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[Savage Worlds] Regelfragen (Archivthread)
Zornhau:
--- Zitat von: Falcon am 29.08.2008 | 16:28 ---Zornhau Nicht wenn der Spieler mit OnHold genau das beabsichtigt. Dann entwertet es nämlich onHold weil man den Gegner nicht mehr zu einer anderen Entscheidung drängen kann als z.b. dem SC Kumpel den Kopf abzuschlagen .
--- Ende Zitat ---
Man "drängt den Gegner" NICHT durch das Unterbrechen zu einer "anderen Entscheidung", sondern man verhindert die AUSFÜHRUNG seine beabsichtigten Handlung durch den EFFEKT der eigenen, kurz vor der Handlung des Gegners vollendeten Handlung!
Wenn ein Gegner einem Mit-SC den Kopf abschlagen will, und ein weiterer SC ist On Hold, dann kann er NICHT durch das bloße Unterbrechen des Kopfabschlägers diesen zu einem "Umentscheiden" bringen. Was er hingegen machen kann, ist diesen mit einer eigenen HANDLUNG am Kopfabschlagen zu hindern:
- Er erschießt den Kopfabschläger oder schießt ihn soweit an, daß er Shaken ist.
- Er entwaffnet den Kopfabschläger.
- Er macht den Kopfabschläger mit einem Smarts-Trick, Agility-Trick, Intimidation-Test-of-Will, Taunt-Test-of-Will Shaken.
- Er stellt sich (je nach Positionierung auf Battlemap) zwischen den Kopfabschläger und seinen Mit-SC (mit einem "Neeeeiiiinn!!!" in Zeitlupe gebrüllt).
- ...
Es ist die WIRKUNG der Handlung, die der Unterbrecher vor dem Unterbrochenen durchführen kann, die zu einem Verhindern einer unerwünschten Handlung führen kann. Versucht man mittels Unterbrechen den Gegner zu erschießen und schießt man daneben, dann hat das NULL Effekt - der Gegner kann immer noch seinen PLAN(!) ausführen.
Falcon:
--- Zitat ---Oder was nach deinen vorigen Aussagen aber nicht passieren würde, weil der Gegner sich ja nach der Unterbrechung wieder nach seinem Ziel orientieren und dementsprechend die Unterbrechung nichts genutzt hat. Daher lautet die Frage was entwertet On Hold wohl mehr?
--- Ende Zitat ---
Das wirft gar keine Frage auf. Das sollte eher klarstellen, daß es unsinnig ist Spielern Absichten vorzugeben, die sie zu tun und zu lassen haben. Jeder bevorzugt was anderes.
@umentscheiden: das war etwas unklar ausgedrückt. Die aktuelle Aktion (wie das Schlagen) kann man natürlich nicht ändern, das ist klar, aber alles was danach kommt könnte man (wenn der Unterbrochene sich vorher natürlich MAPs aufgeladen hat für seine Unterbrochene Aktion ist er selbst Schuld). Und mehr Interessiert ja auch nicht. Schafft der OnHold Spieler die Aktion zu unterbrechen oder nicht (und wie Zornhau schrieb gibts dazu viele schöne Möglichkeiten)? Mehr klärt das Regelwerk nicht. Da ich im Regelwerk nichts eindeutiges Fortführendes finde, gehe ich davon aus, daß jeder Umgang mit OnHold (kann der Unterbrochene neue Aktionen ansagen Minus dem was der bereits getan hat, wenn er an der Reihe ist oder darf er nicht mal seinen Laufpfad ändern?) "richtig" ist.
Eben so wie die Runde es gerade braucht oder bevorzugt. Spielstilfrage, Get Savaged!
Lasse mich mit Regelwerkszitaten gerne widerlegen.
Zornhau:
--- Zitat von: Falcon am 29.08.2008 | 17:19 ---kann der Unterbrochene neue Aktionen ansagen Minus dem was der bereits getan hat, wenn er an der Reihe ist
--- Ende Zitat ---
Kann er NICHT.
Warum?
Weil die Zahl der Aktionen, die ein Charakter auf seine Aktionskarte hin vornimmt, bei Deklaration der Aktionen bestimmt wird. Diese Zahl der Aktionen ist wichtig für die Bestimmung der MAP, die auf ALLE Aktionen auf diese Karte ausgeführt wird.
Hat ein Charakter also drei Aktionen deklariert, somit -4 MAP auf jede einzelne dieser Aktionen (so sie einen Eigenschaftswurf erfordert), und wird er nach der ersten und noch vor der zweiten Aktion unterbrochen, dann kann er nicht auf die zweite Aktion verzichten und die dritte dann nur noch mit -2 MAP ausführen und er kann ebensowenig noch eine vierte Aktion durchführen und dann eben Aktion 2, 3 und 4 mit -6 MAP, aber nicht mehr "rückwirkend" Aktion 1 mit -6 MAP ausführen.
