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[SF: Redshift] Schiffsdesign und Technologie
Funktionalist:
--- Zitat von: Eulenspiegel am 10.07.2008 | 16:31 ---1) Man muss nur den Antrieb des Gegners zerstören. Anschließend kann man ihn ganz leicht entern.
Alternativ kann man sie auch auffordern: "Entweder ihr lasst euch entern, oder wir zerstören euch."
2) Gerade Frachtschiffe können zwar mit 1 g nach vorne beschleunigen, besitzen aber nicht sehr viel Manövrierfähigkeit, um abzubremsen oder zur Seite auszuweichen.
Stationen können sehr schwer ausweichen: Da kann man einfach ein zwei riesige Kometen beschleunigen und auf die Station zufliegen lassen.
--- Ende Zitat ---
Oh stimmt, das war ja eine Settingannahme in einem unserer Settings, dass durch den Ausstoß Triebwerke von hinten quasi unverwundbar sind.
Das muss ja nicht stimmen. Wenn man annimmt, dass Triebwerke die ienzigen nicht panzerbaren Teile eines Shciffes sind, dann geht soetwas sehr gut...
Kopfkino rollt gerade wieder an...freu.
Man könnte sagen, dass bei treffern die Triebwerke sofort abgeschaltet werden müssen, da sie sonst ihr Gleichgewicht verlieren und explodieren könnten. das heißt man könntre mit kleinen Lasergarben einen Antrieb immer wieder stoppen, bis man nah genug dran ist...
--- Zitat ---Der Kalte Krieg war Ursprung sehr vieler spannender Agententhriller Marke "James Bond". Wie realistisch diese Agentenhriller sind, sei mal dahingestellt. Aber ich konnte mir auch durchaus ähnliche Abenteuer in der fernen Zukunft vorstellen.
--- Ende Zitat ---
Es könnte sehr genial sein, aber bei so guter Überwachung sähen solche Aktionen aus, wie bei Dna simmons: Tarnpersönlichkeit, die erst nach und nach entdeckt, was sie tun muss, wenn sie im Zielgebiet ist und dann eine Handlung ausführt, deren Zweck nicht erkennbar ist. (a la Improv everywhere)
Könnte auch ganz lustig sein...die SPieler erhalten immer mal wieder geheimnisvolle Imperative, fremde Erinnerungen und kennen komische Leute/geraten in merkwürdige Dinge...
Feuersänger:
So, endlich komm ich ma wieder zum Antworten.
--- Zitat von: Destruktive_Kritik am 10.07.2008 | 11:40 ---ich meine schon richtige Segel, die durch "Sonnenwind aufgebläht werden" ;D
--- Ende Zitat ---
Und wieder nehme ich an, du meinst wenigstens den Photonendruck statt den echten Sonnenwind, weil der erstgenannte etwa zwanzigmal stärker ist als letzterer. Aber selbst der ist ungeeignet zu Transport von irgendwas.
--- Zitat ---Das ganze würde es ermöglichen, Container richtung Sonne abzubremsen, ohne Treibstoff zu verbrauchen und selbige im INterplanetaren Raum zu beschleunigen (man hat ja Zeit). und wenn es schneller gehen soll richtet man einen Partikelstrahl auf des Segel und überträgt so Moment.
--- Ende Zitat ---
So einfach funzt das nicht. Beim interplanetaren Flug ist es mit beliebigem Beschleunigen oder Abbremsen nicht getan. Man fängt in einem Orbit an und muss in einen anderen Orbit gelangen. Und das auch noch genau gleichzeitig mit dem Planeten im Zielorbit. Die energetisch absolut billigste Möglichkeit, das zu erreichen, nennt sich Hohmann-Transfer (nach dem berühmten deutschen Astronomen Walter Hohmann, der 1925 auf diesen Trichter gekommen ist. Ja, liebe Kinder, deutsches Wort und Lied dringt in alle Welt). Und selbst diese benötigt immer noch ein delta-V von einigen km/s, wie oben genannt. Drunter geht es einfach nicht*, und wenn du die erforderliche Delta-V nicht aufbringst, driftest du entweder bis St Nimmerlein im All oder rauschst früher oder später in der Sonne.
