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Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
Jens:
Jupp^^ hierzu siehe auch:
http://www.lustigesrollenspiel.de/start.php?target=13&tafel=4&recall=1 <- Der Altmeister ;)
Bad Horse:
--- Zitat von: Xantus am 20.06.2005 | 19:53 ---@Leonie: Der Weg der den SC am Einfachstem erscheint - der erscheint auch den Spielern am Einfachstem. Die Trennung SC und Spieler gibt es nicht - der Spieler denkt - nicht der SC. Selbst wenn der Spieler den SC darstellt - dann denkt immernoch der Spieler (mit ein paar Handycaps)... das ist untrennbar verbunden.
--- Ende Zitat ---
Klar, daß es keinen separaten SC gibt, der denkt. Aber es kann schon sein, daß sich ein Spieler folgendes überlegt: "Hmm, ich kenne ja nun meinen SL, und ich weiß, daß ich nach B müßte. Aber mein Char weiß das nicht, für den sieht der Weg nach C einfacher aus. Und ich denke, es könnte interessant sein, auch nach C zu wandern - mal schauen, was passiert..."
Beispiel: Mein Char bei Vampire dachte eine Weile lang, es wäre einfacher für ihn, immer mal wieder ein bißchen Kokain zu nehmen, um fit drauf zu sein. Und dann war es natürlich einfacher, seinen Kumpel kokainsüchtig zu machen, damit er bei Bedarf immer Blut von ihm trinken konnte... mir als Spieler war allerdings durchaus klar, daß das auf Dauer zu viel mehr Problemen führt als es löst. Nur fand ich die Probleme eben interessant... ;)
Boba Fett:
Anderes Beispiel für Leonies Argument:
Bei in Fading Suns war unser Brother Battle (eine Art Templer) so Technik abgeneigt, dass er gut und gerne als Avesti (Inquistion) durchgehen konnte. Der Spieler wusste, dass der Orden der Brother Battle eigentlich recht weltoffen war, und dass er durch diese Einstellung der Runde eine Menge Schwierigkeiten machte, und sich selbst dadurch auch eine Menge Optionen (Verwendung von Technik) verbaute - aber er nahm das in Kauf.
Der optimalste Weg ist nicht immer der interessanteste.
Xantus:
--- Zitat ---Ja, nur solltest du dich dabei mal fragen, ob das wirklich ein Fehler ihrerseits ist, oder ob sie einfach nicht so spielen wollen? Vielleicht wollen sie sich um sowas ja garkeine Gedanken machen sondern lieber fröhlich durch die Gegend ziehen und ein paar Monsterärsche verprügeln und Todesfallen überwinden?
Und wenn sie das so spielen wollen, so wie du es vorbereitest, dann mach ihnen am vllt mal an enem Beispiel was vor 1-2 Abenden passiert ist klar, was sie falsch gemacht haben und erkär ihnen wie man sowas plant, die ständigen Bestrafungen scheinen ja nicht zu wirken.
--- Ende Zitat ---
Wenn das so ist, dann brauchen die Spieler einen anderen SL und der SL andere Spieler. Das Problem ist nämlich dann, dass der SL planende Spieler will - und die Spieler garnicht planen wollen.
Wenns dort keinen Konsens gibt der für alle vertretbar ist - dann sollte man die Gruppe auflösen.
--- Zitat ---Der Spieler wusste, dass der Orden der Brother Battle eigentlich recht weltoffen war, und dass er durch diese Einstellung der Runde eine Menge Schwierigkeiten machte, und sich selbst dadurch auch eine Menge Optionen (Verwendung von Technik) verbaute - aber er nahm das in Kauf.
--- Ende Zitat ---
Da kommt es darauf an ob die Gruppe so spielen will. Ich kenne Gruppen deren Rollenspiel daraus besteht sich gegenseitig (ingame) laufend in die Pfanne zu hauen und auf die Art zu duellieren. Ich kenne wiederum auch Gruppen die immer als Team spielen und sich noch nie in die Pfanne gehauen haben.
