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Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
Maarzan:
--- Zitat von: sma am 9.04.2026 | 14:41 ---...
Und ja, es wird auch den Versuch geben, ohne Mühe an das Geld anderer zu kommen (also den gefürchteten AI-Slop). Dem gegenüber wird es (gegen Geld) kuratierte geschlossene Hubs geben, die sich den Ruf erwerben, hochqualitativen Content anzubieten. Das werden die neuen Verlage werden.
--- Ende Zitat ---
Qualitätsclubs quasi? Interessanter Gedanke.
sma:
--- Zitat von: Maarzan am 9.04.2026 | 14:48 ---Qualitätsclubs quasi? Interessanter Gedanke.
--- Ende Zitat ---
Ja. Haben wir jetzt doch auch schon.
Leute kaufen etwas, weil es von Free League ist.
Oder weil Ben "Questing Beast" Milton es empfohlen hat.
unicum:
Schwierig.
Ich habe einerseitz einige Hoffnungen das es im ComputerRPG Markt einige coole Dinge geben kann auf der anderen Seite sehe ich aber auch das gute Sachen in einem Meer aus KI Müll untergehen werden.
Einen Online KI-SL? Zukunftsmusik, aber ein Solo Abenteuer könnte ich mir durchaus vorstellen (funktioniert ja zum teil schon). Problematrisch ist eben zur Zeit das Gedächnis solcher KI Systeme, das muss schon ziemlich groß sein um etwas passables abbilden zu können.
Das erscheinen von neuen Regelwerken durch KI oder mit starker KI unterstützung?
Etwas neues und innovatives würde ich da nicht erwarten. Wenn ich mir schon das Midgard 6 anschaue wo ich alle ritt lang mir auffällt "kenne ich von dem System, das von einem anderen,..." will sagen: etwas wirklich neues inovatives ist mir bei den Regeln nicht aufgefallen - und da ist imho keine KI dahinter. Wenn also kreative Köpfe es schon schwer haben kreativ zu sein weil es da draussen eben schon so viele Varianten an Regeln für Rollenspiele gibt, wie soll man dann von KI - die ja auch nur vorhandene dinge "neu" zusammenfügt und damit höchstens Kreativität simulieren kann - wirklich etwas innovatives kommen?
Ja ich denke es wird immer noch etwas neues und kreatives kommen an Regelwerken, aber es wird eben schon schwerer.
Gorilla:
Ich packe meinen Post aus dem anderen Faden noch mal hier rein, weil er hier wohl besser aufgehoben ist:
Ich sehe den mindestens mittelfristig nachteiligen Effekt durch Einsatz von KI für konkret unseren Bereich darin, dass zu befürchten steht, dass
a) die Professionalisierung unseres Hobby als Wirtschaftsbereich (und damit die Qualität) eher auf der Strecke bleibt (vgl. Enshittification)
b) durch die in nächster Zukunft zu erwartenden Kosten für KI-Nutzung (die Start-Up Zeiten der KI Giganten nähern sich dem Ende und es will Geld eingenommen werden, um Serverfarmen zu bezahlen - vergesst nicht, dass wir in der Phase sind, wo die zukünftige Nachfrage gerade durch Anfütterangebote generiert wird) eine weitere Konzentration der Marktmacht einzelner Verlage stattfindet
c) die kommerziellen Interessen und Konzentration der Marktmacht in der Folge zu weiteren Markteintrittshürden für potenzielle neue Marktteilnehmende führt und wir viele tolle Produkte dann gar nicht mehr sehen werden
Natürlich kann sich KI auch als Segensbringer beweisen, wenn plötzlich alle Kreativen fleißig beim Veröffentlichen unterstützt werden. (Das was @sma als positiven Ausblick angeboten hat)
Aber das sehe ich aufgrund der aktuellen Entwicklungen rund um das Thema KI, Medien- und Verlagswesen sowie auch Konsumverhalten leider als eher unwahrscheinlich an.
Eismann:
Ich würde erwarten, dass KI überall dort eingesetzt wird, wo es damit billiger wird und man es der Kundschaft unbemerkt unterschieben kann. Ob das zu einem Qualitätsverlust führt, ist da zweitrangig. Die Frage ist, ob die Kundschaft den Qualitätsverlust hinnimmt. Und da ist durchaus Spielraum.
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