*) Gut, eine Ausnahme gibt es, das "Interplanetary Transport Network" kommt mit noch viel geringeren dVs aus. Aber ist dafür langsamer als ein Fahrrad; selbst für die Strecke Erde-Mond bräuchte man per ITN 2 Jahre. Also wollen wir das mal ignorieren.
Das mit den Partikelstrahlen wäre evtl. eine Möglichkeit, aber afaik haben diese Strahlen nur eine eher geringe Reichweite, und ich hab keinen Schimmer welche dV mit sowas erreichbar ist. Größere Reichweiten gäbe es mit nem Laser-Segel, aber das ist ein völlig anderes Konzept (vom Material her und so) und ich hab mich auch damit noch nicht näher befasst.
Darüberhinaus muss ich mein eigenes Gesülze von weiter oben revidieren: es wird überhaupt keine Hohmann-Frachter geben. Ein Hohmann-Transfer ist nämlich nur bei bestimmten Planetenkonstellationen möglich, diese treten umso seltener ein, je weiter außen im Sonnensystem die Planeten liegen. Schon bei der Strecke Mars-Erde liegen über 2 Jahre (!) zwischen den Startfenstern, und der Flug selber dauert nochmal 8 Monate. Da die "Abfahrtszeiten" auf beiden Planeten so ungefähr gleichzeitig sind, heisst das, dass man nach Ankunft über 16 Monate warten muss, bis man wieder losmachen kann.
Dagegen dauert ein Mars-Erde-Brachistochron selbst mit lächerlichen 0.01G nur schlappe 30 Tage im Schnitt. In der Zeit, in der ein Hohmann-Frachter einmal hin und zurück fliegt, ist man mit 0.01G die Strecke 32mal abgeflogen. Es ist leicht einzusehen, dass das trotz höherem Spritverbrauch pro Strecke um Größenordnungen ökonomischer bzw. profitabler ist.
--- Zitat ---Sehr lange Gefechte wären natürlich auf Nachschub angewiesen, der allerdings "auf schleichfahrt" hergebommt werden könnte, in Form von Partikelstrahlen/Laser Energie übermittelt,
--- Ende Zitat ---
Ich überlege gerade, wie das gehen soll; also unbemerkt Nachschub zu liefern, während sich zwei Einsatzgruppen beharken. Die größte Chance hätte man vllt, wenn man einen antriebslosen Treibstofftank mit etwas Schwung auf die Reise schickt, und der Empfänger dann genau im richtigen Moment dessen Bahn kreuzt, seinen Vektor anpasst, und andockt.
Übrigens kann das Übertragen von Energie in Form von Strahlen sicher niemals auch nur annähernd so effizient sein wie Transfer von Masse. Die Effizienzverluste von Sender und Empfänger multiplizieren sich und man muss sich mit der ganzen Abwärme rumschlagen.
--- Zitat ---Die Energieversorgung könnte einem helfen, die gengerischen Schiffe zu orten, weshalb sofort "nebekwolken" losgeschickt werden, um die Strahlen sichtbar zumachen..
--- Ende Zitat ---
Unnötig, weil schon Sender und Empfänger dank der Verlustleistungen leuchten werden wie Weihnachtsbäume, sodass der Gegner nur noch reinhalten muss - oder ganz altmodisch hitzesuchende Raketen losschickt.
--- Zitat ---..Für diese Wolken kann man dann auch direkt aggressive Nanobots nehmen, die eine bestimmte Zeit aktiv sind... sodass ein Schiff, das durchfliegt infiziert ist und sich langsam zersetzt...
