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[Wushu-7te See] Kapitel 7 Eisen

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Dash Bannon:
'Ihr seid ungewöhnlich, sehr sogar.', Anselm lächelt, 'aber an mir gibt es nicht viel kennenzulernen. Ich bin Anselm, wäre eigentlich Graf, bin nun aber Söldner. Mein Onkel hat mich in diese Lage gebracht, indem er meinen Vater tötete und mir diesen Mord anhängte. Ich war damals jung und noch sehr unerfahren, so dass ich wenig tat oder tun konnte um gegen diese Vorwürfe anzugehen, ich floh. Jetzt kehre ich zurück um diese Angelegenheit zu bereinigen. Ich bin dass was mein Leben aus mir gemacht hat, das ist nun mal so, ich kann das nicht ändern, aber gibt es vielleicht etwas bestimmtes dass Ihr wissen sollt, ausser wie es um meine Unschuld bestellt ist?', er lächelt wieder, 'aber sollten wir nicht bald zurückkehren um meinen Freund Jason nicht noch mehr Anlass zu Spekulationen zu geben?'

Nelly:
"Seid ihr wirklich sicher ich möchte wissen wie es um Eure Unschuld bestellt ist?" zwinkert sie ihm zu "Es ist hart und grausam wie wir teilweise mit den unsrigen verfahren, aber ich glaube so ist nun mal das Leben. Entweder man lernt damit umzugehen oder man geht unter." sagt sie sanft mit dem Kopf auf den Boden gerichtet und scheint wohl gerade über ihre eigene Vergangenheit nachzudenken. Dann dreht sie sich wieder zum Feuer um und strafft ihre Schultern, so als wolle sie niemandem zeigen welch Last auf ihnen liegt. Sie bückt sich und nimmt einen Holzscheit von dem Stapel der seitlich des Kamins gelagert ist um etwas Holz nachzulegen. Sie dreht sich wieder um und blickt ihm direkt in die Augen. Dabei versinkt sie einen kurzen Augenblick in seine grau-blauen Augen. Dann fängt sie wieder an:
"Lassen wir Jason spekulieren wie er möchte, dieser alte Haudegen hat Augen im Kopf und wird wohl sehen das wir nicht unanständig waren." sagt sie ebenfalls lächelnd. "Habt ihr denn noch Geschwister, ich meine Geschwister die euch Verbündete sein könnten? Und weshalb seid ihr so kritisch gegenüber Wulfila eingestellt?" sagt sie voll ehrlichem Interesse.

Dash Bannon:
'Geschwister hab ich keine. Ihr müsst wissen das meine Mutter recht jung verstarb, so früh dass ich sie kaum kannte, aber so ist Eisen und ich hatte es noch immer um ein vielfaches besser als viele andere.', seine Haltung strafft sich, 'und Wulfila ist mir im Grunde egal, aber er hat kein Anrecht auf das was er besitzt, sein Vater hat sich Thurau gestohlen, geraubt sollte ich besser sagen.'

Anselm scheint erneut wütend zu werden, beruhigt sich dann aber wieder.

'Aber um Thurau kümmere ich mich später, zuerst werde ich mich um meinen Onkel kümmern.'

