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[Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
Outsider:
Dann muss Arthur den Blick wieder abwenden als der General den Gouverneur des United Nations Interstellar Settlements Corps, Kholwa Abantu vorstellt und ihr für eine kurze Rede auf die Bühne bittet.
Abantu verbeugt sich kurz. Anders als die anderen Mitglieder trägt er keinen Missionsoverall sondern einen schlichte Anzug der seiner Stellung als höchste Vertreter und Initiator der großen Muttermission gerecht wird. Abantu räuspert sich. Er muss die Rede auswendig gelernt haben oder ist gut im Improvisieren, er nutzt kein Skript.
„Wir sind gesegnet, wir alle, die wir heute hier sind!“ seine Arme machen eine Ausholende Geste, seine Stimmt ist sanft mit leichtem Dialekt welcher seine indische Herkunft verrät.
„Wir die wir hier sind um zu sehen was die Menschheit erreichen kann, wenn wir unsere Ressourcen bündeln und kooperieren, anstatt uns die Köpfe einzuschlagen und zu streiten.“ Seine Worte hallen kurz in dem Saal nach.
„Die Mission „Große Mutter“ hat die große Partnerschaft ins Leben gerufen, die Partnerschaft aller Supermächte und Megakonzerne, die zum Wohle der Menschheit zusammenarbeiten. Gemeinsam werden wir die verlorenen Kolonien wiederfinden, ihre Kolonisten zurück in den Schoß der Menschheit führen und die Isolation beenden welche unsere Brüder und Schwestern zu erdulden hatten. Die Mission „Große Mutter“ ist ein Leuchtfeuer der Zusammenarbeit und der Freundschaft, ein Beispiel für eine besser Zukunft, die nicht Arm gegen Arm sondern Arm in Arm steht! Vielen Dank.“
Ein kurzer Beifall ertönt aus der Menge und der General übernimmt wieder das Pult.
„Mein Gruß von hier geht auch an die ICC und ihren Direktor Jim Busby, der zwar seine eifrigen Inspektoren mit auf die Mission geschickt hat, aber selbst nicht anwesend ist. Bitte beachten sie das alles was wir hier finden, bergen und bewegen zu allererst unter dem Protokoll der ICC geschieht.“
Ein kurzes Raunen aus der Menge gleicht dem Aufstöhnen eines Weltraum Truckers der sich gerade durch die teure, langwierige aber notwendige Bürokratie der ICC wühlen muss um seine Fracht zu deklarieren. Aber Sicherheit, die Sicherheit aller geht vor auch wenn niemand es wirklich mag dass die ICC über allem steht und zumindest theoretisch allem gegenüber weisungsbefugt ist wenn es um ihren Teil der Mission geht.
„Zu allerletzt stelle ich ihnen die Frau vor welche es meiner Ansicht nach verdient hätte zuerst genannt zu werden, denn wenn da draußen etwas schief geht sind ihre Leute es die hinauseilen um ihnen zu helfen. Von Throop Search And Rescue, vertreten mit drei Schiffen der Corvus-Klasse, Thar Alecto Throop.
Throop ist in der Tat eine Legende, da hat der General nicht übertrieben. Die Frau muss über 80 Jahre alt sein, sieht aber kaum älter als fünfzig aus. Streng mit einem vernarbten Gesicht trägt sie den signalorangen Overall ihres Unternehmens. Es halten sich Gerüchte das Throop es gesehen hat. Das Monster dort draußen zwischen den Sternen. Eine Lebensform welche ihr beinahe zum Verhängnis geworden wäre. Die Medizin wirkt wunder, nur wenige können sich Zellkuren und Erneuerungen leisten, aber bei all dem Geld, bei all der Kunst die Narben in ihrem Gesicht hat Thar sich nicht entfernen lassen. Man munkelt die sind Erinnerungen an ihre Begegnung mit dem Monster, auch wenn es vielleicht nur Seemannsgarn ist das hinter vorgehaltener Hand nach zu viel Alkohol verbreitet wird.
Throop wendet sich einmal kurz in jede Richtung und setzt sind dann wieder, kein großes Aufsehen, keine Allüren.
„Nun, komme ich zu den aktuellen Neuigkeiten welche uns über die Langstreckenkommunikation während des Fluges hier her erreicht haben.“
Ein Schatten huscht über das Gesicht des Generals und irgendwie werde ihr den Eindruck nicht los, dass es keine guten Neuigkeiten sind. Drei Jahre ist eine lange Zeit.
Outsider:
Bevor der General sich äußern kann steht Khalwa Abantu erneut auf. „Bitte Herr General, überlassen sie mir die Ehre unsere Missionsmitglieder auf den neusten Stand zu bringen.“
Ohne ein Wort zu sagen blickt Ozolinski den Gouverneur kalt an, vielleicht eine Sekunde zu lange, räumt dann aber das Podest.
Erneut tritt der UNISC Vertreter vor die Versammlung und alle Augen sind auf ihn gerichtet.
„Da wir gerade von zuhause sprechen…“ und was der Gouverneur jetzt verkündet spottet seiner Rede die er vor wenigen Augenblicken gehalten hat „…es gibt schlechte Nachrichten. Die vereinigen Americas und die UPP befinden sich im Krieg.“
Ein Aufstöhnen geht durch die Menge. Einige wollen schon aufstehen, aber eine Geste des Gouverneurs sich zu setzen hält sie noch davon ab. Irgendein zynischer Zwischenruf von Berezi vergeht ungehört, aber ein Blick rüber zum General zeigt das er sehr wohl verstanden hat.