--- Ende Zitat ---
Also, DASS ist mir dann doch definitiv zu weit hergeholt. Mag sein, dass es eine gute Taktik wäre, aber das ist mir zu kompliziert, da die möglichen Folgen und Komplikationen auszutüfteln.
--- Zitat ---Es ist ja kaum möglich ein Schiff zu entern. dafür muss man extrem wendig sein und extrem beschleunigen können, um die gigantischen Entfernungn zu überbrücken.
--- Ende Zitat ---
Erstmal, um an ein anderes Schiff ranzukommen, brauchst du nichtmal an seine Beschleunigung ranzukommen. Dein Ziel muss schließlich irgendwann auf jeden Fall zu bremsen anfangen. Und während er bremst, holst du ihn ein. Raumpiraten werden sich irgendwo in der "Nähe" des Jumppoints auf die Lauer legen und von da aus ihr Ziel verfolgen. Wenn ihr Schiff mindestens die halbe Beschleunigung herbringt wie das Schiff des Opfers, holen sie es ein, während dieses im Zielanflug abbremst.
Davon abgesehen hat Eulenspiegel noch einen sehr guten Punkt gebracht; wenn einem der Antrieb zerstört wird, gehört man der Katz.
Ich würde mal vermuten, dass ein Antrieb von _genau achtern_ immun gegen kinetische Geschosse ist, weil diese vom Antriebsstrahl lange vor Einschlag verdampft werden, aber das nützt nichts gegen a) Laser und b) schräge Einschlagswinkel.
--- Zitat ---Was den Bodenkrieg angeht, kann man davon ausgehen, dass jede Partei die Möglichkeit hat, jede andere sofort zu vernichten, allerdings nicht ohne Gegenschlag....wie im Kalten Krieg.
--- Ende Zitat ---
Wie gesagt, gehe ich eher davon aus, dass jede Partei so ziemlich jeden Angriff einschließlich Atomrakten _abwehren_ kann; es könnten also alle versuchen, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen, aber keiner würde einen Treffer landen, weil sämtliche Angriffsvehikel von den bodengebundenen Abwehrlasern pulverisiert werden. Die einzige Ausnahme wären vielleicht pandemisch-biologische Waffen, aber da würde man sich hüten, weil da das Risiko zu groß wäre, sich selber gleich mitzuvernichten.
Bis hin zu Kampfnaniten will ich wie gesagt nicht gehen, das ist auch mir zu strange. Naniten sollen in dem Setting primär dazu verwendet werden, Dinge zu bauen.
--- Zitat von: Eulenspiegel am 10.07.2008 | 16:31 ---1) Man muss nur den Antrieb des Gegners zerstören. Anschließend kann man ihn ganz leicht entern.
Alternativ kann man sie auch auffordern: "Entweder ihr lasst euch entern, oder wir zerstören euch."
2) Gerade Frachtschiffe können zwar mit 1 g nach vorne beschleunigen, besitzen aber nicht sehr viel Manövrierfähigkeit, um abzubremsen oder zur Seite auszuweichen.
--- Ende Zitat ---
Punkt 1 ist gut, bei Punkt 2 kommt es halt einfach drauf an, wie stark die Manövriertriebwerke sind. Allerdings werden die Manövriertriebwerke sicher nicht so effizient sein wie die Haupttriebwerke, sodass sie vergleichsweise viel Sprit verbrauchen. Die besten Karten hätte da wohl ein Schiff mit Schubvektorsteuerung oder gar (wir hatten das bereits) schwenkbaren Haupttriebwerken, wobei letztes sicher problematischer zu realisieren ist.
--- Zitat ---Stationen können sehr schwer ausweichen: Da kann man einfach ein zwei riesige Kometen beschleunigen und auf die Station zufliegen lassen.
