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[3412 Abenteuer] Systemvorstellung & Linksammlung
Fizz:
Ich glaube hier sind die Namen ein wenig durcheinander gekommen. Ersetze Nathan gegen Simon und schon passt es, es ist derselbe Wurf nur anders interpretiert:
--- Zitat ---Er würfelt 5, 5 und 8. Eine 5 ist der andersfarbige Würfel, diese 5 zusammen mit der 8 (das höhere Ergebnis der beiden gleichfarbigen Würfel) bilden bei kleinem Vorteil das Probenergebnis.
--- Ende Zitat ---
Das ist die Offensive Lesweise, und
--- Zitat ---Nathan / Simon hat für seinen Angriff kleinen Nachteil und wählt vom vorigen Wurf den neutralen Würfel (5) und den kleineren der beiden Standardwürfel: Ebenfalls 5.
--- Ende Zitat ---
das ist die Defensive Leseweise
gilborn:
Vorneweg: Fizz du hast den Nagel auf dem Kopf getroffen.
Vielen Dank fürs Richtigstellen :d
Gehen wir es durch:
--- Zitat von: Zed am 11.05.2026 | 15:52 ---Erste Erkenntnis: Der komplexere 3412-Würfel-Mechansimus kommt also nur in Kampfsituationen zum Tragen. Die allermeisten Fertigkeiten sind einfach 2W8+Fertigkeit gegen Schwierigkeitsgrad 9 (normal) oder 11 (schwierig). Simpel und flott, wie das Beispiel zeigt.
--- Ende Zitat ---
Kleine Korrektur:
Bei Standardproben ist die Standardschwierigkeit 11. In +/-3er Schritten wird es angepasst.
Daraus folgt für mögliche Schwierigkeitsgrade:
* 8 ist leicht
* 11 ist Standard
* 14 ist Schwer
* 17 ist Sehr SchwerDas sind die Schwierigkeitsgrade die mit jedem Möglichen Fertigkeitswert keine Automatischen Erfolge oder Misserfolge produzieren.
Es gibt aber auch vergleichende Proben wenn zwei Charaktere in Wettstreit geraten, hier kommt die "9" ins Spiel:
Wenn ein SC mit einem NPC in Wettstreit gerät, würfeln nicht beide, sondern nur der SC.
Für den NPC wird für das Würfelergebnis 9 angenommen (Mittelwert von 2W8) und darauf dessen Fertigkeit addiert.
Das ist dann der Wert, den der Spieler übertreffen muss. Mechanisch gesehen ist es nichts anderes als ein Schwierigkeitsgrad bei der normalen Probe.
--- Zitat von: Zed am 11.05.2026 | 15:52 ---Sorry, dass ich ab hier auf dem Schlauch stehe: Steht der erste Würfelwurf nicht sowohl für Simons Ausweichen als auch für seinen folgenden Angriff?
--- Ende Zitat ---
Ja, stimmt genau (Es wird nur leider nicht ersichtlich weil ich plötzlich Nathan anstatt Simon geschrieben habe.)
Der Vollständigkeithalber gehe ich es weiter durch:
Simon würfelt wie folgt:
* Erster Standardwürfel: 8
* Zweiter Standardwürfel: 5
* Andersfarbiger Würfel: 5
Er hat Defensiv gewählt, d.h. er erhält:
* kleinen Vorteil auf die Verteidigung
* kleinen Nachteil auf den Angriff.
Großer Vorteil nimmt den andersfarbigen Würfel und den größeren der Standardwürfel.
Womit sich ein Würfelergebnis von 5 und 8 ergibt.
--- Zitat von: gilborn am 11.05.2026 | 09:56 ---Simon würfelt eine 3412 Probe, also 3W8, einer davon andersfarbig, und wertet den Verteidigungsteil mit kleinem Vorteil aus, da er defensiv gewählt hat: Er würfelt 5, 5 und 8. Eine 5 ist der andersfarbige Würfel, diese 5 zusammen mit der 8 (das höhere Ergebnis der beiden gleichfarbigen Würfel) bilden bei kleinem Vorteil das Probenergebnis. Auch er hat einen Wundmodifikator von -3.
Er schafft es geradeso.
--- Ende Zitat ---
Die Rechnungen zu Nathan und Simon hast du absolut korrekt nachvollzogen.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Allerdings war ich hier nachlässig: Simon hat noch einen Verteidigungswert, den er hätte hinzuaddieren können.
Angenommen dieser wäre 3, wäre er nicht auf 10, sondern auf 13 gekommen.
Kleiner Vorteil nimmt den andersfarbigen Würfel und den kleineren der Standardwürfel.
