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[Film]Star Trek 11
Falcon:
hui, komme gerade aus dem Kino.
Ich finde ihn Super!
Wenn man Der Zorn des Kahn und Mission ImpossibleIII mischen würde, würde genau sowas dabei rauskommen.
Es gibt so viel zu sagen, da weiß man gar nicht wo man anfangen soll.
Er hat viel Wiedererkennungswert mit der alten Enterprise und ist an sich eine wunderbare Hommage auf Star Trek und das Genre an sich. Es gibt unzählige Zitate, bei denen man aber merkt, daß sie nicht aus mangelndem Einfallsreichtum sondern voller Absicht drin sind, da fängt bei den Klamotten an, geht über die Masken und hört bei den Prügeleien auf. Ich finds super, daß das Design aus den 60igern heute noch genauso funktioniert. Die original Enterprise sieht immer noch am Besten aus. Der Film ist so schön "old-schoolig", daß es teilweise wie ein 80iger Film wirkt. Das vermischt sich mit all dem modernen Kram (CGI) zu einer sonderbaren, frischen Mischung.
Pille und Spock fand ich großartig gespielt. Überhaupt kommen die "Charaktermomente" im Allgemeinen, wenn man das so nennen will, im Vergleich zu anderen Stark Trek filmen relativ gut rüber. Das habe ich auch genauso von Abrams erwartet, der grundsätzlich den Plot an sich vernachlässigt. Man merkt schon, daß die Figuren im Mittelpunkt stehen und keine CGI-Effekte (die es natürlich trotzdem im Übertriebenen Maße gibt, mich diesmal aber nicht so gestört haben). Der Regiestil wirkt sehr einheitlich, was mir auch auffiel. Ich muss sagen das Abrams das richtige Auge hat und fast immer eine Punktlandung erreicht und zwar so, daß der Zuschauer weiss, was er gerade beabsichtigt. Gerade wenn man das Star Trek Universum nicht bierernst nimmt kann man ziemlich stark partizipieren als säße man neben dem Regiestuhl.
Auf der Negativseite sind zu verbuchen: Ein absolut blasser und überflüssiger, nicht fürchteinflössender, geschweige denn charismatischer Bösewicht. Kirk, Uhura als absolute Nullgesichter, sowie Pegg als unpassender Scotty. Logiklöcher, so groß wie der Mond, bzw. nicht nachvollziehbarer Plot. Teilweise zu hektische Kämpfe. Zu viel Krachbumm,pengpeng und klimbimm, daß man zu oft abgelenkt wird. Teilweise zu Hipp teenimäßig. Die Maschinenraumszenen sind alle durchweg unpassend und billig und wirken wie eine Brauerei mit Stahlwerk aber nicht wie ein Raumschiff.
Einen Megaharten Einriss in die Star Trek Welt, selbst für mich zu viel (und damit meine ich nicht den Reset). Und zu wenig Star Trek Soundtrack. Ein, zwei Witze sind echt verdammt plump. Nokia Product Placing :Kotzkotzkotz:
Erstaunlich, daß es der Film trotdzem nicht schafft, sich selbst zu killen, daß ist trotz der Schwächen vielleicht die größte Leistung.
Insgesamt finde ich das Experiment dennoch gelungen und habe sofort gedacht, da ß ich gerne einen nächsten Star Trek Film mit den Leuten und der Art sehen will (es würde aber nicht schaden unauffällig Uhura auszutauschen, daß merkt sowieso niemand). Hatte schon länger nicht mehr dieses "und gleich noch 'ne Runde" Gefühl bei Fortsetzungen.
wo jetzt allerdings die neuen Elemente sein sollten, die Abrams einbauen wollte und die noch nicht erzählt wurden, konnte ich nicht sehen.
Ranor:
Ich lese hier die ganzen positiven Meinungen und bin etwas hilflos, denn: Ich kann eure positiven Punkte in keinster Weise nachvollziehen. Meine Meinung deckt sich ganz gut mit der verlinkten Kritik der 5F.
Aber ein was muss ich noch loswerden:
--- Zitat von: Falcon am 8.05.2009 | 00:06 ---Ich finds super, daß das Design aus den 60igern heute noch genauso funktioniert. Die original Enterprise sieht immer noch am Besten aus.