--- Ende Zitat ---
So "einfach" ist das auch wieder nicht. Und wenn eine Seite Asteroiden (Kometen wohl eher weniger) beschleunigen kann, kann die andere Seite mit dem gleichen Aufwand ihren Kurs ändern.
--- Zitat ---Oder man führt Stellvertreterkriege: Im Kalten Krieg haben sich die Russen und Amis zum Beispiel in Vietnam auch die Köpfe blutig geschlagen, ohne Nuklearraketen zu verwenden.
--- Ende Zitat ---
Sowas sollte besser in den Hintergrund-Thread gepostet werden, mach ich vielleicht nachher noch.
Funktionalist:
@Sonensegel
Ich meinte schon Photonendruck. Und die Wirksamkeit dieser Methode hängt alleine davon ab, wie leicht die Segel sind und wie groß man sie gestaltet.
Dann bekommst du auch deine dV hin.
Man kann übrigens auch beliebig langsam seinen orbit erhöhen. Dan kreist dieses Paket halt 10Jahre um die Sonne, macht nen slingshot um Jupiter und wird dann ein oder zwei Jahre später am Saturn gebremst...
Gerade bei Gütern wie Erzen oder so ist ja fast egal, wie lange sie unterwegs sind...Dann wird der klumpen halt von einem (wiederverwertbaren) 10000km^2 Membransegel verzögert, das sich durch Nanotech mit Material der LIeferung selbst in Stand hält.
@Hohmann Transfer
Der ist sehr elegant, da man nur zwei mal das Triebwerk zünden muss. Durch ein Segel hat man aber ein beliebiges dV, da man unbegrenzt Treibstoff hat. Es dauert halt nur lange und man muss verfuchst viel rechnen, damit man nicht durch die anderen Schwerkraftquellen abdriftet etc...
Man braucht ja nicht auf die Wirtchaftlichkeit der Manöver achten, wenn man langsam, aber beliebig viel Energie bekommt...
Möglicher orbit:
Vom Rand des SOnnensystems wird ein Asteroid mit MIneralien richtung Sonne beschleunigt und über die nächsten 50 Jahre mit Segeln abgebremst, sodass er nach einer Kurve um die Sonne auf dem Erdorbit eingefangen werden kann.
So ein Segel kann dann ja schon ein paar hundert Jahre eingesetzt werden... man kann es ja auch wieder zurück schicken....
Man spart sich quasi die zweite Beschleunigung beim Hohman transfer, da man kontinuierlich abbremst.
@Versorgung auf Schleichweg
So hatte ich das gedacht... ein toter Brocken wird beschleunigt und vom Ziel eingefangen.
@Versorgung durch Laser/Partikelstrahlen
Den Sender, der irgendwo auf einem Planeten/Asteroiden sitzen kann muss nicht gut ortbar sein, da er sich selbst ja gut kühlen kann (Heatsinks usw...)
Wieviel Energie dabei verloren geht ist ja nicht so wichtig.
Die Hitze des Empfängers ist da etwas problematischer, da hast du recht. Aber zumindest kann dann ein Modul wieder aufgeladen werden und die Energie dann an die anderen schicken (Akkus zuwerfen).
@aufholen mit halber Beschleunigung um zu entern
Dann gelingt das Entern aber erst in großer Nähe zum Ziel...was ein Problem sein kann.
Naja, ein leichtes Shciff, das nur aus Antrieb und LEbenserhaltung besteht wird einen Personenfrachter/Warenfrachter, der entweder sehr schwer ist, oder nicht auf hohe BEschleunigungen ausgelegt ist, zur schnecke machen....
Piraterie ist nicht so einfach, da sie lange dauert, in der Nähe desZiels/startes passiert und deshalb immer gut zu beobachten ist....
@Wirtschaftlichkeitl
Naja, wenn sich TOrchflüge lohnen, dann kostet Treibstoff wirklich nichts bei deinem Setting...
Sobald es ein Kostenpunkt ist, dann kann es ein, dass es sich eher lohnt ein paar Jahre unterwegs zu sein.
