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Oblivion vom Thron Stoßer? - TWO WORLDS

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Arkam:
Hallo zusammen,

also ich habe gerade mit Oblivion angefangen und kann jetzt also einen direkten Grafikvergleich ziehen.

Die Pflanzen wirken bei Two World natürlicher. Bei Oblivion sieht man in der Nähe das es sich eigentlich nur um flache Texturen handelt. Auch das Erntesystem ist bei Two World mehr auf ein schnelles Spiel ausgelegt. Wo man bei Oblivion jede Pflanze einzeln aberntet erntet man bei Two World auf Knopfdruck automatisch wenn eine passende Pflanze da ist, wird angezeigt.

Die eigentliche Umgebung wirkt bei Oblivion aber schöner. Der Himmel weißt mehr Nuancen auf und so ein prächtiger Sternhimmel ist mir selten begegnet.

Auch die Wassereffekte sind bei Oblivion gelungener. Nicht nur das Wasser spiegelt man kann auch bei passendem Winkel den Grund sehen. Zudem kann man tauchen und somit Wasser tatsächlich dreidimensional nutzen.

Ich kann also schon verstehen warum gesagt wird das Oblivion im Vergleich die schönere Grafik hat.

Gruß Jochen

Haukrinn:
Ich bin jetzt eine ganze Ecke weiter und so langsam gewinne ich TW lieb. Ich habe nördlich des Gon so gut wie alles durch und abgegrast. Die Story kommt so langsam in Fahrt, einige Seitenquests sind wirklich witzig und kreativ,

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Zum Beispiel der Magier, der sich verdoppelt hat, um zwei offene Stellen besetzen können und von dem keiner mehr weiß, wer denn jetzt der echte ist.
und an die Grafik gewöhnt man sich. Das Skillsystem ist gut, eindeutig durch Gothic beeinflusst, aber flexibler. Die Kämpfe sind immer noch wegen fehlender KI ätzend langweilig, aber da muss man halt durch. Das Aufbohrsystem für Gegenstände und Charaktereigenschaften macht Laune und erhält auch im späteren Spielverlauf den Sammeltrieb aufrecht. Kurzum, ich würde mein Fazit aufwerten auf eine 2. Damit kommt es immer noch nicht in meiner Favoritenliste an Titel wie Oblivion, Morrowind (gemoddet) oder Gothic 2: NdR heran, aber trotzdem ist es ein schönes Spiel. 30-40 Euro ist es aber dennoch nicht wert, die sind in ein Oblivion GotY besser investiert.

Suro:
Ich habs jetzt auch angespielt, und finds soweit auch ganz nett. Ich fühle mich irgendwie wie in einer Mischung aus Sacred, Oblivion und Gothic 2. Die Kämpfe sind (zumindest für mich als Nahkämpfer) reines klicki-klicki, sind dafür aber ganz hübsch animiert. Man fühlt sich auf jeden Fall mehr an ein Hack'n Slay erinnert als an "richtige" Rollenspiele wie Oblivion oder Gothic, dazu fehlt ein einigermaßen interessantes Paradeystem. Schön finde ich allerdings schonmal die Einbindung der verschiedenen Waffenarten, die jeweils Skills und Anwendungen besitzen, die sie wertvoll machen.

Sehr schön designt und Hauptantriebsfaktor ist für mich die Ausrüstung. Unzählige Rüstungen und Waffen liegen kriegt man bei jedem Mob hinterher geworfen, und auch bei Händlern zu kaufen, die man später noch weiter modifizieren kann, und teilweise richtig schön aussehen. Von der Masse an Items und der Geschwindigkeit, wie man Ausrüstung nach belieben austauscht weil dieses oder jenes Stück 2 Punkte in dieser Eigenschaft mehr hat, fühlte ich mich schon an Sacred erinnert, allerdings finde ichs hier von da her motivierender, da die Darstellung halt motivierender ist.
(Im Anhang ein Bild meines derzeitigen 2-Waffen-Kämpfers)

Quests sind mittelmäßig aber ganz unterhaltsam, die Welt relativ generisch...

Ganz nettes Spiel, werde sicher noch Freude mit haben, kommt aber denke ich weder an Oblivion noch an Witcher ganz ran.


