Medien & Phantastik > Sehen, Lesen, Hören
Beobachtung in Blogs, Rezensionen usw.: Warum geht es nicht ohne Abwertung?
gilborn:
--- Zitat von: Mr. Ohnesorge am 27.03.2026 | 21:48 ---Wann ist „früher“? Denn BILD hat schon immer eine klare Haltung gehabt, um mal ein prominentes Nachkriegsbeispiel zu nennen.
Oder anders gefragt: welche Medien waren früher neutral?
--- Ende Zitat ---
Ich werds hier nicht weiter ausführen da es dann sehr politisch wird und auch so schon Off Topic ist.
PM konnte ich nicht verschicken...
Weltengeist:
--- Zitat von: Kurna am 27.03.2026 | 21:35 ---Nicht zu vergessen die ganzen Argumente, auf die beides zutrifft, 1. und 2. ;)
--- Ende Zitat ---
Das liegt nur daran, dass du die Brillianz der Argumente nicht verstanden hast. Aber das ist ja auch logisch - du bist natürlich wie alle anderen in deiner Filterblase gefangen. ~;D
Megavolt:
Ich finde, dass eine maximale Bandbreite der Positionen vertretbar sein muss. Weiterhin finde ich, dass man glasklare "Neins" aussprechen dürfen muss. Alles andere führt in den diskursiven Abgrund und in diese ganz besondere Art von Luftlage, man hat es ja in der letzten Halbdekade überall gut sehen können. Dies gilt auch für Rezensionen.
Ich persönlich kenne freilich das Leid, das man mit einem Verriss auslöst, also handhabe ich es so: Ich schreibe öffentlich nur positive Rezensionen bzw. konzentriere mich auf positive Elemente. Wenn ich im Bezug auf irgendwas nur vernichtende Kritiken übrige habe und die auch nicht für mich behalten kann (weil ich mich wirklich ärgere oder in die Pfanne gehauen fühle oder so, es kommt praktisch nie vor), dann schreibe ich die Kritik privat. Mir scheint das ein einigermaßen fairer Kompromiss zu sein.
Weiterhin: Was unserer Gesellschaft außerdem sichtlich fehlt, ist eine ausreichend ausgeprägte Lesekompetenz. Das zeigt sich bei den Rezensionen einfach sehr deutlich.
Weltengeist:
--- Zitat von: Megavolt am 28.03.2026 | 11:36 ---Weiterhin: Was unserer Gesellschaft außerdem sichtlich fehlt, ist eine ausreichend ausgeprägte Lesekompetenz. Das zeigt sich bei den Rezensionen einfach sehr deutlich.
--- Ende Zitat ---
Meinst du, dass sie dem Rezensenten fehlt? Oder denen, die die Rezension lesen? :think:
Hotzenplot:
--- Zitat von: Weltengeist am 28.03.2026 | 12:13 ---Meinst du, dass sie dem Rezensenten fehlt? Oder denen, die die Rezension lesen? :think:
--- Ende Zitat ---
Im Zweifel beides. >;D
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Wir meckern hier ja schon auf hohem Niveau, was Rezensionen im RPG-Bereich angeht. Wenn man sich Produktrezis bei Amazon und co. anschaut - oh oh oh. "1 Stern, der Postbote war frech zu mir!"
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Ansonsten kann ich Vash ein bisschen verstehen. Manchmal bemühen sich Rezensenten sehr, ihre eigene Expertise in den Vordergrund zu stellen: "Ich bin mit dem W20 in der Faust geboren worden, kenne siebenhundertachtundröflzig Systeme ... blablabla".
Ein weiterer meiner Kritikpunkte ist die mangelnde Aufstellung und Transparenz von eigenen Bewertungssystemen bzw. der eigenen Matrix. Je proffessioneller eine Rezension sein möchte, desto mehr erwarte ich das. Wenn ich jetzt einfach so aus Jux und Dollerei die persönliche und emotionale Erfahrung mit einem Film beschreibe, darf das ja ruhig nach Bauchgefühl gehen. Aber wenn es um längere Texte geht und ich eine ernsthafte Rezension schreibe, dann muss ich auch mit einer vernünftigen Matrix um die Ecke kommen, die den Lesern transparent gemacht wird. Das ist dann eben weder einfach, noch schnell gemacht (als Positivbeispiel fällt mir gerade @Engor ein, aber da gibt es sicher noch andere).
Und bitte, liebe Rezensenten, geht mir nicht mit diesem "ich bin der geilste Grognard ever" auf den Sack.
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