@Wendigkeit von großen Schiffen
Antriebsmodul abkoppeln und an der anderen Seite ankoppeln...ist bei großen Pötten schneller als das Ganze Schiff zu drehen.
Wenn die Triebwerke eh um den Rumpf herum verteilt sind, muss jedes auch nur 180° drehen...das kann schon schnell gehen.
@NAniten
alle baunaniten sind Kampfnaniten...
man muss sie nur aus der kontrollierten Umgebung entfernen und irgendwo platzieren, wo sie Rohstoffe finden. Z.B. in Form von Menschen.
Feuersänger:
--- Zitat von: Destruktive_Kritik am 13.07.2008 | 17:15 ---Ich meinte schon Photonendruck. Und die Wirksamkeit dieser Methode hängt alleine davon ab, wie leicht die Segel sind und wie groß man sie gestaltet.
--- Ende Zitat ---
Also schön, lass uns mal sehen. Wie gesagt benötigt 1kg Masse bereits 632m² Sonnensegel, um seine Position zu halten. Das setzt natürlich erstmal voraus, dass 632m² Segel nicht schon schwerer als 1kg sind. Daran scheitert das Konzept heutzutage, weil man nicht annähernd ausreichend leichte Segel herstellen kann. Aber gut, nehmen wir mal an, es kann Segel geben, die so leicht sind, dass man mit 900m² Segel 1kg Nutzlast in Position halten kann (das Segel wöge dann 0,58kg). Dann könnte man die Nutzlast mit 1000m²/kg bereits minimal beschleunigen. Gesamtmasse in dem Fall 1,64kg; Schub insgesamt 0,00934N, wovon 0,0084N verhindern, dass der Krempel in die Sonne stürzt und 0,0009N die Last nach außen schieben. (Der Schub ist jetzt auf 1.0AU bezogen, aber es haut in beliebigen Abständen von der Sonne genauso hin, da deren Schwerkraft genauso stark abnimmt wie ihr Photonendruck.)
Also: wenn du dich mit einer Beschleunigung von 0,1mm/s² zufriedengibst, _dann_ braucht eine Nutzlast von 100t schlappe 100km²(!) Segelfläche. In Worten: ein Segel mit zehn Kilometern Kantenlänge. Wie lang man nun bei 0,1mm/s² für sagen wir mal 150 Millionen Kilometer braucht, will ich jetzt nicht ausrechnen.
Für den Verkehr von außen nach innen bräuchte man überhaupt keine Segel: man schubst den Container einmal an und wartet, während er automatisch mit 0,6mm/s² beschleunigt. Segel würden den Transport nur noch langsamer machen.
--- Zitat ---Gerade bei Gütern wie Erzen oder so ist ja fast egal, wie lange sie unterwegs sind...Dann wird der klumpen halt von einem (wiederverwertbaren) 10000km^2 Membransegel verzögert, das sich durch Nanotech mit Material der LIeferung selbst in Stand hält.
--- Ende Zitat ---
Eine Erzlieferung mit Naniten ausstatten, um über einen Zeitraum von zig Jahren eine einzige Lieferung ins Ziel zu bringen, das ist okay, aber stattdessen ein paar Kilo Treibstoff verbrennen, das ist Science Fiction? Ich denke doch, lieber Alex, dass du da die Prioritäten nicht ganz richtig einschätzt.
--- Zitat ---Man braucht ja nicht auf die Wirtchaftlichkeit der Manöver achten, wenn man langsam, aber beliebig viel Energie bekommt...
--- Ende Zitat ---
Genau genommen kann man überhaupt nicht manövrieren, da die Segel immer genau auf die Sonne ausgerichtet sein müssen. Es war im Übrigen bisher nirgends von Manövriertriebwerken die Rede. Diese funzen übrigens auch nicht ohne Reaktionsmasse.
