Stimme.
„Was denkst denn Du, Ulba? Verschleppen werden die uns, um uns versteckt zu halten. So lange, bis unsere Glâns ein Lösegeld für unsere Herausgabe zahlen! Das ist eine der beliebtesten Schandtaten bei den Caeldir!“
„Was machen die Caeldir denn hier?“, wispert Amberlain, „Wir hatten es doch vorhin mit was ganz anderem zu tun! Es waren leibhaftige Groggoch, die die Reiterei von Glân Dundwaine zerschmettert haben! Und dann als nächstes … mein Regiment … Und wer bist Du überhaupt? Du warst doch … warst Du nicht vor ein paar Tagen zugegen im Dorfe Cullwy …?“
„Sei‘ still. Du redest zu viel.“
„Bist Du ein Gottloser …?! So wie Ceddruich der Druide!“
„Du hast Ceddruich getroffen?“
„Du kennst ihn also!“
„Du redest zu viel.“
„Ihr seid von Glâns, die sich hier draußen in der Wildnis vor dem Herrgott verstecken! Aber was hat das alles zu bedeuten? Wie passt das zusammen: Euer Hiersein, die Raubritter, und auch noch … Schatten … aus der anderen Welt?“
„Dein Verstand ist schärfer, als Dein Milchgesicht verrät, Herr Ulba! So scharf womöglich, dass Du Dich noch daran schneiden könntest, also sieh‘ Dich vor.“
„Du bist auch verwundet worden während der Schlacht! Warst Du auch im Kampf mit den Monstern? Kommt daher diese Halswunde?“
„Ja, ja. Ein Murblin-Biss ...“
„Also habt Ihr versucht, uns Soldaten im letzten Moment gegen den Ansturm zu helfen?“
„… Hat jedenfalls nicht viel genützt. Deine Mitkämpfer sind weggewischt worden wie Strohfiguren.“
Amberlain legt sich die Hände vor die Augen.
„Heul‘ jetzt nicht rum. Bewahr‘ besser Deine Nerven, die wirst Du noch brauchen.“
„Was tun wir jetzt?“, flüstert der Junge.
Wir tun gar nichts. Du bist auf Dich gestellt. Die werden Dir schon nicht Dein Hälschen umdrehen, Bube. Nicht jedenfalls, wenn Dein Glân zahlt! Und die Ulba haben noch einiges Geld, das weiß man.“
„Woher weißt Du …“
„Dass Du ein Ulba bist? Hah. Die Pausbacken, und die Haare! Ich kenne die Provinz-Glâns.“
„Wer bist Du? Warum sagst Du, ich sei auf mich allein gestellt? Wir sind doch nicht allein …“
„Ich haue hier ab. Ich bin der beste Schleicher weit und breit. Die sind Narren, wenn sie glauben, dass sie mich halten können.“
„Aber doch nicht auf eigene Faust! Warum sollten wir uns nicht gegenseitig helfen!“, zischt Amberlain leise, „Und die anderen hier …? Was ist mit denen?“
„Die anderen sind noch viel schlimmer zugerichtet als wir, die überstehen eine Flucht nicht“, flüstert der Waldläufer, „Und Dir helfen? Rufe Du doch nach Deinem Herrn Pfarrer, wenn ich fort bin!“
„Aber …“
„Kein Wort mehr! Wir haben schon viel zu viel geredet!“
Amberlain mustert Fearghus, verzweifelt und ängstlich.
„… Alleine gehst Du nirgendwo hin! Deine Wunden sind schwerer als meine!“, raunt er schließlich.
„Scheißdreck.“
„Doch, Du kannst zugeben, dass ich recht habe! Du kommst hier nicht alleine weg! Nicht, wenn ich Dich nicht stütze! Von wegen, bester Schleicher weit und breit, Du hast ja kaum Farbe im Gesicht.“
„Ich sagte doch, ich will nichts mehr hören von Dir!“
„Warum verachtest Du mich so? So sehr, dass Du Dich eher von Armbrustbolzen spicken lassen würdest, als meine Hilfe anzunehmen?! Das ist Torheit!“
Fearghus funkelt den Jungen wütend an.
Sie schweigen beide, und lauschen auf die gedämpften Stimmen vor dem Zelt. Für Fearghus klingt es, als käme Bewegung in die Schergen der Raubritter. Vielleicht machen sie einen Wachwechsel, oder sie haben neue Befehle von ihren Glâns bekommen …

