Pen & Paper - Rollenspiel > Quaints Spielkiste
Witcher......1968?!
Waldviech:
--- Zitat ---Hm...wie nah ist diese Welt an "unseren" späten 1960ern? Hat's insbesondere so etwas wie unsere zwei Weltkriege mitsamt der Umgestaltung der früheren Weltordnung gegeben, und gibt es jetzt einen kalten Krieg zwischen mindestens zwei Machtblöcken, der jederzeit unter Anwendung von Atom- oder vergleichbaren Massenvernichtungswaffen "heißlaufen" könnte? Denn ohne ähnliche Entwicklungen käme wahrscheinlich nichts auch nur annähernd "Vertrautes" heraus und man könnte sich die Jahreszahl praktisch gleich schenken.
Wenn dem allerdings so ist, dann fallen diese alarmierenden neuen Entwicklungen wahrscheinlich mitten in eine Zeit, in der die Leute und insbesondere Regierungen und andere einflußreiche Fraktionen ohnehin schon einigermaßen angespannt bis hin zu paranoid sind und alle versuchen, als erster dahinterzusteigen, was da eigentlich los ist, und es hoffentlich für sich nutzen zu können, bevor die wie auch immer definierte Gegenseite es tut -- ähnlich, wie es teils historisch verbürgt, teils vielleicht auch nur in Verschwörungstheorien ja tatsächlich Experimente in Sachen potentielle Methoden zur Gehirnwäsche und "Gibt es Psi-Kräfte und können wir damit beispielsweise spionieren und/oder feindlichen Psi-Spionen einen Riegel vorschieben?" gegeben hat.
--- Ende Zitat ---
Selbstverständlich sollte es derartiges, inklusive Kaltem Krieg geben. Keine Fantasy-Version der 1960er ohne dem. Eventuell gab es einen heftigen Krach mit einem nun besiegten und "ent-fiestem" Neo-Nilfgard, mit dem es ein oder zwei riesige "Weltkriege" gab. Danach nun einen kalten Krieg mit einem kommunistischen Serrikanien oder so. :D
Quaint:
Naja, die Welt von the Witcher ist eine andere als unsere, und wenn ich da ein the Witcher 1968 machen würde, würde ich auch gründlich weggehen von den normalen 68igern. Denn die hatten in der Welt halt um das Jahr 1000 schon genetisch optimierte Supersoldaten (mit Zauberkräften). Die Magier, das meiste wunderliche und eben auch die Witcher rausnehmen würde ich nicht. Dafür finde ich viel zu spannend, weiterzuspinnen, was die mit dem ganzen Kram machen, wenn sie nochmal 700 jahre ungrad Zeit haben nach der Buchreihe. Und es ist ja nun auch Teil eines Multiversums.
Aber Kommunisten-Serikanien unter dem Vorsitzenden der Drachenpartei finde ich schon nicht schlecht, und man kann ja die "mundane" Technik an den 60igern orientieren, vielleicht noch bissle ne ominöse Bedrohung jenseitiger Sphären, aber halt durchaus Anderlinge Zauberer usw. nativ drin behalten. Cyberware würde ich auch eher lassen. Aber ich finde so Mutagene, teils auch mit größeren Auswirkungen, so a la Bioshock maybe, wären vielleicht ne Option. Gut, vielleicht nicht aus Automaten die an jeder Ecke stehen. Ich muss da mal noch ein wenig dran rumdenken.
Bedenkenswert ist, das auch durchaus noch Figuren aus dem Orginalwitcher am Leben sein könnten. Magier werden leicht 400-500 Jahre, wenn sie von einer langlebigen Rasse wie Elfen kommen auch noch deutlich mehr. Witcher ist mir einfach mal gar keiner bekannt, der am Alter gestorben wäre, Vesemir war aber der altest bekannte mit glaube 400 ungrad als es ihn in the Witcher 3 zerlegt hat, und der wirkte wie ein Mensch mit 40-50. Konnte noch gut kämpfen. Und da wollen wir mal nicht über höhere Vampire und sowas reden.
Waldviech:
Hmm...mal laut überlegt und in Stichworten formuliert:
- die mundane Technik entspricht den späten 1960ern. Ebenso Elemente von Mode, Kultur und so weiter und so fort - und zwar in einer ähnlichen Art, in der die originale Witcher-Welt eine Art "Abziehbild" des Mittelalters ist.
- wir sagen mal, Magie existiert weiter. Eventuell - nur so ein Gedanke - in sowas wie zwei Strömungen aufgeteilt. Es gibt Traditionalisten, die Zauber noch exakt so wirken wie zu Geralts Zeiten und in letzter Zeit stärker gewordene Progressive, deren "Magie" moderne Technik beinhaltet und grob so wirkt wie "Weird Science". Daher stammt dann auch die eine oder andere Cyberware (sowas wie der 6-Millionen-Dollar-Mann ist zwar eigentlich aus den 1970ern, aber da sind wir mal nicht päpstlicher als der Papst)
- Es existieren noch ein paar langlebige Einzelindividuen aus Geralts Zeit, aber nicht unbedingt die Organisationen. In 700 Jahren kann sich auch für Quasi-Unsterbliche einiges ändern.
