Ich denke, das war Anno Steinzeit auch schon nicht wirklich anders.
Nein war es auch nicht.
Damals ('90er) hatte ich in meiner lokalen Bubble "Kleinstadt" eine Handvoll Spielleiter. Und alle waren Studenten, hatten Zeit und Muße sich zu unterhalten.
Aber auch da waren es unterschiedliche Interessen und Ansichten, die es schwierig machen, das wirklich konstruktiv zu halten.
Erschwerend dazu war die Tatsache, dass man sich gegenseitig spielleiterte und man gar nicht so sehr über die aktuelle Kamagne brainstormen konnte, ohne sich gegenseitig zu spoilern.
Ausserdem fehlte wirklich in vielen Dingen das Verständnis, das erst später einem die Erkenntnis brachte, warum man so gewalttig aneinander vorbei redete...
Man muss sich mal vorstellen, dass (nur als Beispiel)
"Robin's Laws of Good Game Mastering" erst 2002 erschien und sowas wie unterschiedliche Vorlieben beim Spielen (Storyteller, Tactican Gamer, Simulationist) klassifizierte. Und selbst das war noch Frühzeit der Rollenspieltheorie und sehr ungenau...
Vorher quatschte mal vage im Nebel der eigenen Vorstellungen und war sich in vielen Dingen nicht wirklich bewusst, warum Dinge nicht so gut verliefen, wie man sich das selber ausgemalt hatte.
Dazu kam ja auch noch eine Schule des Rollenspiels, die das "Spielleiter erzählt seinen Plot" glorifzierte und die Vorstellungen der "was will der Spieler eigentlich mit seinem Charakter machen" völlig ignorierte. Sandbox, "RPG as a game" und dergleichen waren ja für viele "gar kein echtes Rollenspiel" (TM)

Und sich dann auf Spielleiter-Ebene drüber unterhalten? Uiuiuiuiui, Tiffy, Tiffy, Tiffy...!