Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
D&D ist Doof (geworden)
Thalamus Grondak:
Stimmt, ich habe hier nichts darüber geschrieben, wie meine Gruppe das sieht, aber das ist absicht, weil ich hier eben nur über diesen speziellen Aspekt reden will, nämlich den Aspekt, das ich das Gefühl habe, das D&D die spielweise von eigentlich guten Spielern Korrumpiert. Und weil ich eben genau nicht über Dinge wie "Es liegt immer an den Spielern, wenn was falsch läuft" reden wollte. Es geht nur um den Austausch von Erfahrungen. Es gibt hier einige Leute die meine Erfahrung teilen, und einige die das nicht tun. Einige sagen man kann sich mit dem Systmem Arrangieren andere sagen, das System bietet genau das was ich will.
Darum geht es mir.
Ich brauche keine Lösungsansätze, sondern lediglich Erfahrungsaustausch.
Wenn ich in diesem Thread anfange über Lösungen zu Diskutieren, und was die Spieler damit zu tun haben, landen wir Ruck-Zuck wieder in einem Faden der nichts mit dem zu tun hat, was ich hier diskutieren will.
Gwynnedd:
ich hab den größten Teil des Threads nicht gelesen, aber ist es euch schonmal aufgefallen, wie sich die Anzahl der Feats auf Kampf und Nichtkampf verteilt? hier legt das System ganz eindeutig etwas vor, vor allem weil die Nicht-Kampf-Feats imho nicht sonderlich sinnvoll sind. somit geht D&D imho eher richtung KoSim als RPG...
Boba Fett:
@Monkey:
Grundsätzlich gebe ich Dir recht. Man sollte schon schauen, warum es nicht gut läuft, und es dann versuchen, gemeinsam zu lösen.
Aber in diesem Fall ist die Aussage "DnD verleitet zu einem Spielstil, der mir nicht gefällt".
Gut, kann man auch auch umformulieren: "Meine Spieler lassen sich vom Spielstil des System zu sehr beeinflussen."
Ersteres kann man abwenden, wenn man etwas spielt, dass zu einem Spielstil verleitet, der einem gefällt (oder etwas, dass nicht beeinflusst).
Ob man zweiteres ändern kann, ist fraglich. Sicherlich kann man sich dessen bewust werden, Besserung geloben und auch sich bemühen, sich nicht weiter beeinflussen zu lassen.
Ich behaupte, die wahrscheinlichkeit, dass man sich irgendwann aber doch wieder beeinflussen lässt, ist nicht gerade klein.
Sicherlich, der richtige Weg ist, sich zusammenzusetzen und gemeinsam Ursache und Problem zu erörtern und dann eine gemeinsame Lösung zu suchen. Aber vielleicht ist die richtige Konsequenz manchmal auch, zu erkennen, dass man mit einem anderen System mehr Spaß haben kann.
Dafür gibt es nämlich so viele unterschiedliche Systeme - um die einzelnen Spielstile zu bedienen. Sonst würden ja alle GURPS spielen... ;D
Tele-Chinese:
--- Zitat von: peukster am 28.09.2005 | 02:04 ---allerdings habe ich nie verstanden wesshalb das system letzendlcih für rollenspielerische mängel von spielern oder spielleitern herhalten soll. es lässt letzendlcih alles zu und es obliegt der gruppe inwieweit sie die sich dem regelwust beugt.
--- Ende Zitat ---
D&D lässt definitiv NICHT alles zu was man gerne spielen möchte. Man befindet sich schließlich noch immer in einem Regelkorsett bzw. in Regelmechanismen die bestimmte "arten" des Spiels fördern oder unterbinden. Damit bekommt man vom System her schon eine Vorgabe wie das Spiel laufen soll - einen implizierten Stil. Man ist also schon vom System her beeinflusst im Rollenspiel. Da hilft auch kein krampfhaftes dagegegen anspielen. Man wird so schlicht und einfach D&D Müde. Das hat Thalamus ja auch schon geschrieben.
Und mir gehts genauso. In meiner Stammgruppe hangeln wir uns auch "nur" von Kampf zu Kampf; den anderen reicht es anscheinend - mir aber nicht mehr...
--- Zitat von: Selganor am 28.09.2005 | 10:16 ---Dann liegt es aber nicht daran dass das "System doof" ist sondern dass du (bzw. dein "Stil") nicht mit dem System klarkommst
--- Ende Zitat ---
Aber Selganor ich erinnere an folgendes:
--- Zitat von: Thalamus Grondak am 27.09.2005 | 14:48 ---@Selganor
Die Aussagen sind natürlich alle IMHO und nur bei meiner Spielweise gültig.
--- Ende Zitat ---
Da ging es zwar um Powergaming, aber ich denke man kann das auch auf die Feststellunfg "D&D ist doof" anwenden. Wenn man System-Müde wird, wird das System doch auch irgendwie doof.... ;D Und Thalamus hat ja nun eindeutig klar gemacht worum es ihm in diesem Thread geht: Erfahrungsaustausch um im Anschluß daran Lösungsansätze zu erarbeiten.
-----Einschub-----
--- Zitat von: Jens am 28.09.2005 | 11:24 ---Seit das Regelbuch keine Autorität mehr ist, geht alles viel flüssiger und schöner. :)
--- Ende Zitat ---
Das finde ich eine sehr gute Idee. Vielleicht kann ich unsere Leute auch davon überzeugen. Dabei fällt mir auf, anscheinend gibt es zur Zeit bei den käuflich erwerbbaren RPG's einen Trend in Richtung "Regelbuch-Autorität" "Wert für jeden Scheiß, im Grunde kann man ALLES nachschlagen weil es für alles Regeln gibt" (Zitat von Jens). Aber das nur mal am Rande angemerkt.
-----zu Ende-----
Und zum Schluß, weils so schön ist:
--- Zitat von: Boba Fett am 28.09.2005 | 12:13 ---Manchmal ist ein DnD fahrer irgendwann unzufrieden, weil sich seine Ansprüche ändern. Er will dann eben keinen Panzer mehr fahren, sondern Limusine, Kleinwagen oder Transporter.
Das DnD System ist deswegen nicht doof.
Es sind die Ansprüche die sich geändert haben.
--- Ende Zitat ---
max:
Also ich bin auch jemand aus der "Man kann mit jedem Rollenspiel alles spielen!" Fraktion, allerdings machen es den Leitern die einen oder anderen Systeme nicht leicht.
So z.B. D&D
Ich habe aufgehört D&D zu spielen,weil:
ich Charakterkonzepte nicht genügend umsetzen konnte,
die Entwicklungsmöglichkeiten zu starr und monoton sind,
ein gewisser mindestgrad an Realität fehlt (den ich für meine festen Spielgruppen unbedingt haben möchte),
das Magiesystem einfach zu farbenfroh und imho schlecht ist,
das gesammte System imho Dungeoncrawling impliziert,
und
Ich das blöde "Extrem High Fantasy Power bang boom zack" Artwork nicht leiden kann >;D
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