Mit Beginn der "Abarbeitung" der deklarierten Aktionen kann man sich eben NICHT mehr für zusätzliche Aktionen entscheiden, oder deklarierte Aktionen weglassen. Man hat gesagt, was man machen will, wieviele Aktionen es sind, und die damit festgelegte MAP wirkt über die gesamte Kartenabarbeitung, auch wenn z.B. eine Schießenaktion nicht mehr möglich ist, weil einem ein Unterbrecher die Waffe aus der Hand geschossen hat. Dann schießt man eben NICHT. - Das ist ja das ZIEL des Unterbrechers gewesen! Und man deklariert nicht mittendrin schnell mal eine Aktion "Ich hebe die Waffe halt wieder auf und schieße trotzdem, von mir aus mit zusätzlich -2 MAP fürs Aufheben".
Falcon:
Frage: Wenn ein Spieler den SC eines anderen übernimmt, des SLs oder fehlenden Spielers, muss er dann mit seinen Bennies auskommen oder bekommt er für den SC weitere?
@unterbrechen:
Dein MAP Argument stimmt so natürlich. Bislang war das bei uns wohl einfach noch kein Problem weil nur sehr selten mehr als 2Aktionen gemacht werden.
haltet ihr denn den Laufweg der Figuren vorher mit Stift, Faden oder so etwas fest oder verlangt ihr von den Spielern den Laufweg vorher mit dem Finger zu zeigen, damit man weiss wohin sich der Unterbrochene bewegen muss, wenn er dran ist (selbst wenn er dann in den Tod rennt)?
Zornhau:
--- Zitat von: Falcon am 30.08.2008 | 12:02 ---Frage: Wenn ein Spieler den SC eines anderen übernimmt, des SLs oder fehlenden Spielers, muss er dann mit seinen Bennies auskommen oder bekommt er für den SC weitere?
--- Ende Zitat ---
Spieler übernimmt NSC:
Wenn ein Spieler einen NSC übernimmt, dann hat dieser NSC stets seine ihm zugeordneten EIGENEN Bennies. Also bei Extras KEINE Bennies und bei Wildcard-NSCs normalerweise 2 Bennies (außer der Spielleiter hat diese schon vorher ausgegeben bzw. der NSC hat Bad Luck, Luck, Great Luck oder andere Eigenschaften, die ihm mehr oder weniger als die übliche Zahl an Bennies geben).
Beispiel: Spieler übernimmt einen alliierten Wildcard mit 5 zugehörigen Untergebenen. Der Wildcard-Alliierte hat 2 Bennies, die 5 Extras-Alliierten haben KEINE Bennies.
Der Spieler kann NICHT seine eigenen Bennies für diese Alliierten einsetzen, außer er hat das Common Bond Edge, welches ihm erlaubt seine Bennies für den Wildcard-Alliierten einzusetzen bzw. er hat das Natural Leader Edge, welches ihm erlaubt seine Bennies für die 5 Extras-Alliierten einzusetzen. Will ein Spieler seine Bennies für BEIDE Arten von Aliierten einsetzen, braucht er BEIDE Edges, Common Bond und Natural Leader (und als Voraussetzung dafür das Command Edge auch noch).
Somit ist das "muß er dann mit seinen eigenen Bennies auskommen" unsinnig. Die darf er eh ohne die obigen Edges NUR FÜR SEINEN EIGENEN CHARAKTER einsetzen, für niemand sonst.
Spieler übernimmt SC eines anderen Spielers:
Der SC des anderen Spielers hat EIGENE Bennies. Die Standard-Anzahl von 3 Bennies, modifiziert durch Edges und andere Eigenschaften, abzüglich bis zur Übernahme durch einen anderen Spieler ausgegebener Bennies, zuzüglich von bis zur Übernahme durch einen anderen Spieler erspielter Bennies.
Beispiel: SC eines Spielers hat Luck Edge. Start mit 4 Bennies. Man spielt eine Weile und der Spieler gibt 2 Bennies aus. Durch sein Rollenspielen hat der Spieler aber 3 Bennies erspielt. Somit hat er aktuell 5 Bennies. Dann muß er dringend weg. Ein anderer Spieler, dessen Charakter Bad Luck hat und somit mit 2 Bennies startete, von denen er einen auch schon ausgegeben hat, und zu denen er sich noch keinen einzigen hinzuerspielt hat, übernimmt den Charakter des ersten Spielers. - Der zweite Spieler hat somit seinen eigenen SC mit 1 Bennie und den "Fremd-SC" mit 5 nur für diesen einsetzbaren Bennies.
Aktionen, die der Spieler für den "fremdgespielten" SC ausführt, die mit Bennies belohnt werden, addieren Bennies zum Pool des "Fremd-SCs" und NIEMALS zum Pool des eigenen SCs.
Es gelten alle oben aufgeführten Einschränkungen hinsichtlich der Weitergabe von Bennies an andere Wildcards (VERBOTEN außer man hat Common Bond).
War das verständlich dargelegt?
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