Medien & Phantastik > Multimedia - Spiele
Elder Scrolls 4: Oblivion
Chaos:
--- Zitat von: Chiungalla am 9.11.2009 | 20:43 ---Nach damaligen Maßstäben:
- Geile Grafik
- Guter Sound
- wenig Bugs
- viele Möglichkeiten der Charakterentwicklung, inklusive der Gilden u.s.w.
- viele viele Quests
- Riesige Welt
- u.s.w.
Es gibt viele Sachen die für Oblivion sprachen, und auch immer noch sprechen.
--- Ende Zitat ---
Aber ja doch. Aus Kämpfergilde, Magiergilde, Diebesgilde und Assassinen mit jeweils 1/5 der Sidequest-Dichte hätte man noch jeweils ein eigenes brauchbar langes Spiel zimmern können.
Ich mache auch gerade mit der Bogenschütze/Dieb Variante gute Erfahrungen. Meine Hauptfertigkeiten sind Bogen, Leichte Rüstung, Waffenschmied, Schleichen, Sicherheit, Alchemie und Veränderung; Alchemie zwecks Geldscheffeln und Herstellung von Giften, Veränderung wegen Wasserwandeln, Wasseratmung und Öffnen (als Reserve falls die Dietriche ausgehen).
Man muss halt etwas anders an den Kampf herangehen; ein guter Bogen, gute Pfeile (ich benutze momentan Silber- und Zwergenpfeile), eine Verzauberung für den Bogen (Elementarschaden oder Schaden: Lebensenergie), dazu ordentliches Gift (sehr praktisch ist Stille gegen Zauberkundige; momentan nutze ich eine Kombination von Clannfear-Klauen und Daedra Venin (von Spinnendaedra), das gibt 5 Punkte Lebens-Schaden für 20 Sekunden, plus 2 Sekunden Lähmen), und dreifacher Schaden durch Schleichangriff, das haut ganz gut rein. Ich habe zwar in niedrigen Stufen Schwertkampf hochgelevelt, aber das Schwert brauche ich meistens nicht; viele Gegner lassen sich auch im Nahkampf noch ganz gut mit dem Bogen angreifen. Mein momentaner Bogen hat Feuerschaden, das ist sehr wirksam außer gegen Dunmer und Flammen-Atronachs. Ein Bogen mit Seelenfalle-Verzauberung ist auch nett, zum Füllen von Seelensteinen.
Fazit: ich bin momentan auf Stufe 20, und davon, dass die Gegner zu hart wären, habe ich noch nichts gemerkt.
--- Zitat von: falcon ---Wobei mich diese eher gestört hat. Nichts gegen Schnellreisefunktionen an sich, aber mir hätte es noch besser gefallen, wenn auch die Schnellreise ausschließlich zu Orten möglich wäre, die man eigenhändig entdeckt hat und zufallsbasierend durch Ereignisse unterbrochen und/oder noch an weitere Bedingungen (erfüllte Quests, zu entrichtender Obulus) geknüpft wäre. Ist doch irgendwie doof, dass man per billigem Klick zwischen Orten wechseln kann, zwischen denen man sonst keine 100 Schritte weit kommt, ohne überfallen oder angegriffen zu werden, selbst wenn man auf der Straße bleibt.
--- Ende Zitat ---
Abgesehen von den Städten, ist Schnellreise immer nur zu Orten möglich, an denen du schon einmal warst.
Allerdings gebe ich dir ansonsten recht - das Schnellreise-System könnte besser sein. Ich vermisse die Fähren, Teleporter und Siltstrider aus Morrowind. Und die Richtungspfeile für Questziele sind zwar praktisch, aber irgendwie... na ja.
Andererseits zwingt einen ja keiner, Schnellreise zu nutzen oder auf die Richtungspfeile zu achten.
Arkam:
Hallo zusammen,
ich denke man muss einfach sauber unterscheiden welche Art von Computerrollenspiel man gerne spielt.
Wenn einem bei Action Rollenspielen wie etwa Sacred oder Diablo die Story immer zu kurz kam und man sich außer Kampfcombos auch andere Fertigkeiten wünscht liegt man mit Oblivion und anderen Spielen schon sehr gut.
Da man bei einem solchen Spiel mit seiner Spielfigur viel durch die Landschaft läuft spielt für mich und da bin ich wohl nicht der einzige auch die Grafik eine große Rolle. Ich mag es wenn ich einen besonders schönen Ausblick genießen kann oder auch Mal eine Blumenwiese bewundern kann.