Beide sind damit glücklich.
Der eine indem er Konflikte innerhalb der Gruppe lösen will - der andere außerhalb. Also quasi eine interne Spielweise (Gruppe gegen sich) oder extern gerichtete Spielweise (Gruppe gegen die Welt). Mischt man beide Fraktionen gibt es deftigste Probleme.
Und besonders bei Typ 1 (intern) ist es oft so, dass Spieler sich SC bauen die von anfang an darauf ausgelegt sind die Gruppe in Probleme zu bringen und deren Spaß darin besteht andere Spieler zu ärgern, wohlbemerkt: Die Spieler - nicht die SCs. Die SCs sind da nur das Mittel zum Zweck.
Und da dreht sich mir der Magen um - Rollenspiele sind nämlich nicht nur Laientheater wo man eine Rolle darstellt wird - sondern ein soziales Gefüge. Von daher darf dort auchnicht der Grundsatz gelten, dass nur der SC dargestellt wird und damit solches Verhalten legitim ist - außer alle wollen es so, dann ist das ja der Zweck der ganzen Runde.
Wenn ein SC ingame allen anderen SC ingame nur Probleme macht - dann würden die SC den SC auch austauschen... und d.h. im Klartext: So ein SC spielt nicht lange mit - neue SC desselben Schemas nachzubauen ist dann ebenfalls nicht legitim - schließlich kann es nicht sein, dass 1 Spieler der ganzen Gruppe seine Sicht von Spielweise aufzwingt. In so einem Fall geht dann nicht nur der SC sondern auch der Spieler.
Und da wären wir beim Punkt: Wenn Spieler und SL gegensätzliche Auffassungen vom Rollenspiel haben und da kein Konsens geht - dann muss man sich trennen.
Die totale Trennung von SC und Spieler zu erlauben heißt nichts anderes als zu ignorieren, dass hier Menschen miteinander spielen. Wieweit man dies nun mischt ist Geschmackssache - extrem ist SC only, bzw. Spieler spielt sich selbst. Es hat nicht soviel damit zu tun, dass keine Konflikte existieren müssen - sondern wie damit umgegangen wird. Konfliktloses RPG ist nunmal genauso dumpf wie ein RPG mit nur Konflikten wo garnichts mehr passt.
Btw: Das sollte jetzt nicht heissen, dass ich denke du siehst nur 1 Aspekt... aber ich finde doch, dass in ganz vielen Gruppen der Aspekt "Gruppe = soziales System der Spieler" total ignoriert/übersehen wird.
Ich denke dies ist auch der Casus Knacktus warum soviele SL und Spieler den ganzen Tag über ihre ganzen Probleme lamentieren - sie merken einfach nicht, dass sie mit Leuten spielen die eine andere Vorstellung von Spaß haben. Wenn sie das Soziale Outgame nicht beachten - dann werden sie auch nie dies als möglichen Grund für Probleme sehen und demzufolge immer über schlechte SC, SL usw... streiten. Wenn ich nämlich mecker, dass jemand scheisse spielt - dann weil mir seine Definition von Spiel und Spaß nicht passt. Das ist immer eine Frage von Spieler - Spieler oder SL - Spieler. Mit "ingame" hat das nämlich nichts zu tun, ingame = Folge des Begriffes "Spaß" von SL/Spieler.
Stefan G.:
--- Zitat von: Xantus am 22.06.2005 | 14:53 ---Wenn das so ist, dann brauchen die Spieler einen anderen SL und der SL andere Spieler. Das Problem ist nämlich dann, dass der SL planende Spieler will - und die Spieler garnicht planen wollen.
Wenns dort keinen Konsens gibt der für alle vertretbar ist - dann sollte man die Gruppe auflösen.
--- Ende Zitat ---
Ich denke das gilt nur im extremsten Fall. Eben nach dem Konses den du erwähnt hast sollte man erst suchen, und zwar indem beide Seiten mitwirken. Wenn der Spielleiter dabei versucht alleine was zu basteln, dann klappt das meist nicht.
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