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Nichtfunktionierender Sozialismus

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AlucartDante:
Ich könnte mir neue stalinistische Säuberungen vorstellen und entweder spielt man
 
- Paranoia: Das System ist völlig verrückt, nichts ergibt Sinn und alle sind ständig damit beschäftigt, nicht als Verräter liquidiert zu werden, in dem sie andere Verräter finden.

- Widerstandsgruppe im allmächtigen System: man versucht irgendwie das ganze zu stürzen

- Red Dawn: Die letzten freien Länder erleben eine Invasion der roten Flut und die Charaktere als Highschoolschüler leisten erbittert Widerstand.

Gorilla:
Das klingt nach einer sehr spaßigen Idee.
Ich könnte mir spontan gut vorstellen, dass Setting wie Paranoia zu bespielen. Das ist irgendwie am naheliegendsten.
Vielleicht auch ähnlich wie Tales from the Loop oder The Electric State, d.h. das Setting als Kulisse des Verfalls einer Gesellschaft, die ihren Höhepunkt überschritten hat und darin eine Gruppe SC, die mit den seltsamsten Ergebnissen des Größenwahns des Systems konfrontiert ist.
Das kann absurde Technologie genauso sein, wie bürokratischer Spießrutenlauf oder ein gigantischer Sicherheits-, Militär- oder Industrieapparat. Ersteres stelle ich mir persönlich am unterhaltsamsten vor, wenn die SC z.B. durch riesige Baustellenruinen wandern, auf der Suche nach einem passenden Ersatzteil, mit dem sie die illegale, weil unregistrierte Melkmaschine von Schwesterchen Anna reparieren wollen...

Arldwulf:
Im Prinzip ist das (theoretisch) reizvolle am Sozialismus Effektivität. Klingt lustig, denn natürlich waren die realen Gesellschaften alles andere als Effektiv.

Aber der Grundgedanke hinter der Staatsform basiert darauf, dass die Gemeinschaft genau das produziert was gebraucht wird und dabei auch nichts überschüssiges oder überflüssiges macht.

Quasi als Gedankenspiel: "Wenn hundert Kunden fünfhundert Brötchen brauchen ist es effektiver 10 gemeinschaftlich organisierte Bäcker je 50 Brötchen backen zu lassen als die zehn Bäcker in Konkurrenz zu einander je hundert Brötchen backen zu lassen und die Hälfte weg zu werfen."

In dem Szenario oben, eines siegreichen aber holprigen Sozialismus könnten solche Gedankenspiele wichtig werden, und sei es nur als Rechtfertigung weshalb man an dieser Staatsform festhält. Für das Szenario würde ich mir also überlegen: was braucht der Staat um zu wissen ob nun 500 oder tausend Brötchen gebraucht werden?

Und die Brötchen gegen etwas interessantes, oder skurriles tauschen. Beispielsweise:

Die staatliche Plangesellschaft soll feststellen wie viele Brautschmucke und Hochzeitskleider es im Folgejahr braucht, drum muss ermittelt werden wer demnächst heiraten will. Wenn das kein Job für Jungsozialisten ist! Die forschen nun nach wer mit wem und wieso, und warum das noch nicht klappt. Notfalls wird auch nachgeholfen, wir sind hier schließlich nicht im dekadenten Kapitalismus und schmeißen einwandfreie Hochzeitskleider weg. Irgendwen findet die Gruppe schon der nur noch nichts von seinem Glück weiß, wir haben hier schließlich ein Plansoll!

tartex:
Night Witches kriegt irgendwie gut den Spagat zwischen äußerem Feind, der eint, und stalinistischem System als Gefahr von der eigenen Seite hin.

DonJohnny:
Ui. Das steht sogar bei mir im Schrank.

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