[gelöscht durch Administrator]

Arkam:
Hallo zusammen,

nachdem ich jetzt etwas länger Oblivion gespielt habe kann ich sagen das Two Worlds kein "Oblivion vom Thron Stoßer" ist.
Dafür sind die Ansätze der Spiele zu unterschiedlich. Denn wo Oblivion eher einen Schwerpunkt auf Rollenspiel setzt, also langsame Charakterentwicklung, Fortschritt über die Questen und möglichst "realistische" Umgebung ist Two World eher actionorientiert. Man kann also seinen Charakter entwickeln ohne sich um Questen zu kümmern, wenn diese auch hilfreich sind und die Umgebung wirkt weniger lebendig was die restlichen Personen angeht. Sie laufen zwar herum und haben auch einen Tagesablauf aber bis auf vereinzelnde Gesprächsbrocken hört man nichts. Man kann also nicht wie bei Oblivion einem wirklichen Gespräch zuhören.

Die Bedienung finde ich bei Two World eingänglicher. Zudem kommen einige Luxusfunktionen wie der Vergleich eines angewählten Gegenstandes mit dem getragenen und auch die Verbesserung von Gegenständen durch das Stapeln gehört für mich in diese Kategorie.

Im Kampf würde ich derzeit sagen das seltsamerweise Oblivion die Nase vorne hat. Das liegt vor allem am aktiven Blocken und daran das man mit verschiedenen Waffen auch verschiedene Werte hat.
Bei Two Worlds hat man zwar mit den Sonderaktionen und den Fallen auch viele Möglichkeiten den Kampf zu beeinflußen aber mit der Zeit bin ich zumindest dazu übergegangen zu kloppen und mit Magie zu arbeiten. Da das Unmschalten zwischen den verschiedenen Aktionen mir nie recht eingeleuchtet hat habe ich die neuen Optionen auch selten so zum Spaß genutzt.

Hinzu kommt das bei Two Worlds die schweren Rüstungen auch die Kampfoptionen beeinflußen, Bogenkampf und der Kampf mit zwei Waffen sind in ihnen nicht möglich. Das führt dazu das zusätzlich Aktionen beschränkt werden.
Der Ansatz ist zwar "realistischer" aber es fehlt eine Luxusfunktion die das ganze automatisiert. So nutzt man eher Optionen nicht als mehrmals große Teile der Rüstung erst aus und dann wieder anzuziehen.

Bei der Alchimie hat nach einer gewissen Übungszeit auch Oblivion die Nase vorn. Das liegt vor allen daran das jede mögliche Zutat bis zu vier mögliche Effekte hat. Zudem braut man nach einer gewissen Zeit bei Two Worlds eigentlich nur noch Attributs und Rüstungsverbesserer.
Bei Oblivion hingegen kann man über Alchimie auch magische Effekte erzeugen, benötigt die selbstgebrauten Heiltränke tatsächlich und da man neben dem Skill auch noch die Alchimistenausrüstung verbessern kann ist man länger motiviert.

Bei den zusätzlichen Reisemöglichkeiten tun sich die beiden Spiele kaum etwas. Bei Oblivion kann man jeden Punkt der Karte bei dem man schon war per Mausklick erreichen. Bei Two World benötigt man zwei Anfangsquesten um ein Teleportersystem und die Möglichkeit sich bis zu drei Wunschteleporter anzuschaffen zu bekommen.

Noch bin ich nicht in einem Bereich wo einem bei Oblivion das mitleveln stört. Und für den Fall der Fälle habe ich schon einen Mode auf der Platte. Das st eigentlich das stärkste Argument für Oblivion es gibt eine Vielzahl von Fanpatches und Fanmodes.
Man kann das Spiel also seinen individuellen Bedürfnissen nach anpassen und sich zusätzliche Gegenden und Questen einbauen.

Fazit: Two Worlds sollte man eher mit Actionadventuren wie Diablo II, Sacred oder Dungeon Siege vergleichen als mit einem actionorientierten Rollenspiel.

Gruß Jochen

Suro:
Wobei dir manche Leute nicht zustimmen dürften, dass Diablo II & Co. Actionadventures sind, (bzw. Oblivion ein actionorientiertes Rpg) aber über diese Klassifikationen kann man ja bekanntlich sehr gut streiten ;)

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