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Drache vs Stadt

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Feuersänger:
Ooooh was bin ich vor ~12 Jahren hier schwach für angemacht worden, als ich postuliert habe dass in 5E ein Drache gegen ein Dorf - geschweige denn eine Stadt - keine Chance hätte. Immerhin scheint sich da inzwischen so langsam die Einsicht durchgesetzt zu haben, dass ein Drache da nur ein fliegendes Nadelkissen wäre, wie ich mit leiser (okay nicht ganz so leiser) Genugtuung lese.

Da braucht man nichtmal Zauberer oder sonstwas. Stellst du auf die Dächer jeweils Bogenschützen, so viele wie man halt aufbringen kann. Davon werden viele der Furchtaura anheim fallen und dann 1 sagenhafte Minute lang mit Nachteil schießen. Einige werden aber auch ihren Save schaffen. Sicherlich wird der Drache auch im Schnitt alle 3 Runden ein paar Verteidiger mit seinem Odem abräumen. Lass ihn Resistenz gegen normale Waffen haben, scheißegal - hält er halt 200 Pfeile aus statt 100.
Es könnten vielleicht ein paar Häuser Feuer fangen (wenn es denn ein Roter Drache ist), aber in einer Welt mit bösartigen Drachen werden vermutlich die Feuerschutzbestimmungen eher noch strenger sein als in der realen Welt, und da waren sie schon streng. Kurz, die Dächer werden eher mit Schiefer als mit Stroh gedeckt sein.

Maarzan:
Nehmen wir eine Stadt von 52 Hektar  dann haben wir eine Seitenlänge bei Quadrat von grob 720m oder ungefähr 4 Schußweiten. Dann brauchst du 12 solcher Bogenschützengruppen um alle Außenfelder abdecken zu können. Und die mußt du innerhalb der Vorwarnzeit schussbereit haben.

nobody@home:
Ich denke, wenn ich einen Drachen haben will, der im Alleingang ungestraft wenigstens ein größeres Dorf in Schutt und Asche legen können soll, dann brauche ich zuallererst mal überhaupt ein größeres Format als nur den gängigen Siegfried-und-Heiliger-Georg-Verschnitt -- die machen das nämlich ihrerseits auch nicht. (Der Drache aus der Beowulferzählung mag dem allerdings schon näher kommen.) Mit anderen Worten, das "Ein Drache gegen eine Stadt"-Szenario braucht von vornherein einen Drachen mit mehr Oomph, als das Standardfolklore-und-fantasyexemplar normalerweise ins Spiel bringen kann.

Und im Fall von D&D, relativ unabhängig von "fünfte Edition oder nicht", kommt dann erschwerend noch hinzu, daß die typische Spielwelt ein so hohes Magieniveau aufweist, daß die rein körperlichen Attribute eines insbesondere Einzelgegners bald einigermaßen verblassen -- schlimmstenfalls mit ein, zwei Tagen Zeit zur Vorbereitung können ein, zwei Brabbler der richtigen Sorte und Stufe(n) viel davon durch geeignete Gegenmaßnahmen neutralisieren, während der Gegner ohne eigene Magie seine Taktik längst nicht so flexibel wiederum an diese anpassen kann.

Namo:
Die armen Drachen denken sich auch: Als Magic Resistance noch richtig was konnte! Wie schön war das noch in AD&D  ~;D

Denke auch, dass es wenn schon einen besonderen Drachen benötigen würde. Mit vielen schönen Sonderfähigkeiten. Aber ob es so ein Drache war, der Tudor bei seiner Fragestellung vorschwebte?

Luxferre:
Ein Drache in D&D ist NICHT mit einem Drachen aus Film, Literatur oder der eigenen, plausiblen Gedankenwelt zu vergleichen.
Wie Feuersänger schon schreibt und in jener längst vergangenen Zeit schrieb, sind drachen in D&D ein schreckliches Monster. Aber nicht mehr gefährlich für eine handvoll gut ausgebildeter Wachen mit Fighter-Leveln oder gar midlevel Mages und Clerics. Letztere wurden ja aus Feuersänders betrachtung gnädigerweise rausgelassen. Die Clerics heilen die verletzten Schützen, damit diese schnell weiterfeuern können. Die Mages kontrollieren das Schlachtfeld und feuern allerlei elementare Schäden hinterher. Reichweite und Fliegen würden in einem bodenständigen lowmagic/lowfantasy Rollenspiel (HârnMaster anyone) einen ganz anderen Schrecken verbreiten und Vorteil genießen. Dicke Schuppen ebenfalls.
In D&D, insbesondere in späteren Editionen, sind Drachen leider nur noch (coole!) Fleischsäcke mit einer Aura längst vergangener Zeiten.

PS die Verweise auf andere Welten/Systeme erlaube ich mir, um die Verhältnismäßigkeit klarer auszudrücken.

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