--- Zitat ---Vom Rand des SOnnensystems wird ein Asteroid mit MIneralien richtung Sonne beschleunigt und über die nächsten 50 Jahre mit Segeln abgebremst, sodass er nach einer Kurve um die Sonne auf dem Erdorbit eingefangen werden kann.
--- Ende Zitat ---
Wenn die gesamte Reise sagen wir mal 50 Jahre dauern würde (ich halte das noch für zu knapp bemessen), wäre das aber eine verdammt schlechte Dividende. Schließlich will das Segel ja erstmal bezahlt sein. Und das kann sich dann erst nach Ankunft amortisieren. Wenn sich innerhalb der 50 Jahre etwas auf dem Markt ändert, kann die Fracht nach Ankunft auch vollkommen wertlos sein. Wenn die Fracht dagegen stark an Wert gewinnt, würde ich mir Sorgen machen, dass sie unterwegs geklaut wird.
--- Zitat ---So hatte ich das gedacht... ein toter Brocken wird beschleunigt und vom Ziel eingefangen.
--- Ende Zitat ---
Oder unterwegs von irgendwelchen Husaren eingesammelt, die sich freuen, dass jemand seine Rohstofflieferungen unbeaufsichtigt im Schneckentempo durch die Milchstraße dümpeln lässt.
--- Zitat ---Die Hitze des Empfängers ist da etwas problematischer, da hast du recht. Aber zumindest kann dann ein Modul wieder aufgeladen werden und die Energie dann an die anderen schicken (Akkus zuwerfen).
--- Ende Zitat ---
Zugegeben, so ein Manöver stelle ich mir ziemlich drollig vor.
--- Zitat ---@aufholen mit halber Beschleunigung um zu entern
Dann gelingt das Entern aber erst in großer Nähe zum Ziel...was ein Problem sein kann.
--- Ende Zitat ---
Kommt drauf an. Wenn der Pirat ein paar Treibstoffreserven in petto hat, ist es kein Problem. Gut, "halbe Beschleunigung" ist vielleicht etwas knapp gerechnet. Nehmen wir an, er verfolgt mit auf einer Gesamtstrecke von 10AU einen Brenner so, dass er ihn schätzungsweise 2,5AU vor dem Ziel einholt. Ehe er tatsächlich angreift, kann auch keine Hilfe geschickt werden, weil bis dahin keine feindliche Absicht unterstellt werden kann. Sobald er angreift, ist es zu spät, Hilfe zu schicken, weil die mehrere Tage unterwegs wäre. Schafft er es, den Brenner aufzubringen, nimmt er sich, was er haben will, und -- aktiviert seinen Jumpdrive.
--- Zitat ---Naja, wenn sich TOrchflüge lohnen, dann kostet Treibstoff wirklich nichts bei deinem Setting...
--- Ende Zitat ---
Die Treib- und Brennstoffkosten sind wirklich keine Hexerei. Es sind keine geheimnisvollen Zaubermaterien aus dem Wunderland, sondern irgendwelche ganz normalen, leichte Elemente oder Isotope. Oder im allerbilligsten Fall nimmst du als Treibstoff einfach Wasser, da kann nun wirklich niemand behaupten, dass es zu teuer wäre. Brennstoff hingegen wird je nach Technologie höchstwahrscheinlich Wasserstoff oder eins seiner Isotope sein; teuerstenfalls Lithium (um daraus Tritium zu brüten).
Nehmen wir als Beispiel mal einen eher langsamen Frachter, der mit 0,1G brachistochron fliegt. Für die Strecke Jupiter-Erde braucht er dabei 36 Tage (was mit Hohmann knapp 3 Jahre dauern würde). Delta-V ca. 3000km/s. ve sei 7000km/s, das ist gar kein Akt für Fusionstriebwerke. Benötigte mass ratio R=1,5, d.h. 1/3 der Gesamtmasse ist Treibstoff.
