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Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
Gorilla:
--- Zitat von: Gorilla am 9.04.2026 | 17:25 ---Es wird sehr wahrscheinlich nur noch schlechter, wenn man die jüngsten Untersuchungen zum Model Collapse und zu Degenerative AI anschaut (vgl. Link 1, Link 2, Link 3, Link 4 solche Artikel - vor allem Fachartikel - die die Thesen bestätigen kommen aktuell fast wöchentlich)
Hardware ist dabei kein Faktor, sondern es geht um die inhärente Systemlogik, nach der die aktuellen LLM aufgebaut sind und die dazu führen, dass sich Fehler kaskadierend aufschaukeln.
Die einzige mögliche Lösung in den jetzigen Modellen, die bisher bekannt sind (laut den Veröffentlichungen, die ich kenne) wäre, die Daten zu kuratieren, aber das ist aufgrund der großen Datenmengen schlicht unmöglich.
Also ja, die KIs werden immer mehr Ergebnisse produzieren können. Aber diese Ergebnisse werden immer schlechter, weil das Grundmodel der aktuellen KI-Modelle halt irgendwie schon von Anfang an der Enshittification-Logik der Tech-Konzerne folgt (etwas überspitzt formuliert - es gibt halt dazu auch noch diverse grundsätzliche Probleme mit dem zugrundeliegenden statistischen Modell (vgl. Wiki).
Die jüngsten Forschungsergebnisse dazu lassen wenig Raum für Optimismus, dass wir außer Unmengen an Slop viel von KI haben werden.
--- Ende Zitat ---
Ich relativiere noch einmal ein bisschen für unser Hobby, wo objektive Qualität ja quasi keine Rolle spielt.
Was AI ja sehr gut kann, ist Bullshit produzieren, der Menschen emotional aktiviert (also Slop).
Und genau das ist es ja, was unser Hobby zum Großteil ausmacht: eine Geschichte gemeinsam erleben und das miteinander und mit Hilfsmitteln (hier AI einfügen) ausgestalten sowie dabei Spaß haben. Dafür braucht es weder Shakespeare noch Goethe, weder Bela Lugosi noch Ryan Gosling, weder Picasso noch Giger.
Und dafür kann man AI wahrscheinlich sehr gut einbinden.
Einige Anwendungsbeispiele hat sma (ich glaube im anderen Thread) ja schon aufgezeigt.
Maarzan:
Meine Vermutung wäre, daß die größeren Verlage da "ausdümpeln" werden mit hochpreisigen Angeboten für alte Hasen und Liebhaber (und dann handmade auch entsprechend pflegen) und wer dann etwas anderes als D&D haben will wieder selber bauen muss oder sich durch die vielen Hobby und KI-Werke wühlen muss.
Wobei ich die Idee der "Qualitätsclubs" überlegenswert finde. Das würde dann aber vermutlich die Aufteilung des Hobbies in verschiedene, dann zunehmend mehr eigenständige und kontaktlose Teilgruppen führen, welche dann ganz gezielt ihre Wunschspiele/Stile beackern ohne wie die Verlage vorher auf größere, ggf inhomogene Kundengruppen Rücksicht nehmen zu müssen.
Haukrinn:
Die Verlage werden aber mit der Zeit das feststellen, was jetzt auch schon andere Content Creators trifft: Wer meint sein Geschäftsmodell auf KI-generierten Inhalten (oder auch der Inhaltserzeugung durch KI) basieren lassen zu müssen, setzt damit auf ein totes Pferd. Denn genau das kann jeder einzelne Rollenspieler mit nem ChatGPT-Account jetzt auch selbst.
Schleicher:
Ki ist selten (und wenn unabsichtlich) kreativ.
Kann aber Fleißarbeit abnehmen & (mit gelegentlichen Halluzinationen) schnell Wissen vermitteln.
Also:
Good with KI:
Gute menschliche Ideen (von mir aus auch mit KI brainstorming gefunden) durch KI ausformuliert und durch KI mit Details (z.B. Points of Interest in einer Stadt) versehen. Teilweise Details weggelassen und durch "Prompt" Vorlagen/ custom systemanweisungen / etc. direkt im Buch enthalten ersetzt.
Bad with KI:
KI Ideen nur kombiniert und kuratiert durch Menschen.
Good without KI:
"Qualitätsmerkmal" Human Made für (vermeintlich?) besonders innovative indie Projekte
Bad without KI:
Human Made als Ausrede für schlechtes Handwerk.
sma:
--- Zitat von: Skaeg am 9.04.2026 | 19:42 ---Vielleicht sind deine Ansprüche auch andere.
--- Ende Zitat ---
Du argumentierst am Punkt vorbei. Es ging darum, dass Megavolt behauptete, er schaffe es nur, der KI unkonkrete Standardideen "geht mit geheimen Motiven durch den Wald" abzuringen und ich zeigte, dass es konkret mit Namen und in ein adhoc Setting eingebunden geht. Was du mit "durch Hokus Pokus aufgebläht" nennst, nennen andere Fluff und das ist ja, so wie ich Megavolt verstanden habe das, was er nicht bekommen hat.
Ich finde super, dass du das Abenteuer gelesen hast (das habe ich nämlich nicht, ich wollte eigentlich nur wissen, wie lang Claudes Antwort ist – etwa 8000 Wörter) und dich damit auseinander gesetzt hast. Das genau würde man jetzt ja als Kritik zurückspiegeln und solange iterieren, bis man genug Ideen für das Abenteuer zusammen hat. Selbst wenn dabei am Schluss nicht mehr als die Namen, ein NSC und die Zufallstabelle übrig bleibt, war das doch ein Gewinn.
Aber ich habe gelernt, dass ich den zweiten Prompt nicht hätte anfügen sollen, weil ich damit vom eigentlichen Punkt abgelenkt habe. Mein Disclaimer am Anfang des Texts war offenbar immer noch missverständlich. Ein perfektes One-Shot-Ergebnis (ich meine nicht ein Abenteuer für einen Abend, sondern das die erste Ausgabe der KI perfekt ist) war doch gar nicht das Ziel.
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