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[Fahrenheit] Filmreifer Okkult-Thriller mit interessanten Spielansätzen

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Felixino:
Ging mir damals auch so, nur habe ich dann soweit weitergespielt, bis ich nen Buch in ner Bibliothek suchen musste, was ne 1:10 Chance hat, dass du das richtige anklickst, aber nach jedem Fehlversuch sind die wieder routiert *würg*

Dr.Boomslang:
@Jasper
Wenn man es mit Geschichten und Interaktivität zu tun hat, dann können immer leicht zwei Prinzipien in Konflikt geraten, das Erzählprinzip und das Leistungsprinzip.
Einerseits soll dem Spieler was erzählt werden und er soll das Gefühl der Teilnahme an einer Geschichte bekommen, andererseits soll er etwas leisten und gefordert werden, oder zumindest den Eindruck haben. Außerdem verstärkt sich die Immersion u.U. auch durch die persönliche Anstrengung, nämlich dann wenn einem etwas gelingt und man im Flow ist. Das Problem ist natürlich das man völlig raus geworfen wird wenn man die Leistung nicht bringen kann.

Mit anderen Worten: Du bist zu schlecht! ;D

Andererseits kann ich dich schon verstehen. Erstens habe ich bei vielen Spielen auch den Anspruch einer leichten Zugänglichkeit. Wenn ich mich nicht dransetzen und sofort losspielen kann ohne irgendwas zu lernen oder zu üben, dann reagiere ich normalerweise genauso wie du. Zweitens, wenn man dem Spiel eines vorwerfen kann (außer dem etwas komischen Ende) dann ist es die steile Lernkurve am Anfang. Ich habe die erste Szene im Tutorial etwa 10 mal gemacht bis ich überhaupt gerafft habe was die von mir wollen. Die Sache mit den Mausgesten ist auch so eine Schwierigkeit, da sie einen schon ein bisschen damit fordern wollen das auch mal eine komplexere Bewegung gemacht werden muss.
Ich kann dir aber sagen im Verlauf des Spiels sind die Mausgesten einfach nur dazu da geschafft zu werden. Sie dienen im Prinzip nur dazu das der Spieler etwas macht was der Bewegung der Figur ähnelt. Herausfordernd ist das eher selten. Und über die Reaktionsspielchen kann man sich streiten. Wenn man sie einmal kann ist selbst die schwierigste Stufe eigentlich kein Problem (du kannst übrigens jederzeit auf leicht stellen).
Da muss man eventuell ein bisschen üben, das lohnt sich aber. Bei den Mausgesten muss man z.B. keine genauen Formen abfahren, sondern nur grobe Richtungen hintereinander schieben (weil man ja über die Ränder nicht hinaus gehen kann). Für die Reaktionsspielchen ist es gut sich die Tasten so zu legen dass man beide Hände gut auf die Tastatur legen kann, z.B. links WASD und rechts Nummernblock.

Man muss aber zugeben: Den Designern ist nicht wirklich eingefallen wie sie den Misserfolg des Spielers in das Spiel einbauen. Insofern ist es nicht wirklich interaktiv. Das ganze Spiel ist so angelegt, das man einfach alles schaffen muss, damit es normal läuft. Das ist aber normalerweise auch kein Problem (wie gesagt gibt es ja noch den Schwierigkeitsgrad). Wenn man alles richtig macht ergibt es aber eine wie ich finde gute Illusion der eigenen Beteiligung und Leistung (mit sehr einfachen Mitteln), mich hat das erstaunt. Man sieht sowieso wie man Illusionismus machen kann (scheinbare Interaktivität, bei eigentlich recht statischem Verlauf). Das muss man halt auch mögen.

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