Autor Thema: Wie gehe ich mit einem umfangreichen Handout am Spieltisch um? (NSC Tagebuch)  (Gelesen 1130 mal)

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Online Namo

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Handouts sind ja etwas tolles und steigern die Immersion für die Spieler üblicherweise. Man mag es einfach, etwas greifbares zu erhalten. Mache ich viel zu selten eigentlich. Jetzt bin ich über ein reines Handling problem gestoßen und komme mir fast schon doof vor.

Hintergrund: Beim nächsten Abenteuer kann die Gruppe den Klassiker der Handouts finden, nämlich ein Tagebuch, das einige Hintergründe erklärt, aber in sich auch eine starke Hilfestellung für das Ende des Abenteuers bilden kann. Ich habe mir Gedanken gemacht was da so drin steht und das ganze dann zusammen mit dem fast fertigen Abenteuer mal an ChatGPT gegeben. Idee war ja, dass es nur so eine Seite oder so haben soll. Jetzt sind da nach händischen Änderungen und Kürzungen durch mich aber immer noch 9 DinA4 Seiten heraus gekommen. Allerdings ist das dermaßen spannend geschrieben, dass ich selbst beim lesen unheimlich fasziniert und gespannt war, was da weiter passiert.  ~;D Dadurch, dass da einfach auch etwas fluff drin ist, wird das ganze sehr authentisch und atmosphärisch. Ich könnte das vielleicht noch um drei maximal vier Seiten kürzen, dann geht aber schon einiges verloren. 

Aber was mache ich jetzt damit am Spieltisch ohne dass es für die Spieler langweilig wird? Wenn ich das vorlesen würde, schalten die sicher gedanklich irgendwann ab. Drucke ich es für jeden aus, so dass jeder lesen kann für sich? So könnte ich auch das Abenteuer weiter vorbereiten und hätte eine kleine SL Pause. Aber bockt das? Lasse ich vielleicht jeden ein paar Seiten vorlesen, damit sie etwas zu tun haben? Lesedauer dürfte sicher bei 10-15 Minuten liegen wenn ich das realistisch überschlage. Und da es eben Informationen erhält die relevant sind, kann ich es ihnen auch nicht geben zum Lesen nach der Runde.

Ich könnte es natürlich auch teilen, in der Hoffnung, dass sie alle Teile finden. Aber irgendwie wirkt mir das zu Computerspiel mäßig und passt auch nicht wirklich.

Ideen, Tips?




Offline Quillbound

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Hast du ein Mikro?

Sprich es ein und untermal das ganze mit passender Musik. Spiel es ab (und gib ihnen alternativ zusätzlich das ganze noch gedruckt in die Hand). Dann kannst du entspannt noch etwas vorbereiten, während die Spieler lauschen und nebenbei lesen.

Offline klatschi

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Ich hab bei Tagebüchern gerne Szenen daraus mit den Spielern nachgespielt - sie haben dann immer die Rolle von NSCs in der Erinnerung des Autors.

Online Kurna

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Je nachdem, wann (im Laufe der Session) es auftauchen soll, könntest du es ihnen auch vorab zuschicken. Dann können sie es abseits der Session schon einmal lesen. Funktioniert natürlich nur gut, wenn es ziemlich am Anfang oder Ende der Session kommen sollte.
"Only the good die young. The bad prefer it that way." (Goblin proverb)

Offline gilborn

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Ideal ist es, wenn du einen Spieler hast, der das
  • gut und atmosphärisch als sein gespielter Charakter ingame vorlesen kann und
  • selbst immer wieder inne hält um das gerade gelesene mit der Gruppe ebenfalls zu reflektieren (Damit es in mundgerechte Stücke portioniert wird).
Das Problem dabei ist, dass es so nicht in deiner Hand ist ob es gut wird.