Benötigte Brennstoffmenge: lass die Startmasse 1500t sein (500t Treibstoff, 200t Hülle, 800t Fracht), benötigter Schub also 1,5MN, macht bei ve=7000km/s einen Massedurchsatz MDot=0,21kg/s -- dabei ignorieren wir jetzt einfach mal, dass die Gesamtmasse ja sinkt und dadurch immer weniger MDot benötigt wird. Wir vereinfachen.
Die Schubleistung beträgt dann 0,5 * 0,21 * (7e6)² = 5,15TW. Dient D-T-Fusion als Energiequelle, sind das also 5,15/360=0,014kg Brennstoff pro Sekunde, oder 41 Tonnen über die gesamte Flugzeit (wie gesagt, eigentlich weniger wegen des Masseverlustes), und die Asche fungiert gleich noch als Reaktionsmasse. Das ist das einzig teure am ganzen Flug.
Die restlichen 460t Treibstoff können alles Mögliche sein; Wasser, Katzenpisse, völlig egal. Kosten gleich Null.
Im Endeffekt läuft es also darauf hinaus: ist der Gewinn aus 800t Fracht größer als die Kosten von 40t D-T-Brennstoff, lohnt sich die schnelle Route. D-T wiederum kann mittels Solarenergie aus Wasser gewonnen werden, oder z.B. aus der Atmosphäre des Jupiter gefiltert, wie auch immer. In einer Welt, in der Diamant ein ganz normales Konstruktionsmaterial ist wie heutzutage Plastik, wird auch die Herstellung von Deuterium und Tritium nicht besonders teuer sein.
Wenn die Fracht dagegen zu billig dafür ist, kann man sie auch mit 0,01G transportieren - das erhöht die Reisedauer für die genannte Strecke auf 105 Tage und senkt die delta-V auf 1000km/s. Setzen wir das in die obigen Gleichungen ein, erhalten wir ein Massenverhältnis von 1,15 -> 13% Treibstoffanteil. Unser 1500t-Frachter könnte also mit 200t Treibstoff 1100t Fracht transportieren. Schubleistung 500GW. Brennstoffdurchsatz 0,0014kg/s = 1,4g/s, macht 12 Tonnen D-T für die gesamte Reise.
Wenn die Frachter bemannt sind, muss man noch die Kosten für die Crew mitrechnen, nicht nur für die reine Flugzeit, sondern auch für eine Erholungsphase zwischen den Flügen, da mehrere Monate bei nahezu Schwerelosigkeit kein Spaß sind und gesundheitliche Schäden mit sich bringen (Raumkrankheit, Knochen- und Muskelschwund, Lagerkoller). Daher werden solche langsamen Frachter wohl so weit wie möglich automatisiert sein.
Ich sag mal so: wenn eine Fracht nicht wertvoll genug ist, um einen Brennstoffanteil von 1% zu rechtfertigen, ist sie es nicht wert, überhaupt transportiert zu werden.
Funktionalist:
Deine Rechnungen zum Thema Beschleunigung sind irgendwie verwirrend, denn sie gehen immer von stillstehenden Objekten aus, die auf die Sonne zu stürzen.
Wir haben hier aber im Allgemeinen Bewegungen von Orbit zu orbit. Wenn ich mich von der Erde löse und mich parallel zu ihr auf dem gleichen Orbit bewege, dann lande ich irgendwann auf irgendeinem der Lagrangepunkte. Wenn ich mich allerdings nach Außen beschleunige...dann komme ich zwangsläufig auf höhere Energieniveaus, was größere Orgits bedeutet. Wenn ich zeit habe komme ich auch mit kleinen Beschleunigungen aus...dan drehe ich halt mehrere Runden um die SOnne.
