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Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
Wandorra:
Ich arbeite gerade an Wandorra, einem Post-Apokalypse-P&P-Rollenspiel, und nutze KI seit etwa einem Jahr intensiv im Entwicklungsprozess – daher lese ich diesen Thread mit einigem Wiedererkennungswert.
Antariuks Unterscheidung zwischen "Storyboard" und "spielbarem Modul" trifft es ziemlich gut. Was Claude oder GPT auf Anhieb liefern, ist strukturell oft solide – Plotgerüst, NSC-Motivationen, Ortsbeschreibung – aber am Spieltisch würde es so nicht funktionieren. Die Übergänge fehlen, die Konsequenzen fehlen, und vor allem fehlt das Gespür dafür, wo Spieler tatsächlich haken oder abbiegen.
Was bei mir funktioniert: KI als Iterationspartner für Lore und Prosa, nicht als Erstautor. Ich bringe das Kanon-Wissen, die Weltenlogik, die Tonalität – und nutze KI, um Rohfassungen zu durchleuchten, Formulierungen zu schärfen oder Konsistenzlücken zu finden. Skaeg hat recht, dass ein guter Prompt ohne gutes Hintergrundmaterial trotzdem generisches Zeug produziert. Shit in, shit out gilt auch mit 8.000 Wörtern Output.
Das Ergebnis ist trotzdem ein Gewinn – nicht weil KI besser schreibt als ein Mensch, sondern weil ein Einzelautor damit eine Produktionstiefe erreichen kann, die sonst ein ganzes Redaktionsteam bräuchte.
sma:
--- Zitat von: Chaos am 11.04.2026 | 16:46 ---Wie kommst du darauf, dass die KI-Sparte genauso profitabel ist das Unternehmen insgesamt?
--- Ende Zitat ---
Das basiert auf meiner Annahme, dass es letztlich egal ist, ob sie die Rechenleistung für Fortnite oder für Minimax verkaufen.
Das braucht verschiedene Konfigurationen und es könnte sein, dass sie überdurchschnittlich viel in KI-fähige Hardware investiert haben, daher kann ich's nicht wissen, da hast du recht. Es gibt weder für meine noch deine Theorie eine Aussage. Aber wenn deine Vermutung stimmen sollte, dass sie in der KI-Sparte dieses Jahr keinen Gewinn gemacht haben, weil sie Hardware gekauft haben, wird der Gewinn nächstes Jahr kommen. Daher halte ich die Aussage, dass Amazon ein Gewinner sein wird, aufrecht.
Zudem ist diese Hardware nicht _so_ teuer. Ein NLV72 kostet ca. $3 Mio in der Anschaffung. Lass uns die Kosten verdoppeln, weil Gebäude, Installation, Betrieb da noch zukommen. Wenn sie das Gerät durchgängig zum günstigsten Tarif von 72x$10,5 pro Stunde vermieten, machen sie im ersten Jahr bereits $0,6 Mio Gewinn.
Chaos:
--- Zitat von: sma am 11.04.2026 | 17:23 ---Das basiert auf meiner Annahme, dass es letztlich egal ist, ob sie die Rechenleistung für Fortnite oder für Minimax verkaufen.
Das braucht verschiedene Konfigurationen und es könnte sein, dass sie überdurchschnittlich viel in KI-fähige Hardware investiert haben, daher kann ich's nicht wissen, da hast du recht. Es gibt weder für meine noch deine Theorie eine Aussage. Aber wenn deine Vermutung stimmen sollte, dass sie in der KI-Sparte dieses Jahr keinen Gewinn gemacht haben, weil sie Hardware gekauft haben, wird der Gewinn nächstes Jahr kommen.
--- Ende Zitat ---
Und wenn der Verlust nicht, oder nicht nur, von Hardwarekäufen herrührt?
Deine Argumentation läuft darauf hinaus, dass du annimmst, KI sei hochrentabel, deshalb Riesengewinne für KI annimmst, und diese Gewinne dann als Beweis dafür ansiehst, dass KI hochrentabel ist.
Haukrinn:
--- Zitat von: sma am 11.04.2026 | 17:23 ---Das basiert auf meiner Annahme, dass es letztlich egal ist, ob sie die Rechenleistung für Fortnite oder für Minimax verkaufen.
Das braucht verschiedene Konfigurationen und es könnte sein, dass sie überdurchschnittlich viel in KI-fähige Hardware investiert haben, daher kann ich's nicht wissen, da hast du recht. Es gibt weder für meine noch deine Theorie eine Aussage. Aber wenn deine Vermutung stimmen sollte, dass sie in der KI-Sparte dieses Jahr keinen Gewinn gemacht haben, weil sie Hardware gekauft haben, wird der Gewinn nächstes Jahr kommen. Daher halte ich die Aussage, dass Amazon ein Gewinner sein wird, aufrecht.
Zudem ist diese Hardware nicht _so_ teuer. Ein NLV72 kostet ca. $3 Mio in der Anschaffung. Lass uns die Kosten verdoppeln, weil Gebäude, Installation, Betrieb da noch zukommen. Wenn sie das Gerät durchgängig zum günstigsten Tarif von 72x$10,5 pro Stunde vermieten, machen sie im ersten Jahr bereits $0,6 Mio Gewinn.
--- Ende Zitat ---
Zunächst einmal hat Amazon einen signifikanten zweistelligen Milliardenbetrag in die Entwicklung eigener Hardware investiert, auch und gerade für den KI-Bereich. Dann kommt noch dazu, dass das Betreiben ebenfalls massiv subventioniert wird durch andere AWS-Bereiche. Natürlich zahlen die Kunden hier fett - kostendeckend ist das aber bei weitem nicht. Und steigen die Preise der Modellentwickler, dann steigt auch der Preis der Betreiber - denn an jedem Token wollen OpenAI und co natürlich trotzdem mitverdienen.
sma:
Es ist müßig, gegen difuse Zweifel Argumente zu stellen. Bitte sagt entweder, wo meine Abschätzung (selbst wenn sie Anfang 2025 alles neu gekauft hätten, hätten sie mit der Hardware Ende 2025 bereits Gewinn gemacht, obwohl ich sehr großzügig den Anschaffungspreis verdoppelt habe) nicht passt oder macht eine Gegenrechnung auf.
Letztlich ist das aber für dieses Thema hier auch nicht weiter relevant, ob ihr überzeugt seit, dass Cloud-Computing vom KI-Boom profitiert.
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