Wie man es angehen könnte:
Du selbst könntest dies in Form eines NPCs machen. Du lest ein Stück vor, dann stellst du als dein NPC Fragen dazu (oder zeigst durch eine einfache Äußerung, dass ihr noch in der fiktiven Welt seid, so dass die Spieler Rollenspielerisch tätig werden können um den Expositionsdump aufbrechen zu können): "Wie versteht ihr das?" / "Interessant. Bedeutet es das was ich meine?" / "Alrik? Kann das wirklich sein?" / "Puh, das wird mir zu viel. Kann ich kurz ein Wasser haben." / "Das wäre euer Sachgebiet, werter Magus." / "Könntet ihr die Kerze etwas näher rücken. Ich kann die Buchstaben kaum erkennen" / "Meine Augen werden müde. Sollen wir morgen fortfahren?"

Alternativ:
Die SCs erhalten das Tagebuch. Du bittest darum, dass es ingame vorgelesen wird und diskutiert wird.
Du kannst das Nachfragen von oben mit übernehmen als ein NPC - wenn es nicht von den Spielern selbst kommt.

Erfordert natürlich, dass es diesen NPC auch gibt und er in dies Szene passt (Und auch nicht völlig aus dem nichts auf einmal total Proaktiv dabei ist). Stelle ich mir etwas schwieriger vor.

Grundsätzlich:
Für mich ist der Schlüssel dazu, dass man es innerhalb der Spielwelt bearbeitet - dort soll die Atmosphäre des Textes ja hin.
10 bis 15min werden dann zwar etwas länger aber dafür auch schöner und es fühlt sich nicht mehr nach Frontalunterricht an - und das gilt es hier mMn in erster Linie zu vermeiden.

Vorab schicken finde ich in diesem Fall nicht so toll. Das begeisternde an einem Handout ist ja gerade das Haptische, das Auflösen von Kopfkino zu etwas Handfesten.
« Letzte Änderung: 11.08.2026 | 16:11 von gilborn »

Offline unicum

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Ich hab auch mal ein paar Seiten Handouts,... aber ich gebe das dann auch für jeden Spieler aus, ich find nichts am Spieltisch langweiliger wie wenn ein Spieler etwas liest und andere warten, das vorlesen find ich auch nicht gar so toll, da geht dann auch mal immer wieder was verloren, das wenn jeder es hat man auch mal kurz nachlesen kann später im Spiel.

Also 5 Spieler - 5 Handouts, jeder kann mit seinem Ausdruck machen was er will, also notizen reinschreiben, etc. Gerade wenn wichtige Dinge drin sind gibts da dann immer Textmarkierungen, etc.

Offline KhornedBeef

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Normalerweise würde ich ja sagen behalte es, DU willst ja so viel Text lesen...  >;D
Überlasse es dem Spieler, dessen Charakter das an logischsten in die Finger bekommt oder sich damit befasst. Wenn er sagt "ich mache Kopien für alle, FBI-Style" dann mach das. Wenn er es lesen würde, OK. Wenn er es hortet und die anderen dann erst einweiht, tja... Ein Artefakt sollte wie eines behandelt werden
"For a man with a hammer, all problems start to look like nails. For a man with a sword, there are no problems, only challenges to be met with steel and faith."
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Ich vergeige, also bin ich.

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Wer Fehler findet...soll sie verdammt nochmal nicht behalten, sondern mir Bescheid sagen, damit ich lernen und es besser machen kann.

Offline Quaint

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Nix für ungut, aber ich glaub, wenn mir ein SL so eine KI SLOP Textwüste von 9+ DIN A4 Seiten hinknallt und erwartet, dass ich das aufmerksam lese, wäre ich ungehalten. Kann das nicht mein Charakter lesen, meinetwegen mit Probe, und mir die Quintessenz präsentieren? Too much of a good thing can be a bad thing. Ich mein du hattest ja auch nicht den Nerv das selbst zu verfassen. Sonst gib es den Spielern doch als Datei, dann können sie es sich von ihrer KI zusammenfassen lassen.  :gasmaskerly:
Besucht meine Spielkiste - Allerlei buntes RPG Material, eigene Systeme (Q-Sys, FAF) und vieles mehr
,___,
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/)__)
-"--"-

Offline unicum

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Mir geht es schlicht um Spielzeit die verloren geht wenn es nur ein Unikat am Spieltisch ist das jeder mal haben will und dann wenn man mal draufschauen will sucht man es wieder mal. Gerade in Detektiv Abenteuern sehe ich da keinen Sinn darin so etwas wie ein "tagebuch oder ähnliches" nur singulär am Spieltisch zu haben.

