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Mythic Suns - ein Soloprojekt

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NurgleHH:
Klingt spannend, zumal FS ein Setting ohne wirkliche Regeln ist. Da hast Du wirklich ein Setting ohne Regeln mit Regeln ohne Setting (M-Space) gefunden. Freut mich.

Grashoffer:
Ich hinterlasse dann auch mal ein Abo und freue mich auf interessante Berichte.

Sard:
Mal schauen, wo das hinführt  ;D
Abo.

Weltengeist:
Blog-Eintrag 2: Umsetzung der Magie mit Mythras


--- Zitat von: Weltengeist am 17.06.2026 | 18:25 ---Und das größte Fragezeichen für mich ist hier das Magiesystem. Welche Magie ist in Fading Suns möglich, und welche Beschränkungen (Möglichkeiten und Grenzen, Dunkler Zwilling etc.) gibt es dafür? Klar kann ich dazu jetzt Claude fragen oder mich (Gott bewahre) durch die Original-FS-Regeln quälen.

--- Ende Zitat ---

Okay, ich habe jetzt doch Claude gefragt ~;D

(Darin, solche Zusammenfassungen zu erstellen, sind die Chat-KIs ja inzwischen wirklich gut...)

Meine Folgerungen:

* Für Psionik kann ich die gleichnamigen Regeln aus M-Space verwenden. Auf die Unterteilung in Schulen würde ich an der Stelle mal pfeifen. Allerdings müsste ich hier noch die Regeln zum Dunklen Zwilling dranflanschen (Stärkung bei Patzer, Abbau durch Läuterung).
* Für Theurgie könnte man zumindest für den Anfang die Theism-Regeln aus Mythras nehmen. Allerdings müsste man hier noch überlegen, wie sich Hybris auswirkt (Reduktion des Devotion-Wertes? Wann und wieviel? Wie wird der regeneriert?) und wie die Zuordnung der Mirakel zu den Sekten aussieht. Einige Wunder aus Fading Suns finden sich in Mythras eher in der Folk Magic wieder; vielleicht kann man ausgewählte Folk-Magic-Zauber mit den allgemeinen Kirchenritualen gleichsetzen?
* Über Antinomie mache ich mir später Gedanken. Möglicherweise kann man hier schlicht Sorcery verwenden - oder kennt jemand ein passgenaueres, Mythras-kompatibles System für Dämonologie und/oder Nekromantie?
Nachtrag: Wenn ich erst einmal faul sein will, könnte ich auch schlicht die Corruption-Regeln aus dem Mythras Companion verwenden, um den Dunklen Zwilling darzustellen. Und noch fauler ginge es womöglich sogar mithilfe der Passions...

Schalter:

--- Zitat von: Weltengeist am 17.06.2026 | 19:51 ---Endlich? Das klingt ja, als hätte ich irgendwann schon mal was geschrieben, woran ich mich nicht mehr erinnere (passiert mir durchaus öfter...)?

--- Ende Zitat ---

Klar, ich wollte Dich vor Jahren schon mal beschnacken, mal so ein Projekt hier zu posten!


--- Zitat von: Weltengeist am 17.06.2026 | 19:51 ---Zu den Annunaki weiß ich erschreckend wenig - weißt du, in welchem Band das thematisiert wird?

--- Ende Zitat ---

Das ist ja auch der Sinn der Sache, dass niemand das so richtig weiß, wer genau die nun waren!  ;)  In der klassischen Reihe von Fading-Suns-Quellenbüchern "War in the Heavens" sollte das Geheimnis endlich gelüftet werden. Die mittelprächtigen Machwerke "Lifeweb" und "Hegemony" haben uns die Symbioten und Vau verhackstückt, und das dritte "War in the Heavens"-Buch, "Pantheon", sollte dann schließlich die Annunaki daselbst ans Licht bringen. Kam meines Wissens nach aber nie raus. Danken wir dem Pankreator, weil die anderen beiden Bände schon so unausgegoren waren. Und dann kam die zeitweilige Pleite für Bill Bridges' Spiele-Projekt und die Zeit des Wartens in der Versenkung.
Keine Ahnung, was in der Neuauflage von Ulisses über die Annunaki steht, und ob da das kosmische Rätsel um die Sprungtor-Architekten ergründet wird! Habe ich nicht mehr gelesen.

Was ich aus den klassischen Sourcebooks noch weiß:
• "Fading Suns Players Companion": Der Abschnitt über die spielbare Fischmenschen-Rasse ist halbwegs aufschlussreich, die Fischies haben eine arkane Klasse, die hypothetisch Sprungtore durch ihre Gesänge öffnen kann.
• "The Dark Between the Stars" (wiederaufgelegt als "Aliens & Deviltry"): Der Abschnitt über den Whisperer in the Void im Kreaturen-Kapitel ist insbesondere aufschlussreich!
• "Hegemony": Die Vau wissen auch ein bisschen mehr, das kommt am Ende des mitgelieferten Abenteuers des Quellenbuchs raus. Im Ansatz natürlich nur.
• "Star Crusade": Die Vuldrok-Völker haben noch Annunaki-Glyphen für ihre Runenmagie überliefert, das ist auch ganz interessant.

In jedem Fall sind die Annunaki so eine Art Archetypen: Jene Rassenerinnerung, aus welchen die frühen irdischen Menschenvölker ihre Vorstellung von Engeln und Dämonen entwickelt haben. Dadurch ist die verzweifelte Suche nach dem Geheimnis der Sprungtore und der Rettung der Sterbenden Sonnen (an welcher ja die SCs sich beteiligen können) eine archetypische Suche, direkt verquickt mit der Auseinandersetzung mit dem menschlichen Innersten, mit gut und böse, bzw. mit Licht und Dunkel.

Die Negativ-Effekte der Magiesysteme im klassischen Fading Suns spiegeln das ebenfalls wieder: Psi-Kräfte sind vage mit dem Nutzen der Sprungtore verbunden, und dadurch (um tausend Ecken) auch mit den Annunaki. Dass daher alle Arten von Magie in diesem Setting den Anwendern etwas "Überirdisches" bzw. andererseits "Dämonisches" verleihen können, passt daher zur Dualität der Annunaki.

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