Ich probiere immer mal gerne neue Rollenspiel Podcasts aus. Gestern bin ich über die "Würfel Veteranen" gestolpert. Und hier war ein Thema wie ungewinnbare Kämpfe so zu werten sind bzw. damit umgegangen wird. Die Frage fand ich ganz interessant, da sie sich mir bisher nicht gestellt hat, weil so etwas für mich railroading in Reinkultur ist und aus meiner Sicht Spaßbefreit ist.
Die Fragestellung ging in die Richtung, dass die Spielleitung eben einen Kampf gestaltet, den die Spieler aus gewissen Gründen nicht gewinnen können. Sie es weil er sie gefangen nehmen lassen will, zu Flucht zwingen möchte oder andere Hintergründe. Genannt wurde als Beispiel 30 Orks werden als Angreifer geschickt, die Spieler überwinden den Angriff überraschend, also tauchen nochmal 30 Orks auf, am Ende ein Riese, Hauptsache die Charaktere gewinnen den Kampf nicht. Offensichtlich zu Storzwecken.
Ich kann mir jetzt ehrlich keinen Spieler vorstellen der so etwas auch nur ansatzweise gut findet. Und mich erinnert so etwas an die typischen DSA geprägten Jugendsünden der SL Anfänge von uns allen. Da hatte man das noch nicht so im Blick und war von Filmen etc. geprägt. Da war das vermeintlich "cool" wenn da ein mächtiger Obermotz mal richtig zeigt wo der Hammer hängt.
Wie steht denn ihr grundsätzlich dazu? Gibt es irgendjemanden, der mit der Idee etwas anfangen kann?
Für mich stellt sich aber ein andere Frage. Von den oben geschilderten "gesteuert" nicht zu gewinnende Kämpfe gäbe es ja noch die von den Spielern gesteuerten, nicht zu gewinnenden Kämpfe. Wie geht ihr damit um? Damit meine ich folgende Situation die sich mir immer mal wieder in einer Spielrunde auftut: Die Gruppe hat irgendeinen Beef oder verbale Konfrontation mit einem NSC. Die Umschreibung sollte klar machen, dass der Jung eben stark ist und man besser die Finger von dem lassen sollte. Die Gruppe denkt sich aber meistens: Wenn der da ist, können wir ihn auch umhauen. Ohne dass das nun total Mörderhobbo Gehabe ist, aber einfach aus der Spielersicht heraus scheint die NSC Einteilung recht schwarz weiß zu sein. Bist du nicht mein Freund, bist du mein Feind und die hauen wir eben um. Das streift auch ein wenig die Diskussion die wir vor ein zwei Jahren hatten bezüglich Flucht/Rückzug der Charaktere wenn der Gegner zu stark ist. Und wie selten Spieler das eigentlich machen bzw. einschätzen können.
Wie geht ihr mit solchen Situation um bzw. wie gestaltet ihr die? Und was geht hier eigentlich in eurem Spielerkopf so vor?

Als Spielleiter versuche ich schon immer einen "Eigenschutz" einzubauen, damit es nicht unbedingt zum Kampf kommt. Nicht zum Schutz des NSC, sondern der Spieler. Aber das mache ich nun auch nicht immer. Und einmal wäre es wirklich beinahe zu einem fatalen Kampf gekommen, den die Gruppe aller Voraussicht nach nicht hätte gewinnen können. Glücklicherweise haben sie sich hier doch noch mal besonnen.
Also was fällt euch zu dem Thema ein? Erfahrungen, Sichtweisen oder doch eine Variante eine Storyvehikels? Wenn letzteres mal erfolgreich genutzt wurde, wie wurde es gestaltet ohne dass die Spieler oder ihr als Spieler Buhh gerufen habt?