Nelly:
„Ich habe auch keine Geschwister, meine Mutter habe ich kennen gelernt aber sie ist vor kurzem gestorben. Euren Cousin habe ich kurz danach kennen gelernt. Ich war ziemlich überfordert mit der ganzen Situation, mein Stiefvater versäuft und verspielt alles und ich musste mich um unser Land kümmern. Er hat sich einen Dreck um die Menschen gekümmert Hauptsache er  hat seinen Spaß. Eines Tages entdeckte man uns, wir gingen immer nur spazieren, hielten uns an den Händen und er erzählte mir wie es am Hof zuging. Er erzählte mir auch immer über Euch. Irgendwann formte sich ein ziemlich übles Bild. Ich dachte ihr seid ein Monster.“ Sagte sie leise und blickte bestürzt auf den Boden. Sie sprach offen und ehrlich und nun sah er auch weshalb es ihr wichtig war alleine mit ihm zu sprechen. All die Erinnerung an diese Zeiten überfluteten sie. „Nachdem man uns entdeckte trat euer Onkel in Kontakt mit meinem Stiefvater. Beide sind vom gleichen Schlag, noch waren wir nicht verarmt und die finanziellen Mittel wären Eurem Onkel gerade Recht gekommen. Auch haben wir recht starke Truppen die noch nicht verbraucht sind. Kurz um wir standen ziemlich gut da.“ Sie blickt auf und sah ihm direkt in die Augen „Ich weis nicht warum wir es nicht getan haben, ich habe keine Ahnung ob es etwas gibt das ich nicht weis, aber Wulfila hat es mir damals ausgeredet. Ich selbst mache einfach nur ungern das was mein Stiefvater mir sagt da er meist einfach nur in betrunkenem Zustand ist und kaum klar denken kann. Weshalb Wulfila allerdings nicht wollte ist mir heute noch ein Rätsel, denn politisch gesehen wäre es ein guter Schachzug gewesen und ich war in ihn verliebt gewesen.“ Sie läuft um den Sessel herum „Wenn ihr auf ihn trefft, und ihr um einen Kampf nicht herumkommt, dann seid auf jeden fall vorsichtig, Wulfila ist ein ebenso starker Kämpfer wie ihr es seid. Auch wenn man es  ihm nicht ansieht. Er war oft mit seinen Freunden unterwegs und hat selbst so manches erlebt.“
Sie setzt sich auf die Armlehne und schweigt einige Sekunden, dann fasst sie einen Entschluss. Sie greift in ihre Tasche und holt etwas heraus. Eine Silber und Goldmünze. Die Silbermünze hat keinen Makel, die Goldmünze allerdings war gebogen und hatte Einkerbungen. Ihr Onkel hatte ihr auf diese Weise zeigen wollen das sie unbeugsam und starken Willens sei, standhaft wie eine Eiche im Sturm. Sie blickt auf die Münzen und läuft zu Anselm hinüber. Hat die Münzen in der einen und ergreift eine seiner Hände mit der anderen. Sanft hält sie seine Hand in der ihren und legt die beiden Münzen in seine Hand und umschließt sie mit seiner Faust, während sie die Hand in ihrer hält fängt sie wieder mit sanfter ruhiger Stimme an zu sprechen "Nach allem was ich über Euch gehört habe, und nach allem was ich selbst mit Euch erlebt habe!" sie öffnet seinen Handballen und er blickt auf die Silbermünze die gleich neben der zerdrückten Goldmünze liegt. "Unbeugsam, das bist Du und ich zweifle nicht daran das es gelingen wird." sagt sie etwas leiser und sanft.

Dash Bannon:
Anselm blickt sie einige Zeit nachdenklich an, dann wandert sein Blick zu den Münzen und wieder zu Oceanne.
'Unbeugsam?', es ist unklar ob er sie oder sich selbst fragt, 'Ich weiss das Wulfila ein starker Mann ist, wäre er es nicht, könnte er nicht herrschen, aber ich danke Euch für Eure Warnung', fährt er mit leiser Stimme fort.

Dann scheinen seine Gedanken abzuschweifen und als er seine Finger sanft über ihre Wange gleiten lässt wirkt dies fast unbewusst, langsam nähert sich sein Gesicht dem Ihren...

Urplötzlich scheint er sich wieder seiner Umgebung bewusst zu werden und zuckt zurück, die Münzen fallen ihm aus Hand, 'Verzeiht', murmelt er, 'Verzeiht mir.', er wirkt traurig, 'ich wünschte es wäre anders, vielleicht könnten....', er läuft zur Tür zurück, 'ich bin im Moment nicht mit mir selbst im Reinen, ich war es wohl nie. Ich...Wir...es tut mir leid.', ruckartig öffnet er die Tür und verlässt den kleinen Raum, er ist sichtlich aufgewühlt.

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