Zugestanden wenn jezt ein Spieler meinen würde er wolle Abenteuerrelevante Informationen den anderen Spielern vorenthalten,... dann sitz da eh am Spieltisch ein ganz anderes Problem. Welches ich eher bei "Abenteuer verweigern" einsortieren würde.
https://www.tanelorn.net/index.php/topic,133468.0.html


Online Nebelwanderer

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Ich würde tatsächlich den Spielern die Wahl lassen und eine zweite, sachliche und emotionosbefreite Zusammenfassung anbieten in der alles wichtige steht, dürfte dann ne halbe Seite sein oder so. Am besten vieleicht noch mit Seitenverweisen auf das "grosse" Tagebuch an welchem diese quintessenz ausgeschrieben steht. Dann können die Spieler wählen ob Sie die Zeit mit Lesen oder Spielen verbringen wollen, oder auch nur einzelne Passagen daraus lesen.

Offline felixs

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Hängt ganz wesentlich von Lesegewohnheiten und Lesefähigkeiten ab.

Für manche Leute ist es viel angenehmer, den Text selbst zu lesen. Andere finden es besser, den Text zu hören. Manche überfliegen mal eben drei Seiten, andere finden eine halbe Seite sei echt zu viel Text. Lesekompetenz und Lesegewohnheiten sind sehr ungleich verteilt.

Wenn man das nicht einschätzen kann, besser keine umfangreichen Text-Handouts rausgeben, sondern klein portionieren. Vielleicht auch ganz darauf verzichten.

Zwar ist Rollenspiel ein Spiel, welches von Sprechen und Erzählen lebt. Das bedeutet aber nicht, dass ich Geduld und Lust habe, mehrere Minuten (ggf. schlecht) vorgelesenen Text zu hören.

Grundsätzlich:
Bei Landkarten und Bildern sind Handouts super.
Bei Texten ist es eine Gratwanderung.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Offline Dimmel

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Ich habe das mal so gelöst: Die SCs haben ein expeditions Tagebuch gefunden, das ich selbst vorher gebastelt habe. Die hatten dann ein richtiges kleines Buch in der Hand. Das waren ca. 12 Seiten und etwas über die Hälfte geschrieben. Dazu noch ein paar Karten und Bilder (da ich nicht zeichnen kann meistens Ausdrücke eingeklebt). Das hab ich den Spieler einfach hingelegt. Die wirklich wichtigen Infos waren auf der letzten Seite. In dem restlichen Text gab es Hinweise und zusatzinfos. Wenn ein Spieler dann Pause hatte und Bock darauf hatte, hat er in dem Tagebuch lesen können.

Offline Torsten (Donnerhaus)

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Wir arbeiten bei unseren Produkten sehr viel mit Handouts und haben sowohl dort als auch privat in diversen Runden die Erfahrung gemacht, das mehr als 2 Seiten nur in Ausnahmefällen funktioniert. Unser aktuell längstes Handout ist 4 Seiten Text.

Wichtig ist immer die Frage, ob es um kritische Informationen geht. Wenn das, wie in deinem Fall scheinbar, der Fall ist, dann ist das ein Problem für lange Handouts. Dann müssen idealerweise ja alle Spieler diese Informationen erhalten, aufnehmen und verarbeiten. Anders ist es, wenn die Daten dominant Fluff sind. Wir haben beispielsweise im Verlauf der Zeit jetzt 6 Zeitungen und 1 Magazin als Handouts produziert und die enthalten zwar Innuendo, Hintergrundinformationen und Foreshadowing, sind aber komplett optional. Es ist also okay, wenn nur 1-2 Spieler das überhaupt lesen und es macht auch nichts, wenn niemand es liest oder nichts hängen bleibt.

