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[SF: Redshift] Schiffsdesign und Technologie
Feuersänger:
Ich beziehe mich nur auf die Delta-V, die eben für eine bestimmte Mission (Route) benötigt wird. Die tatsächlichen Geschwindigkeiten sind ja sowieso immer relativ zu irgendwas und lassen sich deswegen gar nicht fassen.
Übrigens können die Dinger wohl nicht ganz ohne Manövriertriebwerke auskommen, und wenn es nur ein paar Pressluftflaschen sind. Sonst stelle man sich mal vor, Mikrometeoriten treffen auf die Segel auf. Dabei wird in jedem Fall ein Impuls übertragen. Schwupp, dreht sich die ganze Agglomeration, die Segel sind nicht mehr auf die Sonne ausgerichtet, der Schub stimmt nicht mehr, und alles geht den Bach runter.
Im Prinzip wäre diese Segelidee ja ganz witzig, aber wie gesagt, glaube ich nicht, dass sie sich rechnet, bzw in einer Welt mit Fusionsantrieben etc. wären solche Transporte nicht mehr als Selbstbedienungsautomaten für Piraten.
Achja, gut dass du das mit den Naniten ausführst, jetzt weiss ich mit Bestimmtheit, dass ich den Krempel nicht in meinem Setting will. ;) Wie du eben sagtest, sie verändern die ganze Spielwelt, und so genau kann man die ganzen Ripple-Effekte gar nicht durchdenken, dass man nicht am Ende in einer Sackgasse stehen könnte. Nanotechnologie ja - das gibt es ja heute schon - selbstreplizierende Nanoroboter nein.
Funktionalist:
Hast schon recht. Wenn so große dVs möglich sind, dann kann man solche Segelschiffe sehr einfach abfangen...
Das mit den Naniten ist echt eine ganz krasse geschmacksfrage...ich pers. finde es nicht so schlimm, nur sehr sehr fremdartig.
Wirst Du destruktive Uploads und entsprechende Clonverfahren zulassen?
Man lässt sein Hirn scannen, das dabei zerstört wird. Diese Daten werden dann gespeichert und durch All geschickt um am Zielort als Vorlage für einen Klon dienen, der identisch mit dir ist...also man lebt dort dann weiter.
sers,
alex
Funktionalist:
Deswegen ja der Zusatz in der Klammer.
Alles andere ist ja nur halbgarer Fluff, der kaum Auswirkungen auf die Spielwelt hat...ob die große Blackbox, die gerade X herstellt das durch Katalysatoren, Belichtung, oder Naniten macht, ist dann egal...
Naniten gehen halt so schnell kaputt, wenn sie sich nicht ständig erneuern können. Sie oxidieren, zerfallen, reagieren sonstwie...da muss man nur kurz das temperaturband verlassen, ein Mirkowellenpuls draufkommen, die falschen stoffe in die Nähe kommen etc. ist wie mit Bakterien.
Feuersänger:
Oh btw, ich seh grad, ich hab bei meinen obigen Berechnungen nen Fehler gemacht: alle Angaben für Zeiten und Delta-Vs für die Jupiter-Beispiele sind auf Flüge _hin und zurück_ bezogen. Also im Prinzip für die einfache Strecke alle Zahlen halbieren.
Das mit dem Brachial-Teleport will ich auch nicht. Zumal sich das ja auch nur lohnen würde, wenn die Klonerei dann nur maximal ein paar Tage oder Wochen dauern würde. Ist mir auch wieder der Ripple-Effekt zu groß. Erste Konsequenz: Unsterblichkeit. Man lässt sich jedesmal auf ein biologisches Alter von 20 heranzüchten und wiederholt das, wenn man sich körperlich nicht mehr so ganz auf der Höhe fühlt. Da es sich bei dem Prozedere eigentlich um ein Transportmittel handeln soll, kann es ja auch nicht allzu teuer sein. Andere Implikationen erinnern mich zu sehr an Star Wars.
Naniten wiederum kann ich mir in einem _ganz_ begrenzten Umfang vorstellen... maximal als Bau- und Reparaturmodule, aber dann auch nicht selbstreplizierend, sondern eher stur auf relativ simple Aufgaben ausgerichtet.
Ich hätte zum Beispiel gern einen Effekt, der Einschusslöcher in Schiffsrümpfen abdichtet. Da kann man nun den großen Hammer "Naniten" nehmen, die ausrücken um das Loch zu stopfen. Man könnte aber eventuell auch einfach den Rumpf mit einem Netz von Leitungen durchziehen, die bei Beschädigung verschiedene Flüssigkeiten freisetzen, die wiederum miteinander reagieren, aufschäumen und aushärten.
Achja, für den Schiffsrumpf und Anbauteile kommen auch wieder verschiedene Materialien in Frage. Sie sollen natürlich generell möglichst leicht und stabil sein. Titan ist da noch eine konventionellere Wahl.
Man kann auch Diamant nehmen -- davon ausgehend, dass man mit diesem Techlevel ohne Weiteres Diamant in jeder Form und Größe herstellen kann. Das ist härter als Titan und gleichzeitig leichter, ein hervorragender Wärmeleiter und mit einer sehr hohen spezifischen Verdampfungsenergie.
Problem: schlecht zu reparieren, da man Diamant nicht schweissen und nur unter hohem Druck herstellen kann. Außerdem wandelt es sich ab ca. 1600K in Graphit um, man kann die Teile also nicht allzu heiß werden lassen.
Aber es gibt noch viele andere wundersame Stoffe, zum Beispiel bestimmte Karbide, deren Schmelzpunkt selbst Wolfram bei Weitem übertreffen, zum Beispiel Tantalhafniumkarbid mit fast 4500K. (Über die anderen Eigenschaften von dem Zeug hab ich leider nichts gefunden, aber man beschichtet hochtemperaturbeanspruchte Teile damit, zB Turbinenschaufeln.)
Jedenfalls gibt es da viele spannende Ideen. Man stelle sich z.B. ein Schiff aus milchig-transparentem Diamant vor, mit langen Auslegern, die von saphirausgekleideten Adern durchzogen ist, durch die orange glühendes flüssiges Lithium gepumpt wird, bis in haarfein aufspreizende Enden, die die Wärme ins All abstrahlen.
Funktionalist:
--- Zitat von: Feuersänger am 14.07.2008 | 02:10 ---Man stelle sich z.B. ein Schiff aus milchig-transparentem Diamant vor, mit langen Auslegern, die von saphirausgekleideten Adern durchzogen ist, durch die orange glühendes flüssiges Lithium gepumpt wird, bis in haarfein aufspreizende Enden, die die Wärme ins All abstrahlen.
--- Ende Zitat ---
Jau! Sehr schön! so ködert man mich bei SF-Settings!
Die Passagierkabine ist komplett mit einer extrem klaren Flüssigkeit gefüllt, die bei Bedarf Sauerstoff abgibt und gleichzeitig als G-dämpfer fungiert.
Orbitale, deren Formenvielfalt an prähhistorisches PLankton erinnert und unter deren Eispanzern das Diamantskelett gerade noch erkennbar ist.
Hüllen als Linsen mit negativem Brechungsindex gaukeln einem FOrmen vor, die unter normalen Topologien nicht möglich sind.
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