Ähnliches auch beim Sound das Rauschen der Blätter im Winde und das Summen der Bienen gehören zur Umgebung.
Ich denke das Mitleveln, das mich bisher weniger gestört hat als ich befürchtet habe, entstand als Reaktion auf die Erfahrungen mit dem Vorgänger Morrowind. Denn dort war es eben sehr einfach alle Fertigkeiten auf 100 zu bekommen. Die entsprechenden Modes führten hier heftigere Monster wie Mammuts, Drachen und Ähnliches ein. Bei Oblivion soll das Mitleveln diese Effekte reduzieren.
Ich finde es nett das ich bei Oblivion tatsächlich jedes Gebiet auf jeder Stufe bereisen kann und nicht einige Gebiete erst auf einem höheren Level erreichen kann der die dort vorkommenden Gegner auch verkraftet.
Die reale Weltsimulation sehe ich mit wechselnden Gefühlen. Wenn sie wie bei Oblivion mit den Ladenöffnungszeiten dazu führt das ich reale Spielzeit, die nicht immer reichlich vorhanden ist, an sie verliere ärgert sie mich. Wenn ich wie bei Two Worlds die Rüstung ausziehen muss um Schwimmen zu können finde ich sie nett, nicht wie bei Oblivion wo Tauchen in Vollplatte zum Hobby gehört.
Ich würde mir wünschen das man die Weltsimulation genauer einstellen könnte. Dazu wünsche ich mir Luxusfunktionen. Bei Two World ertrank man etwa wenn man in Vollplatte kurz untertauchte, da würde man sich ein automatisches Ausziehen und vor allen ein anschließendes automatisches Anziehen wünschen, natürlich beide abschaltbar.
Ein automatischer Teleport vor den ausgewählten Laden wenn er öffnet oder wenigstens ein entsprechendes Optionsangebot wäre schön.
Hier sehe ich auch die beste Möglichkeit für diese Art von Spielen sich ernsthaft voneinander zu unterscheiden. Wo man in einem Spiel die Gegner nach dem Erschlagen noch bestatten muss, erscheinen sie im anderen automatisch auf dem Plakat der Siege das man als Artefakt für kleines Geld an jede Hauswand kleben kann. Wo man in einem einen Palast nur in nobler Kleidung betreten darf halten im anderen Ausrufer Lobreden über den Helden.
Gruß Jochen
Yerho:
--- Zitat von: Arkam am 9.11.2009 | 22:50 ---Die reale Weltsimulation sehe ich mit wechselnden Gefühlen. Wenn sie wie bei Oblivion mit den Ladenöffnungszeiten dazu führt das ich reale Spielzeit, die nicht immer reichlich vorhanden ist, an sie verliere ärgert sie mich. Wenn ich wie bei Two Worlds die Rüstung ausziehen muss um Schwimmen zu können finde ich sie nett, nicht wie bei Oblivion wo Tauchen in Vollplatte zum Hobby gehört.
--- Ende Zitat ---
Also ich habe mich bei Oblivion einfach Schlafen gelegt, um die Wartezeit bis zur Ladenöffnung schnell zu überbrücken.
Und in Sachen Two Worlds kann ich mich praktisch nicht mehr daran erinnern, dass ich irgendwann mal ein Gewässer schwimmend überqueren musste ... Was aber wohl auch nichts gemacht hätte, da ich die Plattenrüstungen hässlich fand und lieber die Stufe darunter gepimpt habe. Aber davon einmal einmal abgesehen - meines Erachtens war in den schweren Rüstungen nicht schwimmen zu können ein in der Beschreibung ausgewiesener Malus, also ein aktives Spielelement, welches man durch eine freie Entscheidung umgehen konnte: Indem man die Rüstung nicht verwendet, wenn man häufig schwimmen will.
Was ich sagen will: Es hat vermutlich nicht nur mit der Art des Spiels, sondern auch mit dessen Wahrnehmung insgesamt und der Wahrnehmung/Nutzung spezifischer Spielaspekte zu tun.
Falcon:
--- Zitat von: chiungalla ---Aber Du fixierst Dich ja grundsätzlich eher auf die Haare in der Suppe.
--- Ende Zitat ---
Natürlich, die Haare. Die Kritikpunkte sind so marginal, das so gut wie JEDER die entsprechenden Mods zieht um sie auszubügeln und selbst Hardcore Oblivionfans Neulingen diese Mods sofort aufs Auge drücken (siehe oben). Völlig unwichtige Mängel, schon klar.