Es ist ja schön und gut, eine spannende Geschichte zu haben. Aber die Spieler sind ja vermutlich nicht da, um Romane zu lesen. Die wollen spielen. Aktiv. Miteinander.
Man könnte daher die wichtigsten Passagen als Zitate auskoppeln und sie verbinden mit Kurzzusammenfassungen des Füllmaterials. Ja, es mag spannend geschriebenes Füllmaterial sein, aber es ist eben trotzdem kein Rollenspiel und es funktioniert nur sehr bedingt als Gruppen-Content.
« Letzte Änderung: 11.08.2026 | 19:11 von Torsten (Donnerhaus) »

Offline Ildfus Mahler

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ich würde mich da der o.g. 1-2 Seiten max Regel anschließen. Da kannst Du ja Dein bisheriges Material als Basis nehmen und dann eine "Zusammenfassung" anfertigen. Die kann ja dann auch in-game unterschiedliche Formen annehmen - je nach Genre/Art des "langen" Dokuments, etc. Mal aus der Hüfte schießend zwei Beispiele:

  • Für Tage- oder andere Bücher mache ich gern einfach eine Handvoll "snippets" (oder Zitate, wie Torsten schreibt) aus dem Originaltext, beschränkt auf die essentiellen Punkte - aber deutlich machend, dass das Ausschnitte aus einem längeren Text sind.
  • Für offizielle Akten meiner Delta Green Abenteuer mache ich gern "executive summaries" von 0.5 - 1 Seiten oder so - viele offizielle Dokumente haben sowas; ggf. gibt es eine dicke Akte und ein zeitgestresster Vorgesetzter hat sich sowas mal anfertigen lassen, damit er/sie nicht die ganze Akte durchlesen muss - das hat dann auch in-game Plausibilität :-)

Grundsätzlich würde ich da für mich die "Regel" formulieren: fokussiere Dich auf das, was Du den Spielern mitteilen willst, pack es in ein ganz klein (!) bisschen "flavor" - und lass die Spieler den Rest in ihrer Fantasie ausfüllen. Im Endeffekt genau so, wie Du auch eine Szene mündlich beschreiben würdest. Da würdest Du ja auch nicht 15 min monologisieren, um die für die Szene/weitere Entwicklung essentiellen 30 sec Info zu übermitteln.

In Deinem konkreten Beispiel - wo Du das lange Dok ja schon hast - kannst Du den Spieler*innen ja NACH der Session noch Dein gesamtes Tagebuch zur Verfügung stellen, wenn sie das dann in Gänze lesen wollen. Aber alles Relevante hast Du ihnen in den Ausschnitten mitgeteilt.

Online Smoothie

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wie immer hängts in diesem Hobby von der Gruppe und den Absprachen ab.
In meiner Dracula Dossier Kampagne haben neben mir als SL 2 meiner SC das gesamte umgeschriebene Dracula Buch auf 500 Seiten Englisch mit Anmerkungen gelesen und das machte die Kampagne extrem tief und spannend kann man aber natürlich nicht mit allen Gruppen machen...

KI Nutzung wie in so einem Fall würde ich inzwischen übrigens auch unter Session 0 Absprachen packen, wenn das für alle ok und besprochen ist, kein Problem, unabgesprochen würds mich aber stören.

Hier bei dir besteht natürlich die Möglichkeit so ein längeres Handout so zu timen, dass sie es am Ende bekommen, es in der Zwischenzeit lesen und dann damit weiterarbeiten können.
« Letzte Änderung: 11.08.2026 | 20:08 von Smoothie »
Inzwischen bin ich geneigt zu glauben, dass an der DnD Satanic Panic in den 80ern was dran war. Allein, es waren nicht die Inhalte. Es waren die Regeln, die aus der Hölle kommen...

Offline Luxferre

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KI ist hier doch GAR NICHT Thema und der defätistische Duktus dazu ist mehr als bedauerlich! Reißt Euch mal zusammen, Leute. Wenn es dazu Gesprächsbedarf gibt, dann schreibt Eure geistigen Ergüsse doch bitte in einen der entsprechenden Threads.