"Die Kämpfe sind im Grenzraum ausgebrochen und es hat eine Invasion der UPP auf Kruger 60 stattgefunden, was eine Verletzung der DMZ darstellt und zu weiteren Kampfhandlungen geführt hat. Außerdem…“ Khalwa leckt sich nervös über die Lippen „…die Koloniewelt New Albion hat sich aus dem Three World Empire gelöst und ihre Unabhängigkeit erklärt!“
Diesmal hält es Colonel David Buston nicht auf seinem Platz.
„Was für einen Unsinn reden sie da, die Nachricht muss eine Falschmeldung sein. Das 3WE würde eine Unabhängigkeit…“ weiter kommt er jedoch nicht da ihm der Gouverneur ins Wort fällt.
„Bitte beruhigen sie sich, soweit wir wissen und sie wissen alle wie lange Nachrichten hier raus brauchen, hat es noch keine Feindseligkeiten zwischen den 3WE und dem New Albion Vertretungen gegeben, es wird aber befürchtet, dass das 3WE einen Militäreinsatz zur Absetzung der Regierung auf New Albion erwägt. Aber…“ jetzt hebt Kholwa Abantu seine Stimme „…die politischen Dummheiten unserer Regierungen ändern nichts und ich wieder hole mich da sehr deutlich, ändern nichts an der Situation hier!“
„Wir alle, die wir uns hier versammelt haben sind eine Expedition der Vereinten Nationen und haben eine Mission um Wohle der Menschheit zu erfüllen, also lasst eure kleinkarierten politischen Rivalitäten zurück in den Mittleren Himmeln!“
„Wie der General es schon angesprochen hat, wir haben keine Signale empfangen die etwas über das Schicksal der Menschen hier draußen aussagen. Wir werden es erst wissen wenn wir es erkunden. Aber als Vorsichtsmaßnahme werden wir zwei unserer SEV bei der USCSS Iyanla belassen und nur die Typhoon und die Solovetsky Island zur Erkundung der alten Welten rausschicken!“
Nur zwei. Die Erkenntnis sickert langsam in eure Gehirne. Ihr und die Typhoon. Alleine da draußen während an Bord der Iyanla ein brüchiger Frieden gewahrt werden muss und niemand weis was sich da draußen zwischen den Sternen befindet.
„Viel Glück euch allen und seid bitte vorsichtig da draußen. Throop Rettung ist der UN unterstellt, aber ich würde mir wünschen das ich sie nicht aussenden muss!“
Kurz herrscht Stille in dem Saal, dann bricht der Tumult aus. Aller reden durcheinander und es werden Anschuldigungen vorgetragen. Der Gouverneur hat alle Hände voll damit zu tun zwischen den Parteien zu schlichten, zu beschwichtigen, sie auf das Ziel der Mission einzuschwören. Allen voran die Vertreterin der UA zeigt mit dem Finger auf den General: „Wir können euch UPP-Bastarden niemals vertrauen!“ Der General äußerlich gelassen richtet sich zu seiner vollen Größe auf, Militär gegen Politik bis sich Colonel Davis und Lynna einmischen und zu schlichten versuchen bis die zwei sich über das NAPRO in die Haare kriegen. Es ist ein Irrenhaus.
Ein Irrenhaus aus dem völlig unvermittelt Gaius an eurer Seite auftaucht. Sein Gesicht drückt diplomatisches Mitgefühl aus.
„Eine schöne Vorstellung, finden sich nicht? Wenn sie mich fragen würde ich es bevorzugen solche Missionen ausschließlich von Androiden ausführen zu lassen. Aber gut lasen wir das für den Moment.“
Er hält euch eine Datendiskette hin.
„Ihre Aufgabe. Ich sehe wenig Sinn darin ihre Abreise noch weiter zu verzögern. Wenn sie mir folgen wollen ich briefe sie auf dem Weg raus!“
darkeye:
John
John mustert den Androiden "Ihre Aussage entbehrt nicht einer gewissen Logik. Androiden fehlt allerdings echte Empathie, um mit unbekannten Lebensformen zu interagieren."
Er nimmt die Datendisk und liest sie in seinem Datenpad ein.
"Interessant", er reicht das Pad an Arthur weiter.
pharyon:
Arthur
Arthur nimmt die das Pad an und schaut sich die Daten genauer an. An Gaius gerichtet, ohne die Augen vom Pad zu nehmen, merkt er kurz an. "Vermutlich wäre eine Mischung aus Menschen und Androiden keine schlechte Idee - unter gewissen Rahmenbedingungen. Leider ist der Faktor Mensch auch immer mit gewissen Risiken behaftet. Umgekehrt gilt das leider auch für jedwede Technologie mit Einflusspotential. Vermutlich ist es aber tatsächlich das Beste, wenn wir uns bald auf den Weg machen. Allerdings würde ich gerne noch ein paar Momente nutzen und mich mit ein paar Personen austauschen, bevor wir aufbrechen."
Arthur überlegt kurz, wie er seinem Bruder verständlich machen kann, dass er dabei nicht unbedingt begleitet werden muss. Oder will.
"John, die Spezifikationen sehen soweit interessant aus. Damit können wir arbeiten, oder nicht? Ich würde wie gesagt noch ein paar Kontakte pflegen. Möchtest du dabei bleiben... oder vielleicht lieber die Crew schon informieren und Vorbereitungen treffen?" Hoffentlich versteht er den Wink mit dem Zaunpfahl...
darkeye:
John
John nimmt das Pad zurück, sein Gang stockt kurz, als er Arthurs Anweisung verarbeitet.
"Ich werde schon mal den Computer füttern und ein Dosier erstellen, Captain!" Er grüßt spöttisch und geht Richtung Schiff.
Geheimnisse, das beginnt ja früh...
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