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Taktisches Spiel für Storygamer
Wonko:
Titel ist Arbeitstitel
Ich habe folgendes Problem: Ich mag taktisches Spiel. Damit meine ich grundsätzlich das Nutzen von Charakteroptionen, Battelmaps, Gelände, Positionierung, Schlachtfeldkontrolle, verschiedene Ressourcen und Spielwerte manipulieren, all that jazz ... Ähnliche Dinge die ich in taktischen Deckbuildern wie Magic the Gathering, Computerspielen wie X-COM oder Brettspielen wie Twilight Imperium mag. Aber ich hab auch oft ein Problem mit ewigen Kämpfen, Diskussion um irgendwelche Details und sogar mittlerweile tagelangem Studium von Büchern mit Charakteroptionen! Lenkt irgendwie zu sehr ab vom wahren Spaß..
Ich mag ... ich nenne es mal ... Story-orientiertes Spiel, auch wenn da jetzt sicher jeder was anderes darunter versteht. PbtA war eine Offenbarung, FATE habe ich zwar nie verstanden, aber viele Ideen fand ich toll. 2d20-Systeme fand ich sehr interessant. Gerade las ich Legend in the Mist und das spricht vieles in mir an. Aber dann sitze ich wieder in so einem Spiel und denke, das ist jetzt irgendwie so wischiwaschi; jetzt so ein knackiger Kampf, wo ich mit Gehirn ein Problem lösen kann, das wär's!
Kennt ihr das Gefühl? Gibt es eine Lösung? Kennt ihr Spiele, die beides bieten? Oder sind das unvereinbare Ziele und die beste Lösung ist das konsequente Systemspringen?
Ist taktisches (sollte ich "herausfordernd" sagen?) Spiel in story-orientierten Systemen möglich?
Zed:
Ich meine, ein System, das den Anspruch hat, ein Vollsystem zu sein, sollte beide Aspekte abdecken.
Meine Kampagnenrunde begann als Microlite-artiges Homebrewsystem gefolgt von RuneQuest bis wir seit Mitte der 00er Jahre bei DnD 3.5 landeten. Mit allen drei Systemen deckten wir beide Ansprüche ab. (RuneQuest war uns zu tödlich.)
Ich als SL bemühe mich um eine Mischung beider Ansprüche: Zwei Spieltage so zwei Spieltage so.
DnD und Daggerheart sollten zB beides bedienen können.
Oder habe ich Deine Frage falsch verstanden?
Maarzan:
--- Zitat von: Wonko am 6.06.2026 | 19:50 ---Titel ist Arbeitstitel
Ich habe folgendes Problem: Ich mag taktisches Spiel. Damit meine ich grundsätzlich das Nutzen von Charakteroptionen, Battelmaps, Gelände, Positionierung, Schlachtfeldkontrolle, verschiedene Ressourcen und Spielwerte manipulieren, all that jazz ... Ähnliche Dinge die ich in taktischen Deckbuildern wie Magic the Gathering, Computerspielen wie X-COM oder Brettspielen wie Twilight Imperium mag. Aber ich hab auch oft ein Problem mit ewigen Kämpfen, Diskussion um irgendwelche Details und sogar mittlerweile tagelangem Studium von Büchern mit Charakteroptionen! Lenkt irgendwie zu sehr ab vom wahren Spaß..
Ich mag ... ich nenne es mal ... Story-orientiertes Spiel, auch wenn da jetzt sicher jeder was anderes darunter versteht. PbtA war eine Offenbarung, FATE habe ich zwar nie verstanden, aber viele Ideen fand ich toll. 2d20-Systeme fand ich sehr interessant. Gerade las ich Legend in the Mist und das spricht vieles in mir an. Aber dann sitze ich wieder in so einem Spiel und denke, das ist jetzt irgendwie so wischiwaschi; jetzt so ein knackiger Kampf, wo ich mit Gehirn ein Problem lösen kann, das wär's!
Kennt ihr das Gefühl? Gibt es eine Lösung? Kennt ihr Spiele, die beides bieten? Oder sind das unvereinbare Ziele und die beste Lösung ist das konsequente Systemspringen?
Ist taktisches (sollte ich "herausfordernd" sagen?) Spiel in story-orientierten Systemen möglich?
--- Ende Zitat ---
Wäre wohl noch zu klären, was du mit "story-orientiert" meinst.
Aber damit Entscheidungen zwischen Alternativen nicht wischi-waschi bzw. letztlich nicht taktisch sondern blind geraten sind, müssen die daraus entstammenden Folgen zumindest abschätzbare Unterschiede haben - und die Basisdaten dazu muss dann halt jemand dem Spieler vorher zur Verfügung gestellt haben und dieser sich diese auch einverleibt haben meiner Sicht nach. Und damit kommst du um die Arbeit nicht drum herum, die Frage ist dann nur - wie viele Details willst du abgebildet haben, damit es ausreichende Optionen für dein taktisches Gefühl gibt, aber noch keinen Arbeitsoverload.
Diskussionen kommen denke ich von schlecht geschriebenen Regeln, unzureichender Regelkenntnis wenigstens einer Seite oder bewußtem Wortverdrehen.
Wie viele Kämpfe du hast habt ihr zu guten Teilen ja selbst in der Hand.
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--- Zitat von: Wonko am 6.06.2026 | 19:50 ---Kennt ihr das Gefühl? Gibt es eine Lösung? Kennt ihr Spiele, die beides bieten? Oder sind das unvereinbare Ziele und die beste Lösung ist das konsequente Systemspringen?
Ist taktisches (sollte ich "herausfordernd" sagen?) Spiel in story-orientierten Systemen möglich?
--- Ende Zitat ---
Ich kenne das Gefühl gut. Natürlich kann jedes eher "taktische" System das (wie Zed und Maarzan schreiben), indem man den Focus von den crunchy-Elementen wechselt auf mehr Storytelling. Das ist aber glaube ich nicht, was Du meinst.
Ich kenne von den PbtA-artigen Spielen nur Ironsworn, und da wünsche ich mir ganz entschieden mehr Crunch. (Darum kombiniere ich dessen Storytelling-Regeln mit Savage Worlds für meinen eigenen Bedarf.)
Ein Storytelling-zentriertes Spiel, das optional auch noch Taktik-Vielfalt (z.B. Charakteroptionen) anbietet, kenne ich nicht, finde den Gedanken aber sehr interessant.
nobody@home:
Klingt, als wäre das weniger ein Konflikt zwischen Story und Crunch und mehr eine Frage davon, wieweit Spielerkönnen insbesondere in die Kämpfe einfließen soll. Denn "taktisches Spiel" soll vermutlich im einen wie im anderen Fall nicht darauf hinauslaufen, daß irgendwelche Charaktere auf einen Taktikwert würfeln und das Resultat dann den Ausgang des Gefechts auf die eine oder andere Weise mitentscheidet. :)
Ich denke, das müßte auch mit relativ leichten Spielregeln prinzipiell zu machen sein, wenn es denn die richtigen für die jeweilige Gruppe sind. Ich will mich aber aktuell nicht aus dem Fenster lehnen und leichtsinnig irgendwelche "Kandidaten" nennen; dabei kommt doch wieder nur viel zu schnell ein "Nimm mein Lieblingssystem!" von wer weiß wie vielen Seiten heraus.
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