--- Ende Zitat ---
Das Design der Enterprise ist doch katastrophal: Die Lampenladen-Brücke, der Brauerrei-Maschinenraum und die grauenhaften "60er Jahre Chevy-Warpgondeln! Da passt nichts zusammen und alles sieht extrem bescheiden aus. Und man sieht das Schiff auch viel zu wenig - bei diesem Film ist das zwar nicht besonders schlimm, aber wenn der Abrams davon spricht, dass die Enterprise die Hauptdarstellerin sein soll, weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Man muss es mit der Schiffsbewunderung ja nicht übertreiben wie in Star Trek I, aber ein paar mehr Aufnahmen aus der Totale und weniger "rumgerausche" im Stil von Star Wars hätte ich schon ganz gut gefunden. Wobei... dann hätte man sich vielleicht öfter diesen Mist anhören müssen, den uns Giacchino als neues Star Trek-Thema verkaufen will.
Wie gesagt, ich finde es wirklich erstaunlich, dass der Film doch bei vielen Leuten so gut wegkommt. Selbst wenn ich mal meine Fanbrille absetze und ihn als normalen Sci Fi-Streifen betrachte, bleibt doch nicht viel mehr als Mittelmaß übrig. Klar, die Effekte sind (meistens zumindest) sota, aber weder die blödsinnige Geschichte, der absolut blasse Bösewicht (Gnah... Muss zerstören!), die teilweise schmerzhaft schlechten Dialoge (in praktisch allen "witzigen" oder "romantischen" Szenen) noch die Inszenierung sind auf irgend eine Art und Weise gut. Abrams kann gute Filme machen, ich bin bspw. ein großer Fan von M:I 3, aber von der Science Fiction sollte er in Zukunft besser die Finger lassen.
Edit:
Gerade noch im Kommentarbereich der 5F gelesen. Das würde ich sofort unterschreiben: (Der Einleitungssatz bezieht sich auf den Kommentar vorher)
"Was letztlich die These bestätigt: This is Trek for people who dont get it.
Die Frage die mich bei sowas interessiert ist, wie auch bei Bond, warum man sich - wirtschaftliche Gründe mal abgesehen - einer Reihe bemächtigt die man nicht mag, nicht verstanden hat und zu der einem so absolut null-nix garnischt originelles einfällt, außer Krachbumm-Action und Pennäler-Klamauk, der so in jedem anderen Blockbuster-Gedöns aus zu sehen ist. Ich denke ein wirkliche neue Vision, eine einzige gute und smarte Story und das Gefühl von Inspiration hätte jede Änderung und jedes Abweichen vergessen lassen. Ein wirklicher Reboot, ein echter radikaler Neubeginn, eine ganze eigene Idee von Star Trek - das wäre sehr spannend gewesen. Doch dafür braucht es andere Kaliber als den Versatzstückjongleur Abrams."
Falcon:
Erstaunlicherwiese sind die positiven Meinungen auch alle auf einzelne Punkte sehr ähnlich (habe sie jetzt erst gelesen).
Die meisten deiner Anmerkungen habe ich als eigene Kritikpunkte auch schon längst angeführt. Das ist aber im Grunde alle Nörgeln auf hohem PopconKinoniveau.
Ich finde die Enterprise hat ein paar sehr gute Raumschiffeinstellungen bekommen. Die Szene im Titannebel oder im Trümmerfeld über Vulkan, sowie die Eröffnungsszene am Dock gaben schon a bissl good old Constitution Ehrfürchtsmomente. Aber leider tut das Schiff selber nicht viel, das ist wahr (war aber auch in den anderen Teilen so. Besonders im achso guten Vierten Teil, in dem sie nicht mal AUFTAUCHT).
Ich finde die verlinkte Kritk von 5F größtenteils peinlich obwohl sie ein paar gute Punkte hat.
Es ist so wie ich sagte: Vieles was jetzt als platt, stümperhaft oder hilfos von den Kritikern dargestellt wird, ist absolutes Kalkül und volle Absicht gewesen.
Das der Autor tätsächlich der irrigen Annahme unterliegt, daß das meiste von dem gezeigten in ST11 Zitat "ernst" sei, zeigt imho, daß er nicht die geringste Ahnung hat, wie das Konzept des Films aussieht.
Klar, der Film soll bierernst sein und alle komischen Szenen sind wohl aus versehen da rein gekommen und auch noch schlecht, weil man sie ja als solche erkennt. Offensichtlich ist er auch noch nie auf den Gedanken gekommen, daß evt. auch 11 Jährige Spass an dem Film haben wollen. Ich sehe auch nichts von den schlechten CGI Effekten, die der Autor sehen will. Er nennt die Beameffekte billig, wobei selbst ich sofort merkte, daß sie bewusst Fantasyfilmartig antiquiert dargestellt sein sollten. Am Ende krallt er sich mit Kritikpunkten wie Kamerafahrten und watt weiss ich nicht alles, schon geradezu verzweifelt an allen möglichen Firlefanz um seine schlechte Meinung zu rechtfertigen. Ne danke, der Versuch mit der Artischocke komisch zu wirken war ganz ok aber ein guter Verriss ist das nicht.
das doch noch so viele Leute eine gute Meinung haben hat imho etwas damit zu tun, das Abrams doch eine ganze Menge richtig macht, was man aber nicht sofort merkt, da Regiearbeit immer am unauffälligsten ist. Meiner Meinung nach ist da in keinem Moment Unsicherheit zu sehen. Ich vergleiche den Film hauptsächlich mit den anderen Star Trek Filmen, die fast durchweg langweilig sind. Der Film aber macht Laune und reiht sich sehr gut neben Galaxy Quest ein ;D
Ein komplett neues Franchise und mal eine gute, unabhängige neue Space Opera wäre mir aber auch lieber gewesen.
Boni:
Bin gerade aus dem Kino zurück. Hat Spaß gemacht, ist allerdings imho nicht Star Trek. Was für mich durchaus ein Pluspunkt ist.
Ansonsten hat mich an vielen Stellen die Kameraführung extrem gestört. Wenn die Kamera nichtmal bei einer Großeinstellung auf das Gesicht eines Charakters ruhig bleibt, finde ich das nervig. Die unruhigen Kamerafahrten und überzogenen Blendeffekte waren auch nicht so meins.
Insgesamt hat sich die Kinokarte aber gelohnt.
Red White Dragon:
Hmm, ich hab mir den Film gestern mit meinem Bruder angesehen und ich weiß nicht.Auf der einen Seite recht interessant, auf der anderen...
Quinto: Guter Schauspieler, aber als Sylar wirkt er emotional gefestigter als Spock.Außerdem hat der Mensch einen Dauergrinser, den man nur operativ entfernen kann.
Nimoy: Er hat irgendwie an Glanz verloren.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Story: Mutig, Zeitreisen wieder mal als Cash Cow gemolken. Aber ansonsten... Mir hat MI:3 nicht gefallen. Ais der kleinen intimen unbekannten IMF wurde CIA2 mit eigenen Gebäude und hirnlosen Angestellten, die meinen vorgesetzte rufen Feinde aus dem eigenen Büro aus an.Außerdem ist Morpheus kein Verräter. Aber genug davon. Hat die Erde wirklich 0 Verteidgung? Sogar gegen die Borg gab es 3 mickrige Schiffe. Außerdem ging mir die Beförderung von Kadett zu Captain zu schnell. Warum hat man Kirk nicht eine normale Laufbahn durchlaufen lassen? Das ist typisch für unsere Zeit: Alles muss von jetzt auf sofort passieren. Achja, noch offensichtlicher kann man bei Kobayashi Maru kaum betrügen. Naja, außer, wenn er "Computer: God Modus aktivieren" gerufen hätte. Wie blöd war das denn?
Insgesamt netter Abend, aber man hätte viel mehr rausholen können. Während man bei Star Wars EP1 zu lange gebraucht hat (Wenn interessiert Klein Vader?) hat man bei Star Trek zu sehr gehudelt. Lasst euch das auf der Zunge zergehen: Ein Haufen Kadetten kommandiert die Enterprise! Haben die überhaupt schon den Abschluss hinter sich?
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