Morrowind hatte ja auch nur vernachlässigbare Mängel, das waren ja dieselben Diskussionen. Die waren so vernachlässigbar, daß die Fans geschriehen haben man möge doch bitte wieder ein brauchbares Schnellreisesystem einbauen, was dann ja in Oblivion seltsamerweise, obwohl es ja keine Mängel gab, erhört wurde. Die Spieler haben dann in Morrowind mit Cheats nachgeholfen um die Laufgeschw. auf 250 zu bringen. Und eine spielbare Manaregeneration hat man ja sogar offiziell per Mod nachgeschoben, obwohl das natürlich auch kein Mangel war.
den durchaus guten Sound von Oblivion kann man mit der Graphik unter "technische Blendung" gleich mit wegwischen, das ist eine Sparte. Die ganzen Sidequests und riesige Welt fallen ja wieder unter leblose, sterile Umgebung. Quantität ist eben noch nicht Qualität. Bei ersterem kann Oblivion wirklich punkten, daß muss man ihm lassen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß es für andere Leute ausser hartwurstigen Lustwandlern gedacht ist. Die Software (ungleich Spiel) an sich ist ja nicht schlecht, die Charaktersteigerung imho sogar gut, die Oblivionwertung war aber ganz klar eine Ansage für "Ein Spiel für jedermann, muss man gespielt haben". Es ist aber eindeutig Spartenware für ein kleines Klientel und die bekommen normalerweise weniger Punkte mit dem Zusatz "blablafans können nochmal 10-20% draufschlagen".
Ich nehme mich da ja nicht raus, ich bin auch tagelang durch die Spielwelt gelatscht und hab "boah ey" gerufen, wie alle anderen, die es kauften, aber gen Ende bestimmt 45 Mods gleichzeitig, als es noch keine Modsammlungen gab, laufen gehabt, weil ich nach dem Rumlaufen und Graphik glotzen (und Sound lauschen) endlich mal spielen wollte aber nichts davon hauchte dem Ding auch nur ansatzweise so etwas ein, daß ich als Leben oder herausfordernde oder gut designte Spielmechanik (sprich eine komfortable, Arkam hat ja ein paar gute Ideen beschrieben) bezeichnen würde und von beidem lebt ein PC Rollenspiel ja nicht zu knapp.
gerade was Spielbarkeit und Komfort angeht leben RPGs ja teilweise noch in der Steinzeit während Hack'n Slays die Eingängigkeit fast perfektioniert haben. Eingängigkeit ist ihmo ein MUSS für einen 90iger Titel.
--- Zitat von: chiungalla ---Kein Spiel verliert bei der Gamestar 20% an der Grafik, für Grafik gibt es maximal 10%, und die verliert niemand völlig.
--- Ende Zitat ---
Und ich habe IMMER noch kein einziges mal Gamestar gesagt, aber vielleicht liest du gar nicht, was ich schreibe.
@Chaos der Große: dein letzter Quote war nicht von mir!
--- Zitat von: Arkam ---Wenn einem bei Action Rollenspielen wie etwa Sacred oder Diablo die Story immer zu kurz kam und man sich außer Kampfcombos auch andere Fertigkeiten wünscht liegt man mit Oblivion und anderen Spielen schon sehr gut.
--- Ende Zitat ---
Sorry, aber das ist doch lächerlich. Oblivion, Story? Reden wir hier eigentlich von demselben Spiel? Als nächstes schreibt vermutlich jemand etwas von Spannungsbogen oder Dramatik. Das sind übrigens alles Dinge, mit denen Diablo punkten konnte, und die einen auch (neben der Sammelwut) an der Stange gehalten haben.
Chiungalla:
--- Zitat von: Falcon am 10.11.2009 | 00:14 ---Natürlich, die Haare. Die Kritikpunkte sind so marginal, das so gut wie JEDER die entsprechenden Mods zieht um sie auszubügeln und selbst Hardcore Oblivionfans Neulingen diese Mods sofort aufs Auge drücken (siehe oben). Völlig unwichtige Mängel, schon klar.
--- Ende Zitat ---
Das eine Abschaffung der Mängel zu einem spürbar besseren Spiel führt, heißt im Umkehrschluss nicht, dass das Spiel mit den Mängeln schlecht ist. Man kann IMMER noch etwas besser machen. Deswegen ist die Modfreundlichkeit von Oblivion alleine 10 Punkte Aufwertung wert, im Vergleich zu fast allen anderen Computerspielen.