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Re: [Savage Worlds | Ironsworn] Age of the Round
« Antwort #26 am: Heute um 18:27 »
Da müssen wir nur einen Wachwechsel abpassen, wenn es ihn denn gibt. Also mache ich mal den Move namens Secure an Advantage. Fearghus würfelt Notice, und Amberlain macht einen Unterstützungswurf dabei. Eine Vier, die durch Support zur Fünf wird; daraus machen uns die Challenge Dice mit einer Sieben und einer Neun jedoch einen Fehlschlag. Der Move Pay the Price folgt also, und die Tabelle des Moves sagt, eine überraschende Entwicklung verkompliziert die Queste. Interessant! Während Fearghus also scharfäugig durch den Schlitz in der Zeltplane nach draußen starrt, entdeckt er also etwas Überraschendes. Was wäre das denn? Darauf antworten die Orakelwürfel Escalate Hate. Oha! Das bedeutet wohl, dass die Schergen der Raubritter nicht etwa unaufmerksam werden gegenüber ihren Gefangenen wie erhofft, sondern im Gegenteil besonderes Augenmerk auf sie richten, getrieben von einem Hass, der nur zur Eskalation führen kann.

„… Der Gaeldain, der gehört mir! Von dem hole ich mir verdammich noch eins den Kopf!“, zischt gerade dort draußen jemand. Es wird dabei von einer der Silhouetten mit einem Kurzschwert hantiert!
Amberlain schluckt. Dann jedoch traut er sich zu fragen, „Warst Du wohl unfreundlich zu welchen von denen dort draußen?“

Habe ich mir noch nicht zurechtgelegt. Gibt es womöglich besondere Glâns-Fehden zwischen den Gaeldain und den Caeldir? Die Orakelwürfel kullern, und sagen überraschend, nein, dem ist nicht so! Im Rückschluss muss das ein ganz persönlicher Feind von Fearghus Gaeldain sein. Die Tabellen sagen uns zu dessen Identität: Ein Jäger, der eine Beziehung untergraben will. Uh, schick, der Hass basiert demnach auf Neid, die irische Leidenschaft ist da offensichtlich im Spiel! Das machen wir so:

„Svaerin Brannuich!“, zischt Fearghus, als er die blutrünstige Stimme von draußen erkennt.
„Du kennst den?“
„Einer, mit dem ich früher zusammen gejagt habe. Die Brannuich standen lange Zeit gut mit uns Gaeldain. Ich habe Svaerin eine ganze Weile nicht mehr gesehen. Sieht so aus, als hätte er die Seiten gewechselt …“
„… Und dient jetzt den Raubrittern!“, flüstert Amberlain erschrocken, „Was will der von Dir?“
„Na, meinen Kopf, hast Du doch gehört!“, raunt Fearghus mit einem zynischen Lächeln.
„Aber warum! Was hast Du angestellt?“
„Blöde Frage, gar nichts. Svaerin war damals mein Nebenbuhler um eine holde Frau! Sieht so aus, als habe er seine Niederlage immer noch nicht verkraftet!“
„Und er hasst Dich nun so sehr, dass er Dich dafür töten will?! Was ist dort vorgefallen?“
„Geht Dich gar nichts an, Bürschlein. … Nun, der Umstand, dass ich gerade ein Kriegsgefangener seiner neuen Herren bin, macht ihn offensichtlich umso erbitterter! Unter normalen Bedingungen hätte er sich mit weiteren Ränkespielen und vielleicht einem Duell zufrieden gegeben.“
„Du musst unbedingt hier weg, bevor der zuschlagen kann. Und Du bist verletzt, und wahrscheinlich langsam. Ich lenke die für Dich ab! Ich kann Dir ein paar Minuten erkaufen!“
„Halt‘ Dich ja da raus, Ulba! Du machst höchstens alles noch schlimmer mit Deinem Herumgealber!“
„Der will Dich töten, Mann! Obwohl Du verletzt und kampfunfähig bist!“
„Ich bin alles andere als kampfunfähig.“
Sie wechseln einen Blick. Amberlain schaut verstört drein, aber trotzdem bockig; er will sich von Fearghus nicht abbügeln lassen.

