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Drache vs Stadt

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Maarzan:
Eigentlich müßte die Stadt so viele Schützen oder andere Schadensausteiler immer bereit haben, dass der Drache während eines Angriffszugs runter geholt werden kann. Ansonsten nimmt er dann x % seiner HP Schaden, tötet y% der Schützen (Erweckung ist halt doch merklich teurer als HP-Heilen), heilt das dann in Zeitraum x aus und wiederholt das so oft wie nötig.  Im Zweifel kann er sogar belagern und de Nahrungsszufuhr lahm legen. Er hat ja Zeit.

Feuersänger:
Zum Einen haben wir hier eine ziemliche Unschärfe bei den Startbedingungen: was ist ein "kleines Dorf"? 10 Häuser? Klar, macht der Drache platt, keine Frage. 500 Einwohner? Ganz anderer Schnack. Und andererseits, reden wir jetzt von einem Adult oder einem Ancient Dragon oder irgendwas dazwischen? Adult sehr schnell chancenlos, Ancient sollte mE eher mit Städten verglichen werden (d.h. mehrere hundert Verteidiger).


--- Zitat von: Maarzan am  9.04.2026 | 11:36 ---Eigentlich müßte die Stadt so viele Schützen oder andere Schadensausteiler immer bereit haben, dass der Drache während eines Angriffszugs runter geholt werden kann. Ansonsten nimmt er dann x % seiner HP Schaden, tötet y% der Schützen (Erweckung ist halt doch merklich teurer als HP-Heilen), heilt das dann in Zeitraum x aus und wiederholt das so oft wie nötig.  Im Zweifel kann er sogar belagern und de Nahrungsszufuhr lahm legen. Er hat ja Zeit.

--- Ende Zitat ---

Wenn er versucht das als Strafing Run zu machen, hält er sich ja wesentlich länger als 1 Runde im Schussbereich der Verteidiger auf. Die haben wie gesagt 600 Fuß Reichweite und der Drache hat mit Dash 160ft Bewegungsweite. Für jeden Run ist er also 4 Runden im Anflug, 1 Runde Angriff, 4 Runden Rückzug. Je 100 Verteidiger fliegen da also schon 4-500 Pfeile in seine Richtung bevor er das erste mal schnauben kann, und danach nochmal ebensoviele abzüglich der Schützen die er abgeräumt hat.  Da ist in Summe für den ganzen Run gut und gern mit 800 Pfeilen zu rechnen. Allerdings - muss man dazu sagen - davon voraussichtlich nur etwa 20 Pfeile ohne Disad. 

Ein Ancient kann das auswettern, der wird ja nur von ca 1% der Pfeile getroffen. Bei einem Adult schaut es schon deutlich knapper aus: da komme ich stochastisch gerechnet auf 210 Schaden die er einstecken muss. Wäre mir mit einem Pool von 256HP etwas zu knapp um mich darauf zu verlassen. Könnte ja auch sein, dass dann jemand den Drachen in seine Lair verfolgt um die letzten 46HP auch noch wegzumachen. Oder der Ort hat nicht nur exakt 100 Schützen sondern 125, dann ist auch Feierabend.

nobody@home:
Ich würde auch in einer D&D-Welt nicht gleich davon ausgehen, daß jede Stadt eine spezialisierte Drachenabwehr in ständiger Alarmbereitschaft hat -- und wenn, dann bestünde die wohl auch aus mehr als nur Bogenschützen. ;) Denn es ist ja schon richtig, daß Drachen erstens zwar nicht suuuperselten sind, man sie aber doch als normaler Mensch eher nicht so oft sieht, und zweitens wissen dürften, daß so eine Stadt oder ein Dorf normalerweise nicht komplett allein für sich auf weiter Flur steht, sondern ein Angriff auf sie selbst bei "vollem Erfolg" mindestens auch ihre Nachbarn, wenn nicht gleich das ganze Reich alarmiert und damit seinerseits zu Vergeltungsmaßnahmen einlädt.

Womit ich aber schon rechnen würde, ist eine Einwohnerschaft, die jederzeit auf zumindest "Standardgegner" menschlicher und anderer Art vorbereitet ist; so besonders friedlich sind diese Settings ja auch wieder nicht. Es wird also insbesondere wohl keine weitgehend hilf- und waffenlose Zivilbevölkerung geben, die schon dem nächstbesten Goblinoiden so gar keinen Widerstand entgegensetzen kann, sondern durchaus in jedem Haushalt Waffen und Schutzausstattung im Rahmen des Möglichen für den persönlichen Notfallbedarf, mit denen die Leute erst mal selber versuchen können, Hab und Gut und Leib und Leben zu verteidigen, bis dann die siedlungsweite Koordination Zeit zum Einsetzen hat. Das gibt mir eine gewisse Grundvorstellung davon, womit es eben auch ein Drache zu tun bekäme.