--- Zitat von: Falcon am 10.11.2009 | 00:14 ---Die ganzen Sidequests und riesige Welt fallen ja wieder unter leblose, sterile Umgebung. Quantität ist eben noch nicht Qualität. Bei ersterem kann Oblivion wirklich punkten, daß muss man ihm lassen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß es für andere Leute ausser hartwurstigen Lustwandlern gedacht ist. Die Software (ungleich Spiel) an sich ist ja nicht schlecht, die Charaktersteigerung imho sogar gut, die Oblivionwertung war aber ganz klar eine Ansage für "Ein Spiel für jedermann, muss man gespielt haben". Es ist aber eindeutig Spartenware für ein kleines Klientel und die bekommen normalerweise weniger Punkte mit dem Zusatz "blablafans können nochmal 10-20% draufschlagen".
--- Ende Zitat ---
Jupp, Leute die alles toll finden was Oblivion macht, können auch da noch 10% drauf schlagen auf die Wertung.
Abgesehen davon finde ich die Welt nicht leblos. Okay, das sagen viele, aber das heißt noch lange nicht, dass sie damit recht haben. Wäre in der Oblivion-Welt noch mehr los, würden wahrscheinlich genau so viele überfüllt schreien, wie sie jetzt leblos schreien.
Meiner Meinung nach ist die Oblivionwelt heillos überbevölkert sowohl mit NSCs als auch mit Kreaturen.
Das geht gerade noch so, weil es halt die Hauptstadtregion ist. Aber wenn man mal die Anzahl der Leute auf die Größe der Spielwelt hochrechnet, dann liegt die Spielwelt glaube ich deutlich über der Bevölkerungsdichte von Deutschland im Mittelalter.
Geh mal abseits von Städten spazieren!
Da trifft man auch nicht an jeder Ecke nen Säugetier oder gar einen Menschen.
Und in Städten laufen auch nicht alle Bürger ständig auf den Straßen rum.
Aber mal von dem realistischen abgesehen, was ja bei Spielen nie ein gutes Argument ist.
Wäre das Spiel wirklich toller, wenn da ein paar Hundert NSCs mehr wären, die nichts zum Spiel beitragen?
Ich glaube kaum.
--- Zitat von: Falcon am 10.11.2009 | 00:14 ---Ich nehme mich da ja nicht raus, ich bin auch tagelang durch die Spielwelt gelatscht und hab "boah ey" gerufen, wie alle anderen, die es kauften
--- Ende Zitat ---
Und wie viele andere Computerspiele schaffen es heute noch tagelang ein "boah ey" Gefühl zu vermitteln?
Egoshooter sind heutzutage oft in einem Tag durch, Echtzeitstrategiespiele auch, manchmal braucht man da auch zwei.
Das Oblivion einen mehrere hundert Stunden fesseln kann, und dann irgendwann die Wiederholungen einsetzen, und auch mal langweilige Quests dabei sind... würde ich unterm Strich nicht als Nachteil werten, weil es eben hunderte Stunden fesselt.
Fallout 3 ist besser und fesselnder. Bezahlt das aber mit einem weit geringeren Umfang als Oblivion.
Auch wenn ich Fallout 3 unterm Strich sogar noch viel besser finde.
--- Zitat von: Falcon am 10.11.2009 | 00:14 ---Sorry, aber das ist doch lächerlich. Oblivion, Story? Reden wir hier eigentlich von demselben Spiel? Als nächstes schreibt vermutlich jemand etwas von Spannungsbogen oder Dramatik. Das sind übrigens alles Dinge, mit denen Diablo punkten konnte, und die einen auch (neben der Sammelwut) an der Stange gehalten haben.
--- Ende Zitat ---
Diablo? Spannungsbogen? Dramatik?
Das ist doch ein Witz, oder?
Mal abgesehen davon das sich ein Spannungsbogen fast nur durch dumpfe Linearität erzeugen lässt, und Diablo da deutlich im Vorteil war gegenüber Oblivion, hat Diablo da relativ versagt.
Bei Drakensang fand ich gab es so etwas wie einen Spannungsbogen, der aber ebenfalls durch eine völlige Linearität erkauft wurde. Genau wie bei Neverwinter Nights, Baldurs Gate, Torment, u.s.w.
Entweder Spannungsbogen oder Linearität.
Fallout 3 hat auch nur da Spannung wo es linear ist.
Sprich innerhalb der einzelnen Quests und innerhalb der Mainquest, das sind aber alles eigene Spannungsbögen.
Und sowas liefert Oblivion auch, wenn auch nicht in der Qualität wie Fallout 3, aber ganz sicher in der Qualität von Diablo.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln