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Orken

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klatschi:
SIXMOREVODKA (also Marko Djurdjevic, der ja auch mit Degenesis Rebirth schon viel Arbeit in ein Produkt gesteckt hat) hat nun Orken soweit, dass es auf den Markt kann.

https://www.kickstarter.com/projects/sixmorevodka/orken

Orken ist dabei der Kampf der Elemon und der Orks (Khar), ein Konflikt Empire vs. Tribal, laut Kickstarter Page: "Sometimes it’s not about who drew first blood – but about who keeps on drawing." Ich mag die Zusammenfassung: Princess Mononoke on the Set of Apocalypto.

Spannend an dem Konzept sind für mich drei Dinge:

* Es wird konsequent immer aus zwei Perspektiven erzählt, sowohl der Elemon als auch der Khar.
* Es ist ein multimediales Projekt. Neben einem Settingmaterial kommt gleich ein PC Spiel, das man bereits im Demo spielen kann und das alles eine Bildsprache spricht. Man kann also noch mit Novels und Comics etc rechnen.
* Es ist schon vieles fertig und wird in Waves angegegangen, aktuell geht es um die Finanzierung der "Foundation". Die Story wird dann durch unterschiedliche Medien vorangetrieben werden.
Und auch wenn es noch kein TTRPG ist, denke ich, dass es das sicher noch werden kann, weil Punkt 2.

Sard:
Ein absolut spannendes Projekt und ich habe ordentlich Geld drauf geworfen.

Mir haben die "Field Reports from Edom" sehr gut gefallen, sehr stimmungsvoll geschriebene kurze Schnippsel die Lust auf das Setting machen.

Tatsächlich ist die Mischung aus
- Anlehnung an die europäische Landnahme in Amerika
- verbunden mit dem Apocalypto-Movie-Feeling,
- wobei die Orken endlich mal eine richtig vielfältige Kultur bekommen und
- dem ausdrucksstarken Artwork
prädestiniert für ein TTRPG,
zumal die Settingbücher den perfekten Weltenbeschrieb liefern.

Ich liebäugle damit vlt. die "Broken-Empire"-Regeln (so sie denn mal in meinen Händen sind) darauf anzusetzen.

Outsider:
SIXMOREVODKA kann Kunst aber kein Spiel. Die beiden Degenesis Editionen haben das leider eindrucksvoll bewiesen. Sie können Charaktere, aber keine Landschaften, sie haben Ideen, wissen aber nicht wie man die so in ein Setting presst das es spielbar ist. Ich würde mir wünschen, wenn daraus ein Rollenspiel wird, das jemand anderes das System, die Regeln und die Bücher dazu macht. Weil auch die Regelbücher beider Editionen sind geil zum Lesen, furchtbar zum leiten oder gar für das Regelverständnis. Die Abenteuerbände sind Fließtexte und Kunst welche ohne Aufarbeitung kaum zum spielen geeignet sind und immer wieder Dinge voraussetzen die passieren müssen.

Ein kleines Beispiel aus „In Thy Blood“


--- Zitat ---WA S Z U R H Ö L L E
Plötzlich lenkt ein helles Sirren über ihren Köpfen die Aufmerksamkeit der Charaktere auf sich. Ein Blick nach oben verrät eine handtellergroße Drohne, die in gut zehn Metern Höhe eine Böe ausgleichen muss. Ihre Motoren surren am Anschlag, bevor sie in einem weiten Bogen hinter die Friedhofsmauer stürzt. Mit einem erfolgreichen Kombinationswurf aus PSY+Reaktion (2) und INS+Wahrnehmung (2) können die Charaktere hinter der Mauer eine schemenhafte Gestalt ausmachen. Werden mindestens 3 Trigger erwürfelt, kann man ein bernsteinfarbenes Augenpaar erkennen, das für einen Herzschlag in Richtung Gruppe blickt. Dann nimmt die Figur Reißaus und stürmt in den Wald.
--- Ende Zitat ---

Proben im Fließtext, Auslöser vollkommen unabhängig davon was die SC mit dem Geräusch machen das sie hören usw. Der Autor hat eine Idee was an dieser Stelle in der Story passieren soll, aber so funktioniert Rollenspiel in den meisten Fällen nicht.

Meine zweite Sorge ist (und da bin ich ein gebranntes Kind) SMV hat für Degenesis (erste Edition) mit den Kultbüchern eine fragliche Veröffentlichungspolitik betrieben. 13 Kulte, jedes Jahr ein Kultband, weil „es ist ja schon alles fertig“ oder bzw. in Arbeit. Rausgekommen ist genau 1 Band weil das System sich keine 13 Jahre gehalten hat, bzw. von dem Nachfolger überholt wurde. Der künstlerisch noch perfekter war, noch schöner aufgemacht usw. aber eben die gleichen Fehler wiederholt hat.

Artwork (Charaktere) und Texte, das sind die Disziplinen bei denen SMV kaum einer das Wasser reichen kann. Regeln, Zugänglichkeit von Setting, Fraktionen, Welt ist nicht deren Stärke.

Sard:
Ja, mag ja was dran sein, aber ob das unter dem Summenstrich für alles gilt, stelle ich Mal in Frage.
Und ja, Proben im Fließtext - so what?
Geht besser, aber im Ernst, darum geht es mir dabei nicht.
Und am Ende gilt, was man selbst draus macht.

Ganz neu übrigens diese Meldung:

"Is Orken a TTRPG?
Yes; a core rulebook will be released in the future after the rest of the story has been completed."

Outsider:
Ich hatte ja auch nicht dich oder deine Vorlieben im Speziellen angesprochen. Ich würde es im Allgemeinen besser finden, wenn SMV vom Rollenspiel-Teil die Finger lässt. Hintergrund und Kunst gerne Regeln, Gestaltung, eher nicht.

Schuster bleib bei deinen Leisten. Keinem Spieler wäre geholfen, wenn wir wieder ein Artworkbook mit drangeflanschten Regeln bekommen die nur marginal spielgetestet wurden.

SMV liebäugelt mit extremen. Degenesis: Die Kulte, jetzt zwei Kulturen als Erzfeinde die in sich schon extreme Spannungen und Gegensätze erleben.

The Elmon -> Rigides Katensystem beaufsichtigt von 4 Ministerien um das Volk zu teilen damit es beherrschbar bleibt.

The Khar -> Pandemien, kultureller Verfall, geben die Gemeinschaft und den Zusammenhalt auf wegen dem Streben nach persönlicher Macht und Gewinn. Ihr Imperium gründet sich auf Eroberung, Gewalt, Sklavenhaltung und Opferkulte.

Es ist einfach schon wieder das gleiche Muster wie bei Degenesis.

Keine der Spielbaren Fraktionen war da wirklich spielbar, wenn man sich an den Kultregeln orientiert.

Nicht mal in der 2. etwas entschärften Variante. Die Fraktionen welche aus Spielersicht noch am ehesten passen würden, deren Beschreibungen (in den Regelwerken) am ehesten brauchbar für Spieler sind (Clans und Schläfer) sind Gegner, oder maximal eine NSC Fraktion.


--- Zitat von: Sard am 28.03.2026 | 12:28 ---Und am Ende gilt, was man selbst draus macht.

--- Ende Zitat ---

Das stimmt zu 100% aber es nimmt mir nicht meine Skepsis das SMV sich diesmal wieder in Gegensätzen verrennt und vergisst das RPG viel mehr ist als der ikonische und unversöhnliche Konflikt zwischen Weltanschauungen und Fraktionspolitiken.

Daher mein Wunsch das sich jemand anderes dem RPG Part annehmen würde und sich vielleicht eher von der Welt, den Artworks und Texten inspirieren lässt, als das wir wieder ein RPG bekommen das sicherlich ein super Kunstwerk ist aber am Spieltisch wenig taugt (oder man muss eben doch alles selbst machen).

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