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[Fahrenheit] Filmreifer Okkult-Thriller mit interessanten Spielansätzen
Bluerps:
--- Zitat von: Surodhet am 23.10.2007 | 10:14 ---Die Drückerei hat mich allerdings nicht sonderlich gestört, kann aber auch daran liegen, dass ich mit Gamepad gespielt hab und es daher etwas intuitiver war.
--- Ende Zitat ---
Intuition war gar nicht das Problem. Ich hatte mir das ganz gut konfiguriert so das ich vor dem Finale die meissten Action-Sequenzen sehr problemlos hinter mich gebracht hab.
--- Zitat von: Dr.Boomslang am 23.10.2007 | 16:15 ---Das Tastenhacken als Instrument Stress aufzubauen ist wirklich schon alt, aber es entfaltet eben seine Wirkung. Manchmal stört es ein bisschen, als Zuschauer.
--- Ende Zitat ---
Das Problem ist, das jeder positive Effekt auf den Spieler zerstört wird, sobald er an so einer Sequenz mehr als zwei- oder dreimal scheitert. Danach fühlt er nichtmehr den nachempfundenen Streß der Spielfigur, sondern sondern den eigenen.
--- Zitat ---Die scheinbare Interaktivität ist auch toll gemacht. Natürlich ist sie pure Illusion, und damit ist die Enttäuschung garantiert, wenn man mal genauer rumprobiert. Aber das kann man verzeihen, es wäre ja anders kaum machbar.
--- Ende Zitat ---
Letztendlich hat jedes Spiel Grenzen was die Freiheit angeht, das liegt in der Natur der Sache, insbesondere bei einem stark handlungsbasierten Spiel. Das heißt aber nicht das bei Fahrenheit nicht mehr gegangen wäre. Ein Plot der sich z.B. nicht erst im Finale verzweigt. Man hätte auch Szenen stärker verändern können, so dass man auf andere Figuren trifft, oder andere Aufgaben bewältigen muss, je nachdem wie man sich in früheren Szenen verhalten hat.
--- Zitat ---Man kann so viel beeinflussen mit dem man nachher wieder konfrontiert wird, natürlich spielt das eigentlich alles keine Rolle, aber es macht die Welt scheinbar lebendig. Man muss wirklich Entscheidungen treffen und kann nicht alles probieren. Das sorgt für ein Gefühl der Kontinuität und ist optimal für Spannung und Immersion.
--- Ende Zitat ---
Das ist ein Effekt der für mich irgendwann aufgehört hat zu wirken. Die Erkenntnis das sich ohnehin nicht viel verändert, egal wasich tue - von Aktionen abgesehen die mich direkt töten - hat mir viel von der Immersion vom Anfang genommen.
--- Zitat ---Ich bin auf jeden Fall extrem gespannt auf das nächste Projekt von Quantic Dream, für das sie sich auch viel Zeit lassen. Es soll keine Fortsetzung von Fahrenheit sein, aber auch ein "interaktiver Film" mit dem namen "Heavy Rain".
--- Ende Zitat ---
Darauf bin ich allerdings auch gespannt. Fahrenheit hatte auf jeden Fall Potential und man kann Quantic Dream auch nicht vorwerfen, einfach irgendein anderes Spiel kopiert zu haben. Heavy Rain könnte also viel besser werden als Fahrenheit.
Bluerps
Plansch-Ente:
Wann kommt denn Heavy Rain? Habe eben gelesen dass es was Film-Noir-mässiges werden soll...und das ist natürlich GENAU mein Genre...
Dr.Boomslang:
--- Zitat von: Bluerps am 23.10.2007 | 20:18 ---Man hätte auch Szenen stärker verändern können, so dass man auf andere Figuren trifft, oder andere Aufgaben bewältigen muss, je nachdem wie man sich in früheren Szenen verhalten hat.
Das ist ein Effekt der für mich irgendwann aufgehört hat zu wirken.
--- Ende Zitat ---
Bei mir hat die Illusion erst nach dem Rumprobieren mit zwei drei verschiedenen Möglichkeiten nachgelassen. Anders kann ich es mir auch nicht vorstellen, da man ja sonst gar nicht wissen kann was alles möglich ist.
Wie gesagt hat mich dann aber auch enttäuscht wie wenig das eigentlich ist. Andererseits zeigt das eindrucksvoll mit wie wenig man eine schöne Illusion erzeugen kann (ist beim Zaubern ja auch so, die Methoden sind banal, man darf sie nur nicht kennen).
Eigentlich teile ich ja deine Kritik auch in allen Punkten. Ich finde nur dass Fahrenheit trotzdem ein Pflichtprogramm für jeden sein sollte, der sich für Adventures oder "Interactive Fiction", wie es so schön genannt wird, interessiert. Außerdem ist es zumindest beim ersten Spielen ein absolut unterhaltsames Spiel (bis auf das etwas wirre Ende).
@Phantom
Heavy Rain soll frühestens Mitte 2008 kommen, also wohl eher noch mindestens ein Jahr warten.
Plansch-Ente:
Sehe ich ähnlich: Jeder der gute Mystery-Serien oder Filme und/oder Adventures mag, sollte Fahrenheit gespielt haben.
wjassula:
Boah, übel. Ich hatte schon nach dem Tutorial keinen Bock mehr, und nachdem ich die erste Sequenz dann zum dritten Mal wiederholen musste, hab ich das Spiel wieder deinstalliert. Sein selbst gestecktes Ziel verfehlt Fahrenheit klar: Wenn man die Spieler in eine filmähnliche Handlung hineinziehen möchte, darf man nicht eine derart unintuitive Steuerung verwenden. Argh, die Perspektivensteuerung! Das doofe Masugeschiebe, wo man genau so rumrütteln muss, wie es der kleine Punkt anzeigt! Und dann diese plötzlich auftauchenden "Actionsequenzen": jetzt ganz schnell wie ein Hamster im Laufrad links und rechts drücken, sonst darfst du alles noch mal machen. Würg.
Nein, nein. Interaktivität geht anders. Bisschen weniger Kunstanspruch und bisschen mehr Spieldesign wären ganz gut gewesen.
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