Ich finde umfangreiche Handouts klasse. Erst recht, wenn man längere Kampagnen spielt und auch längere Sessions hat. Da stören die 9 Seiten nicht.
Auch dass darin ggfs. neue Informationen zu erfahren sind, Hintergründe klar werden oder auch Sachen kombiniert werden können, die neue Ziele stecken …
Wichtig für mich ist, dass die Inhalte im Setting verankert sind und sich neue Erkenntnisse entwickeln.
Daher: top  :headbang:
ina killatēšu bašma kabis šumšu Tišpak
-

"Consider the seed of your generation. You were not born to live like animals, but to pursue virtue and possess knowledge"

Online Namo

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Hui, ganz viele Antworten und Anregungen. Vielen Dank.  :d Fast zu viel um auf alle zu antworten.

@Quillbound: Meine Stimme ist ohnehin nicht so angenehm. Die will man dann nicht noch vom Band hören.  ~;D Ich habe das aus Spaß mal durch eine Hörbuch KI gejagt. Da kommt dann fast 20 Minuten Gespräch bei raus. :ctlu:

@klatschi: Das ist eine tolle Idee und würde das auch viel aktiver Gestalten und nicht so trocken. Besser selbst erleben wie passiv hören. Allerdings sind das eher Monologe und Erfahrungen eines NSCs über mehrere Jahre. Das kann man nicht so wirklich gut ausspielen. Gefällt mir aber vom Ansatz her wirklich super.

@Kurna: Richtig toll wäre, wenn sie es am Ende des Abends erhalten würden - dann könnte ich es ihnen nämlich tatsächlich zum zuhause lesen mitgeben. Vorab geht nicht, da es nicht in das Abenteuer passen würde. Leider kann ich das so nicht planen bzw. glaube ich, dass wir da in etwa genau in der Mitte eines Abend sein werden.

@gisborn: Das trifft meine Wunschvorstellung ins Schwarze. Genauso würde ich mir eine entsprechende Stelle eigentlich vorstellen. Lesen - Dialog - lesen - Dialog. Aber wir sind ja auch nicht bei Critical Role und mit solch aktiven Spielern am Tisch zugange. Leider haben Sie den Begleit NSC den ich für genauo solche Szenen mitschicken wollte mit etwas anderem betraut, so dass der leider nicht dabei ist. Damit würde ich die Truppe wohl ins Reden bekommen, da sie zuweilen eben schon die Muse für tiefe Lore haben, insbesondere, da eben in dem ganzen Text einiges an Informationen und Geschichte steckt. Nachdem wir jetzt viele Abende mit Kämpfen hatten, dürfte das eben auch wieder mal eine schöne Abwechslung sein.

Starker Gedankengang, dass es eben innerhalb der Spielewelt von statten geht. Das ist witzigerweise genau der Ansatz den ich versuchen möchte, in den nächsten Monaten unter zu bringen um zu versuchen wieder mehr Spielerinteratktion und dadurch auch mehr ingame Atmosphäre an den Tisch zu bekommen.

Aber es bleibt halt deine und eben auch meine Sorge (weshalb ich den Thread gestartet habe), dass das nicht funktioniert.

@unicum Ich glaube darauf wird es auf jeden Fall hinaus laufen umso länger ich darüber nachdenke. Für jeden ein Exemplar, selbst wenn da alles vorgelesen würde, würde das nicht jeder richtig verarbeiten können und kann wenn er mag daheim nochmal nachlesen und wie du sagst, darin herum kritzeln.

@khornedbeef  ~;D Naja, so ist es glücklicherweise ja nicht. Da gibt es schon Spieler die sich dafür interessieren und nicht nur das nächste Monster zum umkloppen brauchen.

@Quaint Das ist ja absolut in Ordnung. Deswegen frage ich ja auch. So ein großes Handout habe ich jetzt auch noch nicht gehabt. Es ist zwar beileibe keine KI Slop Textwüste (mit der ich ehrlicherweise ja auch gerechnet hatte). Daher bin ich ja überhaupt erst darauf angesprungen. Ich fand das beim Lesen wirklich spannend und das Abenteuer uns seinen ganzen Hintergrund super toll zusammengefasst und wieder gegeben. Dazu habe ich ja manuell noch viel dran gearbeitet. Dennoch bleiben da am Ende eben 9 Seiten. Ungehalten wäre da jetzt glücklicherweise niemand und das würde ich auch komisch finden, wenn da jemand nach einer Zusammenfassung fragen würde. Aber es soll halt auch keine Spaßbremse sein.

