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[Film] The Hobbit

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Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: Chaos am 19.11.2014 | 23:08 ---Aber dass er die Gurkhas dermaßen beeindruckt hat, dass sie ihn haben mitspielen lassen... Respekt.

--- Ende Zitat ---
ABSOLUT und btw die Gurkhas sollen auf der Liste
People we don´t want to Mess with der Royal Marines stehen

Hewisa (gone for good):

--- Zitat von: Kwuteg Grauwolf am 19.11.2014 | 22:01 ---Aber ich würde mal endlich gerne eine Elric-von-Melniboné-Verfilmung sehen, Hellboy II hat ziemlich klar gezeigt, daß da was geht...
--- Ende Zitat ---
Was genau hat Hellboy 2 mit Elric zu tun? Ok, Luke Goss sieht meinem Bild von Elric ziemlich ähnlich, aber dass gruselige, dünne, langhaarige Badass-Albinos gehen war ja wohl schon vorher klar.

KWÜTEG GRÄÜWÖLF:

--- Zitat von: Hewisa am 24.11.2014 | 13:52 ---Was genau hat Hellboy 2 mit Elric zu tun? Ok, Luke Goss sieht meinem Bild von Elric ziemlich ähnlich, aber dass gruselige, dünne, langhaarige Badass-Albinos gehen war ja wohl schon vorher klar.

--- Ende Zitat ---

Und genau das habe ich gemeint - ich habe vorher nie irgendwo eine gute Umsetzung eines gruseligen, dünnen langhaarigen Badass-Albino gesehen.  :) Einen Typen einfach nur Interview-mit-einem-Vampir-mäßig blaß anzumalen, das würde mir nicht reichen. Ich hab zu sehr das alte Rodney-Matthews-Bild von Elric vor Augen.

Allerdings hätte ich auch nichts gegen eine kreative Neuauslegung des Aussehens der Figur Elric, denn *und jetzt kriege ich noch elegant die Kurve zum Topic, hell yeah!* die Zwergentruppe in ihrer optischen Vielfalt im Hobbit finde ich eigentlich mal sehr gut. Es muss ja nicht jeder Zwerg dem klassischen Bild entsprechen (das ich noch am ehesten bei Balin und Gloin sehe).

Arldwulf:

--- Zitat von: Kwuteg Grauwolf am 19.11.2014 | 22:01 ---Die Skepsis von Christopher Tolkien verstehe ich teilweise schon - die Dinge, die er als Wesenskern des Werks seines Vaters betrachtet, gehen immer mehr unter (am ehesten war das noch bei Fellowship vorhanden).
--- Ende Zitat ---

Mhh...irgendwie find ich, dass bei den Gefährten mehr geändert wurde als beim Hobbit. Das klingt jetzt vielleicht komisch, weil dort ja deutlich mehr hinzugefügt wird. Aber die Dinge die im Hobbit hinzugefügt werden sind häufiger Sachen welche tatsächliche Leerstellen im Buch auffüllen. Gandalf ist im Buch oft einfach nur weg - mit nur Andeutungen was er tatsächlich getan haben könnte.

Diese Stellen in die Geschichte einzubringen finde ich gut, sie ergänzen das ganze.

Bei den Gefährten dagegen sind es eher die weggelassenen Dinge welche die Geschichte verändern, und für mich ist dort eigentlich die Veränderung größer. Gerade der Aufbruch nach Bruchtal, der Weg dorthin und später die Reise bis Moria unterscheiden sich ja recht stark, was auch die Rollen einzelner Charaktere verändert. Gerade Boromir fällt mir da ein, der in den Büchern doch etwas anders herüber kommt. Aber natürlich vor allem Tom Bombadil.

Am Ende ist das natürlich immer Geschmackssache, ob man eher mit hinzugefügten oder weggelassenen Szenen sein Problem hat. Und beides als Interpretation ja legitim. Aber von der Sache her sind beide relativ nah am Original. Dieses ist nur so beliebt und bekannt, dass die Ansprüche an Werkstreue sehr hoch sind.

KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
Na, beim Hobbit finde ich die Änderungen sehr sehr krass - an der Oberfläche findet sowohl im Buch als auch im Film die Begegnung mit einer Figur namens Beorn statt oder die Zwerge verlassen den Elbenknast per Faß, aber das hat in seiner konkreten Umsetzung überhaupt nix mehr mit dem Buch zu tun.

Im Buch ist die Faß-Flußfahrt eine stille, sneaky Angelegenheit, in der man mit einem nassen, furchtsamen und elendig einsamen Bilbo drüber grübelt, ob die Zwerge es überlebt haben und bei der man durch Bilbos Zuhören der Gespräche der Flößerelben langsam einige wichtige Informationen betreffend Erebor, Smaug und Esgaroth erhält.
Im Film ist es eine alberne Achterbahnfahrt, bei der einem wieder eingehämmert wird, daß Legolas ein cooler Superheld ist.

Dagegen ist z.B. die Reise der Hobbits in der Filmfassung von "Die Gefährten" von Bree nach Bruchtal genau von der gleichen Stimmung getragen wie im Buch: ein Hetzen durch die Wildnis, bei dem man sich der ständigen Bedrohung durch die Nazgul nur zu bewusst ist, gegen die man außer schnellem Flüchten kaum ein Gegenmittel hat.

Da wurde das Buch 1 zu 1 umgesetzt, im Hobbit finde ich fast keine stimmungsmäßigen Umsetzungen.
Beorn ist kein brummiger germanischer Hofbesitzer, den man geschickt bequatschen muß, damit er einen aufnimmt, die Adler sind keine eigenständig agierenden Charaktere, auch das ganze Geschleiche und Erkunden im Erebor selber, das im Buch sehr eindrucksvoll rüberkam, wurde gegen die nur zu übliche und inzwischen stinklangweilige Wir-rennen-hektisch-durch-kollabierende-Strukturen-und-springen-dem-Monster-permanent-aus-dem-Maul-Montage ersetzt.

Mich nervt das vor allem deswegen, weil Jackson in der HdR-Trilogie ja durchaus bewiesen hat, daß er eine Umsetzung der Stimmung der Buchvorlage hinkriegen kann.
Aber ich fürchte, inzwischen scheint er der Meinung zu sein, irgendwelche im Original vorkommenden Nicht-Action-Charakterszenen seien todlangweilig und müssen mit Action aufgepeppt werden.

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