Medien & Phantastik > Sehen
Children of Men
Enkidi Li Halan (N.A.):
Wow.
Es ist lange her, dass mich ein Film so stark emotional berührt hat.
Children of Men erzählt in düsteren, aber sehr vertrauten Bildern von einer Welt, die ihrer Zukunft beraubt wurde, von einer Menschheit, die alle Hoffnung verloren und Jahrtausende von Zivilisation und Entwicklung innerhalb kürzester Zeit aufgegeben hat. Der Film spielt in der nahen Zukunft und seit fast zwei Jahrzehnten wurde kein einziges Kind mehr geboren. Die Menschheit ist unfruchtbar geworden und strebt ihrem Aussterben entgegen, in einer Welt, die immer mehr in Chaos, Gewalt und Anarchie versinkt.
Es gibt einen einzigen, letzten Hoffnungsschimmer, und im diesen dreht sich die Geschichte des Films.
Kein Popcorn-Kino, ganz bestimmt nicht.
Aber ein Film, den man gesehen haben sollte. Sehr still, realisitsch, düster, bewegend. Gesellschaftskritik ohne Zeigefinger. Wirklich top. :d
(Es gibt einen einzigen kleinen Kritikpunkt, den ich an dem Film habe (und der ist eher film-technischer Natur), aber dazu später mehr, wenn sich die ganzen Eindrücke etwas gesetzt haben.)
Megan:
--- Zitat von: Enkidi Li Halan am 9.11.2006 | 23:35 ---Sehr still
--- Ende Zitat ---
Also still fand ich ihn gar nicht. Mich hat er enorm gestresst. War danach echt fertig. Insegesamt sehr guter Film mit sehr viel Aussagekraft - die erste halbe Stunde war recht konventionell: Das Setting hätte man in bessere Bilder packen können (da hätte ich mir ein paar gute Ideen gewünscht, als schnöde Bilder zu zeigen).
Sparky:
Okay, ich fand ihn eher langweilig, das "Happy-End" war vorhersehbar und die üblichen Revolutionsklischees wurden plattgetreten. :q
Wir haben während der Film lief die ganze Zeit "Ich weiß, wer als nächstes stirbt" gespilet und alle auf dieselbe Figur getippt, die dann auch wirklich den Löffel abgab!
Minne:
Ich fand ihn auch sehr gut und würde mich Enkidis Wertung anschließen und bin gespannt auf ihre Kritik. Habe mal ne Kurzrezi geschrieben :
Raffiniert erzählt schildert der Film eine nahe Zukunft in der alle Frauen bis auf eine unfruchtbar geworden sind und wo sich um diese einzige Schwangere ein gewaltiges Drama abspielt. Gekonnte Bildsprache, ein grausamer Realismus, besonders ein fürchterlich eindrücklicher Häuserkampf, beeindrucken und drücken den Zuschauer tief in den Sessel. Irgendwann ist es zuende, aber auch wieder nicht, denn die Probleme die der Film aufgreift verfolgen einen noch lange nachdem man das Kino verlassen hat. Zumindest mich zog der Film sehr weit runter und nicht einmal der Freund mit dem ich da war konnte meine Stimmung heben. Ein sehr guter Film, aber ein sehr schlechter wenn man einfach nur unterhalten werden will.
@ Sparky : Weiss nicht... für mich war das jetzt nicht wirklich ein Happy End... Eher ein not absolutely bitter end.
Timo:
Die wichtige Frage ist doch:
In wie weit weicht er vom Roman ab?
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
Zur normalen Ansicht wechseln