@Nebelwanderer und felixs Von daher die geäußerte Überlegung, dass jeder ein Exemplar ausgehändigt bekommt und schauen kann ob er es lesen mag, überfliegen mag oder später in Ruhe lesen will. Das kann dann jeder für sich halten.

@Dimmel: Das ist auch eine gute Idee. Quasi in Offzeiten etwas zur Beschäftigung geben, dass für jeden offen da liegt.

@Torsten und Ildfus vielen Dank für die praktische Erfahrungen  :d So etwas hatte ich mir schon gedacht.

@Smoothie Genau - das wäre eben das Beste - Am Ende der Spielsitzung erst ans Tagebuch kommen. Aber das lässt sich wenig steuern. Es ist ja leider noch nicht mal sicher, dass sie es finden können.

@all Ich lese aber heraus, dass die Meisten es schon als kritisch und eher störend für den Spielspaß sehen - als förderlich wie es eigentlich gedacht ist. Da ich den Zeitpunkt nicht wirklich steuern kann (es befindet sich in einem Schlossdungeon), kann ich es leider nicht ans Ende des Abends setzen. Wie gesagt, theoretisch könnte ich es zwar zu zwei Teilen machen um es etwas auseinander zu ziehen, da es thematisch auch in zwei Räume passen würde. Dann wären es aber noch immer 4-5 Seiten.

Aber wie wäre denn diese Idee: Einige würden sich ja eine Zusammenfassung wünschen. Was natürlich für ein Handout irgendwie auch doof wäre und Immersionsbrechend. Aber ich könnte ja die vermeintlich wichtigen Stellen fett machen. So dass sich die ganz wichtigen Passagen und Informationen auch ergeben, wenn man nur die fetten Stellen liest. So hätte ich zum einen die Möglichkeit für die Spieler, die sich der Atmosphäre gerne hingeben wollen und mehr über die Hintergründe erfahren möchten, alles zu lesen (wenn auch zuhause oder eben während downtime). Und diejenigen die keine Nerven oder Lust dazu haben, erfassen in etwa einer A4 Seite (so weit könnte ich das sicherlich herunter kürzen wenn nicht noch mehr) die technisch relevanten Informationen und Hilfestellungen.

Denn eigentlich ist es ja so: Ich möchte die Spieler belohnen, wenn sie sich die Mühe machen Hintergründe und Schwachstellen von Gegnern heraus zu finden. Sie also nicht straight zum Gegner durchlaufen und es auf Kampfglück ankommen lassen. Auch letzteres ist legitim und hatten wir schon. Nur verschaffen sie sich eben einen Vorteil wenn sie z.B. wie hier sich mit dem Tagebuch befassen und daraus Möglichkeiten ziehen, den Kampf deutlich vereinfacht angehen zu können. Hier sehe ich dann umgekehrt auch wenig Grund, den Nullbock auf Informationsbeschaffung zu belohnen. Das ist für mich das Gleiche, wie wenn die Gruppe vorab eine Stunde eine möglichst beste Taktik austüftelt um sich einen Vorteil im Kampf zu erschaffen.

Ehrlicherweise ist das bei meiner Runde auch immer etwas tagesform abhängig. Insofern würde ich die Alternatividee eigentlich einen guten Kompromiss finden nach allem was ich hier gelesen habe. So viel (von wem auch immer) vorlesen stelle ich mir eben auch zu viel vor. Wenn das nicht mega lebendig vorgetragen wird, ist es ja normal nach einer ganzen Arbeitswoche irgendwann abzuschalten.

