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Wie definiert sich Indie?
DrTemp:
--- Zitat von: Boba Fett am 20.11.2007 | 15:15 ---[...]
Eigentlich weist das Schild "Indie" in die Richtung des "andere Art zu spielen, gegenüber dem Mainstream" (DnD, DSA, etc.).
Für diesen Hinweis wäre der Artikel "alternative" aber eigentlich besser geeignet.
Denn dann kann man besser differenzieren - alternative zur Art des Mainstream-Spielens.
[...]
--- Ende Zitat ---
Ja, aber wo ziehst Du da die Grenze? Ab wann ist eine Art zu spielen denn "anders"?
Monkey McPants:
IME funktioniert "Creater Owned" die meiste Zeit eigentlich ganz gut. Wenn man sich bewußt ist das das nicht die einzige Bedeutung ist und Leute es auch noch anderes verwenden, dann sollte es auch damit keine Probleme geben.
(Obwohl das vermutlich zuviel verlangt ist. Wenn ich einen Cent für jeden Deppen hätte der nicht versteht das Worte mehrere Bedeutungen haben.. *seufz*)
M
Enkidi Li Halan (N.A.):
So, mit der Independent-Definition aus der wiki war der Grasi schneller, aber ich poste sie dennoch mal kurz:
--- Zitat ---Independent [ˌɪndɪˈpendənt] (engl. = „unabhängig“), kurz Indie, ist eine Sammelbezeichnung für kreative Ausdrucksformen, die von einer gemeinsamen Do-It-Yourself-Ideologie geprägt sind, obwohl sich die einzelnen Erscheinungen sehr unterscheiden können. Sie erstreckt sich in alle Bereiche der postmodernen Kunst und Popkultur, so vor allem auch der Musik, des Films, der Literatur oder der Mode und wird heute teilweise synonym zum Underground verwendet.
--- Ende Zitat ---
Eines der wichtigsten Merkmale des Indie ist also selbstgemacht. Ferner findet der Begriff immer dort Verwendung, wo sich etwas vom Mainstream unterscheidet und abheben soll, Indie lässt sich also kaum ohne Bezug zum Mainstream definieren.
Im Rollenspielbereich ist wohl klar, was Mainstream ist. Die großen, verlagsproduzierten Spielsysteme, die von mehr als einem Autor geschrieben und vermarktet werden und eine große Fanbasis aufweisen. Mit ihnen werden die Begriffe 'klassisch', 'traditionell' oder 'old-school' verbunden.
Damit ein RSP als Indie bezeichnet werden kann, muss es sich also primär vom Mainstream unterscheiden, und zwar entweder:
• dadurch, dass es Verlagsunabhängig produziert/vertrieben wird (in der regel direkt vom Autor), oder
• indem es Regelmechanismen besitzt, die sich in Ausführung und Idee stark von Mainstream-Spielen unterscheidet.
Ferner ist mit dem Begriff Indie im RSP-Bereich auch eine gewisse Geisteshaltung verbunden, die ebenfalls eine Abgrenzung vom Mainstream sucht (Stichwort: Verteilung von Erzählrechten, Spielleiterloses Spiel etc.).
Boba Fett:
--- Zitat von: Thot am 20.11.2007 | 15:22 ---Ja, aber wo ziehst Du da die Grenze? Ab wann ist eine Art zu spielen denn "anders"?
--- Ende Zitat ---
Das ist eine Frage, die man nur von Fall zu Fall klären kann. :)
Und genau das wird jetzt bei "Indie" ja eigentlich auch gemacht...
Wie gesagt: Ich kann mit der aktuellen Regelung leben.
Skyrock:
Mit creator-owned alleine müsste man aber auch alle Systeme einschließen wo der Macher oder die Machergruppe alle Rechte daran hat und kreative Kontrolle ausübt - was Arcane Codex, ERPS und als internationales Bestsellerrollenspiel Rifts einschließen würde. (Wenn Kevin Simbieda nicht als totalitärer "creator" sein Baby volle Kanne "ownt" dann tut es niemand ;))
Umgekehrt läuft man in Probleme wenn man es über die "ist avantgardistisch und bricht die klassische Struktur mit Aufgabenteilung Spieler/SL, Regelkerne Kampf&Alles Andere etc."-Schiene versucht. Es gibt da einige recht klassische (ehemalige) Forgespiele, mit TRoS als klassischstem aller Beispiele (sogar mit Traglastregeln), und einigen Grenzgängern wie Orbit oder Sorcerer.
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