Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Deutsch oder Englisch?
Cyberdance:
Irgendwie kommt die Frage immer wieder auf. Wie sieht es bei euch aus - bevorzugt ihr englische Originale oder eingedeutschtes Quellmaterial? Und warum?
Ich für meinen Teil bevorzuge bei D&D englisches Material, da ich damit die größere Auswahl an Quellmaterial habe (ohne lästigerweise hin- und her zu übersetzen, was bei den eigenartigen Übersetzungen teilweise echt schwer ist), mich international mit anderen Spielern austauschen kann, nicht Ewigkeiten darauf warten muss, ob und wann ein bestimmtes Buch auf Deutsch erscheint und letztendlich sprachlich voll kompatibel mit allen OGL-Veröffentlichungen bin.
Vielleicht habt ihr aber eine ganz andere Sichtweise und gute Argumente. Die würde ich gerne lesen. :)
Tantalos:
Englisch, weil mehr Quellenbücher, mehr (bessere) Foren (wo man dann nicht lange übresetzen muss), und weil interessante PRodukte auf deutsch EWIG dauern!
Alakaron:
Menschen machen Übersetzungen.
Menschen machen Fehler.
- Menschen machen fehlerhafte Übersetzungen.
Oder es können Missverständnisse wegen seltsamer Formulierungen auftreten.
Von daher: Lest Originale, das gilt nicht nur für Quellbücher, sondern auch für Romane und Filme. (Mal OT gesprochen)
Phileas:
Menschen machen Fehler.
Menschen korrigieren Fehler.
Übersetzer korrigieren Fehler des Originals. Die englischen Errata sind oft in den Übersetzungen eingegangen. In der Übersetzung können und werden oft auch Unklarheiten des Originaltextes beseitigt. Der negative Nebeneffekt sind neue Fehler und Umständlichkeiten. Das Original ist der Übersetzung in dieser Hinsicht nicht per se überlegen.
Ich bevorzuge auf jeden Fall die Übersetzung. In meiner Muttersprache fühle ich mich einfach wohler. Für englische Bücher benötige ich mehr Zeit beim Lesen. Bei mir herrscht aber keine einsprachige Monokultur, deutsch- und englischsprachige Regel- und Quellenbücher werden parallel gelesen und genutzt. Das Angebot an deutschem Material ist leider beschränkt (und ich kann Schnäppchen nur schwer aus dem Weg gehen).
Besondersbei Fantasy wie D&D bevorzuge ich den Gebrauch von deutschen Begriffen. Wenn in einem mittelalterlich angehauchten Hintergrund alle den halben Abend nur in Anglizismen sprechen, stört das die Atmosphäre. Englisch ist für mich etwas modernes, relativ neues in der Gesellschaft (-> Neudeutsch). Es passt perfekt zu Spielen in der Neuzeit oder der Zukunft. In der Fantasy herrschen dagegen Latein und bemüht altertümliches Deutsch.
Ein Verfechter der Übersetzung und Synchronisation.
Mäx:
Wenn's möglich ist greife ich (mittlerweile) deutlich lieber zur Übersetzung. Mit ein wenig Glück ist da schon ein Errata drin und die lieben Mitspieler haben teilweise arge Probleme mit etwas verschachtelteren Regelformulierungen. Wenn man dann vielleicht ein Wort nicht genau kennt ist die Diskussion bei Regelfuchsern (und nachgiebigem SL) ja vorprogrammiert...
Und für Fantasysetting finde ich einen "Angriffswurf" schöner als "Attack-Roll"... :q
Das eingeschränkte deutsche Material stört mich weniger, ich mag's lieber knackig und nicht mit X-Quellenbüchern überladen.
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