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Chaosdada:

--- Zitat von: Alexandro am 10.03.2009 | 21:58 --- (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Warum sollte die Menscheit bei einer grundsätzlich begreifbaren Bedrohung wie Dr. M gleich solche Panik bekommen?
--- Ende Zitat ---
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Weil sie genau wissen, dass Panik angebracht ist. Bei dem "Alien" hätten sie nach einer Weile ohne weitere Ereignisse (die erwartete Invasion) die Sache vielleicht als Versehen der Außerirdischen abgetan. Und ich fand die Gefahr nicht gering, dass trotz aller Mühe, doch die Russen für den Anschlag verantwortlich gemacht würden. Die sind schließlich an allem Schuld und wieso sollten Außerirdische gerade nur NY angreifen?
Unerwartet dumm war Ozymandias Plan natürlich so oder so, denn als klügster Mensch der Welt hätte er besser auf eine friedliche Lösung des Kalten Krieges, die es eindeutig geben kann, hingearbeitet. Die Vertreibung Dr. Manhattans (der das Gleichgewicht der Kräfte stört und die Sowjets bedroht) von der Erde war da schon ein ganz guter Start.

Drudenfusz:
Habe den Film im Orginal gesehen und fand es schön das da 99 Luftballons nicht die englische Version Red Balloons war. Muß sagen das dies Lied sogar recht gut zur Thematik des Films paßt (und in die Mitte der 80iger sowieso).

Nach einigen Tagen sacken lassen ist mir aufgefallen was mir wirklich letztlich am Film stört, nämlich das es am Ende nicht so Hart rüberkommt wie im Comic; Da man die ganzen Personen aus den Nebenlinien alle nicht wirklich zu sehen bekommt, ist deren Tod auch nicht so Krass wie im Comic. Und da unser Schurke dennoch von allen runtergemacht wird, statt das man richtig einsieht das es wohl das beste war, wirkt es auch irgendwie verwässert...

Sidekick:
nun, ich komme auch gerade aus dem Film. Finde ich den Film nun gut oder schlecht?

Ich finde ihn Diskussionswürdig.
Allein die Handlung welche zwischen Krimi und Weltretterepos hin und her springt, vermochte mich nicht zu überzeugen, obwohl ich das Konzept grandios empfinde. Ehrlich, irgendwie mag ich da Filme, die klarer definiert sind. Wo man einen klaren Zugang zum Genre hat und sich besser darauf einstellen kann, was gerade Thema ist.
Zum anderen die Längen. Natürlich gibt es eine hundertschaft wichtiger Charaktere und nebenplots. Natürlich gibt es weitläufige, interessante Hintergrundgeschichten. Aber dennoch erzeugen diese enorme Längen in dem Film. Sie erzeugen eine gute Stimmung, sicher. Aber sie rauben auch jedes Tempo. Die unnötigen Endszenen nach dem Finale muss man nicht weiter kommentieren, die waren mMn überflüssig.
Anderes Thema ist explizite Darstellung. Bei dem Anfangskampf dachte ich mir noch "JA! ENTLICH EINE ANGEMESSEN BRUTALE SCHLÄGEREI!", bei dem Gassenmassaker dachte ich mir "Oh, OH! na denn...." und mit der Splatterszene im Knast und der nicht endenwollenden Pornosequenz war es für mich irgendwie überreitzt. Klar, die brutalität um die Figur Rorschach war passend. das stimmte 100%ig zu seiner finsteren Erzählweise, an anderer Stelle war es aber irgendwie unpassend oder gar störend. Eine Begleiterin meinte zu den expliziten Szenen nur "Die sind deshalb so schockig, um das Publikum nach den Längen wieder aufzuwecken." ...eine passende, aber traurige erklärung.

Fazit: um diesen Film wird man ewig diskutieren und es wird sich zeigen, wie weit er Einfluss haben wird. er ist, und das ist wirklich das einzuge was sicher ist, etwas ungewöhnliches.
Er ist zwar eine Comicverfilmung, durch die ungewöhnliche Vorlage aber deutlich vom Genre der typischen Comicfilme entfernt.
Er hat die Erzählweise und teilweise die Darstellung eines Krimis, aber geht den Weg des Krimis nicht ganz zu ende.
Er hat zwar die Brutalität eines finsteren Actionstreifens, aber ein deutlich zu träges Tempo um diese Kategorie zu erfüllen.

alexandro:

--- Zitat von: Bad Horse am 10.03.2009 | 23:35 ---Ich fand die Musik ziemlich gut, größtenteils sehr, sehr passend (und die "99 Luftballons" funktionieren im Original möglicherweise besser) - vor allem der Walkürenritt in Vietnam.

--- Ende Zitat ---
Die Melodie ist doch auch im Englischen diesselbe, oder? Und die ist eindeutig zu "peppig" für diese ruhige Szene.

Und so sehr ich "Hallelujah" mag, so wurde es doch zu sehr überstrapaziert, als dass ich es noch genießen könnte. Außerdem dreht sich der Comedian sicher vor Ärger im Sarg um, als auf seiner Beerdigung ausgerechnet "Sound of Silence" gespielt wird.  >;D

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Das Verhalten von Manhattan ist nachvollziehbar, er ist jemand, dem man mit Vernunft beikommen kann (oft genug bewiesen). Er ist ganz sicher niemand, der rein impulsiv und zornig ein paar Städte platt macht, ohne dabei einen Plan zu verfolgen. Dass die Regierungen auf die Täuschung von Ozzy reingefallen sind spricht nicht gerade für sie.

Drudenfusz:

--- Zitat von: Alexandro am 11.03.2009 | 02:21 ---Die Melodie ist doch auch im Englischen diesselbe, oder? Und die ist eindeutig zu "peppig" für diese ruhige Szene.

Und so sehr ich "Hallelujah" mag, so wurde es doch zu sehr überstrapaziert, als dass ich es noch genießen könnte. Außerdem dreht sich der Comedian sicher vor Ärger im Sarg um, als auf seiner Beerdigung ausgerechnet "Sound of Silence" gespielt wird.  >;D
--- Ende Zitat ---
Aber so war das in den 80igern Songinhalte und Melodien paßten halt nicht immer zusammen (hätte dir aber im Rahmen deiner Beschäftigung mit New Wave Requiem durchaus auch auffallen können)...


--- Zitat von: Alexandro am 11.03.2009 | 02:21 --- (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Das Verhalten von Manhattan ist nachvollziehbar, er ist jemand, dem man mit Vernunft beikommen kann (oft genug bewiesen). Er ist ganz sicher niemand, der rein impulsiv und zornig ein paar Städte platt macht, ohne dabei einen Plan zu verfolgen. Dass die Regierungen auf die Täuschung von Ozzy reingefallen sind spricht nicht gerade für sie.
--- Ende Zitat ---
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Auch logisch denkende Leute können wahnsinnig werden...

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