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[Film] The Hobbit
KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
--- Zitat von: Meister Analion am 13.01.2015 | 17:02 ---4. Verfolgungsjagd mit Smaug: Smaug wäre verschwendet gewesen wenn man nicht mehr mit ihm gemacht hätte. Bischen mit Bilbo reden uns Seestadt abfackeln reicht einfach nicht für so eine grandiose Animation
--- Ende Zitat ---
Na ja, wenn das gesamte Rededuell aus dem Buch übernommen worden wäre, die unnötige Verfolgungsjagd durch den Erebor weggelassen worden wäre und dafür Smaugs Zerstörung von Seestadt ausführlicher gemacht worden wäre, hätte man eigentlich einen ausreichenden Auftritt für die große Eidechse gehabt, ohne dazu groß an der Vorlage rumschnitzen zu müssen. Da finde ich die gemachten Veränderungen unnötig.
--- Zitat von: Meister Analion am 13.01.2015 | 17:02 ---5. Alfred oder wie der heißt. Man kann halt nicht 3 Stunden am Stück nur Action zeigen...
--- Ende Zitat ---
Eben. Und da schmeisst Jackson erst die ganzen Nicht-Action-aber-Charakterinteraktion-Szenen aus der Vorlage raus, um sie dann mit einer eigenen Figur wieder aufzufüllen? Wozu? Aber ich fand Alfred deswegen nicht schlecht, insgesamt hätte ich gern mehr gesehen, wie Leute miteinander reden und interagieren.
Ich fühle mich immer beleidigt, wenn ein Regisseur sehr deutlich zu verstehen gibt, daß er glaubt, uns Vollhonks im Kino nicht mit übermässig Dialog überfordern zu dürfen, und uns deswegen mit Dauerrambazamba zu betäuben versucht. Ich lass mir das auf dem Niveau von Jackson zwar gefallen (da ist die Action ja wirklich nett gemacht), aber ich verkrafte durchaus mehr Charakterinteraktion, vielen Dank.
Ansonsten kann ich dir nicht allzusehr widersprechen, der dritte Teil war für mich insgesamt sehr angenehm anzusehen. Besonders: Lobelia Sackheim-Beutlin in kurzem auf fulminanten Auftritt. Ich mag die (hier noch nicht) olle Schreckschraube! Wenn ich mir für Der Eine Ring mal einen Hobbit bauen sollte, wäre sie das Vorbild.
Und auch wenn ich es schon mal gesagt habe: das minutenlange wortlose Nebeneinandersitzen von Bilbo und Gandalf nach der Schlacht war für mich ganz großes Kino. Ich liebe diese Szene!
Bad Horse:
--- Zitat von: Bad Horse am 15.01.2015 | 23:29 ---Timo: Im Herrn der Ringe ist Aragorn über 80 Jahre alt (88, um genau zu sein; ich weiß aber nicht, ob er das auch im Film sagt)... der Hobbit spielt 60 Jahre vorher, wenn ich mich nicht irre. Damit wäre er über 20, und nicht 10. :)
--- Ende Zitat ---
Timo hat recht - Aragorn ist laut Anhängen im HdR 2931 DZ geboren, Bilbo zieht 2941 zum Erebor.
Und seine Wanderungen beginnt Aragorn erst 2957.
Aaaaaber: Elbenkönige wie Thranduil können vielleicht in die Zukunft sehen? Problem gelöst :)
Jeordam:
--- Zitat von: Bad Horse am 15.01.2015 | 23:29 ---Timo: Im Herrn der Ringe ist Aragorn über 80 Jahre alt (88, um genau zu sein; ich weiß aber nicht, ob er das auch im Film sagt)... der Hobbit spielt 60 Jahre vorher, wenn ich mich nicht irre. Damit wäre er über 20, und nicht 10. :)
--- Ende Zitat ---
Der Herr der Ringe fängt 60 Jahre nach dem Hobbit an, mit Bilbos Geburtstagsfeier. Dann dauert es aber nochmal 17/18 Jahre bis Frodo sich auf die Socken macht und Streicher trifft.
Bad Horse:
Aber nicht in den Filmen. Da geht Frodo relativ bald nach der Geburtstagsfeier los, e voilá: Aragorns Alter passt wieder. ;)
YY:
--- Zitat von: Meister Analion am 13.01.2015 | 17:02 ---5. Alfred oder wie der heißt. Man kann halt nicht 3 Stunden am Stück nur Action zeigen. Fand ihn eine nette Auflockerung
--- Ende Zitat ---
Der ging mir extrem auf die Nerven...
Schlangenzunge war ja schon enorm holzhammerig, aber bei Alfred wusste ich nach der zweiten Szene echt nicht mehr, warum den nicht endlich mal einer absticht.
KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
--- Zitat von: Bad Horse am 15.01.2015 | 23:53 ---Aber nicht in den Filmen. Da geht Frodo relativ bald nach der Geburtstagsfeier los, e voilá: Aragorns Alter passt wieder. ;)
--- Ende Zitat ---
Aber mit dem in den Filmen etablierten Kanon kann man nicht so schön rumnerden wie mit dem aus den Büchern! Schrifttabellen! Zeitstränge! Familienstammbäume! Himmelherrgott, wie im Studium! ^-^
--- Zitat von: YY am 15.01.2015 | 23:57 ---Schlangenzunge war ja schon enorm holzhammerig...
--- Ende Zitat ---
Die Verfilmungen sind nun einmal im Vergleich zu den Büchern insgesamt holzhammerig. Denethor fand ich da in der Umsetzung viel schlimmer als Grima - den konnte man im Buch nämlich durchaus mögen und verstehen, seine Darstellung im Kino hat dazu geführt, daß bei seinem Ich-springe-brennend-von-der-Zitadelle-runter-Abgang das Publikum im Kino lauthals gejohlt und applaudiert hat, und das fand ich nur ätzend.
Jackson hat Tolkien nun mal sehr holzschnittartig in Szene gesetzt, obwohl er durchaus auch Zwischentöne beherrscht, siehe Gollum.
Witzigerweise hat diese Schwarz-Weiß-Reduzierung dazu geführt, daß in Diskussionen immer wieder Tolkien als jemand charakterisiert wird, der eine ganz grobe Gut-Böse-Welt erschaffen hätte, dabei war das Jackson.
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