Hallo liebe Leute,
kennt ihr das: Ihr habt irgendwann Nachts eine Idee und wollt sie dann unbedingt umsetzen, obwohl ihr das Ergebnis im Moment eigentlich gar nicht braucht?
Ich kenne das leider nur zu gut und heute war es mal wieder so weit.
Meine Gruppe ist gerade seit ca einem Jahr in einer DnD Kampagne involviert, die wohl auch noch mindestens ein Jahr gehen wird, je nach Terminlage aller Mitspieler. Trotzdem hatte ich heute Nacht für die Zeit nach der Kampagne eine Idee, die ich auf jeden Fall umsetzen möchte. Ich würde danach gerne eine (etwas kürzere) Kampagne Tales from the Loop für die Gruppe leiten. Und zwar nicht in einem der schon gegebenen Settings, sondern hier bei uns am Niederrhein.
Alle Mitspieler sind im Umkreis unserer jetzigen Wohnorte geboren und aufgewachsen und nach dem Studium wieder hierhin gezogen. Wir haben auch in etwa das Alter (etwas jünger) als die SC-Kinder im Rollenspiel bei einer Kampagne gegen Ende der 80er.
Bei uns in der kleinen Stadt Kalkar wurde 1985 das Kernkraftwerk "schneller Brüter" fertiggestellt, aber nie in Betrieb genommen. Seit 1995 befindet sich nun auf dem Gelände ein Freizeitpark. Was liegt also näher dort einen Loop in der alternativen Vergangenheit anzusiedeln.
Vorgedanken:Das Prägende an unserer Region ist die Grenznähe zu den Niederlanden. Bis ich nach Dortmund studieren gegangen bin war mir gar nicht richtig bewusst wie prägend das ist. im Ruhrgebiet weit weg von der Grenze musste ich dann bei Kommilitonen feststellen, dass es überhaupt nicht selbstverständlich ist, dass man Niederländisch eigentlich ziemlich gut versteht, wenn nicht allzu schnell gesprochen wird.
In meiner alternativen Vergangenheit ist der Loop also als ein Gemeinschaftsprojekt von Deutschland und den Niederlanden entstanden. Wie im offiziellen Deutschland Setting, in dem der Loop im Taunus angesiedelt ist, haben die USA bedenken solch eine potentiell gefährliche Technologie in Deutschland unter staatlicher Kontrolle anzusiedeln. Die Bedenken konnten dann dadurch zerstreut werden, dass die Niederlande federführend das Heft in die Hand genommen haben. Als perfekter Standort wurde das Rheinufer bei Kalkar gefunden und der praktische Teil des Loops gebaut. Um die Partnerschaft zu unterstreichen und die USA zu beruhigen wurde die Verwaltung einige Kilometer Stromabwärts im ersten am Rhein liegenden Dorf auf Niederländischem Boden angesiedelt, in Millingen aan de Rijn. Die Ortsauswahl des Forschungszentrums wurde auch dadurch vorrangetrieben, da die USA durch den nur 10km Luftlinie entfernten NATO Stützpunkt "Paulsberg" beim Dorf Uedem eine Hand auf dem Projekt haben.
Bei der Festlegung des Kartenausschnittes, den ich für das Setting gewählt habe bin ich danach gegangen, dass alle Ortschaften in denen die Spieler und ich aufgewachsen sind, die von der Entfernung sinnvoll integriert werden konnten, inbegriffen sind.
Name und Logo für den Loop KonzernAls Gemeinschaftsprojekt zwischen Deutschland und den Niederlanden sollte der Name in beiden Sprachen irgendwie Sinn machen, bzw. sich nicht komplett fremd anhören. Außerdem wollte ich eine Verbindung zu den Original Settings behalten.
Nach einigem hin und her habe ich mich dann für "Rheinkroon" entschieden. Damit bleibt die deutsche Bezeichnung für den Fluss und das niederländische Wort für Krone.
Das Logo habe ich dann daraus abgeleitet. Die Niederländische Königskrone passt natürlich einerseits zum Namen, aber ist auch eine Beschwichtigung für die Amerikaner, indem es der niederländischen Regierung formell eine wichtigere Rolle gibt als der deutschen, auch wenn es praktisch eine gleichberechtigte Partnerschaft ist. Die Wellen für den Rhein im unteren Bereich und die doppelten Kreise, die in den Rhein münden als Zeichen für den Loop, der ja immer aus einem primären und einem sekundären Beschleuniger besteht. Bei der Schrift und der Gesamtgestaltung habe ich etwas gesucht, was stilistisch auch in den 80ern vorstellbar ist. Da ich erst 1986 geboren wurde ist das natürlich schwer aus den eigenen Erfahrungen zu schöpfen. Ich hoffe, dass es auch für Menschen, die die 80er mehr erlebt haben stimmig ist.
AusblickWie bei allen meinen Projekten wird das hier mal schneller mal nur sehr stiefmütterlich behandelt werden. Der Plan ist erst einmal eine Karte zu erstellen, die in einem ähnlichen Stil gestaltet ist wie die aus den offiziellen Settings. Ich bin mit Adobe Illustrator zwar geübt, aber im Gegensatz zu Photoshop weit davon entfernt das Programm professionell zu bedienen. Mal sehen welche Überraschungen dieses Projekt also noch für mich bereit hält. Die Karte möchte ich dann in 50x70cm für die mögliche künftige Kampagne drucken lassen.
Ich werde das Setting natürlich für mich mit Leben füllen und die NPCs, die in den offiziellen Settings vorkommen (Leiter des Loops, Schulleitung usw.) festlegen und beschreiben. Außerdem wichtige Orte im Mysteriengebiet.
Wenn ich Zeit und Lust habe werde ich das alles so ausformulieren, dass auch andere das Setting nutzen können. Da ich in solchen Fällen ein kleiner Perfektionist bin, würde ich es dann aber auch so layouten wollen, dass es nach einer offiziellen Veröffentlichung aussieht. Das Layout selber macht mir dabei keine Probleme, allerdings wird es bei den Illustrationen schwer. Ich habe zwar Kunst studiert, aber bin im Bereich Fotografie hängen geblieben und in der Malerei und Zeichnung (analog sowie digital) sind bei mir nur sehr rudimentäre Fähigkeiten vorhanden.