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[Arcane Codex] Was zeichnet den Hintergrund von AC aus ?
Faryol:
Ich gehe da größtenteils mit Vermi konform.
AC hat seinen Dark-Fantasy-Main-Plot und ein buntes Patchwork an Ländern aller Coleur (s. thedwarf), allerdings sind die Länder im einzelnen grob umrissen (kaum was, dass man in anderen Settings oder Historie nicht auch findet), bieten aber sehr viel Spielraum in dem ein SL (oder nun auch die Quellenbuchautoren) eigene Ideen einbringen kann.
Die Stärke von AC liegt m. A. n. in den Möglichkeiten der mannigfaltigen Charaktergestaltung und dem wie Marcel schon erwähnte griffigen 2W10-System.
Was jetzt in wie weit wo geklaut ist, kann ich nicht sagen, aber egal welches System man hernimmt für sein Spiel, im Vordergrund steht doch der Spielspaß und das was man aus einem System/Setting macht. Das ist jetzt meine persönliche Meinung.
Ach ja, was mir persönlich weiterhin noch an AC gefällt ist das drumherum - die nette Fangemeinde! ;)
Azzu:
Tatsächlich kann IMHO Arcane Codex, was die Regeln angeht, im direkten Vergleich mit den Hauptkonkurrenten D&D, DSA und Earthdawn punkten. Nach Regeln war aber in diesem Thread nicht gefragt.
@Verminaard: Drachenlanze ist auch ALT und hat Kultfaktor. Apokalyptische Kriegsszenarien und die promiente Rolle der Drachen geben DL auch ein individuelles Flair - oft kopiert, nie erreicht. Von Hintergründen, die geschrieben wurden, als ich gerade erst dabei war, Lesen zu lernen, erwarte ich mir auch gar nichts bahnbrechend Neues ;).
Von einem Rollenspiel, das nach 30 Jahren Entwicklung auf dem Rollenspiel-Sektor mit eigenem Hintergrund herauskommt, erwarte ich mir aber schon eine gewisse Originalität als Existenzberechtigung!
USUL:
--- Zitat von: Azzurayelos am 28.10.2004 | 16:10 ---Tatsächlich kann IMHO Arcane Codex, was die Regeln angeht, im direkten Vergleich mit den Hauptkonkurrenten D&D, DSA und Earthdawn punkten. Nach Regeln war aber in diesem Thread nicht gefragt.
--- Ende Zitat ---
Aber das ist für viele dennoch eine Kaufentscheidungsfrage: Ich z.B. lieb die Welt von Shadowrun aber das Systehm finde ich absolut besch§$%$ ... Gerade die Art des Regelwerkes erzeugt eine bestimmte Stimmung beim "Spielen" da z.B. eine ewige Legende in AC immernoch von einem Startcharakter bezwungen werden kann... aber nun gut sowas wollt ihr wohl nicht hören.
--- Zitat von: Azzurayelos am 28.10.2004 | 16:10 ---Von einem Rollenspiel, das nach 30 Jahren Entwicklung auf dem Rollenspiel-Sektor mit eigenem Hintergrund herauskommt, erwarte ich mir aber schon eine gewisse Originalität als Existenzberechtigung!
--- Ende Zitat ---
Ganz kurz gesagt, es gibt auf Kreijor im Prinzip nichts, was es nicht gibt. Allerdings sind viele Dinge auf bestimte Gegenden beschränkt und sehr selten. Sie bietet dem Speilleiter unzählige Möglichkeiten aber wie man die Welt darstellt liegt ebenfalls (zum großen Teil) in der Hand des SL´s.
Ich sehe die Welt als dreckig, grausam, tödlich und düster aber sie ist auch gleichzeitig schillernd, heroisch, episch und einzigartig. Die Helden besitzen unglaubliche Fähigkeiten und scinematische Kampftechnicken und wirken unbezwingbar, haben aber alle ihre Schwächen und dunklen Seiten. Selbst die Lichtbringer (eine Art strahlende Paladine) besitzen in ihrer Geschichte riesige Schandflecke und dennoch kämpfen sie unetwegt für "das Gute" obwohl sie im vampierbeherrschten Drakia schlimmstens verfolgt und abgemetzelt werden... Die größte Metropole Kreijors wurde im ersten Kataklysmus völlig zerstört und ist bis heute ein dämonenbeflecktes Sperrgebiet. Die Prophezeihung von Quorum dem Träumer besagt das mit dem anstehenden dritten Kataklysmus die Welt untergehen wird, aber es gibt auch Legenden, nach denen jemand mit Eisatem -dem Schwert des Champions- dies verhindern wird....
CrazyDwarf:
Achja, das es legitim ist alle möglichen Parteien und Personen - ich möchte jetzt nicht sagen chaotisch oder böse - ungut oder unrechtschaffen zu spielen ohne das sie sofort als Monster (so kann man sie aber auch darstellen) darstehen. Ich für meinen Teil interpretiere selbst bei Gesellschaften und Personen die andere AC'ler als gut empfinden viel "Übles" hinein (und umgekehrt). Selbst meine ach so geliebten Zwerge die normalerweise im klassischen Fantasy RPG auf der guten Seite stehen kommen in meiner Interpretation nicht so gut weg, ebenso die niedlichen kleinen Halblinge und Feen (ganz zu schweigen von den Elfen) währned Trolle und Orks erstaunlich gut dastehen. Aber das ist alles Ansichtssache. Wenn der Spielleiter und die Spielleiter es wünschen passt außer vielleicht den Dämonen aber auch wirklich garnichts vom Hintergrund in ein Gut/Böse-Schema. Hierzu sind auf der AC-Fanpage schon die dollsten Diskussionen gelaufen - wie z.B. Faryol oder USUL sicher bestätigen können werden (ich denke hier an die Seitenlange "Ist Hexerei böse" Diskussion wo wir uns am Ende auf einen vergleich der Hexerei mit Atomkraft geeinigt haben).
Sicherlich ist alles Auslegungssache... Ich für meinen Teil finde das System, die möglichen Charaktere und die Welt einfach klasse und nachdem ich AC eine Weile angespielt habe kann ich nun sagen: Ja - das isses. Deswegen bin ich auch überzeugter AC-Spieler und Supporter.
Ich sage nicht das es das beste System ist (es gibt immer Ungereimtheiten/Regelfragen) aber es ist verdammt nah dran. Und die Community möchte ich auch nicht mehr missen.
Azzu:
--- Zitat von: USUL am 28.10.2004 | 16:34 ---Ich sehe die Welt als dreckig, grausam, tödlich und düster aber sie ist auch gleichzeitig schillernd, heroisch, episch und einzigartig. Die Helden besitzen unglaubliche Fähigkeiten und scinematische Kampftechnicken und wirken unbezwingbar, haben aber alle ihre Schwächen und dunklen Seiten.
--- Ende Zitat ---
Das meinte ich in etwa mit dem David Gemmell-Feeling in meinem Post oben ;).
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