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[Hard SF] Redshift - Die Fliegenden Rochen der Venus (war: Redux)

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Skeeve:

--- Zitat von: Feuersänger am 29.08.2026 | 12:26 ---Das klingt an sich praktisch, allerdings habe ich so meine Bedenken dass so ein 6000-Tonnen-Brocken so stabil ist dass er einen Atmosphäreneintritt übersteht.

--- Ende Zitat ---

ist das jetzt die große 3x4,5km Variante oder die kleine 1,8x2,6km-Version?


--- Zitat von: Feuersänger am 29.08.2026 | 12:26 ---Und nicht-aufgeblasen geht auch nicht weil die auftretenden Kräfte das Trumm zusammenknüllen würden wie Alufolie.
Also so cool das mentale Bild, wie so ein riesiger Rochen in die Atmosphäre eintaucht auch ist, es dürfte wohl physikalisch unmöglich sein und passt somit nicht zum Hard-SF Anspruch von Redshift. Wir werden uns wohl doch an eine peu à peu zusammengebaute Wannen-Werft halten müssen.

--- Ende Zitat ---
wenn hier die große Version im Gespräch ist.... wie rechnet es sich wenn man das Teil kleiner baut? Ist das Trum kleiner, dann sind auch die auftretenden Kräfte kleiner. (ich fürchte ja dass auch das nicht reicht, aber die detaillierten Antworten überlasse ich lieber demjenigen, der die passende Formelsammlung schon zur Hand hat. Tauchende Riesen-Rochen haben schon was...)

JorisClausen:
Ich finde das Bild mit dem Riesen-Rochen gerade deshalb ziemlich genial. Beim Wiedereintritt löst eine kleinere Variante das Problem aber nicht automatisch: Die Masse nimmt mit dem Volumen ab, die angeströmte Fläche dagegen nicht im gleichen Verhältnis. Kleiner wäre also definitiv günstiger, aber bei 6000 Tonnen reden wir trotzdem noch über eine ganz andere Größenordnung von Raumfahrt-Bastelei. Apropos Strukturen und Entspannung: Das erinnert mich an mein Wohnzimmer, in dem ich beim Betrachten von maritimer Dekoration und Küstenschmuck abschalte, das bringt nach dem ganzen technischen Stress eine richtig entspannte Meeresbrise in den Raum!

Galatea:
An dem Punkt dürfte es einfacher sein eine Werft im Orbit zu bauen, die die "Produktionswerften" (oder deren Bestandteile) baut, oder alles gleich komplett zu importieren.
Gerade wenn man ohnehin viel Material importieren muss, würde es ja Sinn machen, das Ding dann auch gleich woanders (weitgehend) zusammenzubauen, wo man die dafür nötige Produktionsinfrastruktur schon hat.

Feuersänger:

--- Zitat von: Skeeve am 29.08.2026 | 13:11 ---ist das jetzt die große 3x4,5km Variante oder die kleine 1,8x2,6km-Version?

--- Ende Zitat ---

Ich habe mich jetzt auf die 1,8x2,7km Version eingeschossen. Wie gesagt: internes Volumen ca 145Mm³, Leermasse (inkl Produktionsanlagen) ca 6000t. Maximaler Auftrieb angeblich (habe ich nicht überprüft) 10.000t. Diese Variante sammelt genügend Energie, um pro Tag 100t H2 und 200t C zu produzieren.  Natürlich übersteigt es da auch mein Pay Grade, die Stabilität zu berechnen. Aber ich sage mal: wenn rechnerisch CNT stark genug sind, um Weltraumlifte auf kleineren Welten zu bauen (nicht auf der Erde aber zB auf Luna, Mars und Titan), dann sollten sie doch auch stark genug sein um so einen Riesenzeppelin zusammenzuhalten.


--- Zitat von: Galatea am 29.08.2026 | 13:20 ---An dem Punkt dürfte es einfacher sein eine Werft im Orbit zu bauen, die die "Produktionswerften" (oder deren Bestandteile) baut, oder alles gleich komplett zu importieren.
Gerade wenn man ohnehin viel Material importieren muss, würde es ja Sinn machen, das Ding dann auch gleich woanders (weitgehend) zusammenzubauen, wo man die dafür nötige Produktionsinfrastruktur schon hat.

--- Ende Zitat ---

Ja, im Prinzip schon, aber wie gesagt hat man dann halt das Problem, wie man den Krempel runter in die Atmosphäre bringt. Grundsätzlich weisen die Umstände schon auf so ein Konzept hin, im Orbit Module zu bauen, diese aerodynamisch zu verpacken und mit Aerobraking runterzubringen, wo sich dann Ballons aufblasen und diese Module ins Zielgebiet bringen, wo sie dann zusammengeschraubt/geschweisst/gelegot werden. Wenn mal ein Schwebkörper nicht genau da landet wo er hinsoll, kann man ihn zB von solargetriebenen Flugzeugen aus mit einem Lasso einfangen und reinholen.

Trivia: um einen Körper auf 72km Venus-Höhe auszubalancieren, braucht man einen Auftriebskörper mit 5t Wasserstoff pro 100t Gesamtgewicht. Auf den Rochen bezogen heisst das, ca 2/3 des internen Volumens ist von Auftriebszellen belegt, der Rest - ca 50 Mio m³ - steht uns für Maschinerie, Produktion, Habitat usw zur Verfügung.
Zwar ist so ein Rochen auch selber ein Lifting Body und könnte seinen Auftrieb auch aerodynamisch erzeugen, aber dann riskiert man halt, dass bei einem Motorschaden das ganze Trumm abstürzt. So haben wir Redundanz: prinzipiell bleibt ein Rochen mit 300t Wasserstoff in den Auftriebszellen von ganz alleine auf 72km Höhe hängen, aber wenn damit etwas schief geht kann er auch noch Auftrieb durch Vortrieb erzeugen. Natürlich brauchen wir aber wie gesagt die Auftriebszellen auch zur Gewährleistung der internen Stabilität, es dürfen also nicht zu viele auf einmal kaputtgehen.

Chaos:

--- Zitat von: Feuersänger am 29.08.2026 | 15:01 ---Wenn mal ein Schwebkörper nicht genau da landet wo er hinsoll, kann man ihn zB von solargetriebenen Flugzeugen aus mit einem Lasso einfangen und reinholen.
--- Ende Zitat ---

Na das ist doch mal echtes Kino: Ein Schwebkörper-Rodeo in den Wolken der Venus!

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