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Minne:
So, war jetzt auch drin.

Was für ein mieser Film. Ich bin wirklich mit der Erwartung herein gegangen durch ein tumbes Gemetzel aufgelockert durch zynischen Humor nett unterhalten zu werden. Aber nicht mal diese Erwartung erfüllt der Film, statt dessen sorgt er mit seinem affigen vaterland/ehre/vernunft/freiheit pathos für unfreiwillige Komik. Zynischer Humor? Fehlanzeige! Die Spartaner machen einfach von Anfang bis Ende einen auf Dicke Hose und das wars. Ich meine, der Film wäre echt nicht schlecht - wenn man die ganzen dümmlichen Dialoge, die ganzen Pseudohandlungszenen, die ganzen Pseudocharaktere und die ganze Pseudomoral weg gelassen hätte. So ist er einfach nur bekloppt. Es ist lange her, dass mich ein Film so wenig gefesselt hat. Schade!

Wenigstends gibt er ein Gesprächsthema bei nem Bierchen nach dem Film.

5 von 10 Spatenköppe

Arrr, der Wolf!

Karl Lauer:
Also ich fand den Film ja echt Klasse, aber ich glaube das liegt einfach daran das meine Erwartungen erfüllt wurden.
Ich hab mit nix gerechnet außer klasse Bildern und nettem Gemetzel.
Ich wollte gar nicht das der Film aus der Zweidimensionalität des Comics heraus bricht. Ich wollte das Comic auf 'ner großen Leinwand sehen.
Mein Hirn hab ich in meiner Erwartung an den Film bei der hässlichen kleinen Dame, die die Karten in unserem Dorfkino verkauft zurück gelassen und so hat mich vieles anderes nicht gestört.
Und ein schauer ist mir auch einmal über den Rücken gelaufen. Ich glaube es war die Szene am Anfang des 2. Tages. Wenn man dann die dreihundert wieder loslaufen sieht. (Danach kommt die Stelle mit dem "Hinten brüllen sie 'vorwärts', vorne schreien sie 'zurück'")
Und in Sachen Zeitlupe muss ich sagen was das mal mächtig gekonnt. Auch wenn sich andere aufregen das man

--- Zitat von: AlexW am  8.04.2007 | 14:57 ---...lieber den halben Film in SloMo...

--- Ende Zitat ---
gezeigt hat, so muss ich doch sagen das es gekonnt war. Es gibt Filme da ist auch SloMo drin, aber da hat es z.T. 0 Effekt und ich finde ich es dann nur zum kotzen.


--- Zitat von: Enkidi Li Halan am  9.04.2007 | 16:04 ---Der Streifen war ein visueller Overkill, und irgendwann konnte ich die Weichzeichnungs- und Farbfilter einfach nicht mehr sehen.

--- Ende Zitat ---
Und ich konnte einfach nicht genug davon bekommen *Schulterzuck*

Vash the stampede:
Ich fand den Film nicht schlecht. Aber die Wortwahl zeigt schon, dass ich etwas mehr erwartet hatte.  :-\

Im Großen und Ganzen haben mich jedoch nur zwei Sachen gestört. Erstens war mir der Film zu lang. 20 Minuten hätte man kürzen und somit die Geschichte straffen können. Zweitens hat mich die Darstellung der Perser gestört. Wieso man diese Mutantenparade braucht verstehe ich nicht. War im Comic nicht so und hatte auch im Film nichts zu suchen.

Etelka:
Also, ich hab die Diskussion über die evtl. politische Aussagen in dem Film erst jetzt gelesen, und nur vorher schon gehört, dass die Story dünn und die Action cool sein soll. 

Mir hat der Film insgesamt recht gut gefallen, besonders geil/cool fand ich kurze Momentaufnahmen, wie z.B. wie er als Junge den Wolf tötet, diesen kurzen perfekten Stoss mit dem Speer, oder wie die Abgesandten eintreffen, wie der König zum Orakel hochklettert und nach oben an die Felswand springt, das Orakel selbst, oder auch der Moment, wo sich die Sandelen in den Sand graben, um dem Ansturm des feindlichen Heeres standzuhalten.

Für mich so eine Art bewegtes Artbook, dass die Bewegung schöner zeigen kann als ein stillstehendes Bild.

Ich kannte allerdings auch den Comic nicht, und die geschichtlichen Hintergründe waren mir noch wenger gegenwärtig. Ich denke, dass die Leute so empfindlich darauf reagieren, hat auch damit zu tun, dass sie zur Zeit sehr sensibilisiert sind. Wenn man nach Fehlern/ bestimmten Aussagen sucht, dann findet man auch welche.  Leider lässt sich bei einer Menge amerikanischer Hollywood-Filme nicht leugnen, dass sie kotz-patriotisch sind. Geht mir immer wieder ganz schön auf den Zeiger - ein Grund mehr, weswegen ich mir mittlerweile auch ganz gerne ein paar europäische Krimis oder dergleichen anschaue, weil es einfach mal was anderes ist.

Manchmal frag ich mich, warum gerade der deutsche Film schauspieltechnisch mit Hollywood nicht mithalten kann. Ich finde jedenfalls immer, dass die wenigstens es schaffen, glaubwürdig rüberzukommen.

Cyberdance:

--- Zitat von: Etelka am 10.04.2007 | 12:44 ---Für mich so eine Art bewegtes Artbook, dass die Bewegung schöner zeigen kann als ein stillstehendes Bild.

--- Ende Zitat ---
Den Vergleich habe ich neulich auch schon benutzt. Trifft es IMHO ganz gut.

Also ich mochte den Film sehr und ich glaube, es ist am besten wenn man nicht versucht, paranoiderweise irgendwelche politischen Botschaften hineinzudenken. Es war ein epischer Bildersturm mit jeder schweren Menge Pathos - und mehr nicht. Ich glaube auch ehrlich nicht, dass mehr beabsichtigt war.

Ich sag ja ganz ehrlich, das ich auf Heldenpathos und Glorifizierung total stehe ;) aber ich glaube, uns Deutschen fällt es tendenziell etwas schwerer, das einfach als das zu nehmen oder zu genießen, da wir ein historisch verankertes dauerschlechtes Gewissen haben, wenn es um diese Art von Pathos geht. Und PC (oder "social awareness" wie man jetzt korrekterweise sagt... *kotz*) ist in der Tat in den letzten Jahren zu einem sehr viel paranoider aufgepumpten Thema geworden. Zeitgeisttechnisch gesehen war das Timing für einen solchen Film also möglicherweise wirklich etwas ungünstig - aber das finde ich eigentlich nur umso besser. ;)

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