Damit ergiben sich, aus dem gleichen Wurf wie oben, 5 (andersfarbiger Würfel) und 5 (kleinerer der Standardwürfel). Man kann an dieser Stelle schon sagen, dass das Ergebnis kritisch ist da es sich um ein Pasch handelt. Man muss nur noch herausfinden ob es ein kritischer Erfolg oder kritischer Fehlschlag ist.
@Fizz: Hier kommt dein Einwand, absolut richtig: Aus Simon wurde Nathan...
Hier der korrigierte Auszug (geändertes in fett):
--- Zitat von: gilborn am 11.05.2026 | 09:56 ---Simon hat für seinen Angriff kleinen Nachteill und wählt vom vorigen Wurf den neutralen Würfel (5) und den kleineren der beiden Standardwürfel: Ebenfalls 5. Mit seinem Nahkampfwert von 4 minus 3 Wundabzug kommt er auf 5+5+4-3 = 11. Da die gewerteten Würfel beide 5en zeigen, hat er ein Pasch:
Simon: "Kritischer Erfolg"
--- Ende Zitat ---
Ich korrigiere es gleich im anderen Faden (auch den fehlenden Fertigkeitswert weiter oben)
Grundsätzlich jetzt verständlich?
EDIT:
Nachtrag:
--- Zitat von: Zed am 11.05.2026 | 15:52 ---Erste Erkenntnis: Der komplexere 3412-Würfel-Mechansimus kommt also nur in Kampfsituationen zum Tragen.
--- Ende Zitat ---
Momentan ja, später soll es noch andere Anwendungsgebiete geben: Magie, vermultich auch Verfolgungsjagden.
Das würde den Eintrag im "Zeig mir dein System" Faden natürlich stark verändern...
Zed:
Der Knoten in meinem Kopf ist etwas kleiner geworden, danke Euch beiden! ;D
Also: Würfelt Simon defensiv, so werden von den drei geworfenen Würfeln
• der Andersfarbige und der höhere der anderen Beiden addiert, um herauszufinden, ob Simon erfolgreich ausweicht, bzw pariert
• der Andersfarbige und der niedrigere der anderen Beiden addiert, um herauszufinden, ob Simon in derselben Runde den NSC trifft
(Pasch usw mal beiseite gelassen.)
Ich denke, dann hatte mich nur noch ein Wort, das Verb "wählt", irritiert:
--- Zitat ---Simon hat für seinen Angriff kleinen Nachteill und wählt vom vorigen Wurf den neutralen Würfel (5) und den kleineren der beiden Standardwürfel:
--- Ende Zitat ---
Simon "wählt" doch nicht, welche Würfel er addiert, er m u s s den niedrigeren der anderen beiden Würfel für seinen Angriffswert addieren, richtig?
Gäbe es noch zusätzliche kleine Vor- und Nachteile als dass man bei "defensiv" mit halben Vorteil verteidigt und mit halben Nachteil angreift? Was wären die großen Vor- und Nachteile, wenn man "sehr defensiv" wählen würde?
Ich finde den 3412-Mechanismus insgesamt elegant und zeitsparend!
gilborn:
Alles richtig :d
--- Zitat von: Zed am 12.05.2026 | 17:10 ---Ich denke, dann hatte mich nur noch ein Wort, das Verb "wählt", irritiert:
Simon "wählt" doch nicht, welche Würfel er addiert, er m u s s den niedrigeren der anderen beiden Würfel für seinen Angriffswert addieren, richtig?
--- Ende Zitat ---
Richtig, danke für den Hinweis - habe es im anderen Faden korrigiert :d
--- Zitat von: Zed am 12.05.2026 | 17:10 ---Gäbe es noch zusätzliche kleine Vor- und Nachteile als dass man bei "defensiv" mit halben Vorteil verteidigt und mit halben Nachteil angreift? Was wären die großen Vor- und Nachteile, wenn man "sehr defensiv" wählen würde?
--- Ende Zitat ---
Bei großem Vor- und Nachteil verliert der andersfarbige Würfel seine Bedeutung, man nimmt einfach von allen 3 Würfeln die beiden höchsten bzw. die beiden kleinsten.
Das würde bei sehr defensiv bedeuten:
• Der Höchste und der mittlere der 3 Würfel werden addiert, um herauszufinden, ob Simon erfolgreich ausweicht, bzw pariert
• Der Niedrigste und der mittlere der 3 Würfel werden addiert, um herauszufinden, ob Simon in derselben Runde den NSC trifft
Bei manchen Würfelergebnissen macht es keinen Unterschied ob großer oder kleiner Vor- oder Nachteil vorliegt (Im Beispiel mit Simon z.B. hätte es keinen Unterschied gemacht), bei manchen aber schon (Wenn z.B. der Andersfarbige Würfel die 8 gewesen wäre und die Standardwürfel die 5 gezeigt hätten).