Edit: Und dann noch der Zwischensatan  ~;D Nett, so sehe ich es eben auch. Im Kontext finde ich es schon sehr passend und atmosphärisch. Aber wie geschrieben, sehe ich da safe nur einen der drei Spieler der darauf steil gehen wird. Bei den anderen beiden weiß ich nicht inwiefern sie sich davon fangen lassen werden oder eine Zusammenfassung wollen.


Online gunware

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ich bin da voll bei Luxferre. Bei One-Shots entsprechend kleiner, aber bei einer langen Kampagne sind einige Seiten kein Problem.
Ich bin der letzte Schrei der Evolution, als sie mich erschaffen hatte, schrie sie: "Oh Gott, was habe ich denn gemacht?!"

Offline Ildfus Mahler

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Aber wie wäre denn diese Idee [...]

Ja, das ist doch ein gangbarer Weg. Auf mich als Spieler würden einfach die Zitate - ohne das ganze Dok zu bekommen - überhaupt nicht "immersionsbrechend" wirken. Man kann die ja auch schön gestalten, z.B. durch entsprechende Schriftart und einem passenden Hintergrund (Pergamentlook oder so). Aber wenn Dir das nicht gefällt, wäre eine Fettschreibung (oder kursiv - je nachdem, was sich besser als Hervorhebung lesen lässt), eine gute Alternative.

Viel Erfolg - und lass uns wissen, wie Du es gemacht hast und es angekommen ist.

Offline unicum

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Vieleicht nochmalk kurz ein nachschlag von mir dazu: Ich habe es eigentlich gerne wenn die Spieler die Figuren spielen und nicht die Würfel die Spieler, also insbesondere wenn jemand sagen würde "ich würfle mal textverständis für meine Figur und du sagst mir dann das was ich verstehen soll". Ich will kreativität von den Spielern, nicht von den Figuren.

Meine letzten Handouts waren:
1. Einige Briefe (1,5 Seiten) an denjenigen der den Aufrag gibt die eigentlich nur aussagen: Ja das ist wichtig, mach das!
Zweck: Spieler die Paladine-Types spielen bekommen schon eine vorab absolution wenn sie mal etwas machen (siehe punkt 2) das gegen irgeneine art von "Kodex" verstößt.
2. Eine Agenda was ein NSC, den es zu entführen gilt, in der Woche so macht. (1/2 Seite) (Fehlerbehaftet)

Nach dem ersten Probespielt werde ich auf folgendes einführen bei weiteren Spielen dieses Abenteuers:
3. Eine Liste aller Namen der NSC die im Abenteuer vorkommen können. (1 Seite, alphabestisch sortiert mit nummern) (um das "wie schreibt sich das?" als Nachfrage zu vermeiden). Aber auch genügend Platz für Notizen.

Zugestanden das sien dann auch 4 Seiten "Text" die auch relativ früh am Abenteuer rausgehauen werden (also bei der Auftragsvergabe).
Eigentlich gab es noch ein 5. Handout das ich aber rausgenommen habe wegen zuviel Papier - das war ein Testament das den eigentlichen Auftrag auslöst.

Für mich als SL ist es so eine Sache: 4 Seiten a 5 Spieler, eigentlich 6 da ich selbst auch eines immer parat ahben will sind schon 24 Blätter die irgendwann in die Tonne wandern,... die ich drucken muss und mitnehmen. Das ganze ist bei onlinespielen einfacher: "freigabe an alle Spieler", aber ja online hat dann wieder andere Probleme.

Offline Quillbound

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@Quillbound: Meine Stimme ist ohnehin nicht so angenehm. Die will man dann nicht noch vom Band hören.  ~;D Ich habe das aus Spaß mal durch eine Hörbuch KI gejagt. Da kommt dann fast 20 Minuten Gespräch bei raus. :ctlu:

Ich kanns mal versuchen, wenn du möchtest. Ich hab da durchaus Erfahrung in der Sprecherbranche.

