Medien & Phantastik > Sehen, Lesen, Hören
Beobachtung in Blogs, Rezensionen usw.: Warum geht es nicht ohne Abwertung?
Grubentroll:
--- Zitat von: First Orko am 27.03.2026 | 09:56 ---Ich vermute, du kennst die Filmanalyse? Da frage ich mich ja auch mittlerweile, warum Wolfgang, der ja sehr genau weiß, was seine Filmvorlieben sind und da auf sich bezogen sehr geschmackssicher ist, immer wieder bestimmte Filme rezensiert wo imho von vornherein klar ist, dass es auf einen Verriss hinauslaufen wird.
--- Ende Zitat ---
Bei dem ist mir das auch schon extremst unangenehm aufgefallen. Mit seinem doch eher abgehobenen Filmgeschmack macht es doch keinen Sinn wenn er sich den neuesten Blödl-Superhelden-kram reinzieht und dann ne halbe Stunde im blasierten Uniprofessorduktus runtermacht.
Aber die Leute brauchen wohl irgendwas, wo sie sich drüber erhaben fühlen können.
Und da schließe ich mich selber gar nicht mal aus.
ghoul:
--- Zitat von: First Orko am 27.03.2026 | 09:56 ---Ein Beispiel im Rollenspielbereich, wo ich es anders wahrnehme sind Die Teilzeithelden (Disclaimer: wo ich selbst eine Zeitlang geschrieben habe). Dort wird Wert gelegt auf eine möglichst(!*) neutrale bzw. mehrere Sichtweisen vereinende Berichterstattung. Das schlägt sich aber in den Kommentaren nieder: Da findet nämlich kaum was statt. Die meisten Kommentare erhalten sehr streitbare Themen oder (begründete) Verrisse - obwohl die Seite verhältnismäßig hohe Zugriffszahlen hat. Als Autor hat man dann das Gefühl, man bläst mit viel (wirklich VIEL!) Aufwand und Mühe was in den Äther und keinen interessierts. Das muss man schon aushalten können und ich kann mir vorstellen, dass da Viele sind, die Feedback erhoffen und dann früher oder später auch provozieren, bewusst oder unbewusst.
--- Ende Zitat ---
Wenn man aber bei den TZH kommentiert, bekommt man aber meist auch keine Antwort vom Autoren des Artikels. Diskussion unerwünscht.
KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
Ich finde hier sind all eure Kommentare total unterirdisch, nur mein eigener jetzt sticht absolut positiv hervor! >;D
Aber ehrlich gesagt verstehe ich die Fragestellung sehr gut. Ich frage mich auch oft, warum man auf Sachen herumhackt, wo jedem unbeteiligten Beobachter sofort klar ist, dass es sich um eine reine Geschmacksfrage dreht, und nicht um eine handwerklich-mechanische Fragestellung - letzteres ist nämlich durchaus bewertbar (Würfelmechanismen, die einen zu 80% scheitern lassen, oder schlecht durchdachte Zufallstabellen etc. etc.).
Ich persönlich kann mit Warhammeresker Grimdarkigkeit relativ wenig anfangen, und verdrehe innerlich die Augen, wenn mir ein System begegnet, das diese Schiene bedient. Aber da steht es mir nicht zu, drüber zu meckern, meine eigenen Geschmacksvorlieben muss ja auch keiner teilen.
Schwer fällt es mir bei diversen Versuchen Tolkien zu verfilmen. Da frage ich mich oft, ob da nur meine persönlichen Bilder im Kopf mit den vorgebrachten Interpretationen kollidieren, ganz stark bei Rings of Power. Aber da muss ich sagen, RoP funktioniert auch als 08/15-No-Name-Fantasy nicht besonders, ich hab es nämlich versucht, auf diese Weise zu gucken. Wobei ich es aber zu akzeptieren habe, dass andere Leute ihre Freude daran haben, und sich dafür auch nicht zu rechtfertigen haben.
Maarzan:
--- Zitat von: Philipp.Baas am 27.03.2026 | 09:32 ---10 Gründe, warum RPG-Rezensionen sich oft im Ton vergreifen. Nr. 6 wird dich überraschen...
--- Ende Zitat ---
Gibt es die Liste irgendwo, auf die du dich hier beziehst?
Ansonsten:
Kritik darf denke ich auch durchaus hart sein.
Sie sollte allerdings die Zeilsetzung des Autors und nicht die Wünsche des Rezensenten als Fokus haben.
Die Ablehnung sollte aus dieser Zielsetzung heraus begründet sein.
Und sie sollte so konkret sein, daß der Autor, wenn er die Meinung des Rezensenten teilen sollte, eine Idee hat, wo er da mit Korrekturen ansetzen sollte: "Alles Scheiße" oder "Zu Kompliziert" reicht nicht, oder etwas an konkreter Aussage bieten, wo der Autor dann gegenargumentieren kann, um seine Position zu verdeutlichen.
Skyrock:
Hassklicks gehen gut, und Princess Bride ist ein grottenschlechter Film den nur sehr dumme und geschmacksverirrte Menschen mögen.
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