Maarzan:
Ein Frontalangriff ohne weitere Unterstützung oder Magie gegen eine besetzte Stadtmauer ist da wohl nicht  drin.

Bliebe zu prüfen, ob eine Stadt so eine Schützendichte hinbekommt:
Die typische deutsche Stadt um 1100 hatte etwa 100EW pro Hektar. Ein Hektar ist auch in etwa die überstrichene Fläche eines Bogenschützen. Aber dann müßten alle Einwohner rund um die Uhr bereit stehen mit Bogen.
In einer größeren Stadt reicht es die Peripherie zu schützen, aber dann hat man das Problem, daß nicht alle Schützen gleichzeitig eingreifen können.

Tudor the Traveller:

--- Zitat von: Feuersänger am  9.04.2026 | 12:50 ---Zum Einen haben wir hier eine ziemliche Unschärfe bei den Startbedingungen: was ist ein "kleines Dorf"? 10 Häuser? Klar, macht der Drache platt, keine Frage. 500 Einwohner? Ganz anderer Schnack.
...
Je 100 Verteidiger...

--- Ende Zitat ---

Mir scheinen 100 ausgebildete Schützen schon ein kleines Heer zu sein. Für eine 500 Einwohner-Siedlung scheint mir das recht viel. Wir reden hier ja nicht über Bauern mit Mistgabeln, sondern über eine Ausbildung, die Proficiency liefert. War nicht genau das der Clou bei den historischen englischen Schützen?


--- Zitat von: nobody@home am  9.04.2026 | 13:30 ---Ich würde auch in einer D&D-Welt nicht gleich davon ausgehen, daß jede Stadt eine spezialisierte Drachenabwehr in ständiger Alarmbereitschaft hat -- und wenn, dann bestünde die wohl auch aus mehr als nur Bogenschützen. ;) Denn es ist ja schon richtig, daß Drachen erstens zwar nicht suuuperselten sind, man sie aber doch als normaler Mensch eher nicht so oft sieht, und zweitens wissen dürften, daß so eine Stadt oder ein Dorf normalerweise nicht komplett allein für sich auf weiter Flur steht, sondern ein Angriff auf sie selbst bei "vollem Erfolg" mindestens auch ihre Nachbarn, wenn nicht gleich das ganze Reich alarmiert und damit seinerseits zu Vergeltungsmaßnahmen einlädt.

Womit ich aber schon rechnen würde, ist eine Einwohnerschaft, die jederzeit auf zumindest "Standardgegner" menschlicher und anderer Art vorbereitet ist; so besonders friedlich sind diese Settings ja auch wieder nicht. Es wird also insbesondere wohl keine weitgehend hilf- und waffenlose Zivilbevölkerung geben, die schon dem nächstbesten Goblinoiden so gar keinen Widerstand entgegensetzen kann, sondern durchaus in jedem Haushalt Waffen und Schutzausstattung im Rahmen des Möglichen für den persönlichen Notfallbedarf, mit denen die Leute erst mal selber versuchen können, Hab und Gut und Leib und Leben zu verteidigen, bis dann die siedlungsweite Koordination Zeit zum Einsetzen hat. Das gibt mir eine gewisse Grundvorstellung davon, womit es eben auch ein Drache zu tun bekäme.

--- Ende Zitat ---

Ja, erscheint mir auch plausibel. Milizdienst als Bürgerpflicht oder so. Wieviel wehrhaft organisiertes "Reich" dann so ein Dorf im Rücken hat, ist ja bei D&D gerne mal vage, wenn man da an die typischen Savage Frontier Ansätze denkt. Und selbst wenn, macht sich das Reich vielleicht gar nicht erst die Mühe, oder erwartet von lokalen Ladies und Lords, dass sie sich in ihrem Beritt / Lehen selbst irgendwie darum kümmern.

Wir haben also vielleicht in Fantasy mrhr Bedarf für stehendes Verteidigungspersonal als im irdischen Vergleich. Ich frage mich aber, wie weit das volkswirtschaftlich machbar ist und ob es nicht andere Maßnahmen gibt, die einem die Sache erleichtern oder abnehmen. Da kommen vielleicht Ranger und Aufklärer als vorgelagerte Posten ins Spiel. Oder gleich Infrastrukturnaßnahmen wie spezialisierte Drachenbunker oder so.

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