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[allgemein]Traits und Spielbalance, eine Utopie?

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Mc666Beth:
Spielbalance wird überschätzt.
Der SL sollte dafür sorgen, dass jeder sein Spotlight hat, wo er mit seinen Traits glänzen kann.
Dann sind in der Regel schon alle zufrieden.

Azzu:
Bei regeltechnisch "gleichwertigen" Eigenschaften liegt der Unterschied in der Benennung der Eigenschaften. Denn dadurch wird schon festgelegt, wann die Eigenschaft eingesetzt werden kann, und wann nicht. Je spezieller oder abwegiger, desto "schwächer" die Eigenschaft.

Aber: Die Spieler teilen dem Spielleiter durch die Wahl der Eigenschaften mit, in was für Situationen sie ihren Charakter gerne sehen würden. Und in diesen kommt es genau auf die gewählten Eigenschaften an. Das ist genau der Punkt, den Crischie angesprochen hat - der SL hat für die richtigen Situationen zu sorgen.

Arbo:
Also ... ich behaupte mal, dass wir hier einen m.E. recht wichtigen Punkt vergessen. Nämlich die Wahrnehmung. Spielbalance hat m.E. auch immer damit etwas zu tun und letztlich hängt das "Empfinden" von Spielbalance von diesem Punkt ab. Ein zweiter Punkt, von dem das Ganze vielleicht in diesem Zusammenhang abhängig ist, sind die Vorstellungen über "Gerechtigkeit" bzw. die Umsetzung dessen.

Wenn unterschiedliche Vorstellungen über die "Fairness" existieren, wird das sicherlich die Wahrnehmung und auch entsprechend die Auffassung, was "Spielbalance" ist, beeinflussen.

-gruß,
Arbo

Holothuroid:
Also grundsätzlich ist das überhaupt kein Problem. Das einfachste ist, einfach wirklich alle Eigenschaften gleich funktionieren zu lassen und die Regel "Wenn es vorkommt, hilft es." zu benutzen.

Das bedeutet z.B. das ein Brillenträger, würfel von dieser Eigenschaft bekommt, wann immer er seine Brille erwähnt. Das machen etwa WuShu, DitV, Capes, The Pool (und Derivate) oder PtA so. (Und mit Sicherheit noch eine ganze Reihe von Spielen, auf die ich jetzt spontan nicht komme oder die ich nicht kenne.)

Es hat sich dabei herausgestellt, dass man einem Trait möglichst keine Stufen zuordnen sollte. Das führt nämlich zu einer gewissen Faulheit, weil sich die Leute eine möglichst einfach anzubringende Eigenschaft möglichst hoch wählen. (Siehe The Pool und WuShu.)

ragnar:
Ich glaube schon das das ganze funktionieren kann. Wushu, Risus und (wenn man's komplizierter mag) Herowars, funktionieren da schon sehr gut, aber ich verstehe auch, warum diese Lösungen nicht nach jedermans Geschmack sind.


--- Zitat von: Chrischie am 20.03.2006 | 07:14 ---Spielbalance wird überschätzt.
--- Ende Zitat ---
Glaube ich nicht, und ich glaube wir sind da einer Meinung, denn(abgesehen davon das man nicht unbedingt einen SL braucht)...

--- Zitat ---Der SL sollte dafür sorgen, dass jeder sein Spotlight hat, wo er mit seinen Traits glänzen kann.
--- Ende Zitat ---
...ist das hier für mich genau das was Spielbance eigentlich ausmacht("Jedem seine 15 Minuten Ruhm").

Das kann der SL oder die Gruppe alleine bewerkstelligen, aber es gibt durchaus Systeme die dabei unterstützen(um das mal mit etwas "Old-School" zu belegen: D&D legt seinen Fokus auf, naja, Dungeons und Drachen, und sorgt dafür das alle Charaktere ihre Existenzberechtigung auf diesem Spielplatz haben) und es gibt auch Systeme die einen damit völlig im Regen stehen lassen(z.B. Rifts, das einen ähnlichen Spielstil vorlegt, aber keine Existenzberechtigung für jeden Charakter (vor dem angdachten Spielstil) mitgibt).

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