Online Namo

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@gunware. Danke für deinen Kommentar. Aber ich denke wir schwingen in verschiedenen Dingen auch einfach gleich  :)

@Ildfus Ich werde damit einfach mal experimentieren und schauen was besser ist. Am Ende befürchte ich ohnehin, dass ich hier viel Auflebens mache und die Charaktere das Tagebuch dann überhaupt nicht finden.  ~;D Ich meine der ganze Dungeon soll eine gewisse Geschichte erzählen, die dann durch das Tagebuch mit Verständnis gefüllt wird. Man weiß ja, wie solche Dinge funktionieren.  ;D Aber ja, ich werde natürlich hier berichten.

@unicum Danke für deine weiteren Gedanken. Und genau das ist mein Ansatz auch : "Ich will Charaktere und keine Zahlenwerte auf einem Charakterblatt!" Deswegen ist ein Wurf für eine Zusammenfassung für mich auch ein No Go und wird es nicht geben. Wobei ich eben auch das Glück habe, dass wir eine wirklich coole Truppe sind, bei der ich denke, dass so etwas schon auch geht und sogar gewinnbringend sein kann. Sonst würde ich so etwas überhaupt nicht machen. Aber wir spielen eine wirklich story intensive Kampagne mit vielen Verknüpfungen. Letzten Endes gibt es nach 29 Abenden kaum einen Abend, der nicht zur Kampagnenhandlung beigetragen hat. Und daher denke ich eben auch, das vor dem Hintergrund so etwas passend sein kann. Aber ich sehe eben auch den Spielabend als solchen und denke mir, dass da eben ein langer Break für vorlesen/lesen schwierig sein kann. Ich werde noch ein paar Tage darüber nachdenken, aber ich vermute, dass ich am Wochenende wirklich den "2 Ebenentext" versuchen werde. Eine integrierte Kurzfassung durch kursiv/dick schreiben und eben den gesamten hintendran liegenden Text. Auf jeden Fall wird für danach auch jeder Spieler nochmal ein Exemplar zum mitnehmen bekommen. Ist eben die Frage, ob das dann nicht zu spät ist, weil sich die Situation auf die der Text Einfluss haben kann, dann vielleicht schon ergeben hat.
 

Offline Rorschachhamster

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Ich konnte es nicht über mich bringen, die Textwüsten zu lesen, was schon ironisch ist.  ~;D Handout, aber mit Lesezeichen, Unterstreichungen für wichtige Sachen fertig.  ^-^ falls das schon jemand geschrieben hat, +1
Rorschachhamster
DMG Pg. 81 " The mechanics of combat or the details of the injury caused by some horrible weapon are not the key to heroic fantasy and adventure games. It is the character, how he or she becomes involved in the combat, how he or she somehow escapes — or fails to escape — the mortal threat which is important to the enjoyment and longevity of the game."

Offline Raven Nash

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Wäre es möglich, den Text so zu formatieren, dass Keywords fett gedruckt werden um so Querlesen zu ermöglichen? Damit wäre am Tisch eine schnelle Aufarbeitung möglich, und wer will, kann sich das Ganze ja später zu Gemüte führen.
So auf die Art wie manchmal Texte in Filmen auf einzelne, aufblinkende Wörter reduziert werden.
Aktiv: Dragonbane
Vergangene: Runequest, Cthulhu, Ubiquity, FFG StarWars, The One Ring, 5e, SotDL, LevelUp! A5e, Vaesen
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Online Tudor the Traveller

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Kommt wie immer drauf an, richtig und falsch gibt es dabei wohl nicht. Für mich sieht es so aus:

Ich lese gerne alles selbst. Aber mehrere Seiten benötigen Konzentration und Zeit. Das wäre mir während des Spiels kaum möglich.

Ist das Handout nur ein Info-Ding oder eine Art Rätsel? Es gibt ja mit Kriminalspielen u.ä. eine ganze Spieleart, die im Prinzip aus der Analyse von Handouts besteht. Das kann schon Spaß machen. Doppelt, wenn Infos des Tagebuchs sich erst allmählich ergeben.

Wenn es nur ein Behälter für eine Info ist: dann lieber nur die nackte Info als Extrakt.
NOT EVIL - JUST GENIUS

This town isn’t big enough for two supervillains!
Oh, you’re a villain all right, just not a super one!
Yeah? What’s the difference?
PRESENTATION!