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[Film] The Hobbit
Arldwulf:
--- Zitat von: Kwuteg Grauwolf am 24.11.2014 | 16:16 ---Dagegen ist z.B. die Reise der Hobbits in der Filmfassung von "Die Gefährten" von Bree nach Bruchtal genau von der gleichen Stimmung getragen wie im Buch: ein Hetzen durch die Wildnis, bei dem man sich der ständigen Bedrohung durch die Nazgul nur zu bewusst ist, gegen die man außer schnellem Flüchten kaum ein Gegenmittel hat.
--- Ende Zitat ---
Wie gesagt - grad da würd ich dir widersprechen wollen. Nimm mal nur die Dauer. Im Buch dauert es Jahre bis Frodo aufbricht. Im Film ist es die Entscheidung einer Nacht. Im Buch gibt es noch ganz andere Gefahren als die Nazgul. Im Film geht es nur um diese. Im Buch feiern Frodo und Sam mit den Elben, im Film sehen sie diese nur vorüber ziehen. Tom Bombadil ist ganz draußen, und mit ihm auch die Hügel. Eine 1 zu 1 Umsetzung sieht da doch deutlich anders aus. Aber - deshalb ist es ja auch ein Film, 1 zu 1 muss dort nix umgesetzt werden.
Ich wollte auch nur sagen, dass es sehr vom persönlichem Geschmack abhängig ist was man als werkgetreue Interpretation ansieht.
KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
Ich gebe dir teilweise durchaus recht - ich hätte auch die Änderungen, die in "Die Gefährten" vorgenommen wurden, auch lieber nicht gehabt. Bombadil, Gildor und Glorfindel hätten drin sein können, ganz besonders die Hügelgräberhöhen. Deswegen sage ich ja "von Bree bis Bruchtal", da wurde jetzt nicht so furchtbar geändert, und da habe ich das Buch ganz gut wiedererkannt.
Beim Hobbit nervt mich auch der ständige Azog-Verfolgungs-Plot im Hintergrund, da wird eine Hektik reingebracht, die ich unpassend finde.
Ich muss aber, bevor ich mich jetzt zu meckerisch anhöre, sagen, daß ich durchaus einige Stellen ganz nett fand, z.B. der Zwergenüberfall bei Bilbo zuhause, und sogar die Dazuerfindung der Elben-Zwergen-Lovestory ;D Oder die Zwerge in Bruchtal.
Gemeckert wird aber trotzdem, da bin ich eher zwergisch als elbisch *gnagngangna* |:((
Arldwulf:
Inzwischen seh ich es positiv....ich finde die Filme sind ein toller Anlass die Bücher nochmal neu zu lesen.
Ich kenne viel schlimmere Buchverfilmungen, und man kann es einfach als Interpretation für die Leinwand stehen lassen und beides mögen, Buch und Film. Auch wenn sie sich unterscheiden.
KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
--- Zitat von: Arldwulf am 24.11.2014 | 16:33 ---....ich finde die Filme sind ein toller Anlass die Bücher nochmal neu zu lesen.
Ich kenne viel schlimmere Buchverfilmungen...
--- Ende Zitat ---
Amen zu beidem - besonders zweiteres :D
Aber als Deutscher werde ich den Teufel tun und meine patriotische Klischeepflicht erfüllen, indem ich laut und deutlich und penetrant auf alles hinweise, was meiner Meinung nach falsch, ineffizient und so nicht richtig ist! Und natürlich bin ich im Besitz der alleinigen Deutungshoheit und überhaupt >;D
Thandbar:
--- Zitat von: Arldwulf am 24.11.2014 | 16:25 ---Ich wollte auch nur sagen, dass es sehr vom persönlichem Geschmack abhängig ist was man als werkgetreue Interpretation ansieht.
--- Ende Zitat ---
Der Vergleich von Handlungselementen ist ja nur ein Teil der Miete. Im Ganzen ist der Herr der Ringe ein mächtiger, epischer Stoff. Das wurde imho durchaus umgesetzt, wenn auch teilweise mit einer grotesken Umdrehung von Tolkiens Leitmotiven.
Die Verfilmung eines märchenhaften, leichten Kinderbuches ist die Hobbit-Trilogie nicht. Sie treibt das, was den Jackson-Ring hollywoodesk von Tolkiens Vorlage abgrenzte, bis zur selbstreferentiellen Lächerlichkeit auf die Spitze.
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