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[Savage Worlds] Regelfragen (Archivthread)
Zornhau:
--- Zitat von: Malicant am 9.06.2008 | 11:38 ---Ein Grund mehr mal Englisch zu lernen, gell?
--- Ende Zitat ---
Ja, sicher. - Aber wenn ich solche Verständnisprobleme sehe, daß zwischen "crouching" und "crawling" nicht unterschieden wird (obwohl beide ja auch separat im Regelwerk aufgeführt werden), dann gibt es neben der Aufforderung sein Englisch zu verbessern auch immer die Möglichkeit mit einer (GUTEN!) Übersetzung auch den Anglophoben unter den Rollenspielern noch das Verständnis der Regeln zu ermöglichen bzw. zu erleichtern.
Das Englisch, welches in SW verwendet wird, ist zwar nicht gerade besonders kompliziert und voller seltener Begriffe, die man eh nicht kennt, doch gibt es hierzulande, wo man TV, Kino, Computerspiele, usw. stets komplett synchronisiert einfach einen BEDARF an Übersetzungen.
Als ich mit Rollenspielen angefangen habe, da gab es noch nicht einmal Midgard 1. Da MUSSTE man Englisch lernen, wenn man spielen wollte. - Heute ist das deutschsprachige Angebot recht groß. Wenn man dann ein englischsprachiges Rollenspiel hierzulande propagieren möchte, dann scheitert das oft schon daran, daß die Spieler unfähig UND UNWILLENS sind auch nur die Handvoll englischer Begriffe auf dem Charakterbogen zu verstehen. (Das ist zumindest meine Erfahrung von so einigen Con-Runden und Vereins-Runden mit Savage Worlds.)
Somit: Eine Übersetzung des Grundregelwerks wäre sicher nicht verkehrt (wenn auch eine GUTE Übersetzung nicht ganz einfach ist).
MarCazm:
--- Zitat von: Zornhau am 9.06.2008 | 11:56 ---Somit: Eine Übersetzung des Grundregelwerks wäre sicher nicht verkehrt (wenn auch eine GUTE Übersetzung nicht ganz einfach ist).
--- Ende Zitat ---
Was die älteren Generationen (um die 30+) angeht, geb ich dir vollkommen Recht. Da wäre es wirklich von Vorteil, denen ins deutsche übersetzte Regeln in die Hand zu drücken. Die meisten haben einfach keine Lust sich mit dem Englischen auseinander zu setzen oder sehen keinen Sinn darin es zu tun, weil sie die Sprache bisher nicht gebraucht haben...
Die etwas frischere Generation (18-25) ist da schon wieder aufgeschlossener. Wurdenm mehr mit Englisch konfrontiert und orientieren sich auch mehr danach.
Die nächste folgende Generation hat ja schon seit der Grundschule Englischuntericht. Von daher sollten die die wenigsten Probleme haben.
Ansonsten ne gute Übersetzung hinzukriegen ist schon hartes Brot. Da die meisten deutschen Wörter einfach nicht den gewissen Pepp haben um manche auf Englisch coolen Begriffe auch auf Deutsch cool wirken zu lassen. Allein schon ne passende smarts Übersetzung ist schon schwierig.
Zornhau:
--- Zitat von: MarCazm am 9.06.2008 | 12:07 ---Was die älteren Generationen (um die 30+) angeht, geb ich dir vollkommen Recht. Da wäre es wirklich von Vorteil, denen ins deutsche übersetzte Regeln in die Hand zu drücken.
--- Ende Zitat ---
Das ist überflüssig. Die "alten" Rollenspieler sind nämlich mit Englisch als "Rollenspielsprache" aufgewachsen und lesen auch so verquasten Borgstrom-Kram noch ohne mit der Wimper zu zucken.
Für die "ältere Generation" ist es völlig überflüssig eine Übersetzung anzufertigen.
--- Zitat von: MarCazm am 9.06.2008 | 12:07 ---Die etwas frischere Generation (18-25) ist da schon wieder aufgeschlossener. Wurdenm mehr mit Englisch konfrontiert und orientieren sich auch mehr danach.
Die nächste folgende Generation hat ja schon seit der Grundschule Englischuntericht. Von daher sollten die die wenigsten Probleme haben.
--- Ende Zitat ---
Das täuscht.
Wir haben ja im Rollenspielverein jede Menge Mitglieder zwischen 15 und 25. GERADE auch Studenten, gerade auch technischer Studiengänge, in denen man eh nur noch englisches Material findet. - Und rate mal, welche Gruppe es wohl ist, die sich AM HEFTIGSTEN gegen englischsprachige Rollenspiele sträubt?
Genau.
Diejenigen, bei denen der Englisch-Unterricht noch frisch sein müßte, die Englisch im Studium TÄGLICH benutzen müssen, diejenigen, die Englisch in der Arbeit TÄGLICH verwenden. - Das sind die lautesten Stöhner "Böh! Ist das etwa Englisch? Gibt's keine Übersetzung? - Spielen wir doch lieber DSA."
Du bist hier viel zu optimistisch, was die VERWENDUNGSWILLIGKEIT des Englischen in Rollenspielerkreisen, insbesondere den jüngeren, die mit Übersetzungen aller Computerspiele, aller Filme, aller Comics etc. aufgewachsen sind, anbetrifft. - Da hilft auch kein Grundschulunterricht Englisch weiter, wenn man eben sogar von Englisch-Bestnoten-Schülern "Böh! Ist das etwa Englisch?" hören muß.
MarCazm:
Also ich hab genau die gegenteilige Erfahrung gemacht. Die Welt ist doch komisch. ;D
Aber das beweist mal wieder, dass man es keinem recht machen kann. Von daher deutsche Übersetzung GO! :d
JS:
--- Zitat von: Malicant am 9.06.2008 | 11:38 ---Ein Grund mehr mal Englisch zu lernen, gell?
--- Ende Zitat ---
ich werde daran denken, wenn ich mein nächstes englisches regelwerk teilweise übersetze oder zusammenfasse. und ich übermittle es auch meinem mitspieler, der englisch als zweite muttersprache hat und an der interpretation von "crouch" als "krabbeln/sich zusammenkauern" nichts monierte. auch im deutschen kann man "kriechen" für das halbhohe krabbeln auf armen und beinen verwenden, wohingegen crawling hier präziser mit "robben" übersetzt wird. aber danke für den hinweis.
;)
generell: leute, nur weil eine runde aus 5 veteranenspielern mit schränken voller englischer regelwerke mal einen begriff falsch interpretierte, ist das nun nicht gerade der kardinalgrund, um ein regelwerk unbedingt ins deutsche übersetzen zu müssen. ich finde es jetzt mehr als albern, diese nebensächlichkeit als aufruf zum besseren lernen der englischen sprache zu benutzen.
:P
generell ist gegen übersetzungen nichts einzuwenden, aber ein FLÜCHTIGKEITSFEHLER bei einer übersetzung sollte nicht überbewertet werden.
das poblem bei übersetzungen ist auch, daß es machmal einfach der geschmack ist. smarts und vigor wären typische kandidaten für terminikriege. als ich damals agone komplett übersetzte, war ich erstaunt, wie seltsam eindeutige französische termini ins englische übersetzt worden waren. wir haben uns dann lieber an das französische original gehalten und das englische nur nebenbei herangezogen. und selbst dann mußten wir über mehrere dutzend begriffe noch intensiv diskutieren.
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