Die Unterschiede sind:
- Bei großem Vorteil ist das Ergebnis im Mittel +2. Die Chance auf ein kritisches hohes Ergebnis ist höher als bei kleinem Vorteil.
- Bei kleinem Vorteil ist das Ergebnis im Mittel +1.
Für Fortgeschrittene ( ;)):
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Wenn man etwas tiefer durchgestiegen ist, zeigt sich auch, dass man bei großem Vor- oder Nachteil mehr "Ergebnisssicherheit" hat.
Grund dafür ist, dass bei kleinem Vor- oder Nachteil der andersfarbige Würfel bei beiden Auswertungen (Angriff und Verteidigung) zum Tragen kommt, bei großem Vor- oder Nachteil ist es immer das mittlere Ergebnis.
--- Zitat von: Zed am 12.05.2026 | 17:10 ---Ich finde den 3412-Mechanismus insgesamt elegant und zeitsparend!
--- Ende Zitat ---
Das freut mich sehr!
gilborn:
Von Zeit zu Zeit will ich hier ein paar Gedanken zum Regelsystem einstellen, die im Regelwerk (vermutlich) keinen Platz finden werden.
"Designers Notes", weshalb ich was wie gemacht habe.
Es folgt der erste Eintrag:
Entwicklertagebuch 1: Warum zwei achtseitige Würfel im Probensystem?
Dass es zwei Würfel werden würden, war relativ früh gesetzt. Ich wollte keine Lineare Verteilung (da dort Fertigkeiten einen zu geringen Einfluss haben), gleichzeitig auch minimale Additionen (Deshalb nicht 3 Würfel).
Die Pyramidenverteilung erfüllt den Zweck, dass Fertikeiten eine höhere Bedeutung haben. Außerdem hatten 2 Würfel noch einen angenehmen Nebeneffekt:
Ich wollte, dass es kritische Erfolge und Misserfolge gibt, diese aber keine feste Wahrscheinlichkeiten haben (Wie 5% bei einer 1 oder 20 auf dem linearen W20).
Nein, ich wollte, dass ein hoher Fertigkeitswert, wahrscheinlicher kritische Erfolge generiert, als ein niedriger Fertigkeitswert.
Und da waren 2 Würfel passend:
Ich konnte es so machen, dass es ein kritisches Ergebnis gibt, sobald ein Pasch vorliegt.
Das hieß, je höher der Fertigkeitswert, desto mehr der möglichen Pasche führen zu einer erfolgreichen Probe und somit zu einem Crit.
Und umgekehrt desto weniger zu einem Patzer.
Das war das Verhalten das ich wollte.
Die Frage war nur noch, welchen Würfeltyp ich verwenden sollte.
Zwei verschiedene Würfel verbaten sich, obwohl mir die Verteilung "Pyramide mit Plateau" grundsätzlich gefällt, aber dann wären Paschs mit den höheren Würfelergebnissen nicht mehr möglich gewesen. Es mussten also 2 gleiche Würfel sein.
Zunächst schwebte mir der W12 vor, ein perfekter Würfel wie der W6, der W20 oder der W30, und dafür unterschätzt (Das war noch vor Daggerheart). Aber es gab einen Wehrmutstropfen.
Ich wollte nicht zwei potentiell zweistellige Würfelergebnisse plus einem Modifikator (der dann auch größer ausfallen musste) als Standardrechnung.
Eine unkomplizierte, schnelle Rechnung war das Ziel.
Der W10 schien grundsätzlich sehr geeignet:
Die Paschwahrscheinlichkeit liegt bei 10%, das ist genau die gleiche Wahrscheinlichkeit auf ein kritisches Ergebnis, wie es DnD hat (5% für einen Patzer, 5% für einen kritischen Erfolg).
Er hat nur einen entscheidenden Nachteil (und ich hoffe Flaschengeist liest das nicht ;)): Er gefällt mir optisch nicht, weil er mich mehr an einen Kreisel erinnert als an einem Würfel - fiel also aus wegen persönlichem Geschmack.
Der W6 ging ebenfalls nicht, ich kannte ihn zwar aus Traveller mit einem sehr ähnlichen Probesystem, aber der Range war mir zu niedrig (ich wollte keine Automatischen Erfolge und Misserfolge) und die Paschhäufigkeit war zu hoch.
Es blieb der W8. Die Crit / Patzerwahrscheinlichkeit ist damit etwas höher als bei DnD, was ich charmant fand und der Range war nicht zu klein, aber auch nicht zu groß.
Optisch kann er zwar nicht mit den perfekten Würfeln mithalten, aber er ist doch deutlich ein Würfel. Und es gibt kaum Systeme, die ausschließelich W8 verwenden.
Und so war das 2W8 Grundgerüst geboren.
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