Nachdem die Würfel (bei dem gescheiterten Secure-an-Advantage-Move) eben etabliert haben, dass es gerade keine Fluchtgelegenheit durch einen Wachwechsel gibt, wie geht’s also jetzt stattdessen weiter? Das befragen wir mal erneut die Würfel. Die sagen, Oppose Strength. Jemand stellt sich gegen Stärke? Das ist dann ein Charakter aus den feindlichen Rängen. Nicht alle Schergen der Raubritter sind Unmenschen! Das wird jedoch weder die alte Heilerin sein, noch der rachsüchtige Svaerin Brannuich. Wer also sonst? Dieser NSC ist ein Pilger, der einem Rivalen schaden will, sagt das Orakel. Hm! Das machen wir vielleicht mal so:

Für ein paar weitere bange Minuten lauschen die beiden Gefangenen auf die gedämpften Stimmen der Streitenden dort draußen, die weiter zu klären versuchen, welchem Schicksal Fearghus zuzuführen sei. Dann hört man ein leises Schnurren, als sich von außen eine Messerspitze durch die Zeltplane arbeitet! Durch den entstandenen Schlitz späht ein einzelnes Auge, und erfasst die Verwundeten.
„He! Teufelsbraten! Kommt hier raus. Rasch! Und seid bloß mucksmäuschenstill, Teufelsbraten!“
Amberlain zögert nur eine Sekunde. Er packt geistesgegenwärtig Fearghus‘ Ellenbogen, und hilft ihm auf die Füße. Beide beißen die Zähne zusammen, als sie ihre Wunden spüren.
„Schnell, Teufelsbraten, bloß schnell! Die kommen gleich rein, von der and‘ren Seite!“
„Wer bist Du?“, flüstert Amberlain, als sie sich durch den Schlitz ducken und ins Freie treten.
Neben ihnen steht ein dürrer Kerl, geradezu asketisch, aber einigermaßen drahtig und zäh, mit langen, geschickten Fingern.
„Fearghus Gaeldain, fürwahr, Du bist‘s“, flüstert der Fremde anstelle einer Vorstellung, „Das ist nicht recht, dass Svaerin Brannuich Dir die Rübe abschneidet. Du hast das eine oder andere getan für die Glâns hier draußen, abseits der Städte. Vergisst man Dir nicht, nee.“
„Wer bist Du?“, raunt Fearghus eilig, „Auf dass ich Dir oder Deinem Glân Deinen Dienst beizeiten danke?“
„Nur ein Reisender, der die Rätsel der Erdgöttin zu verstehen sucht! An die Caeldir bin ich geraten auf meiner Pilgerschaft. In ihre Schuld und somit ihre Knechtschaft bin ich geraten. Aber die olle Uasal ist meine Gegnerin, hier in diesem Kriegshaufen, und sie necke ich, wo ich nur kann! Jetzt lauft, Teufelsbraten, oder Ihr verspielt Eure einzige Chance! Entrichtet den Xaerdunlin meinen verwandtschaftlichen Gruß!“

Ohne ihren Kram werden die beiden Wild Cards aber nicht weit kommen. Liegen ihre erbeuteten Habseligkeiten in Sichtweite, vielleicht auf einem Karren oder so? Die Orakelwürfel gewähren uns diese Fügung!

Mit eingezogenen Köpfen eilen die beiden weg vom Zelt, entledigen sich ihrer Handfesseln bei dem Karren, indem sie sie an einer der Schneiden der dort herausragenden Schwerter auftrennen. Dann nehmen sie ihre Habe wieder an sich. Dabei ist schon das Gezeter von Svaerin Brannuich zu hören, der mittlerweile in das Gefangenenzelt gekommen ist!
Fearghus kippt fast vornüber, als er sich seinen Köcher umgehängt hat, weil ihm schlagartig erneut flau wird. Amberlain packt ihn von der Seite, und hilft ihm, sich nicht im Schlamm abzulegen. Sie sehen sich um: Sie befinden sich in einem kleinen Dörfchen, das offensichtlich von der Dienerschar der Raubritter besetzt ist. Alle Straßen sind stockdunkel. Sie eilen in eine der Gassen, und ziehen die Köpfe ein.



Ein von den Caeldir-Schergen besetztes Dorf am Rande des Schlachtfelds


„Als dann …!“, flüstert Fearghus, und sieht Amberlain ernst an, offensichtlich will er zu knappen Abschiedsworten ansetzen.
„Du willst mir doch wohl nicht immer noch erzählen, Du wollest alleine fliehen?!“
„Also gut! Ich nehme Dich mit. Halte Dich genau hinter mir, und tritt‘ nirgendwo hin, wohin ich nicht Fuß setze! Kapiert? Und das gilt doppelt, nachdem wir den Wald erreicht haben!“
Amberlain nickt, hebt seine eine Axt und die Reste seines Rundschilds höher, „Bereit!“, sagt er, aber in dünner Stimme.
Dann spurten sie los, in die Dunkelheit der sternenlosen Nacht.


Advances
Auch diese beiden Wild Cards haben mittlerweile genug EXP für ihren ersten Advance im laufenden Spiel zusammen. Sie bekommen folgendes spendiert:
Amberlain: Fighting ➜ W8 & Persuasion ➜ W8
Fearghus: Marksman-Vorteil