Dass diese Segel dann Größen von zwanzig, dreißig Kilometern Kantenlänge haben, (wenn nicht 200 bis 300), hatte ich auch so im KOpf (das ist SciFi mach es groß, richtig GROß ;D)
Außerdem ist es so möglich diese Brocken anzuschubsen und per Laser abzubremsen, dass sie mit angenehmer Geschwindigkeit eintreffen. (ich gehe jetzt mal davon aus, dass Energie am "Boden" quasi unbegrenzt ist.).
@Naniten
wenn man erstmal das Modell hat, dann kosten Naniten ja fast nichts mehr (wenn sie sich selbst replizieren können). Diese Dinger verändern so ziemlich die ganze Spielwelt! Ganze Bodenschichten werden zu Computern, Material kann 100% recycelt werden, das heißt Shciffe bauen sich selbst um und können sich zur Not teilweise selbst verbrennen, man infiziert Asteroiden mit ihnen und einer Energiequelle und kommt ein paar Jahre später wieder und der Asteroid ist in seine EInzelteile sortiert und braucht ihn nur aufzusaugen....es so verrückt, wi e man es haben will.
--- Zitat ---Eine Erzlieferung mit Naniten ausstatten, um über einen Zeitraum von zig Jahren eine einzige Lieferung ins Ziel zu bringen, das ist okay, aber stattdessen ein paar Kilo Treibstoff verbrennen, das ist Science Fiction? Ich denke doch, lieber Alex, dass du da die Prioritäten nicht ganz richtig einschätzt.
--- Ende Zitat ---
Hey, das ist dein Setting. ich sprudel nur Ideen aus!
Wenn dir Segel+bodengestützte Laser+Sonne nicht gefällt, dann lass es draußen!
@Manöver
Die Beschleunigung zu verändern ist auch ein Manöver...
--- Zitat ---Wenn die gesamte Reise sagen wir mal 50 Jahre dauern würde (ich halte das noch für zu knapp bemessen), wäre das aber eine verdammt schlechte Dividende. Schließlich will das Segel ja erstmal bezahlt sein. Und das kann sich dann erst nach Ankunft amortisieren. Wenn sich innerhalb der 50 Jahre etwas auf dem Markt ändert, kann die Fracht nach Ankunft auch vollkommen wertlos sein. Wenn die Fracht dagegen stark an Wert gewinnt, würde ich mir Sorgen machen, dass sie unterwegs geklaut wird.
--- Ende Zitat ---
Es hängt davon ab, wie schnell man den Brocken zu Anfang beschleunigt.
Man will ja nicht, dass der Klotz dann nach 50 Jahren mit 10000km/s dV an der Erde vorbeirauscht, deshalb kann man ihm auf der gesamten Strecke etwas abbremsen und dann nach 70 Jahren bequem einsammeln...
Bis dahin ist er auch von den Naniten gut aufgearbeitet. Den Klotz zu stehlen ist wegen der Naniten problematisch, die man erstmal abschalten muss, was eigentlich erst nach 60 Jahren der Fall ist. Ist jetzt die Frage, wie das Segel befestigt ist, aber solche technishcen details kann man ja handwaven.
Ach ich habe da noch eine andere kranke Idee, die ich irgendwoo mal gesehen habe.:
sobald ein Planet ein Magnetfeld hat und man ein Schiff per geladenem Ausleger zum magneten macht, kann man damit eine Kraft erzeugen... vllt. lassen sich so Stationen auf Kurs halten...Dinge sehr "lautlos" bewegen...
@drolliges Manöver
naja, es ist in etwas so drollig wie zwei Soldaten, die sich volle Magazine zuwerfen...Von der Idee her befinden sich einige Module in deckung hinter einem Planeten etc... und andere außerhalb der Deckung, das sind die aktiven feuernden Einheiten. Wenn diese jetzt durch schwer ortbare Energieversorgung länger aktiv sein können, ist das ein echter Vorteil. Wäre sie ortbar, wäre sie angreifbar...
sers,
Alex
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