- Es sollte irgend ein Kalter-Krieg-Szenario geben: Es gibt ein kommunistisches Serrikanien. Die ehemaligen "Nördlichen Königreiche" könnten dann das Gegenstück zum Westen und zur Nato sein.
- Wenn es noch Anderlinge gibt, dann hat man hier eventuell eine Bürgerrechtsbewegung - die auch endlich mal breiteren Support hat.
- Es regt sich irgend eine, idealerweise fremdartig-nebulöse Bedrohung in den jenseitigen Sphären.
First Orko:
--- Zitat von: Waldviech am 10.03.2026 | 13:03 ---- wir sagen mal, Magie existiert weiter. Eventuell - nur so ein Gedanke - in sowas wie zwei Strömungen aufgeteilt. Es gibt Traditionalisten, die Zauber noch exakt so wirken wie zu Geralts Zeiten und in letzter Zeit stärker gewordene Progressive, deren "Magie" moderne Technik beinhaltet und grob so wirkt wie "Weird Science". Daher stammt dann auch die eine oder andere Cyberware (sowas wie der 6-Millionen-Dollar-Mann ist zwar eigentlich aus den 1970ern, aber da sind wir mal nicht päpstlicher als der Papst)
- Es existieren noch ein paar langlebige Einzelindividuen aus Geralts Zeit, aber nicht unbedingt die Organisationen. In 700 Jahren kann sich auch für Quasi-Unsterbliche einiges ändern.
--- Ende Zitat ---
Wenn das auch nur irgenein klitzekleines Stückchen über mehrere hundert Jahre nicht komplett 100% geheim gehalten worden sein soll, dann hätte das ganz fundamentale Auswirkungen auf die Entwicklung der Moderne, Wissenschaften, Blick auf Okultes, Kichern, Machtblöcke, Sozialgefüge usw. gehabt! Magie + die Entwicklung unserer Welt nur einigermaßen so wie real geht für mich so gar nicht zusammen, an der Stelle würde das Setting für mich brechen, tbh.
sma:
Im Computerspiel herrscht doch Krieg, oder? Daher wäre es doch nur konsequent, wenn es das auch bei "Witcher 1968" der Fall wäre. Da bietet sich ja die Kuba-Krise 1962 an, die dann eben nicht diplomatisch beigelegt wurde, sondern der kalte Krieg dann heiß wurde, zu einer Front auf der Höhe von Polen geführt hat und sich 1965 drei Jahre später totgelaufen hat, nachdem nicht nur taktische sondern auch strategische Atomwaffen (Städtekiller) eingesetzt wurden. Nun herrscht großes Leid, es gibt Flüchtlinge und man kann das alte Trope bedienen, dass radioaktive Strahlung in den nächsten 3 Jahren zu mysteriösen Mutationen geführt hat. Der der Fall der Bomben hat etwas in der Realität zerrissen und daher strömen jetzt mystische Wesen gebildet aus dem Glauben an Sagen und Legenden in diese Welt. Schauplatz kann nach wie vor Osteuropa sein. Und man braucht wieder jemand, der in Zeiten, wo jeder nur sich selbst der nächste ist, eine Person, die offensichtlichen Monster jagt - und vielleicht auch die anderen, um die Welt wieder zu einem etwas besseren Ort zu machen.
Eine andere Inspiration wäre natürlich Hippie-Flowerpower, der Protest gegen den 1965 begonnenen Vietnamkrieg, Drogen und Woodstock (dann ist es eben Witcher 1969) auf der einen Seite, ein ein Charles Bronson-style einsamer Rächer, der widerwillig die Gewalt ausübt, für die die anderen zu schwach - oder zu gut - sind und das alles vor einem Hintergrund des Space Race (1962-1969) und der beginnenden Computerrevolution und z.B. der Hackerkultur (ein Hacker im Wortsinn war ein LISP-Nerd am MIT, LISP war bzw. ist eine Programmiersprache). Eine geheime Witcher-Zentrale stelle ich mir daher von einem Großrechner dominiert vor, absolut modern mit Bildschirm-Terminals, in himbeerrot und grau, und Personen in Schlaghosen oder Miniröcken oder Unisex-Kleidung, bunt gemustert mit psychedelischen Farben und Frisuren, die Männer mit anstößig langen und die Frauen mit anstößig kurzen Haaren, dazu dann Militär, spießig, aber kompetent und effizient.
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