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Eine Nacht in Tobrien | DSA-Fantasy Kurzfilm

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Carus:
Naja, in der DSA-Spielerschaft wurde der Film bisher mit fast unheimlicher Freude und Positivität aufgenommen. Wenn da nicht noch jemand bemängeln würde, dass der Wuchs der Bäume nicht dem real deutschen Mittelalter entspräche, wäre es irgendwie auch kein richtiger DSA-Film.

Raven Nash:

--- Zitat von: HAL 40000 am 26.07.2026 | 19:02 ---Ich bin ehrlich gesagt überrascht, das der Wald jetzt DAS Problem ist.

--- Ende Zitat ---
Ist es nicht - es war nur das, was mir sofort ins Auge gefallen ist. Und das war's dann auch mit jeglicher Immersion.
Wenn ich da an diverse StarWars-Fanfilme denke, die sich wirklich Mühe bei den Locations geben...

Und Mischwald wäre im Übrigen auch das, was eigentlich sein sollte. Und eben keine Fichtenplantage.  ;)

Und das mit Polen war nur der Gedanke, wo man Urwälder finden würde. Nicht, dass man gleich dort drehen muss.

In der Schweiz sollte es vor allem eine Menge an naturnahen Wäldern geben, ohne besonders weit fahren zu müssen.

First Orko:
Ich hab ihn jetzt auch geguckt.. und er schafft gleich zwei Dinge gleichzeitig: Er drückt irgendwie wohlige DSA-Nostalgie-Buttons. Tolle Atmospähre, die Beleuchtung fand ich passend, das Schauspiels solide.

Andererseits sind es aber genau die Klischees, die mich bei DSA auch immer mehr genervt haben: NATÜRLICH sitzt da ein sinistrer Typ der sinistre Dinge tut.. NATÜRLICH muss der Priester sich erstmal arrogant in einem für ihn eher nicht freundlichen Ort gebaren. NATÜRLICH muss das dann eskalieren.

Mir ging tatsächlich das Verhalten des Golgariten (?) auf den Senkel. Gerade bei einer solchen Mission sich so scheiße zu verhalten... der war dich nie und nimmer über Stufe 2  >;D

Andererseits auch die dumme Idee der Gäste, die zumindest vorgeblich keine ausgebildeten Krieger schienen, sich mit so einem anzulegen.

Das hätte man imho interessanter und vielschichtiger schreiben können.

Zed:

--- Zitat von: HAL 40000 am 26.07.2026 | 19:02 ---Ich bin ehrlich gesagt überrascht, das der Wald jetzt DAS Problem ist.

--- Ende Zitat ---

Bei Rückmeldungen zu Amateurfilmprojekten kommt es häufiger vor, dass sich viel über Nebenthemen unterhalten wird. Ich führe seit 30 Jahren viele Gespräche über Amateur-, Filmhochschul- und "darüber hinaus"-Filmprojekte, und ich habe festgestellt, dass einige Leute lieber über Nebenthemen sprechen als über die wirklich entscheidenden Dinge des Films. Das ist nachvollziehbar: Eine Rückmeldung über Nebenthemen tut dem Sender wie auch dem Emfänger weniger weh.

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Ich habe mir zwei Instrumente zurecht gelegt, um bei Rückmeldungen auf die wichtigen Sachen zu sprechen zu kommen und dabei sowohl ehrlich als auch konstruktiv sein können:

Die Einordnung in eine Liga
Es ist wichtig zuerst einzuschätzen, in welcher Liga ein Film antritt: Champions-League wie Scorcese, 1. Bundesliga wie Fatih Akin, 2. Bundesliga wie ein Tatort (hier kann selten auch ein außergewöhnlicher Abschlussfilm einer Filmhochschule sein), 3. Bundesliga (gibt es die überhaupt?) wie ein TV-Movie (hier sehe ich auch die Filmreihe von Julien Bam) oder eben Amateurklasse. Nur mit dieser Einordnung lässt sich ein Film fair betrachten, meine ich.

Gerade junge Filmschaffende sind sich dieser möglichen Ligen nicht bewusst: An ihrem Heimatort in ihrem kleinen Kino waren vier Vorstellungen ihres Amateurfilmes ausverkauft, es gab nur Lob, und alle haben gesagt: "Warum läuft so ein toller Film nicht mal im Fernsehen?" Dann werden diese Amateurfilme stolz bei (bundes-)land weiten Wettbewerben eingereicht - und dort vielleicht sogar abgelehnt: Ein Top Amateurfilm-Projekt kann eben zugleich ein schlechter "3. Bundesliga-Film" sein. Aber fair bewerten muss man ihn als Amateurfilmprojekt, wenn er unter Amateurfilmbedingungen gedreht wurde, oder ich frage die kreativ Verantwortlichen des Filmes, wie sie möchten, dass ihr Film eingeordnet wird.

"Auf einer Skala von 1 bis 10...
...wie gewichtig ist für Dich dieser Punkt?"

Mir war aufgefallen, mit welcher Leidenschaft bei einigen Filmen über nebensächliche Punkte diskutiert wurde - wohl, weil es einfacher ist, über nicht-schmerzhafte offensichtliche Punkte zu sprechen als über schmerzhafte, vielleicht weniger einfach zu besprechende Punkte. Das Waldthema gehört für mich in Nebenthema-Kategorie.

Hier kann es hilfreich sein, dass die Person, die es wissen will, und die Person, die rückmeldet, ab und zu einordnen, wie wichtig dieser Punkt ist zB auf einer Skala von 1 bis 10. Denn die Intensität, mit der über einen Punkt gesprochen wird, spiegelt häufig nicht wieder, welches Gewicht dieser Punkt für den Film hat. Ich für mich würde dem Waldthema einen Wert von 1,5 auf 10 beimessen.

Mit diesem Rahmen möchte ich meine Rückmeldung noch etwas genauer fassen:

Es ist eigentlich nur fair, "Eine Nacht in Tobrien" wegen seiner No-Budget-Homebrew-Rahmenbedingungen als Amateurfilmprojekt zu bewerten, auch wenn viele Mitarbeitende in Medienberufen arbeiten. Ausstattung und die Kostüme, und auch die Kamera, Ton und Schnitt sind für mich jedoch sogar auf gutem "3. Bundesliga-Niveau" also weit oberhalb dessen, was man von einem Amateurprojekt erwarten kann - das ist sehr bemerkenswert. Drehbuch und Regie sind für mich deutlich auf Amateurniveau, und hier auch eher auf höherem Amateurniveau. Die Schauspielenden liegen irgendwo dazwischen, einfach weil Buch und Regie ihnen es erschweren, durchgehend auf dem nächst höheren Liganiveau mitzuspielen.

Betrachte ich den Film ("unfairerweise" wegen der Rahmenbedingungen) vom 3. Bundesliganiveau her, fallen Buch und Regie für mich stark ab. Betrachte ich ihn vom angemessenen Amateurliganiveau her, sind Buch und Regie in Ordnung und alles andere ist herausragend.

(Verrückterweise kann ein durchgehend guter Amateurfilm einen runderen Eindruck machen als ein Film, der Film, der einen starken Kontrast zwischen einigen Gewerken hat.)

Horsinand:
Gibt es in Aventurien nicht auch bewirtschaftete Wälder?

Ich fand die Bardin und ihren song gut (spiele aber auch selber zur Zeit viel Saiteninstrumente und achte daher auf so etwas).

Auch das Gasthaus war stimmungsvoll.

Echte Pferde